






Perserteppich Hamadan 223 x 137 cm Wolle handgeknüpft
728$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 223 x 137 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 872BB200
Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan Perserteppich ist aus widerstandsfähiger Wolle gefertigt und handgeknüpft. Wolle zählt zu den klassischen Materialien der persischen Teppichherstellung. Ihre natürliche Faserstruktur eignet sich für einen dichten Flor, der eine weiche Oberfläche mit einer strapazierfähigen Beschaffenheit verbindet. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Die Oberfläche entsteht somit nicht durch ein aufgedrucktes Muster, sondern durch die Verbindung zahlreicher einzelner Knoten, die Flor, Farbe und Zeichnung bilden.
Der Teppich besitzt einen dichten Flor, der sich weich anfühlt und zugleich für den täglichen Gebrauch geeignet ist. Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine dichte Knotung kann feine Übergänge, klare Konturen und eine ausgeprägte textile Struktur ermöglichen. Bei einer handgeknüpften Ausführung wird die Gestaltung Schritt für Schritt aufgebaut. Das erfordert eine gleichmäßige Arbeitsweise und eine sorgfältige Orientierung an der vorgesehenen Musterzeichnung.
Die widerstandsfähige Wolle gehört zu den wesentlichen Eigenschaften dieses Teppichs. Sie macht ihn belastbar und unterstützt seine Verwendung in Wohnbereichen. Gleichzeitig bewahrt Wolle eine natürliche textile Haptik, die sich von glatten industriellen Bodenbelägen unterscheidet. Der Teppich wird als pflegeleicht beschrieben und befindet sich in sehr gutem Zustand. Farbe, Flor und Muster bilden dabei die sichtbaren Merkmale seiner handwerklichen Ausführung.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Hamadan im Nordwesten des Iran. Hamadan gehört zu den traditionsreichen Zentren der persischen Teppichkultur. Die Bezeichnung Hamadan steht dabei sowohl für die Stadt als auch für ein weitläufiges Gebiet, in dem in zahlreichen Dörfern und kleineren Städten Teppiche hergestellt werden. Aus dieser regionalen Verbreitung entstand keine vollkommen einheitliche Form, sondern eine vielseitige Gruppe von Teppichen mit unterschiedlichen Zeichnungen, Farben und stilistischen Ausprägungen.
Mit der Herstellung von Hamadan-Teppichen werden unter anderem Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel verbunden. Jeder dieser Orte ist Teil einer regionalen Handwerkstradition, in der Erfahrungen über Generationen weitergegeben wurden. Die Namen bezeichnen keine einzige verbindliche Musterordnung. Sie verweisen vielmehr auf ein Umfeld, in dem Knüpferinnen und Knüpfer mit ähnlichen handwerklichen Grundlagen arbeiteten und zugleich eigene lokale Formen entwickelten.
Die Teppichkultur von Hamadan steht in engem Zusammenhang mit dem Leben der Stadt und ihres Umlands. Teppiche wurden als Gebrauchsgegenstände hergestellt, waren aber zugleich Träger von Ornamenten, Farben und überlieferten Gestaltungsideen. Die Herstellung verlangte Ausdauer, genaue Beobachtung und ein gutes Verständnis für Proportionen. Ein Muster musste während des Knüpfens fortlaufend kontrolliert werden, damit Bordüren, Mittelfeld und wiederkehrende Motive miteinander verbunden blieben.
Die regionale Vielfalt erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche sowohl strenge geometrische Kompositionen als auch florale Darstellungen zeigen können. Manche Entwürfe wirken durch wiederholte Formen, andere durch eine stärker gegliederte Ornamentik. Auch die Farbwahl kann innerhalb der Tradition deutlich wechseln. Tiefe Rot- und Blautöne sowie erdige Farbtöne gehören zu den beschriebenen Farbwelten. Die persische Herkunft zeigt sich daher nicht in einem einzigen festgelegten Erscheinungsbild, sondern in der Verbindung von handwerklicher Überlieferung und regionaler Gestaltungsfreiheit.
Hamadan liegt im historischen Kulturraum Persiens, dessen Teppichherstellung von vielen regionalen Schulen geprägt wurde. In diesem Umfeld entwickelte sich ein Verständnis von Teppichen, bei dem technische Haltbarkeit und dekorative Wirkung zusammengehören. Wolle eignete sich für diese Verbindung, weil sie einen belastbaren Flor und eine angenehme Oberfläche ermöglicht. Die Handarbeit wiederum lässt Muster nicht nur als flache Grafik erscheinen, sondern als Relief aus Knoten und Fasern.
Die Tradition wird durch den Austausch zwischen Stadt, Dorf und Umland geprägt. Händler, Werkstätten und private Haushalte trugen dazu bei, dass Musterideen weitergegeben und verändert wurden. Ein Motiv konnte in verschiedenen Orten in abgewandelter Form auftreten. Dadurch blieb die regionale Identität erkennbar, ohne dass jeder Teppich gleich aussehen musste. Hamadan steht deshalb für eine breite persische Knüpftradition, in der praktische Anforderungen, lokale Erfahrung und ornamentale Vielfalt zusammenwirken.
Design und Muster
Das Design dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Die Hamadan-Tradition umfasst traditionelle geometrische Muster ebenso wie florale Motive, die häufig von der umgebenden Natur inspiriert sind. Geometrische Zeichnungen können aus Rauten, Medaillons, Linien, Hakenformen und wiederkehrenden Bordüren aufgebaut sein. Ihre Wirkung entsteht durch die Ordnung von Flächen und Konturen. Wiederholungen geben dem Muster Rhythmus, während Kontraste einzelne Elemente voneinander abheben.
Florale Motive werden in persischen Teppichen meist stilisiert dargestellt. Blüten, Blätter und Ranken müssen nicht naturgetreu erscheinen, sondern werden in eine textile Bildsprache übertragen. Eine Blüte kann als wiederkehrendes Zeichen dienen, während Ranken verschiedene Bereiche miteinander verbinden. Blätter können den Rand eines Medaillons begleiten oder ein Feld zwischen größeren Ornamenten füllen. Durch diese Abstraktion wird die Natur zu einem geordneten Bestandteil der Teppichzeichnung.
Die Mustertradition von Hamadan erlaubt unterschiedliche Beziehungen zwischen Mittelfeld und Bordüre. Ein Mittelfeld kann durch ein zentrales Ornament gegliedert sein oder durch eine fortlaufende Anordnung kleinerer Formen. Eine Bordüre rahmt die Komposition und schafft einen Übergang zwischen dem inneren Muster und dem äußeren Abschluss. Schmale Nebenbordüren können diese Wirkung ergänzen. Entscheidend ist die Wiederholung, die das Muster über die gesamte Oberfläche zusammenhält.
Auch die Farbgestaltung variiert innerhalb der Hamadan-Teppiche. Tiefe Rottöne können einer Komposition Wärme und Geschlossenheit verleihen. Blautöne setzen deutliche Kontraste und erzeugen eine kühlere Gegenwirkung. Erdige Farbtöne verbinden sich zurückhaltender mit dem übrigen Muster und können die regionale, bodenständige Wirkung unterstützen. Die Farben stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern beeinflussen die Lesbarkeit von Konturen, Ornamenten und Zwischenräumen.
Ein vielfältiges Design kann sowohl lebhaft als auch klar gegliedert wirken. Geometrische Muster geben dem Auge feste Orientierungspunkte, während florale Details die Strenge einer Komposition verändern können. Umgekehrt lassen sich Pflanzenformen so stark vereinfachen, dass sie beinahe geometrisch erscheinen. Diese Nähe zwischen Geometrie und stilisierter Natur ist ein wichtiger Grund dafür, dass Hamadan-Teppiche unterschiedlichen Einrichtungsstilen zugeordnet werden können, ohne ihre regionale Herkunft zu verlieren.
Die Handknüpfung beeinflusst unmittelbar den Charakter der Muster. Jede Linie wird durch die Anordnung von Knoten und Farben aufgebaut. Kleine Abweichungen, die bei handwerklicher Arbeit entstehen können, gehören zur Herstellung auf dem Knüpfstuhl und unterscheiden ein handgefertigtes Stück von einer maschinell reproduzierten Fläche. Die vielfältigen Designs der Hamadan-Tradition sind deshalb nicht nur Bildmotive, sondern auch Ergebnisse einer überlieferten technischen Arbeitsweise.
Besonderheiten
Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehören die widerstandsfähige Wolle, der dichte Flor, die handgeknüpfte Verarbeitung und die vielfältigen Designs. Die Materialwahl unterstützt die Nutzung im Alltag. Der dichte Flor verbindet eine weiche Haptik mit Strapazierfähigkeit. Die Gestaltung kann geometrische Muster ebenso wie florale Motive aufnehmen, wodurch die regionale Hamadan-Tradition in ihrer stilistischen Breite sichtbar wird. Der Zustand des Teppichs ist sehr gut.
Hamadan-Teppiche werden außerdem für ihre praktischen Eigenschaften beschrieben. Sie sind pflegeleicht und können bei sorgfältiger Behandlung ihre Farben und ihre Struktur auch nach Jahren der Nutzung bewahren. Zur regelmäßigen Pflege eignet sich ein sanfter Staubsauger oder eine weiche Bürste. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht verblassen. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine fachgerechte Reinigung angebracht.
Im Vergleich mit anderen persischen Teppichtraditionen wird Hamadan häufig als eher rustikal beschrieben. Bakhtiari-Teppiche sind für bunte Designs und stabile Materialien bekannt. Qom-Teppiche können mit Seide verziert sein und dadurch einen anderen Charakter zeigen. Nain und Kashan werden ebenfalls mit detailreicher Handwerkskunst verbunden. Diese Einordnung dient dem Verständnis der regionalen Vielfalt; sie verändert nicht die Herkunft dieses Teppichs, der aus Hamadan im Iran stammt.
FAQ
Wie pflege ich meinen Hamadan Perserteppich richtig?
Entfernen Sie Staub regelmäßig mit einem sanften Staubsauger oder einer weichen Bürste. Arbeiten Sie dabei vorsichtig, damit der dichte Flor nicht unnötig beansprucht wird. Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden, weil sie die Farben mit der Zeit verblassen lassen kann. Die widerstandsfähige Wolle ist für den täglichen Gebrauch geeignet, benötigt aber dennoch einen sorgfältigen Umgang. Bei stärkeren Verschmutzungen empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung, da die Behandlung an Material, Flor und Färbung angepasst werden kann.
Welches Zimmer eignet sich am besten für einen Hamadan Perserteppich?
Ein Hamadan Perserteppich passt in verschiedene Wohnbereiche. Besonders häufig wird er für das Wohnzimmer oder das Esszimmer empfohlen, weil die widerstandsfähige Wolle und der dichte Flor für stärker frequentierte Bereiche geeignet sind. Seine vielfältigen Designs können außerdem in Räumen eingesetzt werden, in denen traditionelle persische Muster gewünscht sind. Bei der Auswahl des Platzes sollten die Nutzung des Raumes, die vorhandene Sonneneinstrahlung und die Wirkung der Farben im jeweiligen Umfeld berücksichtigt werden.
Worin unterscheiden sich Hamadan-Teppiche von anderen persischen Teppichen?
Hamadan-Teppiche zeichnen sich durch ihre Widerstandsfähigkeit, ihre dichte Ausführung und ihre große Musterbreite aus. Im Vergleich zu Nain oder Kashan wirken sie häufig rustikaler und zeigen eine größere Vielfalt an geometrischen Mustern. Auch florale Motive gehören zur regionalen Gestaltung. Hamadan-Teppiche werden zudem als kostengünstiger und für den täglichen Gebrauch geeignet beschrieben. Andere persische Traditionen setzen teilweise andere Schwerpunkte, etwa Qom mit Seidenverzierungen oder Nain und Kashan mit besonders detailreicher Handwerkskunst.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














