Perserteppich Hamadan 174 x 107 cm Wolle handgeknüpft

604$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 174 x 107 cm | Muster: Vielfältiges Design | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: 90700407

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und aus widerstandsfähiger Wolle gefertigt. Wolle gehört zu den traditionellen Materialien der persischen Teppichherstellung. Sie lässt sich zu einem belastbaren Flor verarbeiten und ist für ihre Widerstandsfähigkeit und lange Nutzbarkeit bekannt. Als Naturfaser besitzt Wolle eine griffige, textile Oberfläche. Sie kann Wärme im Raum vermitteln und verleiht einem Teppich eine deutlich spürbare Struktur.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei der handgeknüpften Herstellung wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Danach wird die Reihe verdichtet und der Flor schrittweise aufgebaut. Dieser Vorgang unterscheidet handgeknüpfte Teppiche von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Die Oberfläche entsteht nicht durch einen industriell wiederholten Druck, sondern durch die Verbindung von Knoten, Schuss und Kette.

Die Wolle kann in unterschiedlichen Arbeitsschritten vorbereitet, versponnen und für den Flor eingesetzt werden. Beim Knüpfen kommt es auf eine gleichmäßige Spannung des Grundgewebes und auf die genaue Abfolge der Knoten an. Anschließend wird der Flor geschoren und die Oberfläche ausgearbeitet. Die handwerkliche Arbeitsweise unterstützt die textile Tiefe eines Teppichs und lässt Muster auf einer strukturierten Fläche entstehen.

Bei einem handgeknüpften Einzelstück gehören geringfügige Unterschiede in der Ausführung zur Herstellung. Sie entstehen durch die Arbeit von Hand und sind nicht mit einer standardisierten Serienproduktion gleichzusetzen. Für dieses Exemplar ist der Zustand als sehr gut angegeben. Die konkreten Merkmale des Teppichs sind damit die Verwendung widerstandsfähiger Wolle, die handgeknüpfte Technik, die genannte Knotendichte und der sehr gute Zustand.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Persiens und ist ein bedeutendes Zentrum der iranischen Teppichkultur. Die Bezeichnung Hamadan verweist auf eine Region, in der in Städten, kleineren Orten und Dörfern über lange Zeit Teppiche geknüpft wurden. Zur regionalen Textilgeschichte gehören unter anderem Assadabad, Khamseh und Nahawand. Die zahlreichen Produktionsorte haben unterschiedliche Arbeitsweisen und Gestaltungstraditionen hervorgebracht, die unter dem Namen Hamadan zusammengefasst werden.

Ein Hamadan-Teppich besitzt deshalb nicht zwingend ein einziges, fest vorgeschriebenes Muster. Die Herkunft beschreibt den regionalen Zusammenhang der Herstellung. Die konkrete Gestaltung kann von der jeweiligen Ortschaft, der Werkstatttradition und dem handwerklichen Können der Knüpferinnen und Knüpfer beeinflusst sein. In den Dörfern der Umgebung wurden Teppiche für den praktischen Gebrauch ebenso hergestellt wie Stücke mit stärker dekorativer Ausrichtung. Diese Verbindung von Alltagstauglichkeit und Ornament ist für viele nordwestpersische Teppiche kennzeichnend.

Die Teppichherstellung in der Region beruht auf Wissen, das innerhalb von Familien und lokalen Gemeinschaften weitergegeben wurde. Dazu zählen die Auswahl und Vorbereitung der Wolle, das Aufspannen des Grundgewebes, die Planung von Bordüren und Mittelfeld sowie die Ausführung einzelner Knoten. Auch die Abstimmung der Farben und die Behandlung der Oberfläche gehören zum handwerklichen Ablauf. Weil die Arbeit nicht durch ein vollständig standardisiertes Verfahren bestimmt wird, können regionale Teppiche eine große gestalterische Bandbreite zeigen.

Nordwestpersien war historisch ein Gebiet mit vielfältigen Handels- und Kulturkontakten. Städte und Dörfer standen in Verbindung mit anderen Zentren der iranischen Textilproduktion. Dadurch konnten Musterideen, technische Kenntnisse und Farbvorstellungen innerhalb der Teppichkultur weitergegeben werden. Dennoch blieb die lokale Ausführung wichtig. Ein Hamadan-Teppich verbindet daher die allgemeine persische Knüpftradition mit den Besonderheiten der Region und des jeweiligen Herstellungsortes.

Die regionale Einordnung unterscheidet Hamadan von anderen bekannten persischen Teppichzentren. Tabriz ist für feine Details und elegante Entwürfe bekannt. Isfahan wird häufig mit kunstvollen, komplex aufgebauten Mustern verbunden. Qashqai-Teppiche stammen aus einer nomadischen Knüpftradition und zeigen oft kräftige Farben und markante Ornamente. Diese Beispiele gehören zur breiten Teppichkultur Irans. Sie ändern nicht die Herkunft dieses Stücks: Dieses Exemplar ist ein Hamadan-Perserteppich aus Nordwestpersien.

Die Tradition von Hamadan erklärt, weshalb Teppiche aus dieser Region sowohl streng gegliederte als auch freier wirkende Flächen zeigen können. Handwerkliche Fertigung und regionale Überlieferung lassen Raum für unterschiedliche Bordüren, Mittelfelder und Ornamentfolgen. Die Herkunft ist somit keine Aussage über eine einzige Form, sondern über den kulturellen und technischen Rahmen, in dem die Teppiche entstehen. Bei diesem Teppich wird dieser Rahmen durch Hamadan und Nordwestpersien bezeichnet.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältiges Design beschrieben. Diese Bezeichnung passt zu der breiten Formenwelt, die mit Hamadan-Teppichen verbunden wird. Geometrische Muster können aus Rauten, Medaillons, Linien, Hakenformen oder regelmäßig wiederkehrenden Zeichen aufgebaut sein. Florale Entwürfe verwenden häufig stilisierte Blüten, Blätter und Ranken. Beide Gestaltungsrichtungen können in Bordüren, im Mittelfeld oder in kleineren Füllmotiven miteinander verbunden werden.

Eine Bordüre rahmt die Teppichfläche und schafft einen Übergang zwischen dem äußeren Rand und dem zentralen Feld. Mehrere Nebenbordüren können diesen Aufbau ergänzen. Im Mittelfeld kann ein einzelnes Medaillon dominieren oder ein wiederholtes Muster die gesamte Fläche ausfüllen. Bei dichten Ornamentfolgen werden Zwischenräume häufig mit kleineren Formen belebt. Die genaue Auswahl und Anordnung der Motive gehört jeweils zur Gestaltung des einzelnen Teppichs.

Geometrische Ornamentik beruht auf klaren Wiederholungen und einer gut lesbaren Ordnung. Rauten oder polygonale Formen können miteinander verkettet werden, während kleinere Zeichen den Rhythmus der Fläche bestimmen. Florale Motive werden in der persischen Teppichkunst oft nicht naturgetreu abgebildet. Blüten und Blätter werden vereinfacht, gespiegelt oder in regelmäßige Ornamente überführt. So entsteht eine dekorative Pflanzenwelt, die sich für die textile Umsetzung eignet.

Auch die Farbgestaltung trägt zur Wirkung eines regionalen Musters bei. Hamadan-Teppiche können erdige Töne ebenso wie lebhafte und kräftige Nuancen verwenden. Farbkontraste helfen dabei, Hauptmotive von Nebenornamenten zu trennen. Eine zurückhaltende Farbgruppe kann die Geometrie betonen, während stärkere Gegensätze einzelne Zeichen oder Bordüren hervorheben. Die regionale Tradition umfasst unterschiedliche Farbwirkungen und ist nicht auf eine einzige Palette beschränkt.

Die Knotentechnik steht in enger Verbindung mit der Darstellung des Designs. Kleine Motive und feinere Übergänge benötigen eine sorgfältige Anordnung der Knoten. Gleichzeitig bleibt die Oberfläche eines handgeknüpften Teppichs von der manuellen Arbeit geprägt. Das Muster entsteht Reihe für Reihe und erhält dadurch eine textile, nicht gedruckte Qualität. Unterschiede in der Spannung, im Farbauftrag und in der Ausführung können Teil des handwerklichen Charakters sein.

Ein vielfältiges Design lässt sich mit verschiedenen Einrichtungsstilen verbinden. Geometrische Formen können klare Möbel und moderne Linien ergänzen. Florale Ornamente können in klassisch eingerichteten Räumen aufgegriffen oder als Kontrast zu einer reduzierten Umgebung eingesetzt werden. Erdige Farben lassen sich mit Holz und anderen natürlichen Materialien kombinieren; kräftigere Nuancen können einen deutlicheren Farbakzent bilden. Diese Hinweise beschreiben die Verwendungsmöglichkeiten der Hamadan-Gestaltung. Die konkrete Musterangabe für dieses Stück lautet vielfältiges Design.

Die Mustertradition ist außerdem ein Ausdruck der regionalen Arbeitsweise. Bei einem handgeknüpften Teppich wird das Ornament nicht lediglich auf eine Oberfläche aufgebracht, sondern aus Knoten und farbigen Garnen aufgebaut. Dadurch stehen Zeichnung, Material und Struktur in einem direkten Zusammenhang. Hamadan-Teppiche können deshalb trotz ähnlicher Grundmotive unterschiedlich wirken. Die Vielfalt ergibt sich aus der Verbindung von überlieferten Formen, lokaler Interpretation und manueller Ausführung.

Besonderheiten

Die besonderen Merkmale dieses Teppichs sind die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die angegebene Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommt der als sehr gut bezeichnete Zustand. Diese Angaben verbinden ein traditionelles Herstellungsverfahren mit einem robusten Naturmaterial. Die Herkunft Hamadan ordnet das Stück außerdem der nordwestpersischen Teppichtradition zu.

Handgeknüpfte Teppiche werden nicht als vollständig identische Serienware hergestellt. Jeder Knoten wird im Arbeitsprozess platziert, und die Oberfläche entwickelt sich während des Knüpfens. Dadurch erhält jedes Stück eine eigene textile Struktur. Die vielfältige Gestaltung dieses Teppichs steht somit in Verbindung mit einer Herstellung, bei der Material, Knoten und Muster gemeinsam aufgebaut werden.

Wolle wird wegen ihrer Widerstandsfähigkeit häufig für Teppiche verwendet. Sie kann bei angemessener Pflege über lange Zeit genutzt werden. Für die Erhaltung empfiehlt sich regelmäßiges Absaugen, damit Staub und Schmutz nicht dauerhaft im Flor verbleiben. Flecken sollten vorsichtig mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Starke Chemikalien sind zu vermeiden; bei weiterem Reinigungsbedarf sollte ein spezieller Teppichreiniger verwendet werden.

FAQ

Wie pflege ich einen Hamadan-Perserteppich richtig?

Ein Hamadan-Perserteppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, um Staub und losen Schmutz aus dem Flor zu entfernen. Bei einem frischen Fleck wird die betroffene Stelle mit einem feuchten Tuch abgetupft. Kräftiges Reiben kann den Schmutz tiefer in die Wolle drücken und die Oberfläche unnötig beanspruchen. Starke Chemikalien sind nicht geeignet. Wenn eine intensivere Reinigung notwendig wird, sollte ein spezieller Teppichreiniger verwendet werden. Eine regelmäßige und schonende Pflege unterstützt die Nutzbarkeit der widerstandsfähigen Wolle und bewahrt die textile Oberfläche des handgeknüpften Teppichs.

Welche Vorteile hat ein handgeknüpfter Hamadan-Teppich?

Ein handgeknüpfter Hamadan-Teppich verbindet eine traditionelle Herstellung mit der Widerstandsfähigkeit von Wolle. Die Oberfläche wird Knoten für Knoten aufgebaut und erhält dadurch eine eigenständige Struktur. Anders als ein industriell gefertigter Bodenbelag ist jedes handgeknüpfte Stück ein Unikat. Die Hamadan-Tradition bietet außerdem eine große Vielfalt an Mustern und Farben. So verbindet ein solcher Teppich praktische Haltbarkeit mit regionaler Handwerksgeschichte und einer individuell ausgeführten Gestaltung.

Kann ein Hamadan-Teppich in modernen Wohnräumen eingesetzt werden?

Ja, Hamadan-Teppiche können mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen kombiniert werden. Geometrische Muster passen zu klaren Linien und modernen Möbeln, während florale Ornamente eine klassischere Einrichtung ergänzen können. Auch ein bewusster Kontrast ist möglich: Traditionelle Muster und kräftige Farben können in einem reduzierten Raum einen klaren Akzent setzen. Die zeitlose Formenvielfalt der Hamadan-Tradition erlaubt daher sowohl eine Einbindung in traditionelle Räume als auch eine Verwendung in zeitgenössischen Wohnumgebungen.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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