Perserteppich Hamadan 148 x 68 cm Wolle handgeknüpft

530$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: ca. 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 148 x 68 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Sehr gut erhalten

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Inventarnummer: EFF09D28

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus der Region Hamadan ist handgeknüpft und besteht im Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die Wolle verbindet eine angenehme textile Oberfläche mit einer robusten Beschaffenheit. Dadurch eignet sie sich traditionell gut für Teppiche, die im Alltag genutzt werden und dabei ihre Form und ihren Charakter bewahren sollen. Die natürliche Struktur der Wolle nimmt Farben gut auf und unterstützt die klare Wirkung unterschiedlicher Muster.

Beim Handknüpfen entsteht ein Teppich nicht auf einmal, sondern Knoten für Knoten. Die einzelnen Arbeitsschritte verlangen Aufmerksamkeit, gleichmäßige Spannung und Erfahrung im Umgang mit Garn, Farben und Musteraufbau. Bei Hamadan-Teppichen gehört diese handwerkliche Arbeitsweise zur regionalen Tradition. Der vorliegende Teppich weist eine Knotendichte von etwa einhunderttausend bis dreihundertfünfzigtausend Knoten pro Quadratmeter auf. Seine Verarbeitung ist damit Teil jener handwerklichen Eigenschaften, die Hamadan-Teppiche kennzeichnen.

Wolle ist zugleich ein traditionelles und praktisches Teppichmaterial. Sie fühlt sich weich an, bleibt aber belastbar und kann bei sorgfältiger Pflege über lange Zeit genutzt werden. Die handgeknüpfte Struktur verleiht dem Teppich seine textile Geschlossenheit. Dieser Hamadan-Teppich ist sehr gut erhalten. Angaben zu einer Baumwollkette, zu einer Signatur oder zu weiteren Materialien liegen nicht vor.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und gehört zu den historisch bedeutenden Teppichregionen des Landes. Die Bezeichnung Hamadan steht dabei nicht nur für eine einzelne Stadt, sondern auch für ein weitläufiges Umfeld mit zahlreichen Dörfern und unterschiedlichen Webtraditionen. In dieser Region wurden über lange Zeit Teppiche mit jeweils eigenen Vorstellungen von Farbe, Ornament und Komposition gefertigt. Die Vielfalt der Erzeugnisse ist deshalb ein wesentliches Merkmal der Herkunft.

Zum Herkunftsgebiet werden unter anderem Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel gezählt. Jedes dieser Dörfer entwickelte besondere Ausprägungen. Unterschiede können sich in der Auswahl der Farben, in der Behandlung geometrischer Formen und in der Anordnung floraler Elemente zeigen. So lässt sich ein Hamadan-Teppich als Teil einer vielseitigen regionalen Kultur verstehen, in der lokale Traditionen nebeneinander bestehen.

Die iranische Teppichkunst verbindet handwerkliche Überlieferung mit einer großen Bandbreite an regionalen Handschriften. In Hamadan werden Muster nicht auf eine einzige Form reduziert. Stattdessen finden sich sowohl streng gegliederte geometrische Entwürfe als auch weichere florale Darstellungen. Diese Offenheit erklärt, warum Teppiche aus der Region sehr unterschiedlich erscheinen können und dennoch unter dem Namen Hamadan zusammengefasst werden.

Die Herstellung im ländlichen Umfeld war traditionell eng mit vorhandenen Materialien, überlieferten Vorlagen und den Fähigkeiten der jeweiligen Knüpfer verbunden. Wolle spielte dabei eine wichtige Rolle, weil sie verfügbar, widerstandsfähig und für die Handarbeit gut geeignet ist. Die Farbgebung wurde häufig durch natürliche Farbstoffe aus Pflanzen und Mineralien geprägt. Solche Färbungen können einem Teppich eine lebendige, nicht völlig uniforme Wirkung geben und die Unterschiede zwischen einzelnen regionalen Werkstätten sichtbar machen.

Hamadan-Teppiche stehen außerdem im Zusammenhang mit einer größeren iranischen Teppichlandschaft. Gabbeh-Teppiche aus der weiteren Region werden oft mit einfacheren, rustikalen Mustern und lebhaften Farben verbunden. Tabriz-Teppiche sind für detailreiche Ausarbeitung und die Verwendung feiner Wolle bekannt. Nain und Isfahan werden wiederum mit aufwendigen Ornamenten und floralen Kompositionen in Verbindung gebracht. Diese Teppicharten sind eigenständige Traditionen; ihre Erwähnung beschreibt den regionalen Zusammenhang, nicht die Herkunft dieses Hamadan-Teppichs.

Design und Muster

Die Muster dieses Hamadan-Teppichs werden als vielfältige Designs beschrieben. Das ist typisch für die regionale Bandbreite, denn Hamadan steht nicht für ein einziges festgelegtes Muster. Geometrische Formen können einem Entwurf Ordnung und Rhythmus geben, während florale Motive weichere Übergänge und eine stärker ornamentale Wirkung erzeugen. Je nach Vorlage können beide Stilrichtungen miteinander verbunden werden.

Ein wichtiges Merkmal hamadanischer Teppiche ist der Wechsel zwischen symmetrischen und asymmetrischen Musteraufbauten. Symmetrische Kompositionen beruhen auf Wiederholung, Spiegelung oder einer klaren Mittelachse. Asymmetrische Entwürfe verteilen ihre Formen freier und lassen einzelne Motive stärker hervortreten. Beide Prinzipien gehören zur regionalen Gestaltung und können einem Teppich eine jeweils andere visuelle Ordnung verleihen.

Geometrische Muster werden häufig aus Rauten, Hakenformen, Linien und gestuften Konturen entwickelt. Sie können ein Feld strukturieren, eine Bordüre betonen oder als wiederkehrendes Motiv über die Fläche geführt werden. Florale Muster arbeiten dagegen mit Blüten, Blättern und rankenartigen Formen. In der iranischen Teppichkunst werden solche Motive nicht ausschließlich naturgetreu wiedergegeben, sondern oft vereinfacht, rhythmisiert und in eine textile Ordnung übersetzt.

Auch kräftige Farben gehören zur überlieferten Wirkung vieler Hamadan-Teppiche. Die regionale Tradition nutzt Farbtöne, die durch natürliche Farbstoffe aus Pflanzen und Mineralien entstehen können. Das Verfahren der Färbung beeinflusst, wie tief, warm oder nuanciert eine Farbe erscheint. Im Zusammenspiel mit Wolle entsteht dadurch eine Oberfläche, auf der Muster nicht nur über Linien, sondern auch über Farbkontraste lesbar werden. Die kräftige Farbigkeit ist ein allgemeines Merkmal regionaler Teppichgestaltung und keine zusätzliche Farbangabe zu diesem einzelnen Stück.

Ein Teppichmuster besteht meist aus mehreren Ebenen. Ein Innenfeld kann die Hauptzeichnung aufnehmen, während eine Bordüre den Übergang zum Rand gestaltet. Wiederholte Elemente schaffen Rhythmus; einzelne Abweichungen können die handwerkliche Entstehung sichtbar machen. Bei vielfältigen Hamadan-Designs reicht die Bandbreite von zurückhaltend geordneten Flächen bis zu dicht belegten, ornamentalen Kompositionen. Der vorliegende Teppich wird in der Beschreibung ohne ein einzelnes Leitmotiv oder eine bestimmte Bordürenform geführt. Festgehalten ist seine Zugehörigkeit zur Hamadan-Tradition und die Vielfalt seiner Designs.

Die Gestaltung macht Hamadan-Teppiche in unterschiedlichen Einrichtungskontexten einsetzbar. Geometrische Entwürfe können mit modernen, klaren Möbeln korrespondieren, während florale und stärker ornamentale Muster eine klassischere Raumwirkung unterstützen. Diese Einordnung bezieht sich auf die allgemeine Gestaltungstradition. Sie ersetzt keine Aussage über ein konkretes Wohnambiente und macht keine zusätzliche Behauptung über den Einsatz dieses Teppichs.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören seine Herkunft aus der Region Hamadan, die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle und die als vielfältig beschriebene Musterung. Der Teppich ist sehr gut erhalten. Hamadan-Teppiche verbinden traditionell robuste Materialien mit einer breiten Auswahl an geometrischen und floralen Gestaltungsmöglichkeiten.

Für die Pflege eines Wollteppichs empfiehlt sich regelmäßiges, schonendes Absaugen. Bei Bedarf kann eine Verschmutzung mit einem feuchten Tuch vorsichtig behandelt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst nicht verblassen. Eine sachgerechte, zurückhaltende Pflege unterstützt den Erhalt der Wolle und der handgeknüpften Oberfläche.

FAQ

Was macht einen Hamadan-Teppich besonders?

Hamadan-Teppiche zeichnen sich durch die Verbindung von handwerklicher Knüpftradition, widerstandsfähiger Wolle und einer großen Muster- und Farbvielfalt aus. Je nach regionaler Herkunft können geometrische oder florale Motive, symmetrische oder asymmetrische Anordnungen und kräftige Farbtöne miteinander verbunden werden. Beim hier beschriebenen Teppich kommen die Herkunft aus der Region Hamadan, die handgeknüpfte Verarbeitung, der Wollflor und die vielfältigen Designs zusammen. Seine Knotendichte liegt bei etwa einhunderttausend bis dreihundertfünfzigtausend Knoten pro Quadratmeter.

Wie pflege ich meinen Hamadan-Teppich richtig?

Der Teppich sollte regelmäßig und vorsichtig abgesaugt werden, damit Staub und lose Verschmutzungen entfernt werden, ohne die Wolloberfläche unnötig zu belasten. Bei einer punktuellen Verschmutzung kann ein feuchtes Tuch verwendet werden. Starkes Reiben und eine durchnässende Behandlung sind zu vermeiden. Direkte Sonneneinstrahlung kann Farben mit der Zeit verblassen lassen und sollte deshalb möglichst vermieden werden. Für eine umfassende Reinigung ist eine auf Teppiche spezialisierte Fachpflege sinnvoll.

Woher stammen die Materialien für Hamadan-Teppiche?

Hamadan-Teppiche werden hauptsächlich aus hochwertiger Schafswolle gefertigt, die in der Region gewonnen wird. Wolle ist für die traditionelle Teppicharbeit geeignet, weil sie weich und zugleich strapazierfähig ist. Die Farben entstehen häufig aus natürlichen Farbstoffen, die aus Pflanzen und Mineralien gewonnen werden. Je nach lokaler Tradition können die Auswahl der Wolle, die Färbung und die Gestaltung unterschiedlich ausfallen. Für dieses Stück ist widerstandsfähige Wolle als Material des Flors angegeben.

Zusätzliche Informationen
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