Perserteppich Hamadan 194 x 132 cm Wolle handgeknüpft

923$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 194 x 132 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Gut

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Inventarnummer: 093E8149

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und aus widerstandsfähiger Wolle gefertigt. Die Wolle bildet den Flor und ist für Teppiche dieser Art ein traditionelles Material, weil sie bei sorgfältiger Verarbeitung eine belastbare und zugleich angenehm weiche Oberfläche ergeben kann. Der Teppich besitzt eine dichte Florstruktur. Seine Knotendichte liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Dichte beschreibt die Anzahl der einzelnen Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und steht in Zusammenhang mit der Ausarbeitung des Musters sowie mit der Beschaffenheit des Flors.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht. Reihe für Reihe entsteht so die gebundene Struktur des Teppichs. Anschließend wird der Flor in Form gebracht, damit das Muster klar hervortritt und die Oberfläche gleichmäßig wirkt. Die Verarbeitung verlangt wiederholte, genaue Arbeitsschritte: Das Muster muss fortlaufend umgesetzt, die Knotenspannung beibehalten und die Florhöhe kontrolliert werden. Bei einem Hamadan-Teppich verbindet sich diese handwerkliche Methode mit der Verwendung von Wolle und einer für den Typ charakteristischen Vielfalt an Gestaltungen.

Wolle ist im traditionellen Teppichhandwerk ein vielseitiger Werkstoff. Sie lässt sich verspinnen, färben und in einen strapazierfähigen Flor verwandeln. Ihre natürliche Struktur trägt dazu bei, dass die Oberfläche nicht nur dekorativ, sondern auch für den alltäglichen Gebrauch geeignet ist. Die dichte Florstruktur dieses Teppichs unterstützt seine widerstandsfähige Beschaffenheit. Der Zustand des einzelnen Teppichs ist als gut angegeben. Damit werden Material, Verarbeitung und der beschriebene Erhaltungszustand zusammen betrachtet, ohne zusätzliche Aussagen über eine bestimmte Restaurierung oder ein bestimmtes Alter zu machen.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Hamadan im Iran und ist damit ein Perserteppich. Hamadan liegt im Nordwesten des Landes. Die Bezeichnung Hamadan verweist bei Teppichen auf ein weit gefasstes, traditionsreiches Umfeld, in dem in der Stadt und in den umliegenden Orten unterschiedliche Knüpfstile entwickelt wurden. Gerade diese regionale Vielfalt erklärt, weshalb Hamadan-Teppiche nicht durch ein einziges, eng begrenztes Musterbild bestimmt sind. Vielmehr begegnen innerhalb dieser Herkunft zahlreiche geometrische, florale und medaillonbezogene Lösungen.

Die Teppichknüpferei in der Region Hamadan ist eng mit ländlichen und örtlichen Werkstätten verbunden. In den umliegenden Dörfern wie Assadabad, Khamseh und Nahawand entstanden eigene Ausprägungen, die sich in Zeichnung, Farbwahl und Aufbau unterscheiden können. Solche regionalen Unterschiede sind ein wichtiger Teil der Hamadan-Tradition. Sie zeigen, dass die Herkunftsbezeichnung nicht nur einen Ort nennt, sondern auch ein Geflecht aus lokalen Arbeitsweisen und überlieferten Gestaltungsideen beschreibt.

Persische Teppiche werden seit Jahrhunderten als Gebrauchsgegenstände und als Träger regionaler Handwerkskultur gefertigt. Das Wissen über das Spinnen der Wolle, das Einrichten des Knüpfstuhls, das Lesen eines Musters und das Ausarbeiten des Flors wurde in vielen Familien und Werkstätten weitergegeben. In Hamadan führte diese handwerkliche Kontinuität zu einer großen Bandbreite. Ein Teppich kann eine klar gegliederte Mitte besitzen, ein durchgehendes Muster zeigen oder stärker von geometrischen Wiederholungen geprägt sein. Die Herkunft Hamadan steht deshalb für eine vielseitige regionale Teppichtradition.

Auch die Rohstoffe spielen in der regionalen Geschichte eine Rolle. Für Hamadan-Teppiche wird häufig lokale Wolle genannt, und in der traditionellen Färbepraxis kamen natürliche Farbstoffe zum Einsatz. Solche Verfahren beeinflussen die Wirkung von Farbtönen und die Verbindung zwischen Material und Gestaltung. Dabei ist zwischen der allgemeinen Tradition der Region und den Eigenschaften des einzelnen Stücks zu unterscheiden. Für diesen Teppich sind die Herkunft aus Hamadan, die iranische Zuordnung, die Wollausführung, die Handknüpfung und die große Designvielfalt festgehalten.

Hamadan steht innerhalb der persischen Teppichlandschaft neben weiteren bekannten Zentren. Kerman ist besonders mit fein ausgearbeiteten Details und eleganten Farbwirkungen verbunden, während Tabriz häufig durch große Medaillons und deutliche Farbkontraste charakterisiert wird. Qashqai-Teppiche wiederum werden mit nomadischen Knüpftraditionen, lebhaften Farben und robusten Qualitäten in Verbindung gebracht. Diese Vergleiche machen sichtbar, dass persische Teppiche aus unterschiedlichen Regionen jeweils eigene Formen der Musterentwicklung und Verarbeitung hervorbringen. Sie ändern jedoch nicht die Herkunft dieses Stücks: Es ist ein Hamadan Perserteppich aus Iran.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältiges Design beschrieben. Damit ist keine einzelne, verbindliche Komposition wie ein ausschließliches Medaillon oder ein bestimmtes Allover-Muster festgelegt. Die Hamadan-Tradition umfasst vielmehr mehrere Gestaltungssprachen. Geometrische Formen können in regelmäßigen Wiederholungen, in gegliederten Feldern oder in stärker abstrahierten Zeichnungen auftreten. Florale Motive können Blüten, Blattranken oder stilisierte Pflanzenformen aufnehmen. Die handgeknüpfte Ausführung erlaubt es, solche Elemente Knotenkante für Knotenkante in den Flor zu übertragen.

Zu den bekannten Gestaltungslösungen bei Hamadan-Teppichen gehören Medaillons und Allover-Designs. Bei einem Medaillon richtet sich die Komposition auf eine betonte Form im Zentrum oder auf eine Folge zentraler Formen. Ein Allover-Muster verteilt die Zeichnung dagegen über die Fläche, sodass kein einzelnes Zentrum die gesamte Aufmerksamkeit bestimmt. Beide Prinzipien können innerhalb der Hamadan-Tradition in unterschiedlichen geometrischen und floralen Varianten erscheinen. Die Vielfalt der Designs ist deshalb ein wesentliches Merkmal dieser Herkunft.

In der überlieferten Farbwelt werden bei Hamadan-Teppichen unter anderem Rot, Blau und Beige genannt. Diese Farbfamilien können als Grund-, Feld- oder Konturtöne eingesetzt werden. Ein roter Fond verändert die Wirkung eines Musters anders als ein blauer, während beige Bereiche Übergänge schaffen oder einzelne Formen voneinander absetzen können. Bei der Musterentwicklung geht es nicht nur um einzelne Farben, sondern auch um ihre Gewichtung, ihre Wiederholung und den Kontrast zwischen Hintergrund und Zeichnung.

Geometrische Muster beruhen häufig auf klaren Linien, Winkeln und rhythmischen Wiederholungen. Florale Muster werden in persischen Teppichen oft nicht naturgetreu, sondern stilisiert dargestellt. Dadurch können Blüten und Ranken in eine strengere Ordnung eingebunden werden. Medaillons, Bordüren und Innenfelder übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben: Sie strukturieren die Fläche, führen den Blick durch die Komposition und rahmen die zentrale oder durchgehende Zeichnung. Welche dieser Elemente bei einem einzelnen Hamadan-Teppich im Vordergrund stehen, kann variieren; die Quelle beschreibt dieses Stück ausdrücklich durch seine vielfältigen Designs.

Die Knotendichte unterstützt die differenzierte Darstellung von Mustern, ohne dass daraus ein bestimmtes Motiv für dieses Einzelstück abgeleitet werden darf. Bei handgeknüpften Teppichen wird die Zeichnung durch die Anordnung vieler einzelner Knoten aufgebaut. Eine engere Struktur kann feine Übergänge und kleinere Details ermöglichen, während größere Formen durch ihre klare Gliederung wirken. Die Bedeutung des Musters bleibt dabei mit der regionalen Tradition verbunden: Hamadan-Teppiche verbinden unterschiedliche überlieferte Motive mit einer robusten handwerklichen Ausführung.

Besonderheiten

Zu den festgehaltenen Eigenschaften dieses Einzelstücks gehören die Herkunft Hamadan im Iran, die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommen die vielfältigen Designs sowie der als gut beschriebene Zustand. Diese Angaben ordnen den Teppich sowohl handwerklich als auch regional ein. Sie zeigen ein Stück aus der iranischen Hamadan-Tradition, dessen Gestaltung nicht auf ein einziges Muster reduziert wird.

Die widerstandsfähige Wolle und die dichte Florstruktur sind Eigenschaften, die Hamadan-Teppiche für beanspruchte Wohnbereiche geeignet machen können. Im Alltag sollte ein Wollteppich dennoch regelmäßig und schonend gepflegt werden. Staub und Schmutz lassen sich durch vorsichtiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz entfernen. Bei Flecken sollte die Stelle unmittelbar mit einem feuchten Tuch abgetupft werden; eine milde Seifenlauge kann dabei verwendet werden. Für eine gründliche Reinigung wird eine professionelle Teppichreinigung empfohlen, damit die Farben geschont werden.

Die Besonderheit dieses Teppichs liegt damit in der Verbindung von Herkunft, handwerklicher Technik, Wollflor, dichter Struktur und einer breit gefassten Mustertradition. Weitere Aussagen, etwa zu Alter, Signatur, Restaurierungen oder einer bestimmten Farbverteilung dieses Stücks, sind nicht Bestandteil der Beschreibung.

FAQ

Wie reinige und pflege ich einen Hamadan-Teppich?

Staubsaugen Sie den Teppich regelmäßig vorsichtig und verwenden Sie dabei keinen Bürstenaufsatz. So können Staub und loser Schmutz entfernt werden, ohne den Wollflor unnötig zu beanspruchen. Bei einem frischen Fleck sollte die Flüssigkeit oder Verschmutzung mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann die Fasern und die Musterwirkung belasten. Eine milde Seifenlauge ist für die vorsichtige Behandlung vorgesehen. Für eine umfassende Reinigung empfiehlt sich ein professioneller Teppichreiniger, der die Eigenschaften der Wolle berücksichtigt und die Farben schont. Die Reinigung sollte insgesamt behutsam erfolgen.

Was zeichnet einen Hamadan-Teppich gegenüber anderen Perserteppichen aus?

Hamadan-Teppiche zeichnen sich vor allem durch die große Vielfalt ihrer Designs und Muster aus. Diese Gestaltungen können lokale Traditionen der Stadt, der Region und der umliegenden Dörfer widerspiegeln. Neben geometrischen Zeichnungen kommen florale Motive, Medaillons und Allover-Kompositionen vor. Als traditionelles Material wird hochwertige Wolle verwendet, die für Strapazierfähigkeit und eine angenehme Weichheit bekannt ist. Auch die Knotendichte und die in der regionalen Teppichtradition bekannte Verwendung natürlicher Farbstoffe gehören zu den Merkmalen, die Hamadan-Teppiche von anderen persischen Teppicharten unterscheiden können.

Welche Größen sind bei Hamadan-Teppichen erhältlich?

Hamadan-Teppiche werden in unterschiedlichen Größen gefertigt. Das Spektrum reicht von kleineren Läufern bis zu größeren Raumteppichen. Dadurch können Teppiche dieser Herkunft in verschiedenen Wohnsituationen eingesetzt werden, etwa im Wohn- oder Schlafzimmer. Die verfügbare Größenvielfalt ist ein allgemeines Merkmal der Hamadan-Tradition und sagt nichts über ein einzelnes Maß aus. Der hier beschriebene Teppich ist als Einzelstück mit seinen eigenen Abmessungen erfasst; für die Auswahl anderer Hamadan-Teppiche sollte daher immer das jeweilige Angebot geprüft werden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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