




Perserteppich Hamadan 147 x 85 cm Wolle handgeknüpft
684$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 147 x 85 cm | Muster: vielfältige Designs | Zustand: gut erhalten
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 1F1CDDEF
Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus widerstandsfähiger Wolle. Die verwendete Wolle verbindet eine weiche Haptik mit einer robusten Beschaffenheit. Dadurch eignet sie sich für einen Teppich, der im Alltag genutzt werden kann und zugleich die charakteristische Oberfläche eines handgefertigten Stücks bewahrt. Die Wolle ist ein traditionelles Material der persischen Teppichherstellung. Ihre natürlichen Fasern lassen sich in unterschiedlichen Graden spinnen, färben und verarbeiten, sodass je nach Knüpfung eine mehr oder weniger kompakte, ruhige oder strukturierte Oberfläche entsteht.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingearbeitet. Reihe für Reihe wächst daraus die geschlossene Teppichfläche. Anschließend werden die Schlingen geschnitten und durch weitere Arbeitsschritte in eine gleichmäßige Florhöhe gebracht. Diese Herstellung unterscheidet handgeknüpfte Teppiche von maschinell gefertigten Produkten: Kleine Abweichungen in der Oberfläche oder im Verlauf des Musters gehören zur manuellen Arbeit und machen die Ausführung jedes einzelnen Stücks eigenständig.
Die im Angebot genannte Knotendichte liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und gibt damit einen Hinweis auf die Feinheit der Ausführung. Sie ist nicht allein für die Qualität eines Teppichs ausschlaggebend. Ebenso wichtig sind die Beschaffenheit der Wolle, die Gleichmäßigkeit der Knüpfung, die Ausarbeitung des Musters und die sorgfältige Verarbeitung der gesamten Teppichfläche.
Wolle wird bei traditionell gefertigten Teppichen auch wegen ihrer praktischen Eigenschaften eingesetzt. Die Faser kann Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben, ohne sich dabei sofort kalt anzufühlen. Ihre Oberfläche ist außerdem weniger glatt als die vieler synthetischer Fasern, wodurch ein natürlicher Griff entsteht. Bei einer handgeknüpften Ausführung verbindet sich dieser Materialcharakter mit einer Herstellung, die auf Dauerhaftigkeit und eine klar erkennbare textile Struktur ausgerichtet ist.
Herkunft und Tradition
Hamadan liegt im Nordwesten Persiens, im heutigen Iran, und ist Namensgeber einer bedeutenden Teppichregion. Teppiche aus Hamadan werden im regionalen Zusammenhang der persischen Knüpfkunst eingeordnet. Die Stadt und ihr weiteres Umfeld entwickelten sich zu einem wichtigen Zentrum für die Herstellung handgeknüpfter Teppiche. Dabei entstand nicht nur ein einheitlicher Stil, sondern eine Vielzahl an Ausführungen, die von den jeweiligen Werkstätten, Dörfern und Familien geprägt wurden.
Die Teppichherstellung in der Region ist eng mit der lokalen Lebens- und Handwerkskultur verbunden. Wolle war als Material verfügbar und konnte in den Haushalten oder in kleineren Werkstätten für die Herstellung von Teppichen vorbereitet werden. Spinnen, Färben, Aufspannen der Kette, Knüpfen, Scheren und Nacharbeiten erfordern jeweils eigene Kenntnisse. Dieses Wissen wurde über Generationen weitergegeben und an regionale Gewohnheiten angepasst. Deshalb kann der Begriff Hamadan verschiedene Muster und Ausführungen umfassen, ohne dass jeder Teppich gleich gestaltet sein muss.
Persische Teppiche werden häufig nach ihrem Herstellungsort oder nach der Region ihrer handwerklichen Tradition benannt. Die Bezeichnung Hamadan verweist deshalb auf die Herkunftsregion und den kulturellen Rahmen der Knüpfung. Sie beschreibt nicht automatisch ein einziges verbindliches Muster. In der Region wurden sowohl Teppiche mit klar gegliederten geometrischen Feldern als auch Stücke mit stärker pflanzlich geprägten Ornamenten gefertigt. Die Vielfalt der überlieferten Formen gehört zu den kennzeichnenden Merkmalen der Hamadan-Tradition.
Nordwestpersien besitzt eine lange Geschichte als Übergangsraum zwischen unterschiedlichen kulturellen, wirtschaftlichen und handwerklichen Einflüssen. Solche Verbindungen zeigen sich auch in der Teppichkunst. Musterideen, Bordüren und Farbkombinationen konnten zwischen Orten und Werkstätten weitergegeben und jeweils neu interpretiert werden. Gleichzeitig blieben regionale Vorlieben bei der Wahl der Wolle, bei der Dichte der Knüpfung und bei der Anordnung der Ornamente sichtbar. Ein Hamadan-Teppich steht damit sowohl für eine konkrete Herkunftsbezeichnung als auch für eine breit gefächerte regionale Produktion.
Die handwerkliche Teppichherstellung hatte in vielen persischen Regionen neben ihrer dekorativen Funktion auch eine praktische Bedeutung. Teppiche dienten als textile Ausstattung von Wohnräumen und mussten den Anforderungen des täglichen Lebens entsprechen. Daraus erklärt sich die anhaltende Bedeutung widerstandsfähiger Wolle und einer stabilen Knüpfung. Zugleich bot die Teppichfläche Raum für die Weitergabe von Formen, Farben und Symbolen. Geometrische Linien, Pflanzenmotive und wiederkehrende Bordüren konnten so über lange Zeiträume Bestandteil der regionalen Gestaltungssprache bleiben.
Hamadan-Teppiche werden häufig im Zusammenhang mit anderen persischen Regionaltraditionen betrachtet. Tabriz und Isfahan sind ebenfalls für ihre eigene Teppichproduktion bekannt, unterscheiden sich jedoch in den jeweils typischen Entwürfen und Werkstatttraditionen. Khamseh-Teppiche aus der weiteren Region werden mit bunten, lebendigen Designs und hochwertiger Wolle verbunden. Bakhtiari-Teppiche sind für die Verwendung beeindruckender Landschaftsmotive bekannt. Diese Vergleiche zeigen die Vielfalt persischer Teppiche, ersetzen aber nicht die Herkunftsbezeichnung Hamadan dieses Stücks.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältiges Design beschrieben. Diese Angabe weist auf die breite gestalterische Tradition der Hamadan-Teppiche hin, ohne dem einzelnen Stück ein nicht genanntes Einzelmotiv zuzuschreiben. In der regionalen Produktion kommen geometrische Muster ebenso vor wie florale Motive. Die Gestaltung kann aus einem zentralen Feld mit Bordüren bestehen, eine rhythmische Wiederholung kleiner Ornamente zeigen oder mehrere klar abgegrenzte Bereiche miteinander verbinden.
Geometrische Hamadan-Muster arbeiten häufig mit geraden Linien, Winkeln, Rauten, Hakenformen und stilisierten Pflanzenzeichen. Solche Elemente können regelmäßig angeordnet oder bewusst leicht variiert werden. Die Geometrie verleiht einem Teppich eine gut erkennbare Struktur und macht die Gliederung der Fläche auch aus größerer Entfernung lesbar. Bei floralen Entwürfen werden Blätter, Blüten, Ranken und Rosetten in vereinfachter oder stärker ornamentaler Form eingesetzt. Die regionale Musterwelt umfasst dabei sowohl zurückhaltende Wiederholungen als auch deutlich kontrastierende Kompositionen.
Bordüren bilden einen wichtigen Bestandteil vieler persischer Teppichentwürfe. Sie rahmen das zentrale Feld und schaffen einen Übergang zwischen dem Muster und dem äußeren Abschluss. Eine Hauptbordüre kann von schmaleren Nebenbordüren begleitet werden. Wiederkehrende Ornamente sorgen dabei für Rhythmus, während unterschiedliche Linienbreiten die Hierarchie der Muster bestimmen. Auch wenn die konkrete Bordürenfolge dieses Teppichs nicht näher bezeichnet ist, gehört die Verbindung von Innenfeld und Randgestaltung zum allgemeinen Formenvokabular regionaler Teppiche.
Die überlieferte Farbwelt von Hamadan-Teppichen kann kräftige Töne wie tiefes Rot, Blau und Gold umfassen. Diese Farben werden in persischen Teppichen verwendet, um Flächen zu ordnen, Ornamente hervorzuheben und Kontraste zwischen Feld und Bordüre herzustellen. Je nach Färbung, Material und Alter kann derselbe Farbton unterschiedlich wirken. Das Zusammenspiel von Farbe und Muster ist deshalb nicht von der Zeichnung zu trennen. Es beeinflusst, ob ein Entwurf eher ruhig gegliedert, lebhaft kontrastiert oder besonders ornamental erscheint.
Florale und geometrische Motive stehen in der persischen Teppichkunst nicht für strikt getrennte Welten. Eine geometrisch aufgebaute Komposition kann stilisierte Blüten oder Blätter enthalten, während ein florales Muster durch symmetrische Wiederholungen klar geordnet wird. Diese Verbindung erlaubt es den Weberinnen und Webern, überlieferte Formen mit den Möglichkeiten der jeweiligen Werkstatt zu verbinden. Die Vielfalt der Hamadan-Designs liegt daher auch darin, dass ähnliche Grundideen in unterschiedlichen Proportionen, Farben und Detaillösungen umgesetzt werden können.
Die Muster entstehen während des Knüpfens nicht als aufgedruckte Oberfläche, sondern werden Knoten für Knoten aufgebaut. Ein Entwurf kann dabei als Vorlage, als überlieferte Musterfolge oder als Orientierung für die Anordnung der Motive dienen. Die handwerkliche Ausführung beeinflusst den Charakter der Linien und die Präzision der Übergänge. Kleine Unterschiede in einzelnen Ornamenten sind bei handgeknüpften Teppichen mit der manuellen Entstehung verbunden und gehören zur individuellen Ausführung des jeweiligen Stücks.
Besonderheiten
Zu den angegebenen Eigenschaften dieses Teppichs gehören seine handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle, die Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter, die vielfältigen Designs und der gut erhaltene Zustand. Die robuste Wollqualität wird mit einer weichen und zugleich strapazierfähigen Beschaffenheit verbunden. Dadurch passt das Material zur regionalen Tradition und zu einer Nutzung, bei der die textile Oberfläche im Mittelpunkt steht.
Hamadan-Teppiche werden außerdem für ihre Pflegeleichtigkeit beschrieben. Wolle kann Schmutz an der Oberfläche zurückhalten und lässt sich bei sachgemäßer Behandlung reinigen. Für die regelmäßige Pflege eignet sich vorsichtiges Absaugen. Bei einzelnen Verschmutzungen kann ein weiches, leicht feuchtes Tuch verwendet werden. Starke Chemikalien sollten vermieden werden. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung über längere Zeit kann die Farbausprägung von Textilien beeinflussen und sollte deshalb vermieden werden.
Die handgeknüpfte Herstellung verleiht dem Teppich eine individuelle textile Struktur. Kein maschineller Produktionsablauf ersetzt dabei die einzelnen Arbeitsschritte des Knüpfens und Nacharbeitens. Die Materialien werden als atmungsaktiv beschrieben und können zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Der Teppich verbindet damit regionale Handwerkstradition, widerstandsfähige Wolle und eine vielseitige Gestaltung.
FAQ
Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich?
Regelmäßiges vorsichtiges Absaugen entfernt losen Staub und hält die Oberfläche sauber. Für eine gelegentliche Reinigung kann ein weiches, leicht feuchtes Tuch verwendet werden. Starke Chemikalien sollten nicht zum Einsatz kommen. Der Teppich sollte außerdem nicht über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Bei stärkeren oder besonderen Verschmutzungen ist eine schonende, fachgerechte Reinigung sinnvoll, damit Wolle, Farben und handgeknüpfte Struktur nicht unnötig belastet werden.
Was macht Hamadan-Teppiche besonders?
Hamadan-Teppiche verbinden eine hohe Knotendichte mit widerstandsfähiger Wolle und einer großen Vielfalt an Designs. Sie werden handgeknüpft und stehen damit in der Tradition der regionalen persischen Teppichherstellung. Geometrische und florale Gestaltungsideen gehören zu den möglichen Ausdrucksformen dieser Region. Jedes Stück besitzt durch die manuelle Arbeit eine eigene Ausführung. Die Verbindung von regionaler Tradition, robuster Materialwahl und unterschiedlichen Musterwelten macht Hamadan-Teppiche zu einer eigenständigen Gruppe innerhalb der persischen Teppichkunst.
Woher stammen die Materialien für Hamadan-Teppiche?
Die Materialien für Hamadan-Teppiche stammen in der Regel aus der Region selbst. Für den Flor wird Wolle von Schafen verwendet, die in der Umgebung gezüchtet werden. Die regionale Verfügbarkeit der Wolle gehört zur traditionellen Grundlage der Herstellung und unterstützt die Verbindung von Material und Herkunft. Die Wolle wird für ihre widerstandsfähige Beschaffenheit und ihre weiche Haptik geschätzt. In der handwerklichen Verarbeitung entsteht daraus die textile Oberfläche, die für persische Wollteppiche charakteristisch ist.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













