Perserteppich Hamadan 208 x 128 cm Wolle handgeknüpft

781$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 208 x 128 cm | Muster: vielfältige Designs | Zustand: Gut

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Inventarnummer: F5692300

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so eine textile Oberfläche, deren Struktur unmittelbar aus der handwerklichen Herstellung hervorgeht. Die Wolle bildet den Flor und gibt dem Teppich seinen charakteristischen Griff.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Knotendichte beschreibt die Zahl der einzelnen Knoten, die in einer bestimmten Fläche verarbeitet werden. Sie steht in Zusammenhang mit der Festigkeit des Gewebes, der Ausarbeitung von Konturen und dem Erscheinungsbild des Flors. Bei einem handgeknüpften Teppich wird diese Dichte durch die Arbeit am Knüpfstuhl und nicht durch eine maschinelle Serienfertigung erreicht.

Wolle wird in der orientalischen Teppichherstellung traditionell häufig verwendet. Sie ist widerstandsfähig und besitzt natürliche isolierende Eigenschaften. Dadurch eignet sie sich für textile Bodenbeläge, die regelmäßig genutzt werden. Die Wollfaser kann Wärme aufnehmen und wirkt zugleich angenehm an den Füßen. Das Material verbindet damit praktische Eigenschaften mit der für handgeknüpfte Teppiche typischen Oberfläche.

Die handwerkliche Verarbeitung bringt außerdem individuelle Unterschiede hervor. Knoten, Linien und Farbübergänge können bei handgefertigten Teppichen eine eigene textile Struktur zeigen. Solche Abweichungen entstehen durch den Arbeitsprozess am Webstuhl und gehören zur Herstellung von Hand. Eine maschinell vollkommen gleichförmige Oberfläche ist nicht das Ziel dieser Technik. Bei diesem Stück stehen die Handarbeit, das widerstandsfähige Wollmaterial und die genannte Knotendichte im Mittelpunkt.

Die Herstellung eines geknüpften Teppichs umfasst mehrere Arbeitsschritte. Zunächst wird ein Grundgewebe am Knüpfstuhl gespannt. Danach werden farbige Knoten gesetzt und durch Schussfäden gesichert. Zwischen den Arbeitsreihen wird das Gewebe verdichtet. Die sichtbare Zeichnung entsteht somit nicht nachträglich auf der Oberfläche, sondern während der Fertigung. Aus der Verbindung von Grundgewebe, Knoten und Flor ergibt sich die stabile textile Konstruktion eines handgeknüpften Perserteppichs.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und gehört zu den bekannten Zentren der persischen Teppichknüpferei. Die Herkunftsbezeichnung Hamadan umfasst eine weit gefasste regionale Tradition. Sie bezieht sich auf Teppiche aus der Stadt und aus zahlreichen Orten ihrer Umgebung. Innerhalb dieser Region bestehen unterschiedliche handwerkliche und gestalterische Ausprägungen. Dieser Teppich wird als Perserteppich aus Hamadan in Nordwestpersien beschrieben.

Die Teppichproduktion der Region ist nicht auf ein einziges Muster beschränkt. Verschiedene Dörfer entwickelten eigene Formen, Farbordnungen und Ornamentkombinationen. Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel werden als Orte genannt, die für individuelle Teppichstile bekannt sind. Diese lokalen Unterschiede erklären die große Bandbreite innerhalb der Hamadan-Tradition. Ein regionaler Ursprung kann deshalb mit floralen, geometrischen oder gemischten Entwürfen verbunden sein.

Die Geschichte der persischen Teppichherstellung ist eng mit der Weitergabe handwerklicher Kenntnisse verbunden. Das Wissen über die Vorbereitung des Grundgewebes, die Auswahl und Verarbeitung der Wolle, das Setzen der Knoten und den Aufbau von Bordüren wurde über Generationen bewahrt. Auch die Gestaltung folgt überlieferten Prinzipien, wird aber von einzelnen Orten und Werkstätten unterschiedlich umgesetzt. So entsteht eine Tradition, die zugleich wiedererkennbar und vielfältig ist.

In nordwestpersischen Knüpfgebieten wurden Teppiche traditionell als Gebrauchsgegenstände und als dekorative Textilien gefertigt. Ihre Herstellung verbindet die Anforderungen des täglichen Gebrauchs mit der Entwicklung einer eigenständigen Bildsprache. Widerstandsfähige Wolle ist für diese Aufgabe besonders geeignet, da sie eine belastbare Oberfläche und natürliche Wärmeisolierung bietet. Die Materialwahl steht damit in engem Zusammenhang mit der regionalen Handwerkspraxis.

Hamadan bezeichnet nicht ausschließlich einen einzelnen Werkstattstil. Vielmehr handelt es sich um eine regionale Gruppe, zu der unterschiedliche lokale Arbeiten gehören. Manche Teppiche aus der Region wirken durch ein zentrales Medaillon geordnet, andere verteilen Ornamente über das gesamte Feld. Auch bei den Bordüren, den Nebenmotiven und der Farbwahl zeigen sich Unterschiede. Diese Offenheit gehört zum Charakter der Herkunftsbezeichnung und macht die regionale Tradition in ihrer Gesamtheit aus.

Die persische Teppichkultur entwickelte sich aus dem Zusammenspiel von Material, Technik, Gebrauch und Gestaltung. Ein Teppich ist dabei sowohl eine textile Fläche als auch eine geordnete Komposition aus Knoten, Farben und Formen. In Hamadan wurden diese Elemente an lokale Vorlieben und an die Anforderungen des Wohnens angepasst. Die handgeknüpfte Herstellung bewahrt dabei den unmittelbaren Bezug zwischen Entwurf und handwerklicher Ausführung.

Neben Hamadan sind auch Kerman und Tabriz bekannte persische Teppichregionen. Ihre Erzeugnisse besitzen eigene historische und gestalterische Traditionen, können aber einzelne Ornamentideen oder Farbstimmungen mit anderen persischen Teppichen gemeinsam haben. Nain und Isfahan werden ebenfalls für kunstvolle Designs und hochwertige Materialien geschätzt. Diese regionalen Bezüge dienen dem Verständnis der persischen Teppichkultur. Die Herkunft dieses Stücks bleibt Hamadan in Nordwestpersien.

Design und Muster

Das Design dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. In der Hamadan-Tradition kommen florale Muster ebenso vor wie geometrische Designs. Florale Kompositionen greifen Blüten, Blätter, Ranken und stilisierte Pflanzenformen auf. Geometrische Entwürfe arbeiten mit Linien, Rauten, Winkeln, Medaillons oder wiederkehrenden gegliederten Formen. Beide Gestaltungsrichtungen können einzeln oder miteinander verbunden auftreten.

Ein klassischer persischer Musteraufbau kann ein zentrales Medaillon mit ergänzenden Nebenmotiven verbinden. Das Medaillon ordnet das innere Feld, während kleinere Ornamente die Zwischenräume beleben. Bei anderen Entwürfen liegt der Schwerpunkt auf einer durchgehenden Musterung, die das gesamte Feld erfasst. Bordüren bilden häufig einen Rahmen und schaffen einen Übergang zwischen der zentralen Fläche und dem äußeren Abschluss.

Geometrische Muster beruhen auf Wiederholung, Symmetrie und klaren Konturen. Rauten, Hakenformen, abgestufte Linien und stilisierte Blüten können in regelmäßigen Abständen angeordnet werden. Dadurch entsteht ein rhythmischer Aufbau, der auch bei kleineren Ornamenten gut erkennbar bleibt. Florale Muster verwenden dagegen stärker geschwungene Linien und pflanzliche Formen. Sie können eine bewegtere oder weichere Wirkung erzeugen, ohne die handwerkliche Ordnung des Teppichs aufzugeben.

Die Farbpalette der Hamadan-Teppiche reicht von kräftigen Rot- und Blautönen bis zu sanften Erdtönen. Rot und Blau können große Flächen bestimmen, in Bordüren erscheinen oder als Akzente einzelne Ornamente hervorheben. Erdtöne schaffen eine zurückhaltendere Farbwirkung und lassen sich mit verschiedenen Einrichtungsstilen verbinden. Die jeweilige Anordnung und Gewichtung der Farben ist Teil des einzelnen Entwurfs und trägt zur Unterscheidbarkeit handgeknüpfter Teppiche bei.

Bei einem handgeknüpften Teppich wird das Muster nicht auf eine fertige Fläche gedruckt. Es entsteht aus der Folge farbiger Knoten. Jede Linie, jede Blüte und jede geometrische Kante muss in einzelne Arbeitsschritte übertragen werden. Die Knotendichte beeinflusst dabei, wie fein Konturen und Übergänge ausgearbeitet werden können. Florale Details werden durch die Anordnung von Knoten zu Blättern und Blüten, geometrische Details durch die Folge von Kanten und Winkeln gebildet.

Die Vielfalt der Hamadan-Designs umfasst traditionelle Ornamente ebenso wie stärker reduzierte oder geradlinige Kompositionen. Ein klassischer Entwurf kann die überlieferte persische Ornamentik betonen. Ein geometrischer Aufbau kann dagegen die Struktur von Linien und Flächen in den Vordergrund rücken. Die regionale Bezeichnung legt deshalb keine einzelne Bildsprache fest. Sie steht für mehrere Gestaltungsformen, die in der Region Hamadan entwickelt und weitergegeben wurden.

Die Dorftraditionen der Region tragen zusätzlich zur Musterbreite bei. Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel werden mit jeweils eigenen Stilen verbunden. Unterschiede können sich in der Größe der Ornamente, der Anordnung des Feldes, der Gestaltung der Bordüren und der Farbwirkung zeigen. Dadurch besitzt die Hamadan-Tradition eine vielseitige gestalterische Grundlage, ohne dass jeder Teppich dieselben Motive verwenden muss.

Besonderheiten

Zu den Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Herstellung, die widerstandsfähige Wolle, die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter, die Herkunft aus Hamadan in Nordwestpersien und der gute Zustand. Das Muster wird als vielfältiges Design beschrieben. Florale und geometrische Richtungen gehören zum regionalen Hintergrund, ohne dass diesem Stück ein einzelnes, nicht genanntes Motiv zugeordnet wird.

Die robuste Wolle verbindet die handwerkliche Erscheinung mit praktischer Nutzbarkeit. Ihre natürlichen Eigenschaften unterstützen die Wärmeisolierung und sorgen für eine angenehme Oberfläche. Deshalb werden Hamadan-Teppiche als für Wohnräume geeignet beschrieben. Die regionale Vielfalt erlaubt unterschiedliche Einrichtungsbezüge, während die Herkunft und die handgeknüpfte Verarbeitung die textile Identität des Teppichs bestimmen.

Aufgrund der robusten Wollmaterialien sind Hamadan-Teppiche auch für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Für die Pflege werden regelmäßiges Absaugen, der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und eine professionelle Reinigung alle paar Jahre empfohlen. Diese Maßnahmen beziehen sich auf die Wolloberfläche und die handgeknüpfte Konstruktion.

FAQ

Wie pflege ich diesen Hamadan-Perserteppich?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit Staub und lose Verschmutzungen aus der Wolloberfläche entfernt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist möglichst zu vermeiden, da eine dauerhafte starke Lichteinwirkung die Farben belastet. Zusätzlich wird eine professionelle Reinigung alle paar Jahre empfohlen. Eine fachgerechte Reinigung berücksichtigt die handgeknüpfte Konstruktion und das Wollmaterial. Bei stärkeren Verschmutzungen sollten keine ungeeigneten Haushaltsmittel verwendet werden; dafür ist eine professionelle Teppichreinigung die passende Vorgehensweise.

Was macht einen Hamadan-Teppich besonders?

Hamadan-Teppiche verbinden eine hohe Knotendichte, widerstandsfähige Materialien und vielfältige Designs. Ihre Herkunft aus Nordwestpersien steht für eine regionale Tradition, die von mehreren Dörfern und unterschiedlichen lokalen Stilen geprägt wurde. Florale Muster, geometrische Formen und verschiedene Farbrichtungen können innerhalb dieser Tradition vorkommen. Bei diesem Teppich kommen die handgeknüpfte Herstellung, die Wolle, die genannte Knotendichte, der gute Zustand und die Herkunft aus Hamadan als beschriebene Merkmale zusammen.

Sind Hamadan-Teppiche für Fußbodenheizungen geeignet?

Ja, Hamadan-Teppiche sind aufgrund ihrer robusten Wollmaterialien für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Wolle besitzt natürliche Wärmeisolierung und bleibt angenehm an den Füßen. Der Teppich kann daher als textile Bodenbedeckung in einem beheizten Raum verwendet werden. Er sollte eben liegen, und die allgemeinen Pflegeanforderungen für Wolle sollten beachtet werden. Die Eignung beruht auf dem genannten robusten Wollmaterial und verändert weder die Herkunft noch die Gestaltungstradition des Teppichs.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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