















Perserteppich Isfahan 319x215cm handgeknüpft (Verkauft)
Ursprünglicher Preis war: 4260$1065$Aktueller Preis ist: 1065$
Handgeknüpfter Isfahan Perserteppich | Knotendichte: 160.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 319x215cm | Muster: Lachak-Toranj Isfahan Medaillon | Zustand: Top-Zustand, gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000276
Beschreibung
Isfahan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Isfahan Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Wolle, während die Kette aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Die Materialangabe beschreibt damit klar die beiden wesentlichen Bestandteile des Teppichs: Die Wolle bildet die sichtbare, geknüpfte Oberfläche, und die Baumwolle dient als Kette im inneren Aufbau. Beide Materialien sind im Angebot getrennt ausgewiesen und werden nicht zu einer einzigen Materialangabe zusammengefasst.
Die Knotendichte beträgt 160.000 Knoten/qm. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb eines Quadratmeters und gibt einen Hinweis auf die Feinheit der geknüpften Struktur. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster Knoten für Knoten. Die Dichte steht deshalb in engem Zusammenhang mit der Ausarbeitung von Konturen, kleinen Ornamenten und geordneten Übergängen innerhalb eines Entwurfs.
Die Wolle im Flor ist ein klassisches Material für handgeknüpfte Perserteppiche. Ihre Aufgabe ist nicht nur die Bildung der sichtbaren Oberfläche, sondern auch die Aufnahme der farbigen Muster. Die Baumwollkette bildet dagegen die Grundlage, an der die einzelnen Knoten befestigt werden. So werden Flor und Kette im Aufbau des Teppichs klar unterschieden.
Der Teppich wurde gewaschen und befindet sich im Top-Zustand. Diese beiden Angaben gehören zusammen zur beschriebenen Beschaffenheit des Einzelstücks. Weitere Aussagen zu Alter, Restaurierungen, Fransen, Abrieb oder früherer Nutzung werden nicht gemacht und sind daher nicht Bestandteil der Beschreibung.
Herkunft und Tradition
Isfahan gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichkunst. Teppiche aus Isfahan sind für eine fein ausgearbeitete Gestaltung und eine sorgfältige handwerkliche Ausführung bekannt. Der Name steht im weiteren Sinn für Teppiche aus der Stadt Isfahan und aus dem größeren Gebiet der Provinz Isfahan, sofern sie die dort etablierten Entwürfe und Webtechniken zeigen. Zugleich besitzen andere Städte der Provinz eigene Identitäten. Nain ist dafür ein wichtiges Beispiel: Nain-Teppiche werden als eigenständige Kategorie betrachtet und nicht einfach als Isfahan-Teppiche bezeichnet.
Die Geschichte der Isfahan-Teppiche ist eng mit der Safawidenzeit verbunden. Isfahan wurde unter den Safawiden zur Hauptstadt Persiens und entwickelte sich zu einem bedeutenden Ort für Kunst, Architektur und höfische Kultur. Auch Täbriz war in dieser Epoche Hauptstadt. Die Förderung durch die Herrscher gab der Teppichkunst neue Impulse, weil Teppiche für Paläste, für den Hof, als Geschenke an europäische Herrscher und als Einnahmequelle des Reiches hergestellt wurden.
Die Safawiden stammten ursprünglich aus Ardebil. Als sie ihren Regierungssitz nach Isfahan verlegten, traf dort die Tradition von Ardebil auf die bereits vorhandene Kultur Isfahans. Meisterweber und Architekten aus Ardebil und Täbriz wurden nach Isfahan geholt und mit Arbeiten für den königlichen Hof beauftragt. Der Austausch zwischen den verschiedenen Werkstätten führte zu neuen Verbindungen von Ornamenten, Entwürfen und technischen Verfahren.
Viele heute bekannte Musterbezeichnungen erinnern an diese Epoche. Das Scheich-Safi-Muster trägt den Namen von Scheich Safi al-din, dem Begründer der Safawiden-Dynastie. Der berühmte Ardebil-Teppich wurde mit diesem Muster gestaltet und befindet sich heute in einem Londoner Museum. Weitere Bezeichnungen verweisen auf Schah Abbas, Schah Ismail und andere Herrscher der Safawiden. Solche Namen zeigen, wie eng Teppichkunst, Hofkultur und politische Geschichte miteinander verbunden waren.
Die Werkstätten der Safawidenzeit in Isfahan lagen vor allem in der Nähe des Allighapou, dem Aufenthaltsort der Könige. Erhaltene Teppiche aus dieser Epoche werden heute in bedeutenden Museen aufbewahrt. Besonders Seidenteppiche aus der Safawidenzeit waren geschätzt und spielten auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle. Die handwerklichen und gestalterischen Grundlagen dieser Epoche prägen bis heute das Bild, das mit Isfahan-Teppichen verbunden wird.
Nach dem Ende der Safawiden-Dynastie ging die Teppichproduktion in Isfahan stark zurück. Gegen Ende der Herrschaft von Nasir al-din Schah aus der Ghajar-Dynastie gab es in Isfahan keine aktive größere Teppichwerkstatt mehr. Einzelne Knüpfer fertigten weiterhin gelegentlich Teppiche in ihren Häusern an. Später gewann die Tradition erneut an Bedeutung, und der handgeknüpfte Isfahan Perserteppich wurde wieder zu einer wichtigen Form der persischen Teppichkunst.
Design und Muster
Das Muster dieses Einzelstücks ist als „Lachak-Toranj Isfahan Medaillon“ bezeichnet. Damit wird ein Isfahan-Entwurf mit Medaillon und den für Lachak-Toranj typischen Eck- und Medaillonbezügen benannt. Ein Toranj ist in der persischen Ornamentik ein zentrales Medaillon. Lachak bezeichnet die entsprechenden Eckelemente, die mit dem zentralen Aufbau in Beziehung stehen. Die Musterbezeichnung benennt somit die Struktur des Designs und nicht einen zusätzlichen Herkunftsort.
Ein Medaillon ordnet die Komposition von innen nach außen. Das Zentrum bildet den visuellen Mittelpunkt, während die umgebenden Flächen den Blick auf diesen Kern lenken. Eckelemente greifen die Formensprache des Mittelfeldes auf und schaffen eine Verbindung zwischen Zentrum und Teppichrand. Durch diese Beziehung entsteht ein geschlossenes, symmetrisch lesbares Gesamtbild.
In der Isfahan-Tradition werden Medaillonentwürfe häufig mit einer präzisen Zeichnung und einer klar gegliederten Fläche verbunden. Feine Linien können Blüten, Blattranken und weitere stilisierte Pflanzenformen definieren. Solche Ornamente werden nicht zufällig verteilt, sondern in einem geordneten Rapport oder in einer spiegelnden Komposition angelegt. Die hohe ausgewiesene Knotendichte unterstützt grundsätzlich die differenzierte Darstellung kleiner Musterteile, ohne dass daraus eine zusätzliche Aussage über die konkrete Farb- oder Ornamentausführung dieses Teppichs abgeleitet wird.
Der Begriff „Isfahan Medaillon“ beschreibt hier die Verbindung von Herkunftsbezeichnung und Kompositionsform. Er ist nicht mit einer Aussage über eine andere persische Stadt gleichzusetzen. Auch wenn persische Mustertraditionen überregional verbreitet sind, bleibt die im Angebot genannte Herkunft Isfahan. Die Musterbezeichnung ergänzt diese Herkunft um die gestalterische Einordnung Lachak-Toranj und macht die Gliederung des Entwurfs nachvollziehbar.
Isfahan-Entwürfe stehen historisch in einem Umfeld, in dem Architektur, Buchkunst und Teppichgestaltung miteinander verbunden waren. Geometrische Ordnung, florale Linien und ein ausgewogenes Verhältnis von Mittelfeld, Ecken und Bordüren gehören zu den wiederkehrenden Prinzipien dieser Kunst. Ein Medaillonmuster kann dadurch sowohl zentral konzentriert als auch über die gesamte Fläche rhythmisch organisiert wirken. Entscheidend ist die Beziehung der einzelnen Ornamente zueinander und ihre Einbindung in die Gesamtkomposition.
Die Bezeichnung Lachak-Toranj verweist deshalb nicht nur auf ein einzelnes Zeichen, sondern auf eine traditionelle Art, den Teppich zu strukturieren. Das zentrale Toranj-Motiv und die Lachak-Elemente bilden ein System aus Mittelpunkt, Ecken und verbindenden Flächen. Bei handgeknüpften Teppichen wird eine solche Zeichnung durch das schrittweise Setzen farbiger Knoten umgesetzt. Die technische Arbeit übersetzt den Entwurf in eine dauerhafte textile Oberfläche.
Besonderheiten
Das Einzelstück wird als Isfahan Perserteppich mit Lachak-Toranj Isfahan Medaillon beschrieben. Es besitzt eine Knotendichte von 160.000 Knoten/qm, einen Flor aus 100% Wolle und eine Kette aus 100% Baumwolle. Der Teppich ist handgeknüpft, gewaschen und befindet sich im Top-Zustand. Im Ursprungstitel wird er außerdem als Unikat und als Teppich mit seltener Farbkombination bezeichnet. Diese Angaben gehören zur besonderen Beschreibung dieses bereits verkauften Stücks.
Die Verbindung aus Herkunft, Musterbezeichnung, Material und Verarbeitung macht die Einordnung eindeutig: Es handelt sich um einen Isfahan Perserteppich und nicht lediglich um einen Teppich mit einem allgemein persischen Ornament. Die Angaben werden hier bewusst getrennt: Isfahan benennt die Herkunft, Lachak-Toranj Isfahan Medaillon das Muster, Wolle und Baumwolle die Materialien und Handknüpfung die Technik.
FAQ
Woher stammt dieser Perserteppich?
Dieser Perserteppich stammt aus Isfahan. Isfahan ist ein historisches Zentrum der persischen Teppichkunst und steht für eine eigenständige Tradition von Entwürfen und handwerklichen Verfahren. Die Angabe „Lachak-Toranj Isfahan Medaillon“ bezeichnet das Muster und ergänzt die Herkunftsangabe, ersetzt sie aber nicht durch einen anderen Ort.
Aus welchen Materialien besteht der Teppich?
Der Flor besteht aus 100% Wolle. Die Kette besteht aus 100% Baumwolle. Damit sind Flor und Kette getrennt ausgewiesen. Der Teppich ist handgeknüpft, und seine Knotendichte beträgt 160.000 Knoten/qm.
In welchem Zustand befindet sich das Einzelstück?
Der Teppich befindet sich im Top-Zustand und wurde gewaschen. Im Ursprungstitel ist er als Unikat mit seltener Farbkombination bezeichnet. Das Stück ist als verkauft markiert. Weitere Angaben zu Alter, Restaurierungen oder Gebrauchsspuren liegen nicht vor.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








