Perserteppich Hamadan 217 x 123 cm Wolle handgeknüpft

1047$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 217 x 123 cm | Muster: Vielfältige Designs in Blau und Rot | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: F5EF3623

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die manuelle Fertigung gehört zu den grundlegenden Merkmalen persischer Teppiche: Einzelne Knoten werden in eine vorbereitete Struktur eingearbeitet, sodass die textile Oberfläche Schritt für Schritt entsteht. Das Muster ist dadurch nicht aufgedruckt oder maschinell geprägt, sondern wird während des Knüpfens direkt in den Teppich eingebunden.

Wolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer Belastbarkeit und ihrer angenehmen textilen Eigenschaften verwendet. Widerstandsfähige Wolle eignet sich für einen Flor, der im Alltag beansprucht werden kann. Gleichzeitig verleiht sie der Oberfläche eine charakteristische Griffigkeit. Die Faser kann Farbtöne klar aufnehmen und unterstützt damit die Wirkung der bei diesem Stück genannten Farben Blau und Rot.

Die Knotendichte ist ein technisches Merkmal der Knüpfarbeit. Sie beschreibt, wie viele einzelne Knoten in einer bestimmten Fläche verarbeitet sind. Eine höhere oder niedrigere Dichte beeinflusst unter anderem, wie fein Konturen, kleine Ornamente und Übergänge ausgearbeitet werden können. Die Knotendichte allein bestimmt jedoch nicht den Charakter eines Teppichs. Ebenso wichtig sind die Qualität der Wolle, die Farbgebung, der Aufbau des Musters und die handwerkliche Ausführung.

Beim Handknüpfen wird die Zeichnung Reihe für Reihe aufgebaut. Der Knüpfer orientiert sich dabei an einem Muster oder an einer überlieferten Gestaltung und setzt die farbigen Knoten in die gespannte Kette. Schüsse sichern die einzelnen Reihen und geben dem Gewebe Stabilität. Nach dem Abschluss wird der Flor bearbeitet, damit eine zusammenhängende Oberfläche entsteht.

Die Verarbeitung dieses Teppichs verbindet somit ein robustes Material mit einer traditionellen Technik. Die Widerstandsfähigkeit der Wolle und die handgeknüpfte Konstruktion sind praktische und handwerkliche Merkmale zugleich. Sie stehen für eine Herstellungsweise, bei der Material, Struktur und Muster nicht getrennt voneinander entstehen.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten des Iran und ist zugleich der Name einer bedeutenden Teppichregion. Die Stadt und ihr Umland zählen zu den produktivsten Knüpfgebieten des Landes. Unter dem Namen Hamadan werden deshalb Teppiche aus einem größeren regionalen Umfeld zusammengefasst. Die Herkunft bezeichnet nicht nur einen einzelnen Herstellungsort, sondern verweist auf eine gewachsene Landschaft aus Städten, Kleinstädten und Dörfern, in denen sich unterschiedliche Ausprägungen der Knüpftradition entwickelt haben.

Zu den Orten, die mit der Familie der Hamadan-Teppiche verbunden werden, gehören Assadabad, Khamseh und Nahawand. In diesen Zentren und ihrer Umgebung entstanden eigene Varianten mit jeweils charakteristischen Auffassungen von Ornament, Rapport und Farbverteilung. Die Bezeichnung Hamadan steht daher für eine regionale Gruppe und nicht für ein einziges, unveränderliches Muster. Gemeinsam ist den Varianten die Einbindung in die persische Handknüpftradition des westlichen und nordwestlichen Iran.

Die Teppichproduktion der Region wurde über Generationen weitergegeben. Wissen über das Spannen der Kette, das Setzen der Knoten, das Eintragen der Schüsse und den Aufbau eines Musters wurde innerhalb von Werkstätten und Familien bewahrt. Gleichzeitig erlaubte die dezentrale Herstellung eine große gestalterische Bandbreite. Je nach Ort und Vorlage konnten geometrische Gliederungen, wiederkehrende Pflanzenformen oder stärker flächige Kompositionen entstehen.

Die Arbeit am Webstuhl erforderte ein Zusammenspiel verschiedener handwerklicher Tätigkeiten. Die Kette bildet die Grundlage, in die Knoten eingearbeitet werden. Schüsse stabilisieren die Reihen und verbinden die einzelnen Arbeitsschritte zu einem belastbaren Gewebe. Die Muster entstehen aus der Abfolge von Farben und Knoten, wobei kleine Abweichungen zur individuellen Handschrift handgefertigter Teppiche gehören können.

Hamadan-Teppiche gehören damit zu einer regionalen Tradition, in der Gebrauchstauglichkeit und Musterreichtum nebeneinanderstehen. Die Teppiche wurden für unterschiedliche Räume und Bedürfnisse gefertigt, weshalb die Gruppe verschiedene Zeichnungen, Farbwirkungen und Formate umfasst. Die Verbindung aus handwerklicher Herstellung, widerstandsfähiger Wolle und einer klar erkennbaren regionalen Herkunft prägt das Verständnis dieses Teppichtyps.

Die Einordnung als Perserteppich weist auf die Herkunft aus Iran hin. Sie ist von Namen einzelner Muster oder von anderen regionalen Teppicharten zu unterscheiden. Auch Bakhtiari-Teppiche gehören zum breiteren Spektrum iranischer Teppichkunst und sind für robuste Materialien sowie eindrucksvolle, häufig naturbezogene Designs bekannt. Kerman-Teppiche wiederum werden mit feinen Knotungen und eleganten Entwürfen verbunden. Diese Nachbartraditionen zeigen die Vielfalt iranischer Knüpfkunst, ohne die Herkunft dieses Stücks zu verändern: Es ist ein Hamadan Perserteppich.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältiges Design in Blau und Rot beschrieben. Die Farbangabe benennt damit die prägende Farbwelt des Stücks, während die Bezeichnung vielfältige Designs auf die breite Formensprache der Hamadan-Tradition verweist. In der regionalen Teppichkunst finden sich sowohl streng gegliederte, geometrische Kompositionen als auch florale und pflanzenbezogene Motive. Nicht jeder Hamadan zeigt dieselbe Zeichnung; gerade die regionale Gruppe ist für unterschiedliche Musterlösungen bekannt.

Geometrische Muster arbeiten häufig mit Linien, Rauten, Medaillons, Hakenformen oder wiederholten Bordüren. Solche Elemente geben einem Teppich eine erkennbare Ordnung und teilen die Fläche in Zentrum, Umrandung und Nebenfelder. Florale Motive können dagegen mit stilisierten Blättern, Blüten oder Ranken gestaltet sein. In handgeknüpften persischen Teppichen werden Naturformen meist nicht als naturgetreue Abbildung übernommen, sondern in eine ornamentale Sprache übertragen.

Blau und Rot können innerhalb eines Teppichs unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Blau wird in der persischen Gestaltung häufig für größere Flächen, Rahmungen oder ruhige Kontraste eingesetzt, während Rot dem Muster Gewicht und Akzent geben kann. Entscheidend ist nicht die isolierte Farbe, sondern ihr Verhältnis zu den übrigen Flächen und Konturen. Durch die Wiederholung von Farbfeldern entsteht ein zusammenhängender Eindruck, auch wenn einzelne Ornamente voneinander abweichen.

Die Farbwirkung eines Teppichs hängt außerdem von der Anordnung der Motive ab. Ein ruhiger Hintergrund kann einzelne Ornamente hervorheben, während kontrastierende Bordüren den Blick zur Mitte führen. Wiederkehrende Formen schaffen Rhythmus und verbinden verschiedene Bereiche miteinander. Die Gestaltung bleibt dabei von der jeweiligen regionalen Vorlage und der Ausführung am Webstuhl abhängig.

Die Knotentechnik unterstützt die Darstellung von Mustern, weil Konturen aus vielen kleinen, nebeneinanderliegenden Farbpunkten aufgebaut werden. Größere Ornamente können klar gegliedert werden, während feinere Details durch die Dichte der Knüpfung und die Wahl der Farben entstehen. Bei regionalen Hamadan-Teppichen ist die Musterwelt nicht auf ein einziges Schema festgelegt. Das macht die Bezeichnung zu einem Hinweis auf eine Herkunfts- und Handwerkstradition, nicht zu einer Beschreibung eines standardisierten Serienmusters.

Die Gestaltung dieses Stücks verbindet somit die regionale Vielfalt der Hamadan-Teppiche mit einer Farbwirkung in Blau und Rot. Die Mustertradition kann sowohl dekorativ als auch strukturiert gelesen werden: Wiederkehrende Formen schaffen Rhythmus, Bordüren fassen die Fläche zusammen, und farbliche Gegensätze machen die Ornamentik sichtbar. Der Teppich bleibt dabei ein eigenständiges Einzelstück, weil die handwerkliche Ausführung und die konkrete Verteilung der Motive nicht maschinell vereinheitlicht sind.

Besonderheiten

Als Besonderheiten dieses Stücks sind die handgeknüpfte Herstellung, die widerstandsfähige Wolle, die angegebene Knotendichte sowie die Farbgestaltung in Blau und Rot festgehalten. Der Teppich stammt aus Hamadan im Iran und wird als gut erhalten beschrieben. Diese Angaben verbinden Herkunft, Material, Technik, Gestaltung und Erhaltungszustand zu einer klaren Beschreibung des angebotenen Einzelstücks.

Die robuste Wollqualität macht den Flor zu einem praktischen Bestandteil des Teppichs. Die sorgfältig aufgebaute Knüpfstruktur und die regionale Mustertradition stehen für eine Herstellung, bei der Material und Gestaltung zusammenwirken. Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Absaugen. Bei Bedarf kann die Oberfläche mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen.

FAQ

Wie pflege ich diesen Hamadan Perserteppich?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit sich alltäglicher Staub nicht dauerhaft im Flor sammelt. Für einzelne Verschmutzungen eignet sich ein feuchtes Tuch. Dabei sollte die Oberfläche behutsam behandelt und nicht unnötig durchnässt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, weil sie die Farbwirkung von Blau und Rot mit der Zeit beeinträchtigen kann. Die widerstandsfähige Wolle unterstützt eine alltagstaugliche Nutzung, ersetzt jedoch keine materialgerechte Pflege. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine fachgerechte Teppichreinigung sinnvoll.

Welche Größen gibt es bei Hamadan Perserteppichen?

Hamadan Perserteppiche werden in unterschiedlichen Größen gefertigt. Das Spektrum reicht von schmalen Läufern bis zu größeren Wohnteppichen, weil die regionale Produktion auf verschiedene Räume und Verwendungsbereiche ausgerichtet ist. Auch die Muster können sich an der jeweiligen Fläche verändern: Ein kleineres Format benötigt eine andere Ornamentverteilung als ein großzügiger Teppich. Dieses Einzelstück besitzt die im Angebot angegebene Größe. Allgemein lässt sich die Hamadan-Tradition deshalb nicht auf ein einziges Format beschränken.

Was macht Hamadan Perserteppiche besonders?

Ihre Besonderheit liegt in der Verbindung aus regionaler Herkunft, handgeknüpfter Verarbeitung, widerstandsfähiger Wolle und vielfältiger Mustertradition. Hamadan-Teppiche stammen aus einer produktiven Knüpfregion im Iran, zu der auch mehrere Kleinstädte und Dörfer gehören. Dadurch entstand eine große Bandbreite an geometrischen und floralen Entwürfen. Dieses Stück wird zusätzlich durch seine Farbgestaltung in Blau und Rot, die angegebene Knotendichte und den gut erhaltenen Zustand gekennzeichnet. Die regionale Tradition macht jeden Teppich zu einer eigenständigen Ausprägung persischer Handwerkskunst.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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