Perserteppich Isfahan 105 x 68 cm Wolle handgeknüpft

1664$

Handgeknüpfter Isfahan Perserteppich | Knotendichte: 850.000 Knoten/m² | Material: Flor 95% Schurwolle, 5% Seide, Kette 100% Seide | Größe: 105 x 68 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: sehr gut

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Inventarnummer: E6BF5FA6

Beschreibung

Isfahan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser handgeknüpfte Perserteppich aus Isfahan besteht im Flor zu 95% aus Schurwolle und zu 5% aus Seide. Die Kette ist aus 100% Seide gefertigt. Damit verbindet die Materialzusammensetzung einen überwiegenden Wollflor mit einem seidenen Anteil und einer vollständig seidenen Kettgrundlage. Wolle wird im Teppich traditionell wegen ihrer widerstandsfähigen, griffigen und zugleich angenehm weichen Eigenschaften verwendet. Seide kann im Flor feine Details und eine glatte Oberfläche unterstützen; in der Kette bildet sie die Grundlage für eine präzise Knüpfarbeit.

Die Ausführung ist handgeknüpft. Mit einer Knotendichte von 850.000 Knoten pro Quadratmeter gehört die Knüpfung zu den sehr fein ausgeführten Arbeiten. Eine solche Dichte ermöglicht es, Ornamente eng zu staffeln und Linien differenziert auszuarbeiten. Jeder Knoten wird einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Dadurch entsteht ein textile Struktur, in der Flor, Kette und Muster unmittelbar miteinander verbunden sind.

Der Teppich ist 10 bis 15 Jahre alt und unbenutzt. Sein Zustand wird als sehr gut angegeben. Die Dicke beträgt etwa 8 mm. Außerdem ist er für Fußbodenheizung geeignet. Diese Angaben beschreiben die konkrete Ausführung, ihren bisherigen Gebrauchszustand und die vorgesehene Nutzung im Wohnbereich.

Herkunft und Tradition

Isfahan zählt zu den traditionsreichen Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt liegt im Iran und ist seit Jahrhunderten mit Architektur, Buchkunst, Keramik, Metallarbeiten und textiler Gestaltung verbunden. Besonders prägend war die Safawidenzeit im 16. Jahrhundert. In dieser Epoche entwickelte sich Isfahan zu einem kulturellen Mittelpunkt, in dem höfische Kunst und handwerkliche Produktion eng zusammenwirkten.

Die Bezeichnung Isfahan steht in der Teppichkunde deshalb nicht nur für einen geografischen Ort, sondern auch für eine bestimmte gestalterische und handwerkliche Tradition. Teppiche aus der Region werden häufig mit sorgfältig aufgebauten Kompositionen, feinen Konturen und einer klar gegliederten Gesamtwirkung verbunden. Werkstätten arbeiten traditionell mit einem zentralen Feld, einer Rahmung und aufeinander abgestimmten Ornamenten. Die genaue Ausprägung kann von Stück zu Stück variieren, weil handgeknüpfte Teppiche individuelle Entwürfe und unterschiedliche Werkstatttraditionen widerspiegeln.

Die Geschichte Isfahans als Kunstzentrum reicht weit zurück. Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert zu einer bedeutenden Residenz und prägte die persische Kultur in einer Zeit intensiver künstlerischer Entwicklung. Der Beiname „die Hälfte der Welt“ verweist auf ihre damalige politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Moscheen, Paläste und Plätze dieser Epoche zeigen dieselbe Verbindung aus Geometrie, Pflanzenornament und ausgewogener Ordnung, die auch die persische Teppichgestaltung beeinflusst hat.

Persische Teppiche werden nicht allein nach ihrer Herkunft, sondern auch nach Knüpftechnik, Material, Farbaufbau und Muster gelesen. Die Herstellung erfordert die Abstimmung von Kette, Schuss, Flor und Entwurf. Bei einer dichten Knüpfung müssen die einzelnen Motive sorgfältig übertragen werden, damit Konturen, Achsen und Wiederholungen zusammenpassen. Isfahan steht in diesem Zusammenhang für eine urbane Werkstatttradition, in der Entwurf und Ausführung eng miteinander verbunden sind.

Design und Muster

Das konkrete Muster dieses Teppichs ist als orientalisch angegeben. Für Isfahan sind in der allgemeinen Teppilchtradition florale und geometrische Formen charakteristisch. Blüten, Ranken, Blätter und Medaillons können sich mit strengeren Linien, Achsen und Bordüren verbinden. Solche Elemente werden nicht zufällig nebeneinandergesetzt, sondern in eine hierarchische Komposition eingeordnet. Ein Mittelfeld, eine innere Einfassung und eine äußere Bordüre können gemeinsam einen ruhigen Rahmen für die Ornamentik bilden.

Florale Muster gehören zu den wiederkehrenden Bildsprachen persischer Teppiche. Sie können natürliche Formen stilisieren, bis sie als klar lesbare Ornamente erscheinen. Ranken verbinden einzelne Blüten miteinander und schaffen Übergänge zwischen größeren und kleineren Motiven. Blätter dienen häufig als rhythmische Fülle innerhalb des Feldes. Die geometrische Ordnung bleibt dabei im Hintergrund oder tritt durch symmetrische Wiederholungen, Ecklösungen und Bordüren deutlich hervor.

Auch symbolische Motive sind in der persischen Teppichkunst verbreitet. Sterne, Blüten und stilisierte Tierformen werden als dekorative Zeichen in eine übergeordnete Gestaltung aufgenommen. Ihre Bedeutung ist nicht bei jedem Teppich gleich und lässt sich nicht automatisch auf ein einzelnes Stück übertragen. Entscheidend ist ihre Funktion im Gesamtentwurf: Sie gliedern Flächen, setzen Akzente und führen den Blick entlang der wiederkehrenden Formen. Die hohe Knotendichte unterstützt die Darstellung kleinerer Einzelheiten und feiner Übergänge.

Die traditionelle persische und orientalische Stilrichtung verbindet dekorative Vielfalt mit einer erkennbaren Ordnung. Wiederholung erzeugt Rhythmus, Symmetrie sorgt für Ausgewogenheit, und unterschiedlich große Motive schaffen eine Abstufung innerhalb der Fläche. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht die Wirkung nicht nur durch die Zeichnung, sondern auch durch die Struktur des Flors und den Wechsel zwischen dicht belegten und offeneren Bereichen. So werden Muster sowohl visuell als auch durch die textile Oberfläche wahrgenommen.

Isfahaner Entwürfe werden häufig mit eleganten, detaillierten Kompositionen in Verbindung gebracht. Das bedeutet nicht, dass jedes Stück denselben Aufbau besitzt. Vielmehr bildet die Region einen Rahmen für verschiedene Werkstattentwürfe und Interpretationen. Der hier angegebene orientalische Charakter ordnet den Teppich in diese breite Tradition ein, ohne ein einzelnes, nicht genanntes Motiv festzulegen.

Besonderheiten

Der Teppich ist unbenutzt und befindet sich in sehr gutem Zustand. Sein Alter wird mit 10 bis 15 Jahren angegeben. Er verbindet eine handgeknüpfte Ausführung mit einer Knotendichte von 850.000 Knoten pro Quadratmeter sowie einem Flor aus Schurwolle und Seide. Die Kette aus 100% Seide gehört ebenfalls zu seiner konkreten Materialausstattung.

Mit einer Dicke von etwa 8 mm und der angegebenen Eignung für Fußbodenheizung ist der Teppich für den Einsatz auf dem Boden vorgesehen. Die Materialverteilung, die feine Knüpfung und der traditionelle persische Stil bilden die wesentlichen Merkmale dieses einzelnen Stücks. Zur Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen ohne rotierende Bürsten empfohlen. Bei stärkeren Verschmutzungen sollte eine fachgerechte Reinigung erfolgen. Direkte Sonneneinstrahlung kann vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig erhalten bleiben.

FAQ

Wie reinige ich einen handgeknüpften Perserteppich richtig?

Für die laufende Pflege genügt regelmäßiges, vorsichtiges Staubsaugen. Eine rotierende Bürste sollte dabei nicht verwendet werden, weil sie den Flor und die feinen Strukturen unnötig beanspruchen kann. Verschmutzungen sollten nicht durch starkes Reiben bearbeitet werden. Bei einer gründlichen oder tiefgehenden Reinigung ist ein Fachbetrieb die geeignete Anlaufstelle. Dort kann die Reinigung auf die handgeknüpfte Konstruktion, den Woll- und Seidenanteil sowie die seidene Kette abgestimmt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Teppich nicht dauerhaft direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen, damit die Farben möglichst wenig verblassen.

Woher stammt der Teppich und warum ist Isfahan bekannt?

Der Teppich stammt aus Isfahan im Iran. Isfahan ist seit langer Zeit für die Herstellung handgeknüpfter Perserteppiche bekannt und entwickelte sich besonders im 16. Jahrhundert zu einem wichtigen kulturellen Zentrum. Die Stadt prägte die persische Kunst durch ihre Verbindung von Architektur, Ornament und handwerklicher Gestaltung. Isfahaner Teppiche werden allgemein mit sorgfältig gezeichneten floralen und geometrischen Kompositionen, feinen Konturen und einer ausgeprägten Werkstatttradition verbunden. Diese historische Verbindung von Entwurf und Handarbeit erklärt die Bedeutung des Namens Isfahan in der Teppichkunde.

Wie viel kostet ein handgeknüpfter Perserteppich?

Der Preis eines handgeknüpften Perserteppichs hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Größe, die Knotendichte, die verwendeten Materialien, der Zustand, das Alter und die Ausarbeitung des Musters. Auch die Herkunft und die handwerkliche Ausführung können die Einordnung beeinflussen. Bei diesem Teppich gehören die feine Knotendichte von 850.000 Knoten pro Quadratmeter, der Flor aus 95% Schurwolle und 5% Seide, die seidene Kette, der sehr gute unbenutzte Zustand und die Isfahaner Herkunft zu den preisbestimmenden Merkmalen. Eine konkrete Preisbewertung lässt sich nur im Zusammenhang mit dem jeweiligen Angebot und einer fachlichen Prüfung vornehmen.

Zusätzliche Informationen
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