Perserteppich Hamadan 86 x 61 cm Wolle handgeknüpft

426$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 86 x 61 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: 3EAE6CB4

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Hamadan ist handgeknüpft und besteht aus hochwertiger Schafwolle. Die Wolle bildet einen strapazierfähigen und zugleich weichen Flor. Ihre natürliche Faserstruktur eignet sich seit jeher für Teppiche, die im Alltag genutzt werden und dabei eine angenehme Oberfläche behalten. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht jedes einzelne Knüpfdetail durch die Arbeit der Knüpferin oder des Knüpfers. Dadurch wird das Muster Schritt für Schritt aufgebaut und nicht maschinell wiederholt.

Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte erlaubt eine differenzierte Ausarbeitung von Linien, Konturen und kleinen Ornamenten. Zugleich trägt die Verbindung aus Wolle und dichter Knüpfung zur Widerstandsfähigkeit des Teppichs bei. Wolle kann Farbstoffe klar aufnehmen und verleiht den Farben eine textile, ausgewogene Wirkung. Der Flor bleibt dabei griffig und weich, wie es für handgeknüpfte Wollteppiche charakteristisch ist.

Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs umfasst mehrere Arbeitsschritte. Zuerst wird das Grundgerüst vorbereitet. Anschließend werden die farbigen Wollfäden Knoten für Knoten eingearbeitet. Zwischen den Arbeitsabschnitten wird das Gewebe verdichtet und ausgerichtet. Am Ende werden die Oberfläche geschoren und die Konturen kontrolliert. Diese Abfolge erklärt, weshalb ein handgeknüpfter Teppich nicht völlig identisch wie ein anderer Teppich aus derselben Region aussehen muss.

Bei diesem Stück ist hochwertige Wolle als Material angegeben, während eine gesonderte Angabe zum Kettmaterial nicht vorliegt. Entscheidend für die Verarbeitung sind daher die handgeknüpfte Technik, der Wollflor und die genannte Knotendichte. Diese Eigenschaften beschreiben den Aufbau des angebotenen Teppichs, ohne ihm zusätzliche Materialien zuzuschreiben.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Hamadan im Nordwesten Irans. Hamadan ist ein bedeutendes Zentrum der persischen Teppichherstellung und zugleich der Name einer weit gefassten Teppichregion. In dieser Region entwickelte sich die Knüpftradition nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in zahlreichen umliegenden Orten und Dörfern. Dazu zählen Assadabad, Khamseh und Nahawand. Die verschiedenen lokalen Werkstätten brachten eine große Bandbreite an Formaten, Farben und Musterauffassungen hervor.

Die Teppichherstellung in Hamadan ist mit jahrhundertealten handwerklichen Traditionen verbunden. Wissen über das Spinnen der Wolle, das Färben, das Anlegen des Grundgerüsts und das Knüpfen wurde innerhalb der Familien und Werkstätten weitergegeben. Die regionale Vielfalt ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil des Begriffs Hamadan. Ein Hamadan-Teppich steht nicht zwingend für ein einziges festes Muster, sondern für eine Gruppe von Teppichen aus einem traditionsreichen iranischen Herstellungsgebiet.

In den Dörfern der Umgebung entstanden häufig eigene Ausprägungen. Manche Werkstätten bevorzugten streng gegliederte geometrische Felder, andere arbeiteten mit floralen Formen oder mit einer Kombination aus beiden. Auch die Wahl der Farben und die Behandlung der Bordüren konnten von Ort zu Ort unterschiedlich sein. Diese Unterschiede machen die Herkunftsregion zugleich erkennbar und vielseitig. Die Bezeichnung Hamadan verweist daher auf eine gewachsene Teppichkultur mit mehreren lokalen Handschriften.

Persische Teppiche wurden traditionell für unterschiedliche Lebensbereiche geknüpft. Sie konnten als Gebrauchsgegenstände in Wohnräumen dienen, Räume wärmer machen oder als repräsentative textile Arbeiten eingesetzt werden. Die handwerkliche Herstellung verband dabei praktischen Nutzen mit ornamentaler Gestaltung. Wolle war für viele regionale Werkstätten ein naheliegendes Material, da sie belastbar, formbar und für das Färben geeignet ist. Diese Verbindung von Alltagstauglichkeit und Gestaltung prägt auch die Hamadan-Tradition.

Hamadan wird häufig im Zusammenhang mit anderen bedeutenden persischen Teppichregionen genannt. Kerman ist beispielsweise für florale Entwürfe bekannt, während Tabriz für komplexe Muster und eine hohe Knotendichte steht. Qom wird besonders mit Seidenqualität verbunden. Nain und Isfahan gehören ebenfalls zu den bekannten Zentren traditioneller Teppichkunst. Diese Namen bezeichnen jeweils eigene regionale Traditionen. Sie sind nicht mit der Herkunft dieses Teppichs gleichzusetzen, der aus Hamadan im Iran stammt.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Hamadan-Teppiche können traditionelle geometrische Designs ebenso aufnehmen wie florale Motive. Geometrische Entwürfe arbeiten oft mit klaren Linien, wiederkehrenden Formen und deutlich abgegrenzten Feldern. Florale Muster greifen dagegen Blätter, Blüten, Ranken oder stilisierte Zweige auf. In vielen regionalen Arbeiten verbinden sich beide Gestaltungssprachen, sodass ein Muster zugleich geordnet und lebendig wirkt.

Ein Teppichmuster besteht meist aus mehreren Ebenen. Das zentrale Feld bildet den Schwerpunkt der Komposition. Eine oder mehrere Bordüren rahmen dieses Feld ein und geben dem Entwurf eine klare Begrenzung. Kleinere Nebenbordüren können den Übergang zwischen Innenfeld und äußerem Rand strukturieren. Bei geometrischen Hamadan-Mustern entstehen dadurch gut lesbare Achsen und Wiederholungen. Bei floralen Entwürfen sorgen die Bordüren für einen Rahmen, der die Bewegungen der Ranken und Blüten bündelt.

Die Vielfalt der Hamadan-Muster hängt mit der großen Zahl regionaler Knüpforte zusammen. Ein bestimmtes Motiv kann in verschiedenen Dörfern unterschiedlich interpretiert werden. Proportionen, Konturen, Wiederholungen und die Anordnung der Ornamente verändern sich dabei ebenso wie die Farbzusammenstellung. Diese Variationen sind kein Widerspruch zur regionalen Zuordnung, sondern gehören zur Geschichte der Herstellung. Sie zeigen, dass eine Teppichregion nicht nur einen einzigen Entwurf hervorbringt.

Die traditionellen Designs können sowohl kompakt als auch großzügig gegliedert erscheinen. Klare Linien verleihen einem geometrischen Muster Ruhe und Ordnung. Florale Formen schaffen dagegen einen weicheren Rhythmus, selbst wenn sie stark stilisiert sind. Die Kombination aus warmen, kräftigen Farben und präzisen Ornamenten wird bei Hamadan-Teppichen häufig geschätzt. Farben dienen dabei nicht nur der Dekoration, sondern helfen auch, Hauptfeld, Bordüre und kleinere Musterbereiche voneinander abzugrenzen.

Die hohe Knotendichte unterstützt die Darstellung feiner Details. Kleine Farbwechsel, schmale Linien und wiederkehrende Ornamente können dadurch sorgfältig ausgeführt werden. Das bedeutet nicht, dass jeder Hamadan-Teppich dasselbe Muster besitzt. Vielmehr bietet die Technik den Werkstätten die Möglichkeit, unterschiedliche Entwürfe klar umzusetzen. Bei diesem Teppich steht deshalb die angegebene Vielfalt der Designs im Vordergrund, nicht die Zuordnung zu einem einzelnen, im Ausgangstext nicht näher benannten Motiv.

In einer modernen Einrichtung können geometrische Muster mit geradlinigen Möbeln korrespondieren, während florale Entwürfe einen klassischeren Rahmen aufnehmen. Diese gestalterische Anpassungsfähigkeit gehört zur allgemeinen Wirkung der Hamadan-Tradition. Sie macht die Muster für unterschiedliche Raumkonzepte lesbar, ohne dass daraus eine bestimmte Verwendung dieses einzelnen Teppichs abgeleitet werden muss.

Besonderheiten

Der Zustand dieses Teppichs ist als sehr gut angegeben. Weitere Aussagen zum Alter oder zu einer Einordnung als antik oder vintage liegen für dieses Stück nicht vor. Die Bezeichnung sehr gut beschreibt den überlieferten Zustand und wird hier nicht durch eine zusätzliche Altersangabe ergänzt.

Zu den genannten Merkmalen gehören die hochwertige Schafwolle, die handgeknüpfte Herstellung, die hohe angegebene Knotendichte und die vielfältigen Designs. Zusammen zeigen diese Angaben, wie Material, Technik und Gestaltung bei diesem Hamadan-Perserteppich zusammenwirken. Eine gesonderte Signatur, Restaurierung oder spezielle Provenienz ist nicht angegeben.

Die Pflege eines Wollteppichs beginnt mit einer regelmäßigen, schonenden Reinigung. Staub und lose Partikel sollten entfernt werden, ohne die Oberfläche unnötig zu belasten. Direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig bleiben. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine professionelle Teppichreinigung eine geeignete Möglichkeit. Die Pflegehinweise gelten für Wollteppiche dieser Art und ersetzen keine Prüfung besonderer Flecken oder Schäden.

FAQ

Was zeichnet einen Hamadan-Perserteppich aus?

Hamadan-Perserteppiche stammen aus einer traditionsreichen Region im Nordwesten Irans. Typisch für die Region ist nicht ein einziges verbindliches Muster, sondern eine große Vielfalt an geometrischen und floralen Entwürfen. Bei diesem Teppich kommen handgeknüpfte Herstellung, hochwertige Schafwolle, eine angegebene Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter und vielfältige Designs zusammen. Die regionale Herkunft und die handwerkliche Ausführung stehen damit gemeinsam im Mittelpunkt.

Wie pflegt man einen Perserteppich aus Hamadan?

Eine regelmäßige, vorsichtige Reinigung hilft dabei, den Wollflor sauber zu halten. Der Teppich sollte vor anhaltender direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, da Licht die Farbwirkung mit der Zeit beeinflussen kann. Für Flecken oder eine gründliche Auffrischung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Dabei kann die Behandlung auf Wolle und auf die handgeknüpfte Struktur abgestimmt werden. Aggressive oder ungeeignete Reinigungsmittel sollten nicht ohne fachliche Prüfung eingesetzt werden.

Kann ein Hamadan-Perserteppich in verschiedenen Räumen verwendet werden?

Die vielfältigen traditionellen Designs können sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden. Ein Hamadan-Teppich kann allgemein in Wohnräumen, Schlafzimmern oder Fluren eingesetzt werden, sofern die örtlichen Bedingungen für einen Wollteppich geeignet sind. Geometrische Muster wirken häufig klar und strukturiert, während florale Motive einen weicheren Akzent setzen. Die konkrete Platzierung hängt von der Einrichtung, der Nutzung und dem gewünschten Zusammenspiel der Farben und Formen ab.

Zusätzliche Informationen
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