






Perserteppich Isfahan 99 x 71 cm Wolle handgeknüpft
1664$
Handgeknüpfter Isfahan Perserteppich | Knotendichte: 850.000 Knoten/m² | Material: Flor 95% Schurwolle, 5% Seide | Größe: 99 x 71 cm | Muster: Traditionell persisch/orientalisch | Zustand: Sehr gut, unbenutzt
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: D3454EC0
Beschreibung
Isfahan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser handgeknüpfte Perserteppich besteht im Flor aus 95% Schurwolle und 5% Seide. Die Kombination zweier Fasern verbindet unterschiedliche textile Eigenschaften. Schurwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer griffigen Oberfläche, ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer Fähigkeit geschätzt, Farbstoffe gleichmäßig aufzunehmen. Ihre natürliche Faserstruktur gibt dem Flor Stabilität und sorgt für eine angenehm textile Haptik. Bei der Verarbeitung wird Wolle deshalb häufig für Flächen verwendet, die regelmäßig berührt oder begangen werden.
Seide besitzt eine feinere und glattere Faserstruktur. In handgeknüpften Teppichen wird sie eingesetzt, wenn Konturen, kleine Ornamente oder feine Unterschiede in der Oberfläche deutlich herausgearbeitet werden sollen. Ihr dezenter Glanz verändert sich je nach Lichteinfall und kann der Zeichnung zusätzliche Tiefe geben. Die Seide bildet bei diesem Teppich einen Anteil des Flors; die genaue Zusammensetzung von 95% Schurwolle und 5% Seide ist angegeben.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln um die Kettfäden gelegt und anschließend befestigt. Reihe für Reihe entsteht so eine textile Fläche. Nach dem Knüpfen wird der Flor bearbeitet, geschoren und in eine gleichmäßige Oberfläche gebracht. Weitere Arbeitsschritte können das Ausrichten, Waschen und Spannen umfassen. Die Ausführung verlangt Konzentration, weil die Knotenspannung, die Linienführung und die Abfolge der Farben über die gesamte Fläche miteinander in Einklang gebracht werden müssen.
Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 850.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine hohe Knotendichte schafft grundsätzlich die Möglichkeit, kleine Formen, enge Linien und abgestufte Farbverläufe präzise darzustellen. Sie ist jedoch nicht allein für das Muster verantwortlich. Auch der Entwurf, die Faserqualität, die Farbwahl und die Ausführung der knüpfenden Person bestimmen das Erscheinungsbild. Die angegebene Florhöhe beträgt 8 mm. Schurwolle und Seide sollten bei der Pflege schonend behandelt werden, damit Flor und Oberfläche geschützt bleiben.
Herkunft und Tradition
Der Teppich wird als Perserteppich aus Isfahan beschrieben. Seine Herkunft liegt in Persien beziehungsweise Iran. Isfahan gehört zu den traditionsreichen Zentren der iranischen Teppichkunst. Die Stadt liegt im zentralen Iran und wurde über Jahrhunderte durch Architektur, Kunsthandwerk und Werkstattkultur geprägt. Auch die Teppichherstellung entwickelte dort eine eigene Formensprache, die mit fein gezeichneten Kompositionen, sorgfältig ausgearbeiteten Details und einer ausgewogenen Gliederung verbunden wird.
Die Geschichte iranischer Teppiche reicht weit zurück. Teppiche dienten als Bodenbelag, Sitzunterlage, Wandbehang und Bestandteil der Raumgestaltung. Zugleich konnten sie den sozialen Rang eines Haushalts, die handwerkliche Qualität einer Werkstatt oder die regionale Herkunft sichtbar machen. Entwürfe, Knüpftechniken und Kenntnisse über Farbstoffe wurden häufig innerhalb von Familien und Werkstätten weitergegeben. So entstand eine lebendige Tradition, in der überlieferte Grundformen immer wieder neu interpretiert wurden.
Iran verfügt über zahlreiche Teppichregionen mit jeweils eigenen Schwerpunkten. Isfahan, Täbriz und Nain werden ebenso mit der persischen Teppichkunst verbunden wie viele weitere Orte. Unterschiede zeigen sich unter anderem in der Anordnung des Mittelfeldes, in der Gestaltung der Bordüren, in der Feinheit der Zeichnung und in der Farbwirkung. Die Bezeichnung Isfahan verweist bei diesem Teppich auf den genannten Herkunftsort. Sie ist nicht lediglich eine allgemeine Bezeichnung für einen orientalischen Stil, sondern ordnet das Stück der iranischen Teppichtradition dieser Stadt zu.
In Isfahan entwickelten Werkstätten Entwürfe, die häufig auf einer klar geplanten Gesamtkomposition beruhen. Ein Musterplan kann festlegen, wie Mittelfeld, Medaillon, Seitenornamente und Bordüren zueinander stehen. Beim Knüpfen wird dieser Plan nicht gedruckt auf eine Oberfläche übertragen, sondern Knoten für Knoten in textile Form umgesetzt. Die ausführende Person muss dabei die Proportionen des Entwurfs, die Farbfolge und die Konturen fortlaufend kontrollieren.
Die persische Teppichherstellung ist deshalb sowohl eine Kunst des Entwerfens als auch eine Technik des genauen Ausführens. Der Webstuhl bildet die Grundlage, die Kette gibt der Fläche ihre Längsrichtung, und die einzelnen Knoten erzeugen den Flor. Durch Scheren und Nacharbeiten wird die Zeichnung sichtbar gemacht. Besonders bei fein geknüpften Teppichen kommt es darauf an, dass die Reihen gleichmäßig liegen und die Linien des Entwurfs über die gesamte Fläche nachvollziehbar bleiben.
Isfahan steht in der Teppelgeschichte außerdem für die Verbindung von dekorativer Ordnung und feiner Detailarbeit. Florale Linien können mit geometrisch strukturierten Bordüren zusammenwirken, während eine zentrale Anordnung dem Teppich eine klare Orientierung gibt. Diese Prinzipien gehören zum regionalen Hintergrund und beschreiben die Entwicklung der Isfahan-Tradition. Sie ersetzen nicht die konkrete Musterangabe des einzelnen Stücks, die hier als traditionell persisch/orientalisch bezeichnet wird.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als traditionell persisch/orientalisch angegeben. Diese Einordnung beschreibt eine klassische gestalterische Richtung, ohne ein einzelnes Motiv oder eine bestimmte Musterfamilie zu benennen. In der persischen Teppichkunst kommen unter anderem zentrale Medaillons, durchlaufende Pflanzenornamente, symmetrische Kompositionen und geometrisch gegliederte Felder vor. Welche dieser Formen ein bestimmter Teppich zeigt, muss aus seiner individuellen Zeichnung abgelesen werden und darf nicht allein aus der Stilbezeichnung abgeleitet werden.
Florale Muster gehören zu den häufigen Gestaltungsmitteln persischer Teppiche. Blüten, Blätter, Ranken und geschwungene Linien können sich über ein Feld ausbreiten und dabei einen rhythmischen Zusammenhang bilden. Manche Entwürfe konzentrieren die Ornamente um ein Zentrum, andere verteilen sie gleichmäßig über die gesamte Fläche. Bei geometrischen Kompositionen stehen dagegen Winkel, Wiederholungen, Achsen und klare Abgrenzungen stärker im Vordergrund. Die persische Tradition kennt beide Ausdrucksformen sowie Mischungen aus fließenden und streng geordneten Elementen.
Ein klassischer Aufbau verwendet häufig ein Hauptfeld und mehrere Bordüren. Das Hauptfeld trägt die zentrale Zeichnung, während die Bordüren den Entwurf einfassen und den Übergang zum Rand ordnen. Ein Medaillon kann die Mitte hervorheben. Ein Allover-Muster kann demgegenüber eine gleichmäßigere Flächenwirkung erzeugen. Kleine Nebenbordüren unterstützen die Abgrenzung der größeren Bereiche und geben dem Gesamtentwurf einen nachvollziehbaren Rahmen.
Die hohe Knotendichte von 850.000 Knoten pro Quadratmeter ist für die technische Möglichkeit einer detailreichen Zeichnung relevant. Je enger die Knoten gesetzt werden, desto genauer können schmale Linien, kleine Blütenformen oder feine Konturen aufgelöst werden. Gleichzeitig erfordert eine dichte Knüpfung eine sorgfältige Übertragung des Entwurfs. Knotendichte und Muster stehen daher in einem technischen Verhältnis, sind aber nicht dasselbe: Die Dichte beschreibt die Konstruktion, während das Muster die sichtbare Gestaltung bezeichnet.
Persische Ornamente werden oft mit Natur, Gartenbildern, Ordnung und Harmonie in Verbindung gebracht. Pflanzenformen können an kultivierte Landschaften erinnern, während symmetrische Aufteilungen und wiederkehrende Einheiten eine geordnete Fläche erzeugen. Solche Deutungen gehören zum kulturellen Hintergrund der persischen Musterwelt. Sie sind keine zusätzliche Aussage über ein bestimmtes Symbol dieses Teppichs. Für das vorliegende Stück ist die belegte Einordnung als traditionell persisch/orientalisch maßgeblich.
Ein weiteres allgemeines Merkmal persischer Gestaltung ist das Verhältnis von Bewegung und Ordnung. Geschwungene Ranken können neben geraden Bordüren stehen, feine Blüten können in ein streng gegliedertes Feld eingebunden werden. Auch die Farbverteilung trägt zur Lesbarkeit bei: Farben können das Zentrum betonen, einen Rand hervorheben oder einzelne Ornamente voneinander trennen. Die Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Entwurf, Material, Knotentechnik und abschließender Bearbeitung des Flors.
Besonderheiten
Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand und ist unbenutzt. Zu den angegebenen Eigenschaften gehören die handgeknüpfte Fertigung, ein Flor aus 95% Schurwolle und 5% Seide, eine Knotendichte von 850.000 Knoten pro Quadratmeter und eine Florhöhe von 8 mm. Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Damit lässt er sich in Räume integrieren, in denen ein textiler Bodenbelag über einer vorhandenen Flächenheizung verwendet wird.
Die Materialkombination verbindet den überwiegenden Wollanteil mit dem feineren Seidenanteil. Der sehr gute, unbenutzte Zustand beschreibt den Erhalt dieses Einzelstücks. Für die weitere Nutzung empfiehlt sich eine regelmäßige, schonende Pflege. Staub und loser Schmutz sollten vorsichtig entfernt werden; Feuchtigkeit und ungeeignete Reinigungsmittel sollten nicht unnötig auf den Flor einwirken.
FAQ
Wie reinige ich den Perserteppich am besten?
Regelmäßiges vorsichtiges Staubsaugen mit einer sanften Einstellung entfernt losen Staub, ohne den Flor unnötig zu beanspruchen. Bei einem Fleck sollte Flüssigkeit sofort mit einem sauberen, saugfähigen Tuch abgetupft werden. Reiben, starkes Durchnässen und aggressive Haushaltsreiniger sollten vermieden werden, da Schurwolle und Seide unterschiedlich auf Feuchtigkeit und chemische Mittel reagieren können. Für eine vollständige Reinigung ist ein Fachbetrieb für handgeknüpfte Teppiche empfehlenswert. Dort können Fasern, Farben, Konstruktion und Verschmutzung gemeinsam beurteilt werden.
Warum sind Perserteppiche aufwendig in der Herstellung?
Ein handgeknüpfter Perserteppich entsteht durch das einzelne Setzen vieler Knoten. Bei einer Knotendichte von 850.000 Knoten pro Quadratmeter müssen zahlreiche Knoten mit gleichmäßiger Spannung und genauer Reihenfolge ausgeführt werden. Vor dem Knüpfen wird der Entwurf vorbereitet; während der Arbeit werden Farben, Konturen und Proportionen fortlaufend übertragen. Danach folgen unter anderem das Bearbeiten und Ausrichten des Flors. Die unterschiedlichen Eigenschaften von Schurwolle und Seide erfordern zusätzlich eine passende Verarbeitung. Zeit, Material und manuelle Präzision bestimmen den handwerklichen Aufwand.
Wie lange kann ein Perserteppich erhalten bleiben?
Die Lebensdauer hängt von Nutzung, Standort, Pflege und fachgerechter Reinigung ab. Schurwolle gilt als widerstandsfähige Faser und ist für textile Bodenbeläge gut geeignet. Seide ist feiner und verlangt eine schonendere Behandlung. Eine gleichmäßige Nutzung, der Schutz vor lang anhaltender direkter Sonneneinstrahlung und eine geeignete Unterlage können die textile Struktur entlasten. Da dieser Teppich unbenutzt und in sehr gutem Zustand ist, beginnt seine weitere Nutzung ohne vorherige Gebrauchsspuren aus einer anderen Umgebung. Bei passender Pflege kann ein handgeknüpfter Teppich über lange Zeit erhalten bleiben.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
|---|---|
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














