Perserteppich Hamadan 223 x 132 cm Wolle handgeknüpft

1012$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 223 x 132 cm | Muster: Vielfältige Muster | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: 724F04B7

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Hamadan ist handgeknüpft. Seine Herstellung beruht auf dem traditionellen Aufbau eines geknüpften Teppichs: Viele einzelne Knoten werden von Hand in die vorbereitete Kette eingearbeitet und anschließend durch Schussfäden gesichert. Reihe für Reihe entsteht so ein belastbarer Flor, dessen Muster unmittelbar aus der Knüpfarbeit hervorgeht. Die Handarbeit macht jeden Teppich zu einem eigenständigen Stück und unterscheidet ihn von industriell gefertigten Bodenbelägen.

Als Material wird widerstandsfähige Wolle genannt. Wolle ist seit jeher ein wichtiges Material der orientalischen Teppichherstellung, weil sie sich zu einem tragfähigen Flor verarbeiten lässt und bei guter Pflege lange verwendbar bleibt. Beim Hamadan-Teppich verbindet sich diese Materialeigenschaft mit der traditionellen Knüpftechnik. Der Flor wird als üppig und weich beschrieben und bietet dadurch eine angenehme Haptik.

Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der von Hand gesetzten Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und macht die aufwendige Ausführung des Teppichs nachvollziehbar. Die Knotendichte allein bestimmt nicht den Charakter eines Teppichs; ebenso wichtig sind die Wolle, die Ausführung des Flors, die Farbgebung und die Gestaltung des Musters. Bei diesem Stück treffen die handgeknüpfte Verarbeitung, der widerstandsfähige Wollflor und eine vielfältige Musterwelt zusammen.

Der Teppich ist als gut erhalten beschrieben. Damit verbindet sich die praktische Verwendbarkeit eines robusten Wollteppichs mit dem überlieferten Charakter handwerklicher Arbeit. Die Eigenschaften von Wolle und die geknüpfte Konstruktion machen Hamadan-Teppiche grundsätzlich für Wohnbereiche geeignet, in denen ein strapazierfähiger und zugleich angenehm strukturierter Bodenbelag gebraucht wird.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und zählt zu den produktivsten Teppichknüpfregionen des Landes. Die Bezeichnung Hamadan verweist dabei nicht nur auf eine einzelne Werkstatt. Das regionale Teppichgebiet umfasst zahlreiche Dörfer und Orte, deren Knüpfer eigene Formen, Farben und Muster entwickelt haben. Zum genannten Umfeld gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Diese Vielfalt erklärt, warum Hamadan-Teppiche nicht nach einem einzigen, streng festgelegten Entwurf beurteilt werden können.

Die Teppichherstellung ist in Hamadan eng mit dörflicher und regionaler Handarbeit verbunden. Wissen über das Spinnen der Wolle, das Vorbereiten der Kette, das Setzen der Knoten und das Ordnen der Muster wurde über Generationen weitergegeben. Ein Teppich entsteht dabei nicht als bloße Wiederholung eines maschinellen Programms, sondern aus dem Zusammenspiel von überlieferten Gestaltungsideen und der individuellen Arbeit der knüpfenden Person. Kleine Abweichungen in Linien, Flächen und Farbübergängen gehören bei handgeknüpften Teppichen zur Herstellungsgeschichte.

In der iranischen Teppichtradition erfüllt ein Teppich mehrere Aufgaben. Er kann einen Raum gliedern, Wärme und Struktur auf den Boden bringen und zugleich ein Träger regionaler Bildsprache sein. Die Wahl der Wolle, die Dichte der Knoten und die Anordnung der Ornamente bilden zusammen die handwerkliche Grundlage. Hamadan steht in diesem Zusammenhang für eine weit verzweigte Produktion, in der unterschiedliche Dörfer jeweils eigene textile Ausdrucksformen pflegen.

Die Herkunft aus Hamadan ist außerdem in einen größeren Zusammenhang persischer Teppichkultur einzuordnen. Tabriz ist für kunstvolle Entwürfe und feine Verarbeitung bekannt, Isfahan für eine opulente Farbpalette und komplizierte Muster. Nain und Qum werden ebenfalls mit hochwertigen Perserteppichen und unterschiedlichen Stilrichtungen verbunden. Diese Orte sind nicht die Herkunft dieses Teppichs, sondern Beispiele für die regionale Vielfalt innerhalb der persischen Teppichwelt. Gemeinsam ist den genannten Traditionen die Verbindung von Handarbeit, ausgewählten textilen Materialien und sorgfältig aufgebauten Mustern.

Die Geschichte der Hamadan-Teppiche zeigt deshalb weniger einen einzigen Stil als eine regionale Bandbreite. Geometrische Dorfmuster können neben floral geprägten Entwürfen stehen, und die Wirkung kann von zurückhaltenden Flächen bis zu lebhaften Farbakzenten reichen. Gerade diese Offenheit gehört zur Tradition der Region. Der vorliegende Teppich wird als Hamadan-Perserteppich mit vielfältigem Design eingeordnet und steht damit für diese breite, handwerklich geprägte Gestaltungspraxis.

Design und Muster

Das Design dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Bei Hamadan-Teppichen reicht das überlieferte Formenspektrum von traditionellen geometrischen Mustern bis zu floralen Motiven. Geometrische Ornamente können aus Rauten, Haken, Linien, wiederkehrenden Bordüren oder streng gegliederten Feldern aufgebaut sein. Florale Muster nehmen dagegen Blätter, Blüten und stilisierte Pflanzenformen auf. In beiden Fällen werden die Motive nicht naturgetreu abgebildet, sondern in eine für den Webstuhl und die Knüpftechnik geeignete textile Sprache übersetzt.

Die Muster der Region sind häufig aus einzelnen wiederkehrenden Elementen zusammengesetzt. Ein Motiv kann als Medaillon im Zentrum erscheinen, sich als Rapport über die Fläche verteilen oder von einer Bordüre eingefasst werden. Bei dörflichen Teppichen bleibt die Zeichnung oft klar und gut lesbar, weil sie aus überschaubaren Formen und markanten Konturen entwickelt wird. Die genaue Anordnung, die Gewichtung der Fläche und die Verbindung von geometrischen und floralen Elementen können jedoch von Ort zu Ort und von Knüpfer zu Knüpfer variieren.

Als mögliche Bildquelle wird bei Hamadan-Teppichen auch die lokale Flora genannt. Pflanzenmotive werden dabei stilisiert und in rhythmische Ornamente verwandelt. Blätter können paarweise auftreten, Blüten können an einer Achse aufgereiht sein, und Ranken können Felder oder Bordüren miteinander verbinden. Diese Motive geben der Fläche Bewegung, ohne die handwerkliche Klarheit der Zeichnung aufzugeben. Geometrische Formen wiederum schaffen Ordnung und verleihen dem Muster eine deutliche Struktur.

Farblich werden Hamadan-Teppiche häufig mit warmen Erdtönen und lebhaften Akzenten verbunden. Erdtöne können eine ruhige Grundlage bilden, während kontrastierende Farbtupfer einzelne Ornamente hervorheben. Die Farbwirkung entsteht nicht isoliert, sondern im Verhältnis von Grundfläche, Konturen, Bordüre und Innenmotiven. Dadurch kann ein und dasselbe Motiv je nach Farbverteilung klassisch, zurückhaltend oder lebhafter erscheinen.

Die Vielfalt des Designs ermöglicht eine Einordnung in unterschiedliche Wohnstile, ohne dass der regionale Charakter verloren geht. In einer klassischen Einrichtung können geometrische oder florale Ornamente die vorhandenen Formen aufnehmen. In einem modernen Raum kann ein traditionelles Muster als bewusst gesetzte textile Struktur erscheinen. Entscheidend ist dabei nicht eine künstliche Vereinfachung des Entwurfs, sondern das Nebeneinander von überlieferter persischer Mustertradition und einer klar lesbaren handwerklichen Ausführung.

Der Begriff Hamadan beschreibt somit keine einzige verpflichtende Musterform. Er bezeichnet eine Region, in der verschiedene Gestaltungen entstanden und weiterentwickelt wurden. Das vielfältige Design dieses Teppichs ist mit dieser regionalen Offenheit vereinbar. Es verweist auf eine Tradition, in der Muster nicht nur dekorative Zeichen sind, sondern auch die Herkunft, die Arbeitsweise und die gestalterische Erfahrung der jeweiligen Knüpfgemeinschaft sichtbar machen.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die große Vielfalt der Gestaltung. Die genannte Knotendichte macht die aufwendige Handarbeit zusätzlich nachvollziehbar. Der Wollflor wird als üppig und weich beschrieben, während die Wolle zugleich für ihre Widerstandsfähigkeit steht. Damit verbindet der Teppich eine angenehme Oberfläche mit einer Konstruktion, die für die Nutzung im Alltag geeignet ist.

Der Zustand ist gut erhalten. Zusammen mit seiner Herkunft aus Hamadan und der traditionellen persischen Knüpfweise ergibt sich ein klares Profil: ein handgefertigter Orientteppich aus Iran, der regionale Mustertradition und praktische Materialeigenschaften miteinander verbindet. Die verschiedenen geometrischen und floralen Gestaltungsmöglichkeiten der Hamadan-Region bleiben dabei als kultureller Hintergrund erkennbar, ohne diesem einzelnen Stück ein nicht genanntes, bestimmtes Muster zuzuschreiben.

FAQ

Wie pflege ich einen Hamadan-Teppich?

Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich vorsichtiges Staubsaugen ohne Bürsteneinsatz. So lässt sich loser Staub entfernen, ohne den Wollflor unnötig mechanisch zu beanspruchen. Verschüttete Flüssigkeiten und Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Starkes Reiben kann die Fasern und die Farbwirkung beeinträchtigen. Bei einer gründlichen Reinigung ist eine professionelle Teppichreinigung in regelmäßigen Abständen sinnvoll. Sie kann dabei helfen, den Flor sauber zu halten und die Farben zu bewahren. Die konkrete Reinigungsmethode sollte immer auf Wolle, Knüpfung und Zustand des Teppichs abgestimmt werden.

Für welche Räume eignet sich ein Hamadan-Teppich?

Hamadan-Teppiche sind vielseitig einsetzbar. Ihre widerstandsfähige Wolle und die handgeknüpfte Konstruktion machen sie grundsätzlich für Wohnbereiche geeignet, in denen ein belastbarer Bodenbelag benötigt wird. Dazu zählen Wohnzimmer, Esszimmer, Flure und Schlafzimmer. In stark frequentierten Bereichen kommt die strapazierfähige Materialeigenschaft besonders zum Tragen. Gleichzeitig können die vielfältigen Muster einem Raum eine geordnete, wohnliche Struktur geben. Ob der Teppich im Mittelpunkt steht oder sich in eine vorhandene Einrichtung einfügt, hängt von den Farben, den Möbeln und dem jeweiligen Raumkonzept ab.

Was zeichnet einen Hamadan-Perserteppich aus?

Ein Hamadan-Perserteppich verbindet iranische Herkunft mit einer regional vielfältigen Knüpftradition. Charakteristisch ist nicht ein einziges Muster, sondern das breite Spektrum aus geometrischen und floralen Entwürfen, das in den Dörfern und Orten der Region gepflegt wird. Bei diesem Stück kommen die handgeknüpfte Verarbeitung, der widerstandsfähige Wollflor, die angegebene Knotendichte und der gut erhaltene Zustand hinzu. Die Herstellung von Hand verleiht dem Teppich seine textile Eigenständigkeit, während die Wolle eine praktische und angenehm weiche Oberfläche ermöglicht. So steht er für die Verbindung von regionaler Gestaltung, überlieferter Technik und alltagstauglichem Material.

Zusätzliche Informationen
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