




Perserteppich Hamadan 163 x 80 cm Wolle handgeknüpft
559$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 163 x 80 cm | Muster: vielfältige Designs
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Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die Verarbeitung von Hand gehört zu den grundlegenden Merkmalen traditioneller Teppiche aus Hamadan. Beim Knüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Grundstruktur eingesetzt. Reihe für Reihe entsteht dadurch eine textile Fläche, deren Oberfläche aus den abgeschnittenen und anschließend ausgearbeiteten Florfäden gebildet wird.
Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk wegen ihrer praktischen Eigenschaften verwendet. Das Material ist belastbar, angenehm im Griff und eignet sich für eine Nutzung, bei der ein Teppich regelmäßig betreten wird. Die natürliche Elastizität der Wollfaser unterstützt die Widerstandsfähigkeit des Flors. Zugleich kann eine Wolloberfläche dem Raum eine warme und wohnliche Wirkung geben, ohne dass dafür ein zusätzliches Material genannt werden muss.
Die im Zusammenhang mit Hamadan genannten Teppiche weisen eine Knotendichte von etwa 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter auf. Eine solche Dichte beschreibt die Anzahl der geknüpften Einheiten innerhalb einer bestimmten Fläche und steht in Verbindung mit der Ausarbeitung der Oberfläche. Sie ist jedoch nicht allein entscheidend für die Gebrauchseigenschaften: Auch die Wollqualität, die Spannung der Grundstruktur, die Ausführung der Knoten und die sorgfältige Nacharbeit spielen im traditionellen Herstellungsprozess eine Rolle.
Handgeknüpfte Teppiche werden nach dem Knüpfen gewöhnlich ausgerichtet, geschoren und weiterbearbeitet, damit der Flor eine gleichmäßige Oberfläche erhält. Bei einem Hamadan stehen dabei die handwerkliche Herstellung und die robuste Wollausführung im Mittelpunkt. Der einzelne Teppich wird nicht wie ein maschinell reproduziertes Produkt in einem identischen Ablauf gefertigt, sondern entsteht durch die Arbeit der Knüpferinnen und Knüpfer an der Web- und Knüpfgrundlage.
Herkunft und Tradition
Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist das Zentrum einer weit verzweigten Teppichregion. Die Bezeichnung Hamadan verweist deshalb nicht nur auf eine einzelne Stadt, sondern auch auf das traditionelle Knüpfgebiet mit zahlreichen Dörfern und kleineren Produktionsorten. Diese Region ist für ihre Teppichknüpftechniken und für die große Bandbreite ihrer Muster bekannt. Der Hamadan gehört damit zur persischen Teppichtradition des iranischen Nordwestens.
Das Teppichhandwerk der Region ist eng mit den örtlichen Lebens- und Arbeitsgemeinschaften verbunden. In vielen Dörfern wurden Kenntnisse über das Spinnen, Färben, Aufspannen, Knüpfen und Ausarbeiten über Generationen weitergegeben. Die jeweiligen Arbeitsweisen konnten sich von Ort zu Ort unterscheiden. Dadurch entwickelte sich innerhalb der Region keine einzige unveränderliche Form, sondern eine Gruppe verwandter Stile, die unter dem Namen Hamadan zusammengefasst werden.
Die Stadt Hamadan und ihr Umland waren historisch ein wichtiger Raum für Handel und kulturellen Austausch. Über Wege zwischen den Dörfern, den regionalen Märkten und größeren Handelsplätzen gelangten Wolle, Farbstoffe und textile Erzeugnisse in verschiedene Richtungen. Solche Verbindungen begünstigten die Weitergabe von Motiven und Techniken. Gleichzeitig bewahrten lokale Knüpforte ihre eigenen Vorlieben bei Farben, Bordüren, Feldaufteilungen und geometrischen Zeichen.
Zu den häufig genannten Unterregionen und Stilgruppen des Hamadan-Gebiets zählen Assadabad, Khamseh und Nahawand. Diese Namen bezeichnen unterschiedliche regionale Prägungen innerhalb einer größeren Teppichlandschaft. Sie machen verständlich, weshalb Hamadan-Teppiche nicht nach einem einzigen Muster gefertigt werden. Dorftraditionen, verfügbare Materialien und überlieferte Entwürfe wirkten zusammen und führten zu einer bemerkenswerten stilistischen Vielfalt.
Persische Teppiche aus Hamadan werden in der Regel mit einem praktischen Verständnis für den Alltag verbunden. Die handwerkliche Tradition musste nicht nur dekorative, sondern auch funktionale Anforderungen erfüllen. Ein Teppich sollte den Gebrauch in Wohnräumen aushalten und zugleich eine geordnete, textile Gestaltung in den Raum bringen. Diese Verbindung von Nutzbarkeit und Ornament ist ein wichtiger Teil der regionalen Geschichte.
Hamadan steht außerdem im Austausch mit anderen bedeutenden persischen Teppichzentren. Tabriz ist für aufwendige florale Kompositionen und eine detailreiche Zeichnung bekannt. Isfahan wird häufig mit komplexen Medaillons und kalligraphisch anmutenden Elementen verbunden. Kashan ist für tief wirkende Farben und reich gegliederte Entwürfe bekannt. Diese Gebiete besitzen jeweils eigene Traditionen; ihre Nennung erklärt nicht die Herkunft dieses Teppichs, sondern ordnet Hamadan in die größere Geschichte persischer Knüpfkunst ein.
Design und Muster
Hamadan-Teppiche zeichnen sich durch eine große Auswahl an Designs aus. Innerhalb der regionalen Tradition kommen geometrische Kompositionen ebenso vor wie florale Motive. Auch medaillonartige Gestaltungen gehören zum bekannten Formenschatz. Diese Vielfalt ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der Name Hamadan unterschiedliche visuelle Ausprägungen umfassen kann, ohne dass die Verbindung zur nordwestiranischen Knüpfregion verloren geht.
Geometrische Muster beruhen auf klaren Linien, wiederkehrenden Formen und einer nachvollziehbaren Gliederung des Teppichfeldes. Rauten, Hakenformen, gestufte Konturen und stilisierte Pflanzenzeichen können in solchen Entwürfen miteinander verbunden werden. Die Formen werden nicht zwingend naturgetreu wiedergegeben. Vielmehr werden Blätter, Blüten, Zweige oder Tiere in vereinfachte Zeichen übertragen, die sich rhythmisch über das Feld oder entlang der Bordüre verteilen.
Florale Muster zeigen eine andere Seite des regionalen Formenvokabulars. Blüten und Blattranken können als einzelne Ornamente erscheinen oder zu fortlaufenden Ranken verbunden werden. In persischen Teppichentwürfen wird die Natur dabei häufig nicht als genaue Abbildung verstanden, sondern als geordnetes Ornament. Die Wiederholung und Spiegelung solcher Formen schaffen einen zusammenhängenden Aufbau, während kleine Abweichungen den handgezeichneten und handgeknüpften Charakter unterstützen.
Bei einem medaillonartigen Aufbau liegt der Blickpunkt im Zentrum des Hauptfeldes. Um dieses Zentrum können weitere Pflanzenformen, Linien oder geometrische Elemente angeordnet werden. Andere Hamadan-Entwürfe verteilen ihre Motive über das gesamte Feld und verzichten auf eine einzelne zentrale Form. Beide Grundprinzipien gehören zur regionalen Musterwelt. Die Bordüre bildet dabei häufig einen Rahmen, der Hauptfeld und Rand optisch voneinander trennt.
Die Unterregionen Assadabad, Khamseh und Nahawand tragen zur stilistischen Breite der Hamadan-Teppiche bei. Dorf für Dorf können sich typische Muster, Zeichen und Anordnungen herausbilden. Unterschiede zeigen sich beispielsweise in der Größe eines Medaillons, in der Strenge einer geometrischen Zeichnung oder in der Dichte einer floralen Füllung. Deshalb ist die Betrachtung des gesamten Aufbaus wichtiger als die Zuordnung zu einem einzelnen, isolierten Motiv.
Die überlieferte Farbwelt von Hamadan wird häufig mit erdigen Tönen und leuchtenden Akzenten beschrieben. Natürliche Farbstoffe können dabei zur Farbgebung beitragen. Farbflächen dienen nicht nur der Dekoration, sondern strukturieren auch das Verhältnis von Feld, Bordüre und Einzelmotiv. Eine dunklere Umrandung kann die Konturen hervorheben, während hellere oder kräftigere Akzente bestimmte Ornamente sichtbar machen. Welche Farben in einem einzelnen Teppich tatsächlich vorliegen, ist eine Eigenschaft des jeweiligen Stücks.
Die Mustertradition bleibt trotz ihrer Vielfalt lesbar und geordnet. Wiederholung, Symmetrie, Kontrast und die Abgrenzung durch Bordüren geben den Entwürfen ihre Struktur. Zugleich entstehen durch die Handarbeit Unterschiede in der Ausführung, die bei industriell reproduzierten Mustern nicht in gleicher Weise auftreten. So verbindet der Hamadan die klare Sprache persischer Ornamentik mit den regionalen Eigenheiten seiner Dörfer.
Besonderheiten
Die Besonderheiten dieses Teppichs liegen in seiner handgeknüpften Herstellung, dem Wollflor und der für Hamadan genannten Knotendichte. Die Wolle wird als widerstandsfähig beschrieben, weshalb Hamadan-Teppiche grundsätzlich auch für stärker genutzte Wohnbereiche geeignet sind. Ihre robuste Ausrichtung verbindet die textile Gestaltung mit einer praktischen Funktion im Alltag.
Die regionale Designvielfalt erlaubt unterschiedliche gestalterische Lösungen. Geometrische und florale Motive, medaillonartige Aufbauten sowie die Einflüsse verschiedener Dörfer gehören zum Umfeld der Hamadan-Tradition. Damit steht der Teppich für eine persische Knüpfregion, deren Erzeugnisse nicht auf ein einziges Dekorschema beschränkt sind.
FAQ
Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich richtig?
Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich vorsichtiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz, damit der Wollflor geschont wird. Verschüttete Flüssigkeiten und andere Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Starkes Reiben kann die Oberfläche unnötig belasten und sollte vermieden werden. Eine professionelle Reinigung in größeren Abständen unterstützt die sachgerechte Pflege und hilft, die Gebrauchseigenschaften der Wolle zu erhalten.
Woher kommt der Hamadan-Perserteppich?
Der Hamadan-Perserteppich stammt aus der Region Hamadan im Nordwesten Irans. Das Gebiet umfasst neben der Stadt zahlreiche Dörfer und Knüpforte mit eigenen gestalterischen Traditionen. Assadabad, Khamseh und Nahawand werden als wichtige regionale Stilgruppen genannt. Die lange Geschichte des Teppichhandwerks in dieser Landschaft erklärt die große Auswahl an Mustern und die unterschiedlichen Ausprägungen, die unter der Bezeichnung Hamadan zusammengefasst werden.
Welche Materialien werden für Hamadan-Perserteppiche verwendet?
Der Flor dieses Teppichs besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Für Hamadan-Teppiche wird vor allem Schafwolle als traditionelles Material genannt, weil sie einen angenehmen Griff mit Strapazierfähigkeit verbindet. Die Wolle kann mit natürlichen Farbstoffen gefärbt sein, wodurch eine erdige Farbwelt mit kräftigeren Akzenten entstehen kann. Über ein weiteres Material oder eine bestimmte Kette macht die Beschreibung keine Angabe; deshalb steht bei diesem Stück die Wollausführung im Vordergrund.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













