Perserteppich Hosseinabad 238 x 120 cm Wolle handgeknüpft

728$

Handgeknüpfter Hosseinabad Perserteppich | Knotendichte: 200.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor strapazierfähige Wolle | Größe: 238 x 120 cm | Muster: Rautenförmiges Medaillon oder Herati-Muster | Farbe: Rot bis dunkelrot

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Inventarnummer: 9D6A2BFA

Beschreibung

Hosseinabad Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hosseinabad-Perserteppich ist handgeknüpft und aus strapazierfähiger Wolle gefertigt. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht. Die Knoten werden Reihe für Reihe gesetzt, anschließend wird der Flor auf eine gleichmäßige Höhe gebracht. Diese Arbeitsweise unterscheidet den handgeknüpften Teppich von maschinell hergestellten Bodenbelägen, bei denen die Musterung und die Bindung technisch vorgegeben werden. Handknüpfung lässt dem Weber die Möglichkeit, die Zeichnung des Musters unmittelbar während des Aufbaus auszuführen.

Wolle wird bei Hosseinabad-Teppichen als Flor- und damit als sichtbares Obermaterial eingesetzt. Ein Wollflor wirkt als textile Oberfläche angenehm und eignet sich aufgrund seiner strapazierfähigen Beschaffenheit auch für Bereiche, in denen ein Teppich regelmäßig genutzt wird. Der vorliegende Teppich wird als strapazierfähig beschrieben. Außerdem werden Hosseinabad-Teppichen schmutzabweisende und pflegeleichte Eigenschaften zugeschrieben. Für die Farbgebung nennt die Beschreibung natürliche Farbstoffe, die der Oberfläche eine ansprechende Farbbrillanz geben.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt im Bereich von 200.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine höhere Knotendichte erlaubt es grundsätzlich, Linien, Konturen und kleine Ornamente enger nebeneinander anzulegen. Bei einem Medaillon oder einem Herati-Muster unterstützt eine solche Bindung die erkennbare Ordnung der Zeichnung. Die Dichte ist dabei ein Merkmal der Verarbeitung und nicht mit der Florhöhe oder dem Gewicht des Teppichs gleichzusetzen. Über Kette, Schuss, Florhöhe oder Gewicht macht die Beschreibung keine weiteren Angaben.

Die handgeknüpfte Herstellung verbindet die textile Oberfläche aus Wolle mit einer traditionell ausgeführten Knotentechnik. Jede Reihe entsteht in direkter Folge aus Knoten, Schuss und anschließender Verdichtung. Das Ergebnis ist ein Teppich, dessen Herstellung auf einem überlieferten Verfahren beruht. Die genannte strapazierfähige Wolle und die hohe Knotendichte stehen dabei für die beiden ausdrücklich beschriebenen technischen Eigenschaften dieses Hosseinabad-Teppichs.

Herkunft und Tradition

Hosseinabad liegt im Nordwesten Persiens und nahe Hamadan. Perserteppiche aus Hosseinabad werden der renommierten Gruppe der Hamadan-Teppiche zugeordnet. Die regionale Einordnung ist für das Verständnis dieser Teppiche wichtig, weil Hamadan und die umliegenden Orte über eine lange Tradition der handgeknüpften Teppichherstellung verfügen. In dieser Tradition werden Gebrauchsqualitäten und dekorative Wirkung miteinander verbunden. Die Teppiche entstehen nicht als anonyme Flächenware, sondern in einer Arbeit, bei der Muster, Knotung und Farbaufbau von Hand zusammengeführt werden.

Die Stadt Hosseinabad wird als Herkunftsort von Teppichen mit höherer Knüpfdichte und zusätzlicher Strapazierfähigkeit beschrieben. Damit steht Hosseinabad innerhalb der Hamadan-Gruppe für eine Ausprägung, bei der eine belastbare textile Oberfläche mit einer vergleichsweise detailreichen Musteranlage verbunden wird. Die hohe Knotendichte von 200.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter bildet hierfür ein charakteristisches technisches Merkmal. Sie unterstützt eine klare Ausarbeitung von Medaillonformen, geometrischen Linien und wiederkehrenden Ornamenten.

Die Teppichtradition Nordwestpersiens ist durch eine große Vielfalt lokaler Muster geprägt. Dabei können geometrische Formen, stilisierte Blüten und rhythmisch angeordnete Bordüren in einem geschlossenen Aufbau zusammenwirken. Bei Hosseinabad stehen rautenförmige Medaillons und durchgemusterte Herati-Motive im Mittelpunkt der überlieferten Gestaltung. Solche Muster lassen sich auf einem länglichen Läufer ebenso klar lesen wie auf größeren Teppichformaten, wobei die jeweilige Fläche die Anordnung der Ornamente bestimmt. Der vorliegende Teppich wird als Läufer bezeichnet.

Hamadan-Teppiche sind in der internationalen Teppichkunde eine eigene regionale Gruppe. Die Bezeichnung verweist auf die Gegend und ihre Herstellungstradition, nicht auf ein einziges, unveränderliches Muster. Innerhalb dieser Gruppe kann die Gestaltung stärker geometrisch, floral oder durch ein zentrales Medaillon geprägt sein. Hosseinabad wird in der Beschreibung als eine Herkunft mit kräftigerer Zeichnung und hoher Strapazierfähigkeit dargestellt. Dadurch entsteht eine Verbindung von regionaler Tradition, handwerklicher Fertigung und einer Nutzung, die auch stärker frequentierte Wohnbereiche einschließt.

Der Vergleich mit anderen persischen Teppichregionen verdeutlicht die Besonderheiten der Einordnung. Täbriz-Teppiche sind für florale Muster und feine Knüpfungen bekannt. Kerman-Teppiche werden mit luxuriösen Gestaltungen und einer Vielzahl von Mustern verbunden, wobei florale Motive häufig eine wichtige Rolle spielen. Hosseinabad-Teppiche erscheinen demgegenüber oft kräftiger und geometrischer. Dieser Vergleich beschreibt regionale Gestaltungstraditionen und ersetzt nicht die Herkunftsangabe: Dieser Teppich stammt aus Hosseinabad im Nordwesten Persiens nahe Hamadan.

Die lange Tradition des Handwerks zeigt sich außerdem in der Weitergabe von Arbeitsweisen über Generationen. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht über einen längeren Arbeitsprozess, in dem die Struktur des Grundgewebes, die Knotendichte und die Zeichnung aufeinander abgestimmt werden. Die Herkunft Hosseinabad steht deshalb nicht nur für einen Ortsnamen, sondern auch für eine regionale Form der Teppichherstellung. Die Kombination aus Wolle, Handknüpfung, hoher Knotendichte und geometrisch lesbarer Musterwelt gehört zu dem Profil, das in der Beschreibung mit Hosseinabad verbunden wird.

Design und Muster

Die Gestaltung dieses Teppichs wird als rautenförmiges Medaillon oder als Herati-Muster beschrieben. Ein rautenförmiges Medaillon bildet ein klar abgegrenztes Zentrum, dessen Kontur durch gerade oder leicht gestufte Linien betont wird. Die Raute kann als ruhender Mittelpunkt einer länglichen Komposition wirken. Um sie herum lassen sich Bordüren und kleinere Füllornamente anordnen, sodass die Gesamtfläche einen geordneten, gerichteten Aufbau erhält. Die geometrische Grundform passt zu der kräftigeren und geometrischeren Wirkung, die Hosseinabad-Teppichen im Vergleich zu stärker floral geprägten Regionen zugeschrieben wird.

Das Herati-Muster gehört zu den bekannten Ornamentformen der persischen Teppichgestaltung. Typisch ist eine durchlaufende, rhythmische Anordnung stilisierter Blätter, Blüten und Ranken, die sich über die Fläche wiederholen kann. In einer durchgemusterten Variante gibt es kein einzelnes Zentrum, das den Blick ausschließlich an sich bindet. Stattdessen entsteht ein fortlaufendes Musterfeld mit regelmäßigem Rapport. Die Bezeichnung Herati beschreibt somit eine Mustertradition; sie verändert nicht die Herkunftsangabe Hosseinabad.

Rautenmedaillon und Herati-Muster stehen für zwei unterschiedliche Möglichkeiten innerhalb der genannten Gestaltung. Das Medaillon betont die Mitte und gibt dem Teppich eine zentrale Ordnung. Ein Herati-Feld verteilt das Ornament stärker über die gesamte Fläche. Beide Varianten arbeiten mit wiederkehrenden Linien und stilisierten Formen. Die hohe Knotendichte unterstützt grundsätzlich die präzise Ausführung solcher Konturen, ohne dass daraus ein zusätzliches, nicht beschriebenes Mustermerkmal für dieses Einzelstück abgeleitet werden darf.

Die Farbstellung reicht bei diesem Teppich von Rot bis dunkelrot. Rottöne nehmen in der persischen Teppichgestaltung häufig eine tragende Rolle ein, weil sie Flächen zusammenfassen und Motive voneinander absetzen können. Ein dunklerer Rotton kann als Grundfläche, Bordüre oder Akzent erscheinen; welche dieser Funktionen er einnimmt, ist für diesen Teppich nicht näher festgelegt. Fest steht die beschriebene Farbspanne von Rot bis dunkelrot. Die Verwendung natürlicher Farbstoffe wird als Merkmal der Hosseinabad-Teppiche in der Beschreibung genannt.

Die Musterwirkung entsteht aus dem Zusammenspiel von Farbe, Linienführung und Wiederholung. Bei einem Medaillon lenken die Umrisse der Raute den Blick zum Zentrum. Bei einem Herati-Muster entsteht die Ordnung aus dem fortlaufenden Wechsel der stilisierten Motive. Geometrische Formen können dabei mit pflanzlich anmutenden Ornamenten verbunden werden, ohne dass die Gesamtwirkung ihren klaren regionalen Charakter verliert. Diese Verbindung erklärt, weshalb Hosseinabad-Teppiche sowohl in traditionell eingerichteten Räumen als auch neben einer sachlicheren, modernen Einrichtung eingesetzt werden können.

Im Unterschied zu den häufig floraler beschriebenen Täbriz- und Kerman-Traditionen liegt der Schwerpunkt bei Hosseinabad oft auf kräftigen, geometrischen Zeichnungen. Das bedeutet nicht, dass Hosseinabad-Teppiche ausschließlich geometrische Motive tragen. Die genannte Herati-Variante zeigt vielmehr, wie stilisierte pflanzliche Formen in ein strukturiertes Musterfeld eingebunden werden können. Der vorliegende Teppich wird durch das rautenförmige Medaillon oder das Herati-Muster sowie durch die rote bis dunkelrote Farbgebung charakterisiert.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten gehören die hohe Knotendichte von 200.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter, die strapazierfähige Wolle und die handgeknüpfte Herstellung. Hinzu kommen die regionale Herkunft aus Hosseinabad im Nordwesten Persiens nahe Hamadan sowie die Einordnung in die Hamadan-Gruppe. Die Gestaltung wird mit einem rautenförmigen Medaillon oder einem Herati-Muster beschrieben und bewegt sich farblich von Rot bis dunkelrot.

Die Wolle wird als strapazierfähig, schmutzabweisend und pflegeleicht beschrieben. Für den Alltag wird regelmäßiges Staubsaugen empfohlen. Eine gelegentliche Reinigung mit einem feuchten Tuch kann ebenfalls erfolgen. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden, damit die Farben geschont werden. Diese Pflegehinweise ergänzen die funktionalen Eigenschaften, die mit Hosseinabad-Teppichen verbunden werden, ohne über die beschriebene Material- und Verarbeitungslage hinauszugehen.

Die längliche Form und die Bezeichnung als Läufer machen den Teppich grundsätzlich für Flure und andere langgestreckte Bereiche anschlussfähig. Die konkrete Größe ist in den Produktdaten angegeben; im Beschreibungstext wird sie nicht wiederholt. Weitere Aussagen zu Alter, Zustand, Signatur, Kette oder Schuss liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Wie pflege ich einen Hosseinabad-Perserteppich?

Regelmäßiges Staubsaugen entfernt lose Verschmutzungen aus dem Wollflor. Für eine gelegentliche Auffrischung kann ein feuchtes Tuch verwendet werden. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden, weil sie die Farbwirkung beeinträchtigen können. Bei stärkerer Verschmutzung ist eine fachgerechte Teppichreinigung sinnvoll. Die beschriebene Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit ersetzen keine schonende Behandlung. Direkte, kräftige Reibung sollte vermieden werden, damit Flor und Musteroberfläche nicht unnötig belastet werden.

Woher stammen Hosseinabad-Perserteppiche?

Hosseinabad-Perserteppiche stammen aus Hosseinabad im Nordwesten Persiens, nahe Hamadan. Sie gehören zur regionalen Gruppe der Hamadan-Teppiche. Die Gegend ist für handgeknüpfte Teppiche mit höherer Knotendichte und zusätzlicher Strapazierfähigkeit bekannt. Die regionale Tradition umfasst sowohl geometrische Kompositionen als auch durchgemusterte Herati-Motive. Die Herkunft Hosseinabad ist deshalb von der Musterbezeichnung zu unterscheiden: Ein Herati-Muster benennt die Ornamenttradition, nicht einen anderen Herstellungsort.

Was macht Hosseinabad-Perserteppiche einzigartig?

Charakteristisch sind die hohe Knotendichte, die strapazierfähige Wolle und die handgeknüpfte Fertigung. Hinzu kommen die kräftigere, häufig geometrische Gestaltung, rautenförmige Medaillons oder Herati-Muster sowie Farbtöne von Rot bis dunkelrot. Natürliche Farbstoffe werden mit einer ansprechenden Farbbrillanz verbunden. Die schmutzabweisenden und pflegeleichten Eigenschaften sowie die Eignung für stärker frequentierte Bereiche ergänzen dieses Profil.

Zusätzliche Informationen
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