Perserteppich Hamadan 152 x 102 cm Wolle handgeknüpft

692$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 152 x 102 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: 4BE1ED01

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Hamadan ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die verwendete Wolle wird für ihre Strapazierfähigkeit und ihre Eignung für einen dichten Flor geschätzt. Beim Handknüpfen entsteht der Teppich Knoten für Knoten auf einer Grundstruktur. Dieses traditionelle Verfahren erlaubt es, Muster sorgfältig aufzubauen und unterschiedliche Formen, Linien und Farbflächen miteinander zu verbinden. Die Ausführung unterscheidet sich damit grundsätzlich von maschinell gefertigten Bodenbelägen, bei denen das Muster technisch vorgegeben und in einem industriellen Ablauf hergestellt wird.

Die Knotendichte dieses Hamadan-Teppichs liegt im angegebenen Bereich von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Gestaltung und unterstützt einen geschlossenen, belastbaren Flor. Die Wolle verbindet dabei eine angenehme Oberfläche mit einer robusten Beschaffenheit. Gerade bei handgeknüpften Teppichen ist das Zusammenspiel von Garn, Knoten und Flor entscheidend für die Wirkung des Musters. Die Faser kann Farbe aufnehmen und die Konturen der Zeichnung klar sichtbar machen.

Hamadan-Teppiche werden traditionell mit einer widerstandsfähigen Wollqualität verbunden. Wolle ist als Teppichmaterial funktional, weil sie bei angemessener Pflege ihre Struktur lange bewahren kann. Der dichte Flor trägt zu einem gleichmäßigen Erscheinungsbild bei und vermittelt unter den Füßen ein weiches, zugleich belastbares Gefühl. Bei diesem Stück wird die Materialangabe auf Wolle für den Flor ausdrücklich genannt; weitere Materialangaben werden nicht gemacht.

Die Herstellung von Hand verlangt eine Folge vieler einzelner Arbeitsschritte. Die Knüpferinnen und Knüpfer setzen die Knoten nach dem jeweiligen Muster, arbeiten die Reihen fort und gleichen die Farb- und Formverläufe während des Entstehens ab. Dadurch erhält jeder Teppich seine eigene Ausführung. Auch wenn Hamadan für wiederkehrende Musterfamilien bekannt ist, bleibt ein handgeknüpftes Einzelstück in seiner konkreten Zeichnung unverwechselbar. Die traditionelle Verarbeitung bildet daher die Verbindung zwischen praktischer Nutzung und dekorativer Gestaltung.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Hamadan im Nordwesten Irans. Hamadan ist zugleich der Name einer bedeutenden Stadt und einer weitläufigen Teppichregion. In der Umgebung liegen zahlreiche Dörfer und Knüpfzentren, deren Arbeiten zur textilen Geschichte der Region beitragen. Dazu gehören Assadabad, Khamseh und Maslaghan sowie weitere Orte. Die Bezeichnung Hamadan verweist deshalb auf eine gewachsene regionale Tradition, in der unterschiedliche lokale Ausprägungen nebeneinander bestehen.

Die Teppichherstellung in Hamadan ist eng mit dem dörflichen und handwerklichen Leben verbunden. Über Generationen wurden Kenntnisse über das Spinnen, Färben, Knüpfen und Nachbearbeiten von Textilien weitergegeben. Das Muster entsteht nicht losgelöst von dieser Umgebung, sondern steht in Beziehung zu den verfügbaren Materialien, den überlieferten Entwürfen und den Erfahrungen der jeweiligen Werkstatt oder Familie. Regionale Teppiche sind deshalb nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch Zeugnisse einer Handwerkskultur, die eng mit der Identität des westiranischen Raums verbunden ist.

Hamadan liegt in einer Region, in der verschiedene Einflüsse der persischen Teppichkunst zusammentreffen. Neben städtisch geprägten Entwürfen bestehen dörfliche und nomadisch beeinflusste Formen. Diese Vielfalt erklärt, warum Hamadan-Teppiche nicht auf eine einzige Zeichnung oder eine feste Farbfolge reduziert werden können. Die einzelnen Herkunftsorte entwickeln eigene Vorlieben bei der Anordnung von Ornamenten, bei der Stärke der Linien und bei der Gewichtung von Medaillons, Ranken oder geometrischen Feldern.

Die Weitergabe des Wissens erfolgt in der traditionellen Teppichherstellung vor allem praktisch. Muster werden aus vorhandenen Vorlagen übernommen, angepasst oder innerhalb einer Familie weiterentwickelt. Die handwerkliche Erfahrung zeigt sich dabei in der regelmäßigen Knotenarbeit, in der Ausarbeitung der Konturen und in der Abstimmung von Flor und Farbe. Solche Prozesse machen verständlich, weshalb ein Hamadan-Teppich zugleich Teil einer regionalen Tradition und ein eigenständiges Einzelstück sein kann.

Die Herkunft aus Hamadan ordnet den Teppich der persischen Teppichkunst zu. Persische Teppiche werden weltweit für ihre Verbindung aus handwerklicher Herstellung, regionaler Mustertradition und funktionaler Materialwahl geschätzt. Bei Hamadan steht dabei besonders die Breite der regionalen Produktion im Vordergrund. Unterschiedliche Dörfer und Werkstätten bringen Teppiche hervor, die in ihrer Gestaltung variieren und dennoch durch die gemeinsame Herkunft miteinander verbunden sind. Die Region bildet somit keinen einheitlichen Stil im engen Sinn, sondern ein Netz aus verwandten handwerklichen Ausdrucksformen.

Auch andere Teppicharten aus dem weiteren regionalen Umfeld stehen in Beziehung zu dieser Tradition. Gabbeh-Teppiche sind für einfache, moderne Zeichnungen und kräftige Farben bekannt. Der Dorfteppich von Bijar wird mit einer robusten Bauweise und eigenständigen Mustern verbunden. Bidjar- und Senneh-Teppiche aus Kurdistan sind für kunstvolle Muster und die Verwendung von Naturfarben bekannt. Diese Beispiele ersetzen nicht die Herkunft dieses Stücks, zeigen aber die Vielfalt der Teppichkultur, in deren geografischem Umfeld Hamadan steht.

Design und Muster

Die Muster dieses Hamadan-Teppichs werden als vielfältige Designs beschrieben. Eine einzelne Motivbezeichnung oder ein bestimmtes Zentralmuster ist nicht angegeben. Deshalb steht bei diesem Stück die allgemeine gestalterische Vielfalt der Hamadan-Tradition im Vordergrund. Typische Hamadan-Entwürfe können geometrische Formen, florale Arrangements und traditionelle persische Motive miteinander verbinden. Je nach Herkunftsort und Werkstatt kann das Muster streng gegliedert, kleinteilig aufgebaut oder stärker von freien Linien geprägt sein.

Geometrische Formen geben einem Teppich eine klare Ordnung. Rauten, Haken, gestufte Linien und wiederholte Bordüren können Flächen begrenzen oder den Blick zu einem Mittelpunkt führen. In dörflichen Teppichen werden solche Elemente oft in einer direkten, gut lesbaren Weise angeordnet. Florale Motive bringen dagegen geschwungene Linien und eine organische Bewegung in die Komposition. Blätter, Blüten und Ranken können als einzelne Ornamente erscheinen oder eine fortlaufende Struktur bilden. Diese Beschreibung gehört zur Mustertradition der Region und legt nicht fest, welches einzelne Motiv auf diesem Exemplar an jeder Stelle zu sehen ist.

Traditionelle persische Muster arbeiten häufig mit einem Zusammenspiel aus Innenfeld und Bordüre. Das Innenfeld trägt die Hauptzeichnung, während Randzonen die Komposition fassen und visuell abschließen. Bei Hamadan kann diese Ordnung unterschiedlich ausgeführt werden. Manche Entwürfe betonen ein zentrales Medaillon, andere verteilen Ornamente über die gesamte Fläche. Wiederholungen schaffen Rhythmus, während kleinere Abweichungen und handwerkliche Eigenheiten die Zeichnung lebendig halten. Die Vielfalt der Designs ist daher ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Identität.

In der überlieferten Hamadan-Palette finden sich lebendige Farben wie Rot, Blau und Gelb. Rot kann Flächen wärmer und markanter wirken lassen, Blau bringt einen kühleren Kontrast ein, und Gelb setzt Akzente innerhalb von Ornamenten oder Bordüren. Die Wirkung entsteht nicht nur durch einzelne Farbtöne, sondern durch ihr Verhältnis zueinander. Dunklere Konturen können Motive voneinander trennen, während hellere Partien die Muster hervorheben. Welche Farben auf diesem Einzelstück im Detail dominieren, wird in der Beschreibung nicht näher festgelegt; genannt werden die vielfältigen Designs der Hamadan-Tradition.

Die Muster erzählen im kulturellen Sinn von der Umgebung, aus der sie hervorgegangen sind. Ornament, Farbe und Anordnung sind Teil einer Bildsprache, die über lange Zeit weitergegeben und verändert wurde. Ein Teppich muss dabei keine konkrete Geschichte im wörtlichen Sinn darstellen. Vielmehr bewahren wiederkehrende Formen Erinnerungen an regionale Sehgewohnheiten, handwerkliche Vorbilder und die ästhetischen Entscheidungen der Knüpfenden. Die Kombination aus dekorativer Wirkung und praktischer Nutzung ist ein Kennzeichen persischer Teppiche.

Die handgeknüpfte Ausführung unterstützt die differenzierte Wirkung der Zeichnung. Jeder Knoten trägt zu einer Linie, einer Fläche oder einem Farbübergang bei. Mit zunehmender Dichte können Konturen feiner erscheinen und kleinere Ornamente genauer ausgebildet werden. Zugleich bleibt die Gestaltung von der jeweiligen Handarbeit geprägt. Bei einem Hamadan-Teppich treffen somit überlieferte Musterideen, regionale Vielfalt und die individuelle Ausführung des Knüpfens zusammen.

Besonderheiten

Der Teppich befindet sich in einem sehr guten Zustand. Seine widerstandsfähige Wolle, der dichte Flor und die handgeknüpfte Verarbeitung werden mit einer guten Alltagstauglichkeit verbunden. Hamadan-Teppiche gelten durch ihre Hartwolle als schmutzabweisend und können bei regelmäßiger Pflege über viele Jahre in hervorragendem Zustand bleiben. Für die Pflege wird regelmäßiges Absaugen empfohlen. Bei Bedarf kann die Oberfläche mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen.

Die robuste Materialwahl macht einen Hamadan-Teppich auch für Haushalte mit Kindern oder Haustieren praktisch. Diese Aussage beschreibt die Gebrauchseigenschaften, ersetzt jedoch keine auf die jeweilige Situation abgestimmte Pflege. Regelmäßige, schonende Reinigung unterstützt den Erhalt von Flor und Farben. Wie bei handgeknüpften Textilien üblich, sollte die Behandlung an Material und Verschmutzung angepasst werden.

Hamadan-Teppiche werden außerdem als kostengünstigere Alternative zu anderen traditionellen Perserteppichen beschrieben, ohne dass damit ein Verzicht auf Qualität oder Gestaltung verbunden sein muss. Dieses Stück verbindet die regionale Herkunft aus Hamadan mit einer widerstandsfähigen Wollausführung, einer vielfältigen Mustertradition und handwerklicher Herstellung. Die Beschreibung nennt keine Signatur, kein bestimmtes Alter und keine zusätzlichen Angaben zu einer Werkstatt oder einem einzelnen Knüpfer.

FAQ

Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden. Bei Bedarf kann die Oberfläche mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, damit die Farben nicht ausbleichen. Eine regelmäßige und schonende Pflege hilft dabei, die widerstandsfähige Wolle, den dichten Flor und den sehr guten Zustand des handgeknüpften Teppichs möglichst lange zu erhalten. Bei stärkeren Verschmutzungen sollte die Reinigung auf die Eigenschaften eines Wollteppichs abgestimmt werden.

Woher stammen die Materialien für Hamadan-Perserteppiche?

Hamadan-Perserteppiche werden vor allem mit Materialien aus der Region verbunden. Die Wolle wird lokal gewonnen und zeichnet sich durch ihre Qualität und Strapazierfähigkeit aus. Bei diesem Teppich ist widerstandsfähige Wolle als Material für den Flor angegeben. Die Faser trägt zur robusten Beschaffenheit und zum dichten Flor bei, der für die praktische Nutzung und die Wirkung der Muster eine wichtige Rolle spielt.

Welche Größen sind für Hamadan-Perserteppiche erhältlich?

Hamadan-Perserteppiche gibt es in verschiedenen Größen. Das Spektrum reicht von kleinen Läufern bis zu großen Teppichen für Wohnräume. Dadurch kann die regionale Teppichart in unterschiedlichen Raumsituationen eingesetzt werden. Dieses Einzelstück ist in seiner konkreten Größe ausgewiesen; weitere Größenangaben betreffen die allgemeine Auswahl an Hamadan-Teppichen und nicht dieses Exemplar.

Zusätzliche Informationen
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