






Perserteppich Hosseinabad 180 x 100 cm Wolle handgeknüpft
870$
Handgeknüpfter Hosseinabad Perserteppich | Knotendichte: 200.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor aus strapazierfähiger Wolle | Größe: 180 x 100 cm | Muster: Rautenförmige Medaillons und Herati-Muster | Farbe: Rot bis dunkelrot
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 062DA5D5
Beschreibung
Hosseinabad Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Hosseinabad ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus strapazierfähiger Wolle. Die Knüpfdichte liegt bei 200.000 – 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Damit gehört der Teppich zu den Hosseinabad-Teppichen, die innerhalb der regionalen Hamadan-Tradition für eine vergleichsweise hohe Knüpfdichte bekannt sind. Die Wolle bildet den sichtbaren Flor und bestimmt den charakteristischen textilen Aufbau des Teppichs.
Beim Handknüpfen entsteht das Muster Knoten für Knoten. Die Knoten werden entlang der Kette eingearbeitet und durch Schussfäden sowie das anschließende Verdichten stabilisiert. So wird aus einzelnen farbigen Fäden eine geschlossene Teppichfläche. Die aufwendige Arbeitsweise erlaubt es, geometrische Formen, Medaillons und kleinere Ornamente klar voneinander abzugrenzen. Bei einem Teppich mit höherer Knüpfdichte können Muster in der Regel differenzierter ausgearbeitet werden als bei gröber geknüpften Ausführungen.
Wolle wird bei persischen Teppichen seit langer Zeit wegen ihrer widerstandsfähigen, formstabilen und angenehm textilen Eigenschaften verwendet. Ein Wollflor fühlt sich griffig an und eignet sich traditionell auch für Teppiche, die im Alltag genutzt werden. Die strapazierfähige Wolle dieses Hosseinabad-Teppichs steht dabei gemeinsam mit der Handknüpfung für eine robuste Verarbeitung. Die hohe Dichte ist ein weiteres Merkmal der handwerklichen Ausführung und unterstützt die klare Wirkung der Muster.
Herkunft und Tradition
Hosseinabad liegt im Nordwesten Persiens. Die Teppiche aus diesem Ort werden regional den Hamadan-Teppichen zugeordnet, unterscheiden sich von klassischen Hamadan-Teppichen jedoch durch ihre höhere Knüpfdichte. Hamadan bezeichnet dabei nicht nur einen einzelnen Zeichnungsstil, sondern eine weit gefasste Teppichlandschaft mit zahlreichen lokalen Werkstätten und Dörfern. Innerhalb dieser Landschaft konnten sich unterschiedliche Muster, Farbvorlieben und handwerkliche Eigenheiten entwickeln.
Die nordwestpersische Teppichkultur ist durch handwerkliche Weitergabe geprägt. Kenntnisse über das Spannen der Kette, das Einsetzen der Knoten, die Führung der Schüsse und das Ausarbeiten der Konturen werden traditionell innerhalb der weaving communities weitergegeben. Jede regionale Werkstatt entwickelt dabei ihre eigene Sprache. Bei Hosseinabad verbindet sich die Einordnung in die Hamadan-Tradition mit einer vergleichsweise feinen Knüpfdichte. Diese Verbindung erklärt, warum Hosseinabad-Teppiche sowohl den bodenständigen Charakter nordwestpersischer Dorfteppiche als auch eine detailliertere Musterwirkung zeigen können.
Persische Teppiche sind eng mit der Geschichte lokaler Handwerkszentren verbunden. Ihre Gestaltung entstand nicht ausschließlich aus dekorativen Überlegungen, sondern auch aus der Verfügbarkeit von Wolle, den Fähigkeiten der Knüpfer und der Weiterentwicklung überlieferter Zeichnungen. Ein Muster konnte von einer Werkstatt zur nächsten weitergegeben, vereinfacht oder mit neuen Einzelheiten versehen werden. Deshalb bestehen innerhalb einer Herkunftsregion oft mehrere Varianten, ohne dass die Verbindung zur gemeinsamen Tradition verloren geht.
Hosseinabad steht in diesem Zusammenhang für eine regionale Form des Perserteppichs, deren Charakter aus Herkunft, Handarbeit und Mustertradition entsteht. Die Zuordnung zu Hamadan macht den Teppich Teil einer größeren nordwestpersischen Kulturgeschichte. Zugleich bleibt Hosseinabad als eigener Herkunftsname erkennbar. Die höhere Knüpfdichte wird im Vergleich zu klassischen Hamadan-Teppichen ausdrücklich als kennzeichnendes Merkmal beschrieben und verbindet regionale Tradition mit einer besonders widerstandsfähigen Ausführung.
In der weiteren Teppichwelt Persiens und der angrenzenden Regionen finden sich zahlreiche verwandte, aber klar unterscheidbare Traditionen. Bakhtiari-Teppiche sind für lebhafte Farben und geometrische Muster bekannt. Qashqai-Teppiche zeigen häufig florale Motive und werden ebenfalls handgeknüpft. Tabriz-Teppiche wiederum stehen für ausgearbeitete Entwürfe und eine hohe Knüpfdichte. Diese Beispiele verdeutlichen die Vielfalt der persischen Teppichkultur; sie ändern jedoch nichts an der Herkunft dieses Stücks aus Hosseinabad im nordwestpersischen Raum.
Design und Muster
Das Muster dieses Hosseinabad-Teppichs wird durch rautenförmige Medaillons und Herati-Muster bestimmt. Ein Medaillon bildet den gestalterischen Mittelpunkt eines Teppichs. Die Rautenform verleiht dem Zentrum eine klare, geradlinige Kontur und betont die geometrische Ordnung des Entwurfs. Je nach Ausarbeitung können innerhalb und um ein Medaillon kleinere Ornamente angeordnet werden, die den Blick vom Zentrum in die übrige Fläche führen.
Herati-Muster gehören zu den bekannten Ornamentfamilien persischer Teppiche. Typisch ist eine Anordnung aus floralen und blattartigen Formen, die sich rhythmisch um ein zentrales Element gruppieren kann. In handgeknüpften Teppichen werden solche Motive nicht als vollkommen identische Druckzeichen ausgeführt. Sie entstehen aus einzelnen Knoten und erhalten dadurch die für textile Handarbeit typische, fein abgestufte Linienführung. Das Herati-Muster kann einen geometrischen Grundaufbau beleben, ohne dessen Ordnung aufzulösen.
Die Verbindung von rautenförmigen Medaillons und Herati-Ornamenten schafft einen Entwurf, in dem geometrische Struktur und pflanzlich anmutende Details zusammenwirken. Das Medaillon gibt dem Gesamtbild eine Mitte, während die Herati-Elemente für Bewegung und wiederkehrenden Rhythmus sorgen. Diese Kombination ist in der nordwestpersischen Gestaltungstradition nachvollziehbar: klare Formen werden mit überlieferten Ornamenten verbunden und in einer handwerklich ausgeführten Fläche zu einem geschlossenen Musterbild gefasst.
Die Farbgebung reicht bei diesem Teppich von Rot bis Dunkelrot. Rottöne gehören zu den vertrauten Farben persischer Teppiche und können je nach Färbung, Garn und Anordnung unterschiedlich wirken. Ein helleres Rot kann einzelne Formen hervorheben, während dunklere Rottöne dem Muster mehr Tiefe geben. Die Farbangabe beschreibt den Bereich von Rot bis Dunkelrot und nicht eine zusätzliche, hier nicht genannte Farbpalette. So bleibt die Gestaltung in einer warmen, zusammenhängenden Tonwelt.
Bei der Betrachtung eines handgeknüpften Musters spielt die Knüpfdichte eine wichtige Rolle. Sie beeinflusst, wie fein Konturen, Rauten und kleine Herati-Elemente wiedergegeben werden können. Die hohe Dichte dieses Hosseinabad-Teppichs steht deshalb in direktem Zusammenhang mit der beschriebenen Detailgenauigkeit. Das Muster bleibt dabei ein Ausdruck der regionalen Tradition und ist nicht mit dem Namen einer anderen Provinz gleichzusetzen. Herati bezeichnet hier ein Ornament, während Hosseinabad die Herkunft des Perserteppichs angibt.
Die Gestaltung lässt sich als geordnet und zugleich ornamental beschreiben. Das Rautenmedaillon bringt eine deutliche Mitte in die Komposition, die Herati-Muster ergänzen sie mit wiederkehrenden Einzelmotiven. Die rot bis dunkelrot gehaltene Farbwirkung unterstützt diese geschlossene Gestaltung. Damit verbindet der Teppich ein traditionelles persisches Musterrepertoire mit einer für Hosseinabad beschriebenen, feineren handwerklichen Ausführung.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks zählen seine Herkunft aus Hosseinabad, die Einordnung in die Hamadan-Teppichtradition und die hohe Knüpfdichte. Der Teppich ist handgeknüpft und mit einem Flor aus strapazierfähiger Wolle gearbeitet. Seine Muster aus rautenförmigen Medaillons und Herati-Ornamenten sowie die Farbgebung von Rot bis Dunkelrot geben ihm ein klar bestimmtes regionales Erscheinungsbild.
Die Strapazierfähigkeit wird im Zusammenhang mit der höheren Knüpfdichte ausdrücklich hervorgehoben. Dadurch ist der Teppich für stark frequentierte Bereiche im Zuhause geeignet. Er kann in unterschiedliche Raumkonzepte integriert werden, von traditionell bis modern, und ergänzt sowohl rustikale Möbel als auch zeitgenössische Einrichtungen. Diese Einordnung beschreibt seine vielseitige Verwendbarkeit, ohne seine Herkunft oder sein überliefertes Muster zu verändern.
FAQ
Was macht den Hosseinabad-Teppich besonders?
Besonders sind die hohe Knüpfdichte, die strapazierfähige Wolle und die handgeknüpfte Ausführung. Hinzu kommen die für dieses Stück genannten rautenförmigen Medaillons und Herati-Muster. Als Perserteppich aus Nordwestpersien steht es zugleich in der regionalen Hamadan-Tradition.
Wie pflege ich meinen Hosseinabad-Teppich?
Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden. Bei stärkerem Reinigungsbedarf empfiehlt sich eine professionelle Reinigung. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Eine sorgfältige, schonende Behandlung unterstützt die Erhaltung von Wolle, Muster und Farbwirkung.
Zu welchem Raumkonzept passt ein Hosseinabad-Teppich?
Ein Hosseinabad-Teppich passt zu verschiedenen Einrichtungsstilen, von traditionell bis modern. Er ergänzt rustikale Möbel ebenso wie zeitgenössische Designs. Die warmen Töne von Rot bis Dunkelrot und das geordnete Zusammenspiel von Medaillon und Herati-Muster bringen eine warme Atmosphäre in unterschiedliche Wohnbereiche.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














