








Perserteppich Hamadan 186 x 110 cm Wolle handgeknüpft
702$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 180.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 186 x 110 cm | Muster: Traditionelles geometrisches Design | Zustand: Sehr gut erhalten
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VERSANDPARTNERInventarnummer: CA6079D9
Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus Wolle. Die Knotendichte beträgt 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Damit sind die beiden wesentlichen Merkmale seiner Ausführung klar benannt: die Herstellung von Hand und die Verwendung von Wolle im Flor. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so eine textile Fläche, deren Muster unmittelbar während des Webvorgangs aufgebaut wird. Anders als bei maschinell gefertigten Bodenbelägen ist die handgeknüpfte Ausführung an die Arbeitsweise des Knüpfers und an die überlieferte Struktur des jeweiligen Teppichtyps gebunden.
Wolle wird bei orientalischen Teppichen traditionell für den Flor verwendet, weil sie sich für das Knüpfen, Scheren und Nacharbeiten gut eignet. Eine Wolloberfläche kann Farben klar aufnehmen und bietet eine griffige, strapazierfähige Grundlage für den täglichen Gebrauch. Diese allgemeinen Eigenschaften erklären, weshalb Wolle in vielen iranischen Knüpftraditionen eine zentrale Rolle spielt. Bei diesem Stück ist als Material des Flors Wolle angegeben; Angaben zu einer gesonderten Kette oder zu weiteren Materialien liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.
Die genannte Knotendichte beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb eines Quadratmeters. Sie ist ein technisches Maß für die Feinheit der Knüpfarbeit, sagt allein jedoch nicht über die gesamte Gestaltung oder den Erhaltungszustand aus. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht das Muster durch die Anordnung der farbigen Knoten. Die Dichte, die verwendete Wolle, die Ausarbeitung der Konturen und die spätere Schur wirken dabei zusammen. Der Teppich ist sehr gut erhalten. Diese Zustandsangabe gehört ebenso zur Beschreibung der Ausführung wie die Knüpfdichte und das Material.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus dem Iran und wird als Hamadan Perserteppich bezeichnet. Hamadan liegt im westlichen Iran und ist als bedeutendes Zentrum einer weit verzweigten Teppichregion bekannt. Unter dem Namen Hamadan werden sowohl Arbeiten aus dem städtischen Umfeld als auch Erzeugnisse aus zahlreichen Orten der umliegenden Landschaft zusammengefasst. Dadurch begegnet man innerhalb der Hamadan-Tradition unterschiedlichen Formaten, Farben, Zeichnungen und Feinheiten. Gemeinsam ist ihnen die Einbindung in die iranische Knüpfkultur, in der Teppiche über Generationen hinweg als Gebrauchsgegenstände und als textile Ausdrucksform gefertigt wurden.
Die westiranische Teppichproduktion entwickelte sich in einer Umgebung, in der handwerkliches Wissen über lange Zeit mündlich und praktisch weitergegeben wurde. Muster wurden nicht ausschließlich nach einem einzigen verbindlichen Plan ausgeführt. Vielmehr arbeiteten Knüpfer mit überlieferten Vorlagen, regionalen Zeichen und persönlichen Varianten. Ein Motiv konnte dabei in einer Werkstatt anders proportioniert werden als in einem benachbarten Ort. Diese Offenheit erklärt die große Bandbreite, die mit Hamadan verbunden wird, ohne dass jeder einzelne Teppich dieselbe Zeichnung besitzen muss.
Iranische Teppiche werden häufig nach ihrer Herkunft, ihrem Herstellungsort oder der sie prägenden Region benannt. Eine solche Bezeichnung verweist auf eine gewachsene Handwerkstradition und nicht allein auf ein dekoratives Thema. Hamadan steht in diesem Zusammenhang für eine westiranische Stilwelt, in der geometrische Gliederung, klar geführte Linien und eine praktische Knüpfweise häufig eine wichtige Rolle spielen. Auch die Benennung als Perserteppich folgt hier der Herkunft aus dem Iran. Sie unterscheidet diesen Teppich von orientalischen Teppichen, die in anderen Ländern hergestellt werden.
Die Geschichte iranischer Teppiche ist eng mit der Nutzung von Wolle, der Weitergabe von Knüpftechniken und der Anpassung an regionale Lebensbedingungen verbunden. In vielen Gegenden mussten Teppiche zugleich belastbar, funktional und gestalterisch klar sein. Das führte zu einer Kultur, in der die Qualität der Handarbeit nicht von einer einheitlichen industriellen Norm, sondern von Erfahrung, Materialkenntnis und sorgfältiger Ausführung bestimmt wurde. Hamadan gehört zu jenen Namen, die diese regionale Vielfalt sichtbar machen. Die Tradition ist deshalb nicht als starres Musterbuch zu verstehen, sondern als fortlaufende Verbindung von überlieferten Formen und individuellen handwerklichen Entscheidungen.
Design und Muster
Das Stück besitzt ein traditionelles geometrisches Design. Geometrische Muster gehören zu den wichtigen Ausdrucksformen iranischer Teppiche. Sie ordnen die Fläche mit Linien, Winkeln, Rauten, Polygonen, Rosetten oder wiederholten Ornamenten. Solche Formen können ein Zentrum betonen, ein Feld rhythmisch füllen oder einen klaren Rahmen umgeben. Bei einer geometrischen Gestaltung entsteht die Wirkung nicht durch ein naturgetreues Abbild, sondern durch Proportion, Wiederholung, Achse und den Wechsel von Fläche und Linie.
In der Hamadan-Tradition werden geometrische Zeichnungen häufig so aufgebaut, dass einzelne Motive deutlich lesbar bleiben. Ein Muster kann aus einem zentralen Medaillon, aus fortlaufenden Rauten oder aus kleineren, regelmäßig gesetzten Ornamenten bestehen. Auch Bordüren tragen zur Ordnung bei: Sie fassen das Innenfeld ein und schaffen einen Übergang zwischen dem Hauptmotiv und dem äußeren Abschluss. Welche dieser Möglichkeiten in einem einzelnen Teppich verwendet wird, hängt von der jeweiligen Vorlage ab. Für dieses Stück ist als konkrete Musteraussage ein traditionelles geometrisches Design angegeben; weitere Einzelmotive oder Farbangaben werden nicht behauptet.
Geometrische Teppichmuster haben in der persischen Gestaltungsgeschichte eine lange Entwicklung durchlaufen. Sie können aus älteren ornamentalen Formen hervorgegangen sein, die vereinfacht, gespiegelt, wiederholt oder in ein neues Verhältnis gesetzt wurden. Beim Knüpfen wird die Zeichnung nicht einfach auf die fertige Oberfläche gemalt. Sie entsteht Knoten für Knoten aus der Folge der Farbpunkte. Dadurch müssen Konturen in eine textile Struktur übersetzt werden. Die Knotendichte beeinflusst, wie fein Linien und kleine Formen wiedergegeben werden können, während die grundlegende Wirkung des Musters von seiner Komposition abhängt.
Ein geometrischer Aufbau kann zugleich Strenge und Bewegung vermitteln. Wiederkehrende Formen geben dem Auge Halt, während Diagonalen, abgestufte Konturen und wechselnde Ornamentgrößen einen Rhythmus erzeugen. In iranischen Teppichen werden solche Systeme oft mit floralen Anklängen, stilisierten Blättern oder abstrahierten Ranken verbunden. Das bedeutet nicht, dass diese Elemente in diesem Teppich vorhanden sind. Es beschreibt vielmehr den größeren gestalterischen Zusammenhang, in dem traditionelle geometrische Muster gelesen werden. Die konkrete Aussage zu diesem Exemplar bleibt bei seiner überlieferten, geometrischen Gestaltung.
Die Bezeichnung Hamadan ist daher nicht mit einem einzigen Dekor gleichzusetzen. Regionale Mustertraditionen enthalten Varianten, und einzelne Knüpfer können bekannte Formen unterschiedlich ausarbeiten. Der Wert einer solchen Zeichnung liegt in der nachvollziehbaren Ordnung der Fläche, in der Beziehung von Innenfeld und Bordüre sowie in der handwerklichen Übersetzung der Vorlage. Bei diesem Teppich treffen die Herkunftsbezeichnung Hamadan, die iranische Knüpftradition und das traditionelle geometrische Design in einer handgeknüpften Ausführung zusammen.
Besonderheiten
Zu den klar benannten Eigenschaften dieses Teppichs gehören die Herkunft aus dem Iran, die Bezeichnung Hamadan, die handgeknüpfte Herstellung, der Wollflor, die Knotendichte von 180.000 Knoten pro Quadratmeter, das traditionelle geometrische Design und der sehr gut erhaltene Zustand. Diese Angaben beschreiben das Stück sachlich, ohne zusätzliche Zuschreibungen zu Material, Alter, Signatur oder Provenienz vorzunehmen.
Die Kombination aus handgeknüpfter Ausführung und geometrischer Gestaltung verweist auf eine Herstellungsweise, bei der Aufbau und Ornament unmittelbar miteinander verbunden sind. Die Wolle bildet den Flor, während die Knoten die sichtbare Zeichnung erzeugen. Der sehr gute Erhaltungszustand ergänzt diese technischen Angaben um eine Aussage zur erhaltenen Beschaffenheit des Teppichs. Weitere besondere Merkmale sind nicht angegeben.
FAQ
Was kennzeichnet einen Hamadan Perserteppich?
Ein Hamadan Perserteppich steht für eine iranische Knüpftradition aus dem westlichen Iran. Die Bezeichnung verweist auf die Region und ihren weit verzweigten Kreis von Werkstätten und Herkunftsorten. Hamadan-Teppiche können unterschiedliche Zeichnungen und Ausführungen zeigen, weil die regionale Tradition nicht auf ein einziges Muster beschränkt ist. Typisch für viele Arbeiten ist die Verbindung von handwerklicher Herstellung und klar gegliederten Ornamenten. Bei diesem Exemplar sind die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor und das traditionelle geometrische Design ausdrücklich genannt. Die konkrete Musterbeschreibung sollte dabei nicht über diese Angaben hinaus erweitert werden.
Wie wird ein handgeknüpfter Wollteppich gepflegt?
Für einen handgeknüpften Wollteppich empfiehlt sich eine regelmäßige, schonende Reinigung mit einem Staubsauger, der die Oberfläche nicht unnötig belastet. Verschüttete Flüssigkeiten und Flecken sollten möglichst rasch aufgenommen und nicht tief in den Flor eingerieben werden. Aggressive Reinigungsmittel oder eine eigenständige Nassbehandlung können Wolle und Farben beeinträchtigen; bei stärkerer Verschmutzung ist eine fachgerechte Teppichreinigung sinnvoll. Der Teppich sollte trocken und vor anhaltender Feuchtigkeit geschützt liegen. Direkte, dauerhaft einseitige Sonneneinstrahlung kann textile Farben verändern. Eine gelegentliche Veränderung der Ausrichtung unterstützt eine gleichmäßige Belastung der Oberfläche.
Warum spielt die Knotendichte eine Rolle?
Die Knotendichte gibt an, wie viele Knoten auf einem Quadratmeter geknüpft wurden. Sie hilft dabei, die Feinheit der handwerklichen Ausführung technisch einzuordnen. Eine höhere Dichte kann die Wiedergabe kleiner Konturen und differenzierter Ornamentdetails erleichtern, während gröbere Knüpfungen häufig eine stärker vereinfachte Zeichnung zeigen. Die Knotenzahl ist jedoch nur ein Merkmal unter mehreren. Material, Schur, Proportionen, Musteraufbau und Erhaltungszustand beeinflussen die Wirkung eines Teppichs ebenfalls. Bei diesem Hamadan Perserteppich beträgt die angegebene Knotendichte 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie ist gemeinsam mit dem Wollflor, der Handknüpfung und dem sehr guten Zustand zu betrachten.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |

















