







Perserteppich Hamadan 143 x 68 cm Wolle handgeknüpft
559$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 143 x 68 cm | Muster: Vielfältige Designs in Blau und Rot | Zustand: Gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 7811EEE6
Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Verwendung von Wolle gehört zu den prägenden Merkmalen vieler Teppiche aus der Region Hamadan. Das Material verbindet eine weiche Haptik mit einer robusten Beschaffenheit und eignet sich deshalb für Teppiche, die im Wohnbereich regelmäßig genutzt werden. Die Wolle bildet den Flor und verleiht der Oberfläche ihre natürliche Struktur.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Gewebe eingebracht. Anschließend wird die Reihe verdichtet und der Flor durch Scheren auf eine gleichmäßige Höhe gebracht. Dieses Verfahren unterscheidet den handgeknüpften Teppich von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Kleine Abweichungen in Zeichnung, Farbverlauf oder Oberfläche gehören zur handwerklichen Herstellung und sind Ausdruck des einzelnen Knüpfvorgangs.
Die im Angebot angegebene Knotendichte liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine höhere Dichte ermöglicht grundsätzlich eine differenziertere Ausarbeitung kleiner Formen, während die Strapazierfähigkeit auch von der Wollqualität, der Knüpftechnik und der Nutzung abhängt. Bei diesem Exemplar wird der Zustand als gut angegeben. Die widerstandsfähige Wolle ist für eine regelmäßige Pflege mit einem geeigneten Staubsauger zugänglich.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Iran, aus der Region Hamadan im Nordwesten des Landes. Hamadan bezeichnet sowohl die bekannte Stadt als auch ein weitläufiges Teppichgebiet mit zahlreichen ländlichen und städtischen Knüpfzentren. In den Orten rund um Hamadan entwickelten sich unterschiedliche Ausprägungen, die sich durch eigene Muster, Farbzusammenstellungen und handwerkliche Arbeitsweisen unterscheiden können. Dadurch steht der Name Hamadan nicht für nur eine einzige Zeichnung, sondern für eine vielfältige regionale Teppichtradition.
Zu den im Zusammenhang mit dieser Region genannten Knüpforten gehören Assadabad, Khamseh und Tuyserkan. In solchen Städten und Dörfern wurde die Herstellung über Generationen weitergegeben. Das Wissen umfasst die Auswahl und Vorbereitung der Wolle, den Aufbau des Knüpfgrundes, die Abstimmung der Farben sowie das Ausarbeiten wiederkehrender Ornamente. Die regionale Produktion verbindet daher praktische Gebrauchseigenschaften mit einer eigenständigen dekorativen Sprache.
Hamadan-Teppiche werden traditionell aus Wolle gearbeitet. Wolle war in den Dörfern und Städten der Region ein verfügbares und vielseitig verwendbares Material. Sie lässt sich spinnen, färben und zu einem belastbaren Flor verarbeiten. Ihre natürliche Widerstandsfähigkeit erklärt, weshalb viele Teppiche aus Hamadan für Wohnräume und stärker genutzte Bereiche geeignet sind. Zugleich nimmt Wolle Farbstoffe gut auf und kann klare Kontraste zwischen dunklen und hellen Partien hervorbringen.
Die Teppichkultur von Hamadan ist von einer großen Zahl an Knüpftechniken und regionalen Varianten geprägt. Ein Teppich kann deshalb eine eher geradlinige Dorfzeichnung, eine stärker gegliederte Medaillonkomposition oder eine kleinteiligere florale Gestaltung zeigen. Gemeinsamer Bezugspunkt bleibt die Herkunft aus dem iranischen Hamadan-Gebiet. Die Herstellung ist nicht als vollständig einheitliches Schema zu verstehen, sondern als ein Netzwerk verschiedener Werkstätten und überlieferter Gestaltungstraditionen.
Im weiteren Umfeld iranischer Teppiche werden auch Gabbeh und Isfahan häufig als eigenständige Typen genannt. Gabbeh-Teppiche sind für schlichte, ausdrucksstarke Muster bekannt und werden oft mit nomadischen Stämmen verbunden. Isfahan-Teppiche zeichnen sich dagegen durch feine Details und filigrane Muster aus; bei manchen Exemplaren wird Seide als ergänzendes Material eingesetzt. Diese Bezeichnungen stehen für andere iranische Traditionen und ersetzen nicht die Herkunftsangabe Hamadan dieses Teppichs.
Auch Qom, im Teppichhandel häufig unter der Bezeichnung Ghom oder Qom bekannt, ist für luxuriöse Seidenteppiche berühmt. Im Vergleich dazu werden Hamadan-Teppiche vor allem mit robuster Wolle und vielseitiger Verwendbarkeit verbunden. Die unterschiedlichen regionalen Traditionen können in einer Einrichtung nebeneinander bestehen, weil sie jeweils andere Materialwirkungen, Musterordnungen und Oberflächen hervorbringen.
Design und Muster
Das Muster dieses Hamadan-Teppichs wird als vielfältige Gestaltung in Blau und Rot beschrieben. Damit ist eine farblich markante Kombination genannt, nicht jedoch ein einzelnes, festgelegtes Muster. Die Hamadan-Tradition umfasst geometrische Formen ebenso wie florale Motive. Je nach Knüpfort und Vorlage können Linien, Rauten, Hakenformen, Blüten, Blätter oder wiederkehrende Bordüren unterschiedlich angeordnet sein.
Geometrische Kompositionen beruhen häufig auf klaren Achsen, wiederholten Ornamenten und rhythmischen Abständen. Sie können dem Teppich eine übersichtliche, strukturierte Wirkung geben. Florale Muster arbeiten dagegen mit stilisierten Blüten, Ranken und Blättern. In iranischen Dorf- und Stadteppichen werden solche Pflanzenformen meist nicht als naturgetreue Abbildung ausgeführt, sondern in eine textile Ornamentik übertragen. So entsteht ein Muster, das aus der Ferne geschlossen und aus der Nähe detailreich erscheinen kann.
Blau und Rot gehören zu den ausdrucksstarken Farben, die bei Hamadan-Teppichen häufig mit erdigen Tönen verbunden werden. Dunklere blaue Partien können Flächen gliedern und einen ruhigen Grund bilden, während Rot einzelne Ornamente, Felder oder Bordüren hervorheben kann. Erdige Nuancen schaffen Übergänge zwischen den kräftigeren Farben. Die genaue Wirkung hängt von der jeweiligen Färbung, der Wolle, der Knüpfstruktur und dem Verhältnis von Grund- und Musterflächen ab.
Viele Hamadan-Teppiche folgen einer Gliederung aus Innenfeld und Bordüre. Das Innenfeld kann ein zentrales Ornament, eine Reihung von Medaillons oder eine fortlaufende Musterung aufnehmen. Die Bordüren fassen die Komposition zusammen und geben den Randzonen eine eigene Ordnung. Andere regionale Varianten arbeiten mit stärker verstreuten Einzelmotiven oder mit einer durchgehenden geometrischen Struktur. Die Vielfalt der Designs ist deshalb ein wesentliches Merkmal der Herkunft.
Ein Muster in dieser Tradition ist nicht nur dekorative Füllung. Die wiederkehrenden Zeichen entstehen aus überlieferten Vorlagen, aus regionalen Sehgewohnheiten und aus dem praktischen Wissen der Knüpferinnen und Knüpfer. Einzelne Symbole können in unterschiedlichen Werkstätten verschieden interpretiert werden. Deshalb lässt sich aus dem bloßen Vorhandensein eines geometrischen oder floralen Motivs keine zusätzliche Herkunft ableiten. Entscheidend bleibt die Verbindung von Gestaltung, handwerklicher Ausführung und regionaler Tradition.
Die blau-rote Farbgebung erlaubt eine Einordnung in klassische wie auch zeitgemäße Wohnumgebungen, ohne dass daraus ein bestimmter Einrichtungsstil für dieses Exemplar folgt. Ein Teppich kann im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flur eingesetzt werden. Die Auswahl des Platzes richtet sich nach der vorhandenen Raumordnung, der Beanspruchung und dem gewünschten Verhältnis von Teppichfläche und Mobiliar. Sein Muster kann dabei als farblicher Akzent oder als verbindendes Element zwischen verschiedenen Farbtönen dienen.
Besonderheiten
Zu den konkreten Merkmalen dieses Stücks gehören die Herkunft aus der Region Hamadan im Iran, die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus widerstandsfähiger Wolle, die blau-rote Gestaltung und der als gut angegebene Zustand. Die Knotendichte ist mit einem Bereich von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Diese Angaben beschreiben das einzelne Angebot und werden durch keine zusätzliche Provenienz oder Signatur ergänzt.
Die Pflege eines Wollteppichs beginnt mit regelmäßigem, schonendem Absaugen. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig bleiben. Bei einer Verschmutzung empfiehlt sich eine rasche Behandlung mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel. Starkes Reiben kann die Florstruktur beeinflussen; bei größeren oder hartnäckigen Flecken ist eine fachgerechte Teppichreinigung sinnvoll.
FAQ
Wie pflege ich einen Hamadan-Teppich?
Regelmäßiges Absaugen entfernt losen Staub und erhält die Oberfläche sauber. Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden, weil sie Farben ausbleichen kann. Frische Flecken werden vorsichtig mit einem feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel behandelt. Dabei sollte nicht stark gerieben werden. Für eine gründliche Reinigung oder bei hartnäckigen Verschmutzungen ist eine auf Wollteppiche abgestimmte Fachreinigung die geeignete Lösung.
Sind Hamadan-Teppiche für Allergiker geeignet?
Hamadan-Teppiche aus reiner Wolle werden als hypoallergen beschrieben und können für Allergiker geeignet sein. Wolle hält Staub und Allergene grundsätzlich weniger leicht fest als synthetische Materialien. Entscheidend bleibt eine regelmäßige Reinigung, da sich Partikel bei jedem textilen Bodenbelag in der Umgebung ansammeln können. Eine individuelle Allergie sollte unabhängig vom Teppichtyp berücksichtigt werden.
Wo kann ein Hamadan-Teppich eingesetzt werden?
Hamadan-Teppiche sind vielseitig einsetzbar. Sie können im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flur liegen und sich dort in unterschiedliche Raumkonzepte einfügen. Die robuste Wolle eignet sich auch für Bereiche mit regelmäßiger Nutzung. Bei der Platzierung sollten Raumgröße, Laufwege und die vorhandene Einrichtung berücksichtigt werden. Die blau-rote Farbgebung kann dabei als farblicher Schwerpunkt oder als Verbindung zu bereits vorhandenen Farbtönen dienen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Form | |
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