Perserteppich Hamadan 136 x 70 cm Wolle handgeknüpft

657$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000-350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 136 x 70 cm | Muster: Vielfältige Designs in Blau und Rot | Zustand: Sehr gut erhalten

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Inventarnummer: D184C147

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Wolle ist ein traditionelles Material der iranischen Teppichherstellung und verbindet eine belastbare Oberfläche mit einer natürlichen, textilen Struktur. Ihre Verwendung macht den Teppich für eine regelmäßige Nutzung geeignet, ohne dass die handwerkliche Wirkung der Knüpfarbeit verloren geht.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht es, Muster sorgfältig in der Fläche anzulegen und farbliche Übergänge kontrolliert auszuführen. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht jedes einzelne Gestaltungselement im Zusammenspiel von Knoten, Schuss und Flor. Dadurch erhält die Oberfläche ihre charakteristische Struktur.

Handknüpfen ist ein mehrstufiges Verfahren. Die Knoten werden Reihe für Reihe in das Grundgewebe eingebracht, anschließend wird der Flor verdichtet und bearbeitet. Die verwendete Wolle wird dabei nicht nur als funktionaler Werkstoff eingesetzt, sondern prägt auch den Griff und die Erscheinung des fertigen Teppichs. Bei diesem Stück verbinden sich die handgeknüpfte Ausführung und die widerstandsfähige Wolle zu einer sachlich klar erkennbaren traditionellen Machart.

Die Verarbeitung ist auf eine lange Nutzung ausgerichtet. Pflegehinweise für Hamadan-Teppiche umfassen regelmäßiges Staubsaugen und gelegentliche professionelle Reinigungen. Diese Maßnahmen helfen dabei, Farben und Struktur zu bewahren. Der Teppich ist sehr gut erhalten, sodass seine handwerkliche Ausführung und die Gestaltung deutlich zur Geltung kommen.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten des Iran und ist das Zentrum einer bedeutenden Teppichregion. Hamadan wird im Handel und in der Teppichkunde als Sammelbezeichnung für zahlreiche Knüpfarbeiten aus der Stadt und ihrem weiteren Umfeld verwendet. Die Region zählt zu den produktiven Teppichknüpfgebieten des Iran. Ihre Tradition ist deshalb nicht auf ein einziges, unveränderliches Muster beschränkt, sondern umfasst eine große Bandbreite an regionalen Ausprägungen.

Zum Herkunftsbereich, der unter Hamadan zusammengefasst wird, gehören neben der Stadt Hamadan auch Assadabad, Khamseh, Hosseinabad, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Die Erzeugnisse dieser Orte werden häufig unter dem Oberbegriff Hamadan angeboten. Diese Handelsbezeichnung verweist auf den regionalen Zusammenhang, in dem unterschiedliche Dörfer und Städte ihre jeweils eigenen handwerklichen Gewohnheiten entwickelt haben.

Die Landschaft und die gewachsene Arbeitsteilung des Nordwestiran haben die Teppichkultur der Region geprägt. In vielen Orten wurde das Knüpfen über Generationen weitergegeben. Dabei konnten sich eigene Vorlieben für Farben, Bordüren, Feldaufteilungen und Motive herausbilden. Ein Hamadan-Teppich steht daher für eine regionale Tradition, ohne dass jedes Stück dieselbe Komposition oder dieselbe Farbfolge besitzen muss.

Die Einordnung als Perserteppich bezeichnet hier die iranische Herkunft. Iranische Teppiche werden in unterschiedlichen Städten und Dörfern gefertigt und unter regionalen Namen gehandelt. Hamadan gehört zu den bekannten Bezeichnungen dieser Teppichlandschaft. Der Name verbindet die Herkunftsregion mit einer vielseitigen Knüpftradition, in der handwerkliche Fertigung und lokale Gestaltung eng miteinander verbunden sind.

Die technische Ausführung der Hamadan-Teppiche wurde durch die Bedürfnisse der jeweiligen Knüpforte beeinflusst. Wolle war in der Region ein naheliegender und bewährter Werkstoff. Ihre Widerstandsfähigkeit unterstützt die praktische Verwendung der Teppiche, während die Handarbeit den individuellen Charakter jedes einzelnen Stücks bestimmt. Die regionale Tradition ist somit sowohl durch das Material als auch durch die Art der Herstellung erkennbar.

Hamadan-Teppiche werden häufig mit anderen iranischen Teppichtraditionen verglichen. Ghom ist für opulente Gestaltungen und hohe Knotendichten bekannt, Tabriz für aufwendige und kunstvolle Muster. Bakhtiari-Teppiche werden wegen kräftiger Farben und traditioneller Motive geschätzt. Nain und Isfahan gelten ebenfalls als renommierte Herkunftsbezeichnungen mit eigener Formsprache und Verarbeitungstradition. Diese Vergleiche zeigen die Vielfalt der iranischen Teppichkultur, ändern jedoch nichts an der Einordnung dieses Stücks als Hamadan aus dem Nordwestiran.

Design und Muster

Die Gestaltung dieses Teppichs wird durch vielfältige Designs in Blau und Rot bestimmt. Diese beiden Farbbereiche gehören zu den markanten Möglichkeiten innerhalb der Hamadan-Tradition. Blau kann in einem Teppich Ruhe und Tiefe erzeugen, während Rot dem Feld oder den Bordüren eine deutlich wahrnehmbare farbliche Präsenz gibt. Je nach Anordnung können beide Farben ineinander übergehen oder in klar abgegrenzten Bereichen erscheinen.

Hamadan-Teppiche sind für ihre Vielfalt an Mustern und Farben bekannt. Zu den regional verbreiteten Gestaltungsmöglichkeiten gehören florale Entwürfe, geometrische Formen und traditionelle Motive. Florale Elemente können als einzelne Blüten, Ranken oder stilisierte Pflanzen erscheinen. Geometrische Formen beruhen dagegen auf Linien, Winkeln, Rauten oder wiederholten Einheiten. Traditionelle Motive greifen überlieferte Bildzeichen und Kompositionsweisen auf.

Eine Teppichkomposition wird meist aus einem zentralen Feld und umlaufenden Bordüren aufgebaut. Diese allgemeine Struktur erlaubt es, Motive zu ordnen und einen klaren Übergang zwischen Mitte und Rand zu schaffen. In regionalen Knüpftraditionen können Bordüren aus wiederholten Formen bestehen, während das Innenfeld größere florale oder geometrische Einheiten aufnimmt. Bei Hamadan ist gerade die Fähigkeit zur Variation ein wichtiger Teil der gestalterischen Identität.

Die Muster werden nicht wie ein gedrucktes Bild auf die Oberfläche aufgebracht. Sie entstehen während des Knüpfens aus der Abfolge farbiger Knoten. Deshalb hängt die Wirkung eines Motivs von der Dichte, der Anordnung und dem Verhältnis der Farben zueinander ab. Kleine Veränderungen in der Knotensetzung können die Kontur eines Symbols, einer Blüte oder einer geometrischen Form beeinflussen. Das handwerkliche Verfahren verbindet den Entwurf mit der Struktur des Teppichs.

Blau und Rot können in der iranischen Teppichgestaltung sowohl als dominante Flächenfarben als auch als Akzente eingesetzt werden. Ein tiefes Blau wird häufig genutzt, um einem Feld visuelle Tiefe zu geben, während Rot Motive hervorheben oder eine Bordüre gliedern kann. Die Farbbeziehung bleibt dabei von der jeweiligen regionalen Gestaltung abhängig. Bei diesem Hamadan steht die beschriebene Vielfalt im Vordergrund, nicht ein einzelnes festgelegtes Muster.

Die Motive regionaler Teppiche werden oft mit Geschichten, Überlieferungen und der kulturellen Identität ihrer Herkunftsorte verbunden. Dabei muss ein traditionelles Zeichen nicht als naturalistische Darstellung ausgeführt sein. Vereinfachung, Wiederholung und geometrische Ordnung gehören zu den Mitteln, mit denen Knüpferinnen und Knüpfer überlieferte Formen in textile Muster übertragen. So kann ein Teppich zugleich dekorativ, strukturiert und kulturell verankert sein.

Die unterschiedlichen Orte der Hamadan-Region haben zur großen Formenvielfalt beigetragen. Assadabad, Khamseh, Hosseinabad, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel werden als wichtige Herkunftsorte genannt. Ihre Mustertraditionen können sich in der Wahl der Motive und in der Gewichtung von Farbe und Bordüre unterscheiden. Der Oberbegriff Hamadan hält diese regionale Verbindung zusammen, ohne die einzelnen Ausprägungen auf eine einzige Vorlage zu reduzieren.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Herstellung, die widerstandsfähige Wolle und die vielfältige Gestaltung in Blau und Rot. Die Knotendichte, die im angegebenen Bereich liegt, steht für eine detaillierte textile Ausführung. Der Teppich stammt aus der Hamadan-Region im Nordwestiran und ist sehr gut erhalten.

Die Pflege eines Hamadan-Teppichs bleibt bei sachgerechter Behandlung überschaubar. Regelmäßiges Staubsaugen entfernt lose Verschmutzungen, ohne die Oberfläche unnötig zu belasten. Gelegentliche professionelle Reinigungen unterstützen den Erhalt von Farben und Struktur. Eine solche Pflege trägt dazu bei, die vorhandene handwerkliche Ausführung langfristig sichtbar zu halten.

Die Kombination aus regionaler Herkunft, natürlicher Wolle, Handarbeit und variabler Mustertradition macht die Einordnung als Hamadan nachvollziehbar. Der Teppich verbindet damit praktische Materialeigenschaften mit einer Gestaltung, die innerhalb der nordwestiranischen Teppichkultur verankert ist.

FAQ

Woran erkenne ich einen originalen Hamadan-Teppich?

Ein originaler Hamadan-Teppich wird durch seine regionale Herkunft, die handwerkliche Knüpfarbeit, die Verwendung natürlicher Wolle und traditionelle Muster gekennzeichnet. Auch die Verarbeitung und die Knotendichte sind wichtige Merkmale. Bei Hamadan ist außerdem zu berücksichtigen, dass die Bezeichnung mehrere Orte der Region zusammenfasst. Assadabad, Khamseh, Hosseinabad, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel gehören zu den Orten, deren Teppiche häufig unter dem Oberbegriff Hamadan angeboten werden. Ein einzelnes, für alle Stücke verbindliches Muster gibt es daher nicht.

Sind Hamadan-Teppiche pflegeleicht?

Hamadan-Teppiche gelten als relativ unkompliziert in der Pflege. Regelmäßiges Staubsaugen hilft, lose Verschmutzungen zu entfernen und die Struktur der Oberfläche zu erhalten. Gelegentliche professionelle Reinigungen unterstützen den Erhalt der Farben und des Gewebes. Da dieser Teppich aus widerstandsfähiger Wolle besteht und sehr gut erhalten ist, sollte die Pflege schonend und passend zur handgeknüpften Oberfläche erfolgen. Auf diese Weise bleibt die textile Struktur klar erkennbar.

Wo kann ich einen Hamadan-Teppich kaufen?

Hamadan-Teppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften, auf Kunstmessen und bei Online-Anbietern handgeknüpfter Teppiche erhältlich. Beim Kauf sind die Herkunft, die Qualität der Verarbeitung, das verwendete Material und der Zustand zu beachten. Die Bezeichnung Hamadan kann sich auf verschiedene Orte im nordwestiranischen Herkunftsgebiet beziehen. Eine klare Produktbeschreibung sollte deshalb die regionale Einordnung und die handwerklichen Eigenschaften nachvollziehbar benennen.

Zusätzliche Informationen
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