Perserteppich Hamadan 208 x 135 cm Wolle handgeknüpft

781$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 208 x 135 cm | Muster: vielfältiges Design

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 18E279A7 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 18E279A7

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht. Reihe für Reihe entsteht so eine textile Oberfläche, deren Muster aus der Anordnung der Knoten hervorgeht. Diese Arbeitsweise erfordert eine gleichmäßige Spannung, eine sorgfältige Führung der Fäden und eine kontrollierte Ausführung über die gesamte Breite des Teppichs. Anders als bei maschinell gefertigten Bodenbelägen entsteht ein handgeknüpfter Teppich in vielen einzelnen Arbeitsschritten. Kleine Unterschiede in der Ausführung gehören zu dieser traditionellen Technik und kennzeichnen den Charakter eines handgefertigten Stücks.

Wolle wird bei Hamadan-Teppichen wegen ihrer praktischen Eigenschaften verwendet. Sie bildet einen widerstandsfähigen Flor und fühlt sich zugleich angenehm an. Die für diesen Teppich genannte widerstandsfähige Wolle unterstützt seine Nutzung im Alltag. Der Wollflor wird außerdem als luxuriös beschrieben und sorgt für ein angenehmes Laufgefühl. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 100.000 – 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine dichte Knotung verbindet die einzelnen Fäden zu einer stabilen Oberfläche und ermöglicht eine differenzierte Darstellung von Linien, Flächen und Ornamenten.

Die handgeknüpfte Verarbeitung und der Wollflor stehen in engem Zusammenhang. Wolle gilt als langlebig und pflegeleicht, weshalb Hamadan-Teppiche auch für stärker frequentierte Bereiche geeignet sind. Diese Eigenschaft bedeutet nicht, dass ein Wollteppich ohne Pflege auskommt. Auch ein widerstandsfähiger Flor sollte regelmäßig von Staub und Schmutz befreit werden. Die traditionelle Knüpfarbeit verbindet sich hier mit einem Material, das für eine beständige Nutzung im Wohnbereich geeignet ist.

Bei der Herstellung folgt der Knüpfer dem vorgesehenen Entwurf und baut das Muster schrittweise auf. Die Oberfläche verdeckt einen Teil der Konstruktion, doch die Knüpftechnik bleibt für die Wirkung des Designs entscheidend. Eine höhere Knotendichte kann feinere Linien und kleinere Musterdetails unterstützen. Die handwerkliche Arbeit bestimmt damit nicht nur die Haltbarkeit, sondern auch, wie deutlich die Zeichnung auf der Oberfläche erscheint.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist sowohl als Stadt als auch als Mittelpunkt einer weit verzweigten Teppichregion bekannt. Der Name Hamadan bezeichnet deshalb nicht nur den Stil einer einzelnen Werkstatt. Er steht für ein Umfeld aus Städten und Teppichdörfern, in denen sich unterschiedliche handwerkliche Gewohnheiten entwickelt haben. Zu den im Zusammenhang mit Hamadan genannten Orten gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Diese Vielzahl an Herkunftsorten erklärt die große Bandbreite an Mustern und Gestaltungen, die mit Hamadan-Teppichen verbunden wird.

Die Teppichherstellung im nordwestlichen Iran ist eng mit Familien, Dorfgemeinschaften und kleinen Werkstätten verbunden. Wissen über das Vorbereiten des Grundgewebes, das Einsetzen der Knoten, die Spannung der Fäden und die abschließende Bearbeitung wird traditionell weitergegeben. Dabei besteht die Arbeit nicht nur aus der Wiederholung eines technischen Vorgangs. Ebenso wichtig sind die Auswahl und Abstimmung der Farben, die Aufteilung der Fläche und die Entscheidung, wie ein Motiv dargestellt wird. Dadurch können sich Teppiche aus verschiedenen Orten derselben Region deutlich voneinander unterscheiden.

Hamadan war über lange Zeit ein bedeutender regionaler Mittelpunkt. Teppiche aus den umliegenden Siedlungen konnten über Märkte und Handelswege in andere Teile Irans und darüber hinaus gelangen. Der Stadtname wurde dadurch zu einer Bezeichnung für eine größere Gruppe verwandter Teppiche. Zwei Hamadan-Teppiche müssen daher weder dieselbe Zeichnung noch dieselbe Komposition besitzen, um derselben regionalen Tradition zugeordnet zu werden. Die Herkunftsbezeichnung verweist auf eine zusammenhängende Teppichkultur und nicht auf eine einzige unveränderliche Vorlage.

Die iranische Knüpftradition verbindet die praktische Funktion eines Bodenbelags mit einer ausgeprägten Formensprache. Ein Teppich kann den Boden schützen und zugleich die gestalterischen Vorstellungen seiner Herstellungsregion sichtbar machen. Bei Hamadan zeigt sich diese Verbindung in der handwerklichen Fertigung, in der Verwendung widerstandsfähiger Wolle und in der Vielfalt der Muster. Die Bezeichnung Nordwestpersien beschreibt damit den kulturellen und technischen Zusammenhang aus Orten, Werkstätten und überlieferten Fertigkeiten.

Hamadan wird häufig gemeinsam mit anderen iranischen Teppichregionen betrachtet. Tabriz ist für feine Details und kunstvolle Zeichnungen bekannt, während Isfahan oft mit floralen Kompositionen und lebhaften Farben verbunden wird. Auch Qum und Kashan besitzen eigenständige handwerkliche Traditionen. Solche Vergleiche helfen, regionale Unterschiede einzuordnen. Sie verändern jedoch nicht die Herkunft dieses Stücks: Dieser Teppich wird als Hamadan-Perserteppich aus dem nordwestlichen Iran bezeichnet.

Die Geschichte der Hamadan-Teppiche ist daher eine Geschichte regionaler Vielfalt. Verschiedene Dörfer entwickelten eigene Vorlieben für Bordüren, Mittelfelder, Farben und Ornamentrhythmen. Familien und Werkstätten konnten bekannte Motive unterschiedlich interpretieren. Gerade diese Verbindung aus gemeinsamer Herkunft und lokaler Eigenständigkeit prägt die Identität der Hamadan-Teppiche. Sie erklärt, warum die Bezeichnung sowohl eine klare regionale Zuordnung als auch ein breites Spektrum an Erscheinungsformen umfasst.

Design und Muster

Das Design dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Bei Hamadan-Teppichen kann sich diese Vielfalt in einem klar gegliederten Mittelfeld, in wiederholten Ornamenten oder in einer stärker flächigen Anordnung zeigen. Manche Entwürfe arbeiten vor allem mit geometrischen Formen, andere verbinden Winkel, Rauten und Hakenformen mit stilisierten Pflanzenmotiven. Die unterschiedlichen Herstellungsorte der Region haben dazu beigetragen, dass unter dem Namen Hamadan keine einzige verbindliche Musterlösung zusammengefasst wird.

Geometrische Muster entstehen aus Linien, Winkeln, Rauten, Stufenformen und wiederkehrenden Teilmotiven. Ihre Wirkung beruht auf Ordnung, Rhythmus und der Beziehung der einzelnen Elemente zueinander. Florale Motive werden in orientalischen Teppichen meist stilisiert und nicht naturgetreu dargestellt. Blätter, Blüten und Ranken können zu klaren Ornamenten vereinfacht und mit geometrischen Formen verbunden werden. Das Spektrum reicht deshalb von streng gegliederten Zeichnungen bis zu Kompositionen, in denen florale Einzelheiten stärker hervortreten.

Eine Bordüre bildet bei vielen orientalischen Teppichen den Rahmen um das zentrale Feld. Sie trennt die innere Zeichnung vom äußeren Abschluss und verleiht wiederholten Ornamenten einen regelmäßigen Rhythmus. Im Mittelfeld können größere Formen, ein Medaillon oder ein fortlaufendes Muster angeordnet sein. Welche Lösung gewählt wird, hängt vom jeweiligen Entwurf ab. Die vielen Hamadan-Herkünfte erklären, warum Teppiche dieser Region unterschiedliche Beziehungen zwischen Mittelfeld, Bordüre und Nebenmotiven zeigen.

Auch die Farbgestaltung gehört zur Mustertradition. Hamadan-Teppiche werden oft mit warmen, erdigen Tönen wie Rot, Braun und Beige verbunden. Diese Farben können eine einladende und wohnliche Atmosphäre schaffen und sich mit verschiedenen Einrichtungsstilen kombinieren lassen. Farben erfüllen dabei nicht nur eine dekorative Aufgabe. Kontraste machen Konturen besser erkennbar, während verwandte Farbtöne benachbarte Formen miteinander verbinden. Die genaue Verteilung der Farben hängt vom jeweiligen Entwurf und seiner Ausführung ab.

Die Knotung beeinflusst ebenfalls die Lesbarkeit des Musters. Eine dichte Folge von Knoten unterstützt klarere Linien und kleinere Ornamentdetails als eine sehr grobe Struktur. Gleichzeitig bleibt die Zeichnung an den Rhythmus der Handarbeit gebunden. Ein Hamadan-Teppich erzählt daher keine einzelne wörtliche Geschichte. Seine Bildsprache entsteht durch wiederkehrende Formen, Farbbeziehungen, geometrische Ordnung und stilisierte florale Elemente. Das hier beschriebene Stück verbindet diese regionale Bildsprache mit einem ausdrücklich vielfältigen Design.

Hamadan-Muster lassen sich nicht auf eine einzige Vorlage reduzieren. Die genannten Dörfer entwickelten eigene Varianten, und innerhalb einer Region konnten Familien oder Werkstätten unterschiedliche Vorlieben zeigen. Diese Offenheit gehört zur regionalen Identität. Sie ermöglicht eine Einordnung in traditionelle Räume ebenso wie in sachlichere Wohnumgebungen. Daraus folgt jedoch keine bestimmte Einrichtung und keine konkrete Farbverteilung für dieses Stück; festgehalten ist lediglich sein vielfältiges Design und seine Zugehörigkeit zur Hamadan-Tradition.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Fertigung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und das vielfältige Design. Die Wolle wird als langlebig und pflegeleicht beschrieben. Zusammen mit der Knotendichte von 100.000 – 350.000 Knoten pro Quadratmeter entsteht eine dicht gearbeitete und belastbare Oberfläche. Dadurch eignet sich der Teppich auch für Bereiche, in denen der Boden häufiger genutzt wird. Der Wollflor ergänzt diese praktische Eigenschaft durch ein angenehmes Laufgefühl.

Die regionale Zuordnung zu Hamadan verweist auf die zahlreichen Teppichdörfer im Nordwesten Irans. Sie erklärt, weshalb die Musterwelt dieser Provenienz so breit gefächert ist. Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Absaugen. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden; scharfe Reinigungsmittel sind zu vermeiden. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre kann ebenfalls empfehlenswert sein. Aufgrund der robusten Wolle und der dichten Knotung sind Hamadan-Teppiche für Fußbodenheizungen geeignet.

FAQ

Wie pflege ich einen Hamadan-Teppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit Staub und Schmutz aus dem Wollflor entfernt werden. Bei einem Fleck wird die betroffene Stelle am besten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft. Starkes Reiben und scharfe Reinigungsmittel sollten vermieden werden. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre kann ebenfalls sinnvoll sein. Die widerstandsfähige Wolle macht den Teppich pflegeleicht, ersetzt aber keine regelmäßige und schonende Reinigung.

Welche Farben sind für Hamadan-Teppiche typisch?

Hamadan-Teppiche werden häufig in warmen, erdigen Tönen gestaltet. Besonders oft werden Rot, Braun und Beige genannt. Diese Farben können eine einladende und gemütliche Atmosphäre schaffen und lassen sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden. Die tatsächliche Farbverteilung hängt vom jeweiligen Muster und seiner Ausführung ab. Da die Hamadan-Region für eine große Vielfalt an Designs bekannt ist, gibt es keine einzige verbindliche Farbordnung für alle Teppiche dieser Herkunft.

Sind Hamadan-Teppiche für Fußbodenheizungen geeignet?

Ja. Hamadan-Teppiche sind aufgrund ihrer robusten Wolle und der dichten Knotung für Fußbodenheizungen geeignet. Die Wolle bietet eine angenehme Wärme, während die dichte Verarbeitung zur Langlebigkeit beiträgt. Der Teppich sollte fachgerecht auf dem jeweiligen Boden liegen, damit die Wärme gleichmäßig abgegeben werden kann. Seine Eignung für eine Fußbodenheizung ändert nichts daran, dass eine regelmäßige, schonende Pflege erforderlich bleibt.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen