Perserteppich Hamadan 187 x 128 cm Wolle handgeknüpft

781$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: widerstandsfähige Wolle | Größe: 187 x 128 cm | Muster: vielfältige Designs | Zustand: gut erhalten

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Inventarnummer: F8572A10

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und aus widerstandsfähiger Wolle gefertigt. Die Verbindung von Wolle und Handarbeit gehört zu den prägenden Merkmalen persischer Teppiche. Beim Knüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Struktur eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so eine textile Oberfläche, deren Muster durch die Anordnung der Knoten aufgebaut wird. Handgeknüpfte Teppiche unterscheiden sich dadurch grundsätzlich von maschinell gefertigten Bodenbelägen: Ihre Gestaltung entsteht unmittelbar aus der Arbeit am Webstuhl und aus dem Zusammenspiel von Material, Farbe und Knüpftechnik.

Wolle wird seit Jahrhunderten für Teppiche verwendet, weil sie eine belastbare und zugleich angenehme Faser ist. Ihre natürliche Struktur verleiht dem Flor Widerstandsfähigkeit und macht ihn für die Nutzung in unterschiedlichen Wohnbereichen geeignet. Bei diesem Teppich wird die Wolle ausdrücklich als widerstandsfähiges Material beschrieben. Die Oberfläche verbindet damit textile Weichheit mit einer robusten Beschaffenheit. Die handwerkliche Fertigung und das Wollmaterial stehen gemeinsam für die traditionelle Herstellung, mit der Hamadan-Teppiche verbunden werden.

Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine Knotendichte beschreibt, wie viele einzelne Knoten in einer bestimmten Fläche verarbeitet sind. Sie ist ein technisches Merkmal, das Hinweise auf die Feinheit der Ausarbeitung und die Dichte der Oberfläche gibt. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Erscheinungsbild nicht durch einen Druck, sondern durch die vielen gesetzten Knoten. Dadurch werden Linien, Flächen und Farbwechsel in der Struktur des Teppichs verankert.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist als bedeutende Teppichregion Persiens bekannt. Die Bezeichnung Hamadan verweist dabei auf eine weit gefasste Herkunftslandschaft, in der zahlreiche Dörfer und Städte eigene textile Traditionen entwickelt haben. Teppiche aus dieser Region werden deshalb nicht durch ein einziges, vollkommen einheitliches Muster bestimmt. Vielmehr steht Hamadan für eine Gruppe von Erzeugnissen, deren gemeinsamer Bezug in der regionalen Herkunft, der handwerklichen Fertigung und der Verwendung von Wolle liegt.

Die Teppichherstellung rund um Hamadan ist eng mit der ländlichen und städtischen Kultur der Region verbunden. In vielen Orten wurden Kenntnisse über das Spinnen, Färben, Knüpfen und Gestalten von Generation zu Generation weitergegeben. Die Arbeit am Teppich war dabei nicht nur eine technische Tätigkeit. Sie war auch eine Form, regionale Bildsprache, überlieferte Ornamente und praktische Erfahrungen zu bewahren. Unterschiedliche Orte konnten eigene Vorstellungen von Proportion, Farbe und Musteraufbau entwickeln. Diese regionale Vielfalt erklärt, warum Hamadan-Teppiche in sehr unterschiedlichen Gestaltungen auftreten.

Zu den im Zusammenhang mit der Region genannten Orten gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas und Nahawand. Jeder dieser Orte wird mit eigenen Designs und Knüpftechniken in Verbindung gebracht. Solche Unterschiede können sich in der Auswahl der Farbkombinationen, in der Strenge der Geometrie oder in der Behandlung floraler Formen zeigen. Die Bezeichnung Hamadan fasst diese unterschiedlichen Traditionen zusammen, ohne die einzelnen lokalen Ausprägungen auf eine einzige Vorlage zu reduzieren.

Die Geschichte persischer Teppiche ist von regionalem Austausch geprägt. Handelswege, wandernde Handwerker und der Austausch von Mustern haben dazu beigetragen, dass Motive in verschiedenen Gegenden in jeweils eigener Form erscheinen. Dennoch bleiben lokale Vorlieben erkennbar. Hamadan-Teppiche werden häufig mit klaren geometrischen Kompositionen und lebhaften Farben verbunden. Diese Merkmale sind Teil einer regionalen Gestaltungstradition, in der ein Muster übersichtlich aufgebaut und zugleich farblich prägnant ausgeführt wird.

Auch andere bekannte persische Teppichregionen stehen in einem größeren kulturellen Zusammenhang mit Hamadan. Täbriz ist für feine Designs und eine hohe Knotendichte bekannt, während Kashan häufig mit opulenten floralen Mustern verbunden wird. Diese Herkunftsbezeichnungen stehen für eigene regionale Schulen und dürfen nicht miteinander gleichgesetzt werden. Gemeinsam ist ihnen die persische Handwerkstradition, während Hamadan durch seine breite dörfliche und städtische Vielfalt einen eigenständigen Charakter besitzt.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Damit steht nicht ein einzelnes, festgelegtes Ornament im Vordergrund, sondern die Bandbreite der Gestaltungen, die mit Hamadan-Teppichen verbunden ist. Typisch für die Region sind klare geometrische Musterungen, die aus gegliederten Flächen, Linien, Rauten, polygonalen Formen oder rhythmisch wiederholten Ornamenten aufgebaut sein können. Solche Kompositionen geben dem Teppich eine erkennbare Ordnung, ohne dass jede regionale Ausführung gleich aussehen muss.

Neben geometrischen Lösungen kommen bei Hamadan-Teppichen auch medaillonartige Entwürfe vor. Ein Medaillon kann das Zentrum einer Komposition bilden und von einem Rahmen oder kleineren Ornamenten begleitet werden. In anderen Gestaltungen wird die Fläche stärker durchgehend gegliedert. Florale Motive können dabei zwischen geometrischen Elementen erscheinen oder als eigenständige Zeichnung verwendet werden. Die Vielfalt reicht somit von streng angelegten Formen bis zu Mustern, in denen Blüten, Ranken und stilisierte Pflanzen eine weichere Wirkung erzeugen.

Farben spielen in der regionalen Teppichkunst eine wichtige Rolle. Hamadan-Teppiche werden mit lebhaften Farbkombinationen in Verbindung gebracht. Naturfarbstoffe haben in der persischen Teppilchtradition eine lange Geschichte und wurden aus pflanzlichen, mineralischen oder anderen natürlichen Quellen gewonnen. Ihre Verwendung verlangt Erfahrung, weil die Färbung der Wolle von Material, Wasser, Vorbereitung und Färbevorgang beeinflusst wird. Durch die Kombination verschiedener Farbtöne können Konturen hervorgehoben, Flächen voneinander getrennt und Muster rhythmisch gegliedert werden.

Ein weiterer Bestandteil der Gestaltung ist das Verhältnis von Innenfeld und Bordüre. Das Innenfeld trägt den Hauptentwurf, während Bordüren die Komposition einfassen und visuell zusammenhalten können. Bei geometrischen Mustern entsteht die Wirkung oft durch Wiederholung und Symmetrie. Bei floralen oder medaillonartigen Entwürfen kommt es stärker auf die Balance zwischen zentralen Formen und begleitenden Ornamenten an. Die handgeknüpfte Ausführung überträgt diese Gestaltung in eine dauerhaft aufgebaute textile Struktur.

Die unterschiedlichen Designs erklären, warum Hamadan-Teppiche in klassische ebenso wie in sachlichere, modern eingerichtete Räume eingeordnet werden können. Ein streng geometrischer Entwurf wirkt anders als eine Komposition mit floralen Details, obwohl beide derselben regionalen Tradition entstammen können. Entscheidend ist jeweils das konkrete Zusammenspiel von Zeichnung, Farbgebung und Flächenaufteilung. Bei diesem Einzelstück steht daher die im Produkt beschriebene Vielfalt der Designs im Mittelpunkt, nicht die Zuordnung zu einem einzigen Ornamenttyp.

Besonderheiten

Zu den festgehaltenen Merkmalen dieses Teppichs gehören die Herkunft aus Hamadan, die handgeknüpfte Fertigung, das widerstandsfähige Wollmaterial, die vielfältigen Designs und die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Der Teppich wird als gut erhalten beschrieben. Diese Angaben verbinden eine traditionsreiche regionale Herkunft mit einer auf Dauerhaftigkeit ausgerichteten Materialwahl und einer vielseitigen Gestaltung.

Die Bezeichnung als Hamadan-Perserteppich verweist auf Persien beziehungsweise den Iran als Herkunftsraum. Sie ist nicht mit einer Aussage gleichzusetzen, dass jedes Stück aus derselben Stadt oder nach demselben Muster stammt. Gerade die vielen Dörfer und Städte der Region haben zur Verschiedenartigkeit der Hamadan-Teppiche beigetragen. Das vorliegende Stück steht damit für die regionale Bandbreite, die durch Handarbeit, Wolle und unterschiedliche Muster sichtbar wird.

FAQ

Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich richtig?

Regelmäßiges, schonendes Absaugen hilft dabei, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Der Teppich sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig erhalten bleiben. Flecken werden am besten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft. Reiben sollte vermieden werden, weil dadurch die Verschmutzung tiefer in die Fasern gelangen oder die Oberfläche unnötig belastet werden kann. Für eine gründliche Pflege wird eine professionelle Reinigung alle paar Jahre empfohlen. Die konkrete Häufigkeit richtet sich nach der Nutzung und dem Verschmutzungsgrad.

Was ist der Unterschied zwischen Hamadan-Teppichen und Täbriz-Teppichen?

Hamadan-Teppiche werden vor allem mit geometrischen Mustern und robusten Materialien verbunden. Täbriz-Teppiche gelten dagegen häufig als feiner und detailreicher und zeigen oft florale Muster sowie eine höhere Knotendichte. Beide gehören zur persischen Teppichkunst, repräsentieren jedoch unterschiedliche regionale Stilrichtungen. Hamadan steht für die vielfältigen Traditionen zahlreicher Dörfer und Städte rund um die Herkunftsregion. Täbriz wird stärker mit einer feinen, detailorientierten Gestaltung in Verbindung gebracht. Die beiden Bezeichnungen beschreiben daher nicht dasselbe Muster, sondern verschiedene regionale Prägungen.

Sind Hamadan-Teppiche für Fußbodenheizungen geeignet?

Ja, Hamadan-Teppiche gelten aufgrund ihres Wollmaterials als für Fußbodenheizungen geeignet. Wolle isoliert Wärme und kann zugleich einen angenehmen Komfort unter den Füßen schaffen. Die Heizung sollte jedoch nicht auf zu hohe Temperaturen eingestellt werden. Eine gleichmäßige, moderate Wärme ist für den Teppich sinnvoller als starke Hitze. Zusätzlich sollte auf eine sachgerechte Verlegung und ausreichende Belüftung geachtet werden. Die Eignung bezieht sich auf die Eigenschaften des Wollmaterials; die konkreten Bedingungen des jeweiligen Heizsystems sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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