Perserteppich Hosseinabad 193 x 130 cm Wolle handgeknüpft

959$

Handgeknüpfter Hosseinabad Perserteppich | Knotendichte: 200.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 193 x 130 cm | Muster: Rautenförmiges Medaillon oder Herati-Muster | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: D444009E

Beschreibung

Hosseinabad Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Hosseinabad ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus strapazierfähiger Wolle. Die Handarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der persischen Teppichherstellung: Knoten werden einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet, sodass das Muster Reihe für Reihe entsteht. Im Unterschied zu industriell gefertigten Bodenbelägen wird die Gestaltung bei einem handgeknüpften Teppich unmittelbar durch die Folge der gesetzten Knoten aufgebaut. Die Wolle bildet dabei die sichtbare Oberfläche und verbindet eine angenehme Haptik mit der im Produkt beschriebenen Widerstandsfähigkeit.

Die angegebene Knotendichte liegt bei 200.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte gehört zur charakteristischen Verarbeitung von Hosseinabad-Teppichen und ermöglicht eine klar ausgearbeitete Zeichnung. Zugleich wird der Teppich als strapazierfähig und in sehr gutem Zustand beschrieben. Diese Angaben beziehen sich auf das konkrete Stück: Es handelt sich um einen handgeknüpften Wollteppich, dessen Material und Verarbeitung für eine regelmäßige Nutzung geeignet sind.

In der regionalen Teppichherstellung werden traditionell Schafswolle und Baumwolle verwendet. Wolle wird für den Flor geschätzt, weil sie belastbar ist und Farben gut aufnehmen kann; Baumwolle wird bei vielen traditionellen Konstruktionen als Bestandteil des Grundgewebes eingesetzt. Für dieses Stück ist als Material des Flors strapazierfähige Wolle angegeben. Die Handknüpfung, die hohe Knotendichte und der sehr gute Zustand bilden zusammen die im Angebot ausgewiesenen Verarbeitungseigenschaften.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Hosseinabad im Nordwesten Persiens. Die Region liegt etwa 500 Kilometer südlich von Hamadan und gehört zu einem Gebiet mit einer ausgeprägten Tradition der Teppichknüpferei. Hosseinabad-Teppiche sind für eine dichte Knüpfung und für ihre Strapazierfähigkeit bekannt. Diese Verbindung von sorgfältiger Musterbildung und robuster Ausführung prägt den Ruf der dort hergestellten Teppiche.

Die Teppichkultur Nordwestpersiens ist von kleineren regionalen Werkstätten und überlieferten Gestaltungsmethoden geprägt. Wissen über das Spannen des Grundgewebes, das Setzen der Knoten, das Anlegen der Konturen und den Wechsel der Farben wird innerhalb der handwerklichen Tradition weitergegeben. Der Teppich entsteht nicht als anonymer Druck auf einer fertigen Fläche, sondern als gewebtes und geknüpftes Textil, dessen Muster während des Arbeitsprozesses aufgebaut wird. Dadurch gehören technische Präzision und dekorative Gestaltung unmittelbar zusammen.

Hosseinabad steht dabei in einem größeren regionalen Zusammenhang. Die Nähe zu Hamadan verweist auf einen Raum, in dem unterschiedliche Teppicharten mit geometrischen, floralen und medaillonbezogenen Kompositionen entwickelt wurden. Hamadan-Teppiche sind ebenfalls für widerstandsfähige Materialien und vielseitige Muster bekannt. Häufig verbinden sie geometrische Formen mit floralen Elementen. Die Gemeinsamkeit liegt weniger in einer einheitlichen Zeichnung als in der regionalen Orientierung an klaren Rapporten, kräftigen Konturen und einer für den Alltag geeigneten Ausführung.

Auch andere persische Zentren wie Tabriz und Nain werden mit feiner Knotentechnik und sorgfältig komponierten Farben verbunden. Ihre Mustertraditionen unterscheiden sich jedoch von denen aus Hosseinabad. Teppiche aus Tabriz und Nain können besonders detailreiche Entwürfe zeigen und teilweise luxuriöse Materialien wie Seide verwenden. Der Hosseinabad dieses Angebots ist dagegen als handgeknüpfter Wollteppich aus Nordwestpersien beschrieben. Seine Einordnung folgt daher der genannten Herkunft und nicht einem Mustervergleich mit anderen Regionen.

Die lange handwerkliche Entwicklung der Region zeigt sich in der Verbindung von Gebrauchstauglichkeit und dekorativer Ordnung. Ein regionaler Teppich musste als Bodenbelag funktionieren und zugleich eine klar lesbare Fläche schaffen. Deshalb stehen bei Hosseinabad traditionell belastbare Materialien, eine dichte Knüpfung und überschaubare, wirkungsvolle Kompositionen nebeneinander. Die Herkunft bezeichnet somit nicht nur einen Ort, sondern auch eine textile Arbeitsweise, in der regionale Erfahrung und praktische Nutzung zusammenwirken.

Design und Muster

Als Muster sind für diesen Teppich ein rautenförmiges Medaillon oder ein durchgehendes Herati-Muster angegeben. Beide Bezeichnungen gehören zu den klassischen persischen Gestaltungselementen, werden jedoch unterschiedlich aufgebaut. Ein Medaillon konzentriert die Komposition in einem hervorgehobenen Feld, während ein Herati-Muster die Fläche mit einem wiederkehrenden Rapport aus miteinander verbundenen floralen und geometrischen Formen ordnet. Die konkrete Beschreibung nennt diese beiden Möglichkeiten, ohne eine zusätzliche Detailgliederung des Dekors festzulegen.

Das rautenförmige Medaillon ist eine geometrisch gefasste Variante des zentralen Teppichmotivs. Die Raute schafft eine deutliche Mitte und kann von Nebenformen, Konturen und einer Bordüre begleitet werden. In der persischen Teppichgestaltung dient ein Medaillon dazu, die Fläche zu strukturieren und dem Blick einen zentralen Orientierungspunkt zu geben. Seine Wirkung entsteht durch Symmetrie, Linienführung und den Kontrast zwischen dem Innenfeld und den umgebenden Bereichen.

Das Herati-Muster gehört zu den bekannten Rapportmustern der persischen Teppichkunst. Der Name verweist auf eine Motivtradition, in der Blattformen, Rauten, Blüten und geschwungene Linien in wiederholter Ordnung miteinander verbunden werden. Ein durchgehender Herati-Rapport kann eine Fläche gleichmäßig beleben, ohne dass ein einzelnes Zentrum erforderlich ist. Die Formen werden so angeordnet, dass ein rhythmisches Geflecht entsteht, in dem geometrische Klarheit und florale Anklänge zusammenkommen.

Die Farbangabe des Teppichs ist Rot. In der allgemeinen Beschreibung der Hosseinabad-Muster werden warme Rot- und Dunkelrottöne genannt. Rote Felder und Konturen sind in der persischen Teppichgestaltung traditionell häufig anzutreffen, weil sie eine deutliche Abgrenzung der Motive ermöglichen und eine geschlossene Gesamtwirkung schaffen. Bei einem Medaillon kann Rot das zentrale Feld oder die Umgebung betonen; bei einem Herati-Rapport kann es als verbindende Grund- oder Akzentfarbe auftreten. Welche Farbfläche welche Funktion übernimmt, ist für dieses Stück nicht näher bezeichnet.

Geometrische Medaillons und Herati-Rapporte stehen exemplarisch für zwei wichtige Ordnungsprinzipien: die Konzentration auf eine Mitte und die gleichmäßige Wiederholung über die gesamte Fläche. Beide Prinzipien lassen sich mit einer handgeknüpften Arbeitsweise präzise ausführen. Die angegebene Knotendichte unterstützt dabei die klare Wiedergabe von Konturen, ohne dass daraus ein anderes Muster oder eine abweichende Herkunft abgeleitet werden darf. Das Design bleibt in der Beschreibung eindeutig dem Hosseinabad-Perserteppich zugeordnet.

Besonderheiten

Zu den Eigenschaften dieses Einzelstücks gehören die Herkunft aus Hosseinabad, die handgeknüpfte Ausführung, der strapazierfähige Wollflor, die angegebene Knotendichte und der sehr gute Zustand. Als dekorative Merkmale werden ein rautenförmiges Medaillon oder ein Herati-Muster sowie eine rote Farbgebung genannt. Damit verbindet der Teppich eine regionale persische Mustertradition mit einer auf Belastbarkeit ausgerichteten Materialbeschreibung.

Die konkrete Ausstattung des Teppichs erlaubt unterschiedliche gestalterische Einordnungen: Ein zentrales Rautenmedaillon wirkt anders als ein über die Fläche laufender Herati-Rapport. In beiden Fällen bleibt die Herkunft aus Nordwestpersien maßgeblich. Möbel in neutralen Farben oder aus natürlichen Materialien können die Musterwirkung ruhig begleiten; Holz- oder Metallmöbel werden in der Produktbeschreibung als passende Ergänzung genannt. Diese Hinweise betreffen die Kombination im Raum, nicht zusätzliche Eigenschaften des Teppichs.

Die Bezeichnung als sehr gut erhaltenes Stück, seine strapazierfähige Wolle und die dichte Handknüpfung fassen die wesentlichen Besonderheiten zusammen. Der Teppich wird dadurch zugleich als Gebrauchsgegenstand und als traditionelles Textil aus Hosseinabad beschrieben.

FAQ

Welche Eigenschaften machen den Hosseinabad-Perserteppich besonders?

Besonders sind die Herkunft aus Hosseinabad im Nordwesten Persiens, die handgeknüpfte Verarbeitung und der strapazierfähige Wollflor. Hinzu kommt die angegebene Knotendichte von 200.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Als Muster werden ein rautenförmiges Medaillon oder ein Herati-Muster genannt, als Farbgebung Rot. Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand. Diese Merkmale verbinden regionale Gestaltung mit einer robusten textilen Ausführung.

Wie pflege ich meinen Hosseinabad-Perserteppich?

Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen. Gelegentlich kann eine professionelle Reinigung in Betracht gezogen werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Die strapazierfähige Wolle ist für eine regelmäßige Nutzung geeignet, dennoch sollte die Reinigung der handgeknüpften Struktur angepasst werden. Bei stärkeren Verschmutzungen ist professionelle Teppichreinigung die sachgerechte Wahl.

Welche Möbel passen zu diesem Hosseinabad-Perserteppich?

Zu dem roten Teppich passen Möbel in neutralen Farben oder aus natürlichen Materialien. Dadurch bleibt das rautenförmige Medaillon beziehungsweise das Herati-Muster klar erkennbar, ohne dass die Einrichtung mit der Zeichnung konkurriert. Esszimmer- und Wohnzimmermöbel aus Holz oder Metall werden als harmonische Ergänzung genannt. Eine zurückhaltende Umgebung kann die regionale Farb- und Mustertradition aufnehmen und den Teppich als eigenständiges textiles Element im Raum wirken lassen.

Zusätzliche Informationen
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