




Perserteppich Hamadan 164 x 97 cm Wolle handgeknüpft
675$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 164 x 97 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 1297DA48
Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Herstellung durch Handknüpfung gehört zu den traditionellen Verfahren der iranischen Teppichkunst. Dabei wird der Flor Knoten für Knoten aufgebaut. Die einzelnen Knoten werden in Reihen angeordnet und anschließend verdichtet, bis eine zusammenhängende textile Fläche entsteht. Das Muster wird während dieses Arbeitsprozesses unmittelbar in die Struktur des Teppichs eingearbeitet.
Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer praktischen Eigenschaften häufig verwendet. Die Faser ist widerstandsfähig und für eine regelmäßige Nutzung geeignet. Zugleich fühlt sich Wollflor angenehm an und besitzt eine natürliche isolierende Wirkung. Diese Eigenschaften machen Wolle zu einem Material, das sowohl für die Herstellung als auch für den Gebrauch von handgeknüpften Teppichen eine wichtige Rolle spielt. Bei Hamadan-Teppichen verbindet sich die Materialwahl mit einer handwerklichen Verarbeitung, die auf Beständigkeit ausgerichtet ist.
Die angegebene Knotendichte liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine Knotendichte beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche. Sie gibt einen Hinweis auf die Konstruktion und auf den Arbeitsaufwand, der in der Herstellung steckt. Eine dichtere Knotung ermöglicht grundsätzlich eine differenziertere Darstellung von Linien und Formen, während die konkrete Wirkung zusätzlich von Wolle, Farben und Musteraufbau abhängt.
Handknüpfen ist ein zeitaufwendiger Vorgang. Die Arbeit beginnt mit der Vorbereitung des Grundgerüsts, auf dem die Knoten befestigt werden. Danach werden die Knoten in fortlaufenden Reihen gesetzt, die Zwischenräume verdichtet und überstehende Fasern bearbeitet. Die Arbeitsweise verlangt Erfahrung, ein gutes Verständnis für die Vorlage und eine gleichmäßige Handführung. Anders als bei einem maschinell gefertigten Teppich entsteht die Oberfläche nicht in einem einzigen technischen Durchlauf, sondern in vielen einzelnen Arbeitsschritten.
Die handwerkliche Herstellung beeinflusst auch den Charakter der Oberfläche. Kleine Abweichungen in der Ausführung können bei handgeknüpften Teppichen vorkommen und gehören zur manuellen Arbeitsweise. Entscheidend ist die Verbindung von tragfähigem Material, dichter Knotenstruktur und sorgfältiger Ausarbeitung. Dieses Exemplar wird als sehr gut erhalten beschrieben. Damit verbindet sich die traditionelle Verarbeitung mit einem Pflege- und Erhaltungszustand, in dem die Eigenschaften des Teppichs deutlich zur Geltung kommen.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Hamadan im Nordwesten Irans. Hamadan bezeichnet die gleichnamige Stadt und zugleich eine weitläufige Teppichregion mit zahlreichen Dörfern und kleineren Produktionsorten. Diese regionale Zuordnung ist wichtig, weil Hamadan-Teppiche nicht aus einer einzigen Werkstatttradition hervorgegangen sind. Vielmehr haben verschiedene Orte eigene Formen, Muster und Arbeitsweisen entwickelt, die unter der Bezeichnung Hamadan zusammengefasst werden.
Zu den Dörfern und Orten, die mit Hamadan-Teppichen verbunden werden, gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Jeder dieser Orte ist Teil einer größeren iranischen Knüpftradition. Die jeweiligen Erzeugnisse können sich in der Anordnung ihrer Motive, in der Farbwahl und in der Ausführung unterscheiden. Die Vielfalt der Herkunftsorte erklärt deshalb, warum Hamadan-Teppiche ein breites Erscheinungsbild besitzen und nicht auf eine einzige Musterform festgelegt sind.
Die Teppichherstellung in der Region ist eng mit dörflicher Handarbeit verbunden. Wissen über Materialien, Knotentechnik und Muster wird innerhalb von Gemeinschaften weitergegeben und über lange Zeit angepasst. Die Herstellung diente dabei nicht allein der dekorativen Gestaltung. Teppiche waren auch Gebrauchsgegenstände, die im Alltag belastbar sein mussten. Aus diesem Zusammenhang erklärt sich die Bedeutung widerstandsfähiger Wolle und einer Konstruktion, die für regelmäßige Nutzung geeignet ist.
Die nordwestiranische Teppichtradition verbindet praktische Anforderungen mit einer ausgeprägten Ornamentik. Ein Teppich kann den Boden schützen, Wärme vermitteln und zugleich einen Raum gliedern. Die Muster schaffen Ordnung auf einer begrenzten Fläche und geben der handwerklichen Arbeit eine erkennbare regionale Sprache. Bei Hamadan-Teppichen zeigt sich diese Sprache in unterschiedlichen Formen, weil mehrere Dörfer und lokale Traditionen an ihrer Entwicklung beteiligt sind.
Hamadan gehört zur iranischen Perserteppichtradition, die über Jahrhunderte eine große Vielfalt an regionalen Stilen hervorgebracht hat. Andere bekannte iranische Teppichgebiete setzen jeweils eigene Schwerpunkte. Kerman ist für feine Muster und helle Farben bekannt. Teppiche aus Shiraz werden häufig mit robusten Designs und kräftigen Farben verbunden. Nain und Isfahan stehen ebenfalls für iranische Teppichkunst mit sorgfältig ausgearbeiteten Mustern. Diese Regionen bilden Vergleichspunkte innerhalb der persischen Teppichlandschaft; sie verändern nicht die Herkunft eines Teppichs aus Hamadan.
Die Einordnung als Hamadan beschreibt somit eine Verbindung aus geografischer Herkunft, überliefertem Handwerk und einer vielfältigen regionalen Gestaltung. Sie bedeutet nicht, dass jedes Stück gleich aussieht. Gerade die Verschiedenheit der Dörfer macht die Gruppe erkennbar. Muster, Farbwirkung und handwerkliche Ausführung können variieren, während die Herkunft aus dem Hamadan-Gebiet die gemeinsame Grundlage bleibt.
Auch die handgeknüpfte Herstellung ist Teil dieser Tradition. Die Arbeit verlangt Zeit, Materialkenntnis und Erfahrung. Jede Reihe baut auf der vorhergehenden auf, und die Zeichnung muss während des Knüpfens fortlaufend kontrolliert werden. So entsteht ein Teppich, in dem die regionale Gestaltung nicht nur als Bild erscheint, sondern direkt durch eine überlieferte Technik umgesetzt wird. Die Verbindung von Handarbeit und regionaler Herkunft gehört zu den zentralen Merkmalen iranischer Teppiche aus Hamadan.
Design und Muster
Hamadan-Teppiche sind für vielfältige Designs bekannt. Das Spektrum reicht von floralen Motiven über geometrische Muster bis zu traditionellen orientalischen Kompositionen. Die Herkunftsbezeichnung steht daher nicht für ein einziges festgelegtes Dekor. Sie umfasst verschiedene Mustertraditionen, die sich in den Dörfern der Region entwickelt haben. Bei diesem Teppich ist das Muster als vielfältiges Design beschrieben, ohne dass ein einzelnes Leitmotiv genannt wird.
Florale Muster greifen Formen aus der Pflanzenwelt auf. Blüten, Blätter, Ranken und stilisierte Zweige können zu rhythmischen Reihen, Medaillons oder umlaufenden Bordüren verbunden werden. Die Darstellung muss dabei nicht naturgetreu sein. In der Teppichkunst werden pflanzliche Formen häufig vereinfacht, gespiegelt oder wiederholt, damit sie sich in die begrenzte Fläche und in die Knotentechnik einfügen.
Geometrische Muster arbeiten mit Linien, Winkeln, Rauten, Hakenformen und wiederkehrenden Feldern. Sie können einen zentralen Aufbau strukturieren oder die gesamte Fläche in kleinere Bereiche gliedern. Durch Wiederholung und Symmetrie entsteht ein klarer Rhythmus. Geometrische Formen sind besonders gut geeignet, um durch einzelne Knotenreihen präzise in eine textile Fläche übertragen zu werden. Je nach regionaler Tradition können sie streng geordnet oder mit stärker stilisierten Elementen verbunden sein.
Traditionelle orientalische Designs vereinen häufig mehrere Gestaltungsmittel. Ein Mittelfeld kann von einer Bordüre eingefasst werden, während kleinere Ornamente die Zwischenräume beleben. Andere Kompositionen setzen auf eine fortlaufende Musterung, bei der sich ein Motiv über die gesamte Fläche wiederholt. Die Anordnung schafft eine visuelle Ordnung und sorgt dafür, dass der Teppich aus verschiedenen Blickrichtungen als zusammenhängende Komposition wahrgenommen wird.
Die Farbwelt der Hamadan-Teppiche ist ebenfalls vielseitig. Tiefe Rot- und Blautöne gehören zu den beschriebenen Farben. Daneben kommen sanfte Erdtöne vor, die eine zurückhaltendere Wirkung erzeugen können. Kräftige Farbtöne helfen, Hauptmotive und Rahmen voneinander abzugrenzen. Erdige Nuancen können Übergänge schaffen und eine ruhigere Gesamtwirkung unterstützen. Die Farbwahl steht dabei immer im Zusammenhang mit der Musterordnung und der Art, wie die einzelnen Flächen gegeneinander gesetzt werden.
Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Design nicht nachträglich auf einer fertigen Oberfläche. Die Zeichnung wird durch die Platzierung der Knoten aufgebaut. Farben und Formen müssen während der Arbeit miteinander abgestimmt werden. Der Knüpfer oder die Knüpferin folgt dabei einer Vorlage, einem überlieferten Muster oder einer eingeübten Komposition. Die Knotendichte, die verwendete Wolle und die Anordnung der Farbbereiche beeinflussen gemeinsam die Lesbarkeit des fertigen Musters.
Die Vielfalt der Hamadan-Designs erlaubt unterschiedliche dekorative Anwendungen. Florale Motive können sich in klassische Einrichtungen einfügen, geometrische Muster können einem Raum eine klare Struktur geben, und erdige Farben lassen sich mit verschiedenen Materialien kombinieren. Diese Möglichkeiten ergeben sich aus der regionalen Bandbreite und sind keine Aussage über ein zusätzliches, nicht genanntes Motiv dieses einzelnen Teppichs. Festgehalten ist seine Herkunft aus Hamadan und die Beschreibung als vielfältiges Design.
Die Mustertradition zeigt, wie eng regionale Geschichte und handwerkliche Technik miteinander verbunden sind. Ein Motiv wird nicht nur als dekoratives Zeichen betrachtet, sondern als Teil einer überlieferten Art, Fläche zu ordnen. Die verschiedenen Dörfer der Region haben diese Ordnung unterschiedlich interpretiert. Dadurch entsteht die für Hamadan typische Spannweite zwischen floraler Gestaltung, geometrischer Klarheit und orientalischer Ornamentik.
Besonderheiten
Zu den Merkmalen dieses Teppichs gehören die Herkunft aus Hamadan, die iranische Perserteppichtradition, die handgeknüpfte Verarbeitung und der Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter ist ebenfalls angegeben. Sie verbindet die sichtbare Oberfläche mit der handwerklichen Konstruktion. Als Zustand ist sehr gut festgehalten.
Eine weitere Besonderheit liegt in der regionalen Vielfalt, die für Hamadan-Teppiche kennzeichnend ist. Die Verbindung zahlreicher Dörfer und überlieferter Arbeitsweisen führt zu unterschiedlichen Designs und Farbkompositionen. Dieses Exemplar wird mit vielfältigen Designs beschrieben, ohne auf ein einzelnes Motiv reduziert zu werden. So stehen Herkunft, Material, Technik, Knotung und Erhaltungszustand gemeinsam für seine Einordnung.
Die Bezeichnung Hamadan verweist außerdem auf einen iranischen Teppichraum mit einer eigenständigen handwerklichen Geschichte. Sie ist nicht mit den Mustern anderer Regionen gleichzusetzen. Kerman, Shiraz, Nain und Isfahan besitzen jeweils eigene Traditionen. Die Besonderheit dieses Teppichs bleibt seine Herkunft aus Hamadan und die damit verbundene Verbindung aus widerstandsfähiger Wolle, Handknüpfung und abwechslungsreicher Gestaltung.
FAQ
Welche Pflege benötigt ein Hamadan Perserteppich?
Ein Hamadan Perserteppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit Staub und Schmutz aus dem Flor entfernt werden. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Dabei sollte man vorsichtig arbeiten und nicht stark reiben, damit die Fasern und die Farbwirkung geschont werden. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre wird empfohlen. Sie kann dazu beitragen, die Farben zu schützen und die Lebensdauer des handgeknüpften Wollteppichs zu verlängern. Für die Reinigung sollten Verfahren verwendet werden, die für Wolle und die Konstruktion handgeknüpfter Teppiche geeignet sind.
Woher stammt der Hamadan Perserteppich?
Der Hamadan Perserteppich stammt aus Hamadan im Nordwesten Irans. Hamadan bezeichnet dabei sowohl die gleichnamige Stadt als auch die umliegende Teppichregion. In diesem Gebiet gibt es zahlreiche Dörfer mit eigenen Knüpftraditionen. Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel werden als Orte genannt, die mit Hamadan-Teppichen verbunden sind. Ihre unterschiedlichen Muster und Arbeitsweisen erklären die große Vielfalt innerhalb dieser regionalen Teppichgruppe. Dieses Stück ist daher als iranischer Perserteppich aus der Hamadan-Tradition einzuordnen.
Was macht Hamadan-Teppiche besonders?
Hamadan-Teppiche verbinden eine dichte Knotung, widerstandsfähige Wolle und handgeknüpfte Verarbeitung. Ihre Designs sind vielfältig und können florale Motive, geometrische Muster oder traditionelle orientalische Kompositionen umfassen. Auch die Farbpalette reicht von tiefen Rot- und Blautönen bis zu sanften Erdtönen. Die zahlreichen Knüpforte der Region führen zu unterschiedlichen Ausprägungen und verhindern ein einheitliches Erscheinungsbild. Bei diesem Teppich kommen die Herkunft aus Hamadan, die beschriebene Wollqualität, die Handarbeit, die angegebene Knotendichte und der sehr gute Zustand zusammen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













