












Perserteppich Hamedan 245×133 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 1420$497$Aktueller Preis ist: 497$
Handgeknüpfter Hamedan Perserteppich | Knotendichte: 120.000-125.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 245 x 133 cm | Muster: Symmetrisches florales Medaillon | Zustand: sehr gut, professionell gewaschen
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000326
Beschreibung
Hamedan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamedan Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, während für die Kette 100% Baumwolle verwendet wurde. Die beiden Materialien erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben innerhalb des Aufbaus: Die Schurwolle bildet die sichtbare Oberfläche, die Baumwolle die tragende Kette. Diese Verbindung von Wollflor und Baumwollkette gehört zu den technischen Möglichkeiten der persischen Teppichherstellung. Sie macht die Konstruktion des Teppichs nachvollziehbar, ohne über die ausdrücklich genannten Eigenschaften hinauszugehen.
Beim Handknüpfen wird der Flor Knoten für Knoten aufgebaut. Die Knoten werden an den Kettfäden befestigt und durch Schussfäden in ihrer Reihe gehalten. Während der Arbeit entsteht das Muster unmittelbar aus der Verbindung von Kette, Schuss und Knoten. Anschließend wird die Oberfläche bearbeitet, damit der Flor gleichmäßig erscheint und die Zeichnung lesbar wird. Ein handgeknüpfter Teppich unterscheidet sich dadurch grundsätzlich von einem maschinell hergestellten Bodenbelag, da seine sichtbare Gestaltung in die textile Struktur eingearbeitet ist.
Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 120.000-125.000 Knoten/qm. Eine Knotendichte beschreibt die Zahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und gibt einen technischen Hinweis auf die Feinheit der Ausführung. Sie ist nicht mit der Größe eines Musters gleichzusetzen. Ein Medaillon kann aus feinen oder großzügig gesetzten Formen bestehen, während die Knotendichte die Dichte der handwerklichen Struktur beschreibt. Bei diesem Stück treffen die genannte Knotendichte, der Flor aus Schurwolle, die Baumwollkette und die Handarbeit zusammen.
Die Herstellung eines solchen Teppichs verlangt eine sorgfältig gespannte Kette, gleichmäßige Reihen und eine fortlaufende Kontrolle der Musterzeichnung. Kleine Arbeitsschritte ergeben zusammen eine geschlossene Fläche. Die Qualität des handwerklichen Ergebnisses hängt daher nicht nur von einem einzelnen Knoten ab, sondern auch vom Zusammenspiel von Spannung, Schussführung, Knotung und anschließender Bearbeitung des Flors.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Hamedan in Persien. Hamedan gehört zu den bekannten Teppichregionen des westlichen und nordwestlichen iranischen Kulturraums. Die Stadt besitzt eine lange Geschichte und war über viele Jahrhunderte ein Ort des Handels, des Handwerks und des kulturellen Austauschs. Solche Verbindungen beeinflussten auch die textile Produktion, weil Muster, Techniken und gestalterische Anregungen zwischen verschiedenen Orten weitergegeben werden konnten.
Die Bezeichnung Hamedan verweist deshalb auf mehr als einen geografischen Namen. Sie steht zugleich für eine gewachsene regionale Herstellung, in der handwerkliche Kenntnisse über Generationen erhalten und weiterentwickelt wurden. Teppiche aus dieser Region sind nicht auf eine einzige Zeichnung beschränkt. Innerhalb der Hamedan-Tradition finden sich geometrische Formen, florale Darstellungen, Medaillons, wiederholte Muster und unterschiedlich gegliederte Felder. Die Herkunft bezeichnet den regionalen Kontext, nicht ein überall identisches Erscheinungsbild.
Persische Teppichkultur entstand aus dem Zusammenwirken von Materialkenntnis, Webtechnik und ornamentaler Überlieferung. In den verschiedenen Regionen wurden eigene Arbeitsweisen ausgebildet. Dazu gehören die Vorbereitung des Webstuhls, das Spannen der Kette, die Auswahl und Verarbeitung des Garns sowie die Übertragung einer Zeichnung in einzelne Knoten. Die Muster werden nicht einfach auf die fertige Oberfläche aufgetragen. Sie entstehen während des Knüpfens aus der Abfolge der farbigen und strukturellen Elemente.
Hamedan liegt in einer Landschaft, die historisch von unterschiedlichen regionalen Einflüssen geprägt wurde. Handelswege verbanden die Stadt mit anderen Zentren und ländlichen Gebieten. Dadurch konnten sowohl städtische Gestaltungsformen als auch eher regional geprägte Lösungen in der Teppichherstellung nebeneinander bestehen. Die Vielfalt der Muster ist somit ein wesentlicher Teil der Tradition. Ein Hamedan-Teppich kann eine klare geometrische Ordnung zeigen oder stärker von floralen Formen bestimmt sein.
Die Weitergabe des Wissens erfolgte traditionell in Familien, Werkstätten und lokalen Arbeitsgemeinschaften. Erfahrene Knüpfer mussten die Spannung der Kette, die Reihenfolge der Knoten und die Entwicklung der Zeichnung fortlaufend kontrollieren. Bei größeren Kompositionen war außerdem ein gutes Verständnis für Proportion und Symmetrie notwendig. Diese Kenntnisse wurden praktisch vermittelt und durch wiederholte Arbeit gefestigt. Auf diese Weise blieb die handgeknüpfte Herstellung mit der regionalen Kultur verbunden.
Wolle spielt in der persischen Teppichherstellung eine wichtige Rolle, weil sie sich für einen belastbaren und zugleich formbaren Flor eignet. Je nach Region und Herstellungsweise können Wolle und andere Fasern unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Die Kette bildet das Gerüst, an dem die Knoten befestigt werden, während der Flor die sichtbare textile Oberfläche bildet. Die technische Einteilung in Kette, Schuss und Flor ist grundlegend für das Verständnis handgeknüpfter Teppiche.
Persische Teppiche sind zugleich Gebrauchsgegenstände und textile Ausdrucksformen. Ihre Muster können Naturformen stilisieren, geometrische Ordnungen aufnehmen oder ältere dekorative Überlieferungen weiterführen. In der regionalen Betrachtung von Hamedan verbinden sich daher praktische Anforderungen mit einer eigenständigen Bildsprache. Die Tradition bleibt wandelbar, während die handwerklichen Grundlagen und die Bedeutung der Herkunft erhalten bleiben.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als symmetrisches florales Medaillon bezeichnet. Die Gestaltung besitzt damit ein Medaillon als zentrales Ordnungsprinzip und verbindet dieses mit floralen Formen. Die Symmetrie stellt die Seiten der Komposition in ein ausgewogenes Verhältnis und macht die Mitte als gestalterischen Schwerpunkt erkennbar. Ein Medaillon kann unterschiedliche Umrisse haben; entscheidend ist hier seine zentrale Funktion innerhalb einer floralen, symmetrisch angelegten Gesamtzeichnung.
Florale Motive gehören zu den wichtigen Gestaltungssprachen persischer Teppiche. Blüten, Blätter, Ranken und stilisierte Pflanzenformen werden in eine textile Ordnung übersetzt. Dabei geht es nicht zwingend um eine botanisch genaue Darstellung. Die Formen werden so vereinfacht, verbunden oder wiederholt, dass sie sich in Knoten und Reihen umsetzen lassen. Aus der Verbindung einzelner Ornamente entsteht ein Rhythmus, der das Innenfeld, die Umgebung des Medaillons und die Randbereiche miteinander verknüpfen kann.
Ein Medaillon gliedert die Fläche in eine betonte Mitte und die sie umgebenden Bereiche. Von dort aus können florale Linien nach außen führen oder mit weiteren Ornamenten in Beziehung treten. Die symmetrische Anlage schafft dabei ein Gefühl von Ordnung, weil ähnliche Formen aufeinander bezogen werden. Diese Ordnung ist nicht nur eine optische Eigenschaft, sondern auch eine technische Aufgabe: Die Zeichnung muss in einer Folge einzelner Knoten so geplant werden, dass Proportionen und Konturen über die gesamte Fläche nachvollziehbar bleiben.
In der persischen Ornamentik werden Pflanzen häufig stilisiert und in wiedererkennbare Zeichen verwandelt. Eine Blüte kann als kompakte Form erscheinen, ein Blatt als gebogene Linie oder eine Ranke als verbindendes Element. Durch Wiederholung und Variation entsteht eine dekorative Sprache, die Natur nicht kopiert, sondern ordnet. Florale Muster können allgemein mit Wachstum, Bewegung und dem Kreislauf der Natur verbunden werden. Diese kulturelle Deutung beschreibt die Mustertradition und nicht eine zusätzliche persönliche Geschichte dieses Teppichs.
Die regionale Hamedan-Tradition umfasst verschiedene Musterfamilien. Neben geometrischen Zeichnungen kommen florale Kompositionen und Medaillonaufbauten vor. Dadurch bleibt Raum für unterschiedliche Grade der Detaillierung und für verschiedene Beziehungen zwischen Innenfeld und Bordüre. Das hier beschriebene Stück ist durch die symmetrische florale Medaillonzeichnung klar eingeordnet. Die Musterbezeichnung sagt aus, wie die Fläche gestaltet ist; sie verändert nicht die Herkunftsangabe Hamedan.
Bei der Betrachtung eines Medaillons sind die zentrale Form, die Übergänge zum umgebenden Feld und die Verbindung zur Randgestaltung von Bedeutung. Die Symmetrie kann sich in der Anordnung von Blättern, Blüten, Ranken oder gegensätzlichen Formgruppen zeigen. Die Knotendichte unterstützt grundsätzlich die Ausarbeitung von Konturen und Übergängen, ohne allein über die Stilrichtung zu entscheiden. Das Muster dieses Teppichs bleibt somit durch seine florale Thematik und die ausgewogene Mittelordnung bestimmt.
Besonderheiten
Der Zustand des Teppichs wird als sehr gut angegeben. Außerdem wurde er professionell gewaschen. Eine professionelle Wäsche ist ein Bestandteil der Pflege von Orientteppichen und dient dazu, Schmutz aus dem textilen Aufbau zu entfernen und die Oberfläche zu reinigen. Sie ist von einer Reparatur oder einer Aussage über das Alter zu unterscheiden. Für dieses Stück sind der sehr gute Zustand und die professionelle Wäsche ausdrücklich festgehalten.
Zu den weiteren benannten Merkmalen gehören die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle und das symmetrische florale Medaillon. Diese Eigenschaften beschreiben Konstruktion, Material, Muster und Pflegezustand. Angaben zu Alter, Signatur, Färbung oder früheren Besitzern liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt. Die Einordnung bleibt auf Hamedan, Persien, und die im Text genannten Eigenschaften beschränkt.
FAQ
Was ist ein Hamedan Perserteppich?
Ein Hamedan Perserteppich ist ein Teppich aus Hamedan in Persien und gehört damit zur persischen Teppichtradition. Die Herkunftsbezeichnung beschreibt den regionalen handwerklichen Zusammenhang. Hamedan-Teppiche können unterschiedliche Muster aufweisen, darunter geometrische Formen, florale Zeichnungen und Medaillonkompositionen. Dieses Exemplar ist handgeknüpft und besitzt ein symmetrisches florales Medaillon. Der Flor besteht aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle.
Was bedeutet ein symmetrisches florales Medaillon?
Ein symmetrisches florales Medaillon ist eine Musterkomposition mit einer betonten Mitte, pflanzlich gestalteten Ornamenten und einer ausgewogenen Anordnung der Seiten. Das Medaillon ordnet die Fläche, während Blüten, Blätter oder Ranken die florale Formensprache bilden können. Symmetrie bedeutet, dass entsprechende Formen aufeinander bezogen sind. Bei diesem Teppich beschreibt die Bezeichnung die konkrete Musterangabe. Sie ist eine Aussage über die Gestaltung und nicht über eine zusätzliche Herkunft.
Wie wird ein handgeknüpfter Teppich hergestellt?
Bei einem handgeknüpften Teppich werden einzelne Knoten von Hand an einer vorbereiteten Kette befestigt. Schussfäden sichern die Knotenreihen, während die Arbeit schrittweise über die Fläche fortgeführt wird. Die Zeichnung entsteht aus der Anordnung der Knoten und wird anschließend durch die Bearbeitung des Flors sichtbar gemacht. Die Knotendichte beschreibt die Zahl der Knoten innerhalb einer Fläche. Bei diesem Hamedan Perserteppich beträgt sie 120.000-125.000 Knoten/qm; der Flor besteht aus Schurwolle und die Kette aus Baumwolle.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |











