



Perserteppich Hamadan 130 x 88 cm Wolle handgeknüpft
521$
Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 130 x 88 cm | Muster: vielfältiges Design mit geometrischen und floralen Motiven
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 3A5B8C6E
Beschreibung
Hamadan Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Hamadan-Perserteppich ist handgeknüpft und aus widerstandsfähiger Wolle gefertigt. Die Wolle bildet einen dichten Flor und gehört zu den Materialien, die bei traditionell geknüpften Teppichen aus der Region Hamadan eine wichtige Rolle spielen. Ihre robuste Beschaffenheit passt zur handwerklichen Herstellung und zur Nutzung, für die Hamadan-Teppiche bekannt sind. Der Teppich entsteht nicht in einem industriellen Fertigungsschritt, sondern durch das schrittweise Einsetzen einzelner Knoten in die vorbereitete Struktur. So wird das Muster Reihe für Reihe aufgebaut.
Die Knotendichte dieses Hamadan-Teppichs liegt im Bereich von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine klar ausgearbeitete Oberfläche und unterstützt die Darstellung unterschiedlich gegliederter Muster. Bei handgeknüpften Teppichen verbinden sich Material, Knotenarbeit und Flor zu einer belastbaren textilen Fläche. Die widerstandsfähige Wolle ist dabei nicht nur Bestandteil des Erscheinungsbildes, sondern prägt auch die Gebrauchseigenschaften des Teppichs. Die Fertigung verbindet damit eine traditionelle Technik mit einer auf Alltagstauglichkeit ausgerichteten Materialwahl.
Handknüpfung verlangt eine gleichmäßige Folge vieler einzelner Arbeitsschritte. Die Knüpfer setzen die Knoten nach dem vorgesehenen Entwurf, verdichten den Flor und arbeiten die farblichen sowie formalen Übergänge in der jeweiligen Reihe aus. Bei Hamadan steht diese Arbeit in Verbindung mit einer großen Zahl von Knüpforten. Die Ausführung kann deshalb innerhalb der regionalen Gruppe unterschiedlich wirken, während die Bezeichnung Hamadan die gemeinsame Herkunftstradition zusammenfasst.
Bei der traditionellen Knüpftechnik wird das Muster nicht auf die fertige Oberfläche aufgebracht, sondern während des Aufbauens des Teppichs gebildet. Jeder Knoten ist Teil der später sichtbaren Struktur. Die Abfolge von Knotenreihen, Flor und abschließender Bearbeitung bestimmt die Dichte und den Charakter der Oberfläche. Eine widerstandsfähige Wolle ist für diese Art der Herstellung besonders passend, weil sie den Flor stabil ausbildet und die Nutzung im Alltag unterstützt.
Herkunft und Tradition
Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist als Stadt sowie als Zentrum einer bedeutenden Teppichregion bekannt. Die Herkunftsregion wird als Nordwestpersien bezeichnet. Dort entwickelte sich eine ausgeprägte Tradition der Teppichknüpferei, die über viele Generationen weitergegeben wurde. Hamadan-Teppiche stehen deshalb für eine regionale Handwerkskultur, in der Entwurf, Material und Knüpftechnik eng miteinander verbunden sind.
Die Region Hamadan umfasst zahlreiche Knüpfdörfer und kleinere Produktionsorte. Zu den genannten Orten gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Jeder dieser Orte bringt eigene Stile und Techniken in die regionale Teppichproduktion ein. Unterschiede können sich in der Anordnung der Motive, in der Farbwirkung, in der Ausführung des Flors und in der Art der handwerklichen Umsetzung zeigen. Trotz dieser Vielfalt werden viele Teppiche aus diesen Orten unter dem Sammelbegriff Hamadan angeboten.
Dieser Sammelbegriff erklärt, warum Hamadan-Teppiche eine große Bandbreite an Erscheinungsformen umfassen. Er bezeichnet eine Herkunftsregion und nicht ein einziges, streng festgelegtes Muster. Ein Teppich aus dem Umfeld von Assadabad kann daher anders gestaltet sein als ein Stück aus Nahawand oder Tuyserkan, ohne dass die Verbindung zur Hamadan-Tradition verloren geht. Diese regionale Vielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil der Identität dieser Teppichgruppe.
Hamadan gehört zu den produktivsten Teppichknüpfregionen Persiens. Die Stadt und ihr Umland bilden ein weit verzweigtes Netz verschiedener Knüpforte. In jedem dieser Orte können sich überlieferte Arbeitsweisen, bevorzugte Kompositionen und die Behandlung einzelner Muster unterscheiden. Die gemeinsame Herkunftsbezeichnung macht diese Unterschiede sichtbar, ohne sie auf einen einzigen lokalen Stil zu reduzieren.
Die Herstellung beruht auf jahrhundertelanger handwerklicher Erfahrung. In einer solchen Tradition werden Arbeitsweisen über Generationen bewahrt und zugleich innerhalb einzelner Orte unterschiedlich ausgeprägt. Handgeknüpfte Teppiche entstehen langsam und benötigen eine sorgfältige Abstimmung von Knoten, Reihen, Farben und Musterflächen. Die regionale Überlieferung zeigt sich nicht nur in einem bestimmten Ornament, sondern auch in der Verbindung von praktischer Fertigung und dekorativer Gestaltung.
Die Lage im nordwestpersischen Kulturraum hat die Entwicklung der Hamadan-Teppiche als eigenständige regionale Gruppe geprägt. Dabei ist die Herkunft nicht als starres Rezept zu verstehen. Vielmehr verbinden sich örtliche Varianten mit gemeinsamen Merkmalen der handwerklichen Herstellung. Die zahlreichen Dörfer erklären die Unterschiede in der Gestaltung und zugleich die große Zahl der Teppiche, die unter dem Namen Hamadan zusammengefasst werden.
Die Weitergabe des Könnens erfolgt in der Teppichherstellung vor allem durch praktische Erfahrung. Entwürfe müssen in eine Folge von Knoten übersetzt werden, und die Knüpfer müssen die Beziehungen zwischen Kontur, Farbfläche und Wiederholung während der Arbeit kontrollieren. So entsteht eine textile Form von regionaler Gestaltung, die sowohl auf überlieferten Mustern als auch auf örtlichen Ausprägungen beruht. Hamadan steht deshalb für Tradition und Vielfalt zugleich.
Der vorliegende Teppich wird der Herkunftsregion Hamadan im Nordwesten Persiens zugeordnet. Seine Einordnung folgt damit der regionalen Tradition einer Stadt und ihres weit gefassten Knüpfumfelds. Die Bezeichnung sagt zugleich aus, dass die Vielfalt der beteiligten Orte und Stile zum Verständnis dieser Teppichgruppe gehört.
Design und Muster
Hamadan-Teppiche zeichnen sich durch eine hohe Variation in Mustern aus. Das Design kann geometrische Formen ebenso aufnehmen wie florale Motive. Geometrische Muster beruhen häufig auf klaren Achsen, wiederkehrenden Formen und abgegrenzten Flächen. Florale Motive bringen dagegen geschwungene Linien, Blütenformen und pflanzliche Anklänge in die Komposition. Beide Gestaltungsrichtungen gehören zur überlieferten Vielfalt der Hamadan-Teppiche.
Geometrische Kompositionen können durch Rauten, Winkel, gestufte Konturen und wiederholte Zeichen gegliedert werden. Ihre Wirkung entsteht aus dem Verhältnis von geraden Linien, symmetrischen Anordnungen und deutlich voneinander getrennten Flächen. Bei floralen Entwürfen übernehmen Ranken, Blüten und Blätter eine andere Funktion. Sie führen den Blick über die Fläche und erzeugen durch ihre geschwungenen Formen einen fließenderen Zusammenhang. Die regionale Gruppe umfasst beide Arten der Gestaltung.
Die Muster können streng gegliedert oder bewegter angelegt sein. Bei geometrischen Entwürfen entsteht die Ordnung durch die Wiederholung von Formen und durch die Beziehung zwischen einzelnen Ornamenten. Florale Entwürfe arbeiten stärker mit Ranken, Blüten und einer fortlaufenden Bewegung innerhalb der Fläche. Ein regionaler Hamadan-Teppich muss daher nicht einem einzigen Musterkanon folgen. Entscheidend ist die Verbindung der jeweiligen Gestaltung mit der handwerklichen Tradition der Herkunftsregion.
Die Farbwelt der Hamadan-Teppiche umfasst erdige Töne, tiefes Rot und satte Blautöne. Erdige Farben können dem Entwurf eine zurückhaltende, bodennahe Wirkung geben, während tiefes Rot und kräftiges Blau deutliche Akzente setzen. Je nach Muster verteilen sich diese Farbbereiche unterschiedlich über die Teppichfläche. Dadurch kann ein geometrischer Entwurf anders wirken als ein floraler, auch wenn beide aus derselben regionalen Tradition stammen.
Farbe und Muster erfüllen bei einem handgeknüpften Teppich eine gemeinsame Aufgabe. Die Knoten bilden die Grundlage für Konturen, Farbflächen und Übergänge. Eine höhere Knotendichte unterstützt dabei eine differenzierte Darstellung, während die Wollstruktur dem Erscheinungsbild eine textile, griffige Oberfläche gibt. Die Vielfalt der Hamadan-Designs entsteht somit aus dem Zusammenspiel von regionaler Gestaltung, handwerklicher Ausführung und einer überlieferten Farbtradition.
Bei der Betrachtung eines Musters ist auch die Beziehung zwischen Grundfläche und Ornament wichtig. Wiederkehrende Formen können eine Fläche rhythmisch ordnen, während einzelne größere Motive Schwerpunkte setzen. Florale Elemente können miteinander verbunden sein oder in voneinander abgegrenzten Bereichen erscheinen. Geometrische und florale Gestaltung sind dabei nicht zwingend Gegensätze; regionale Teppiche können unterschiedliche Formensprachen miteinander verbinden.
Im Vergleich zu anderen persischen Teppichgruppen lässt sich die Hamadan-Tradition durch ihre große Bandbreite beschreiben. Kerman ist für feine, detaillierte Designs bekannt, Tabriz häufig für aufwändige florale Motive und Ghom für hohe Knotendichte und luxuriöse Materialien. Diese Hinweise beschreiben die jeweiligen Teppichtypen und verändern nicht die Einordnung dieses Stücks als Hamadan-Perserteppich. Seine gestalterische Vielfalt gehört zur regionalen Eigenart von Hamadan.
Besonderheiten
Die Besonderheit dieses Teppichs liegt in der Verbindung von handgeknüpfter Fertigung, widerstandsfähiger Wolle und der für Hamadan genannten Knotendichte. Hinzu kommt die große regionale Designvielfalt, die geometrische und florale Motive einschließt. Dadurch steht der Teppich für eine Knüpftradition, in der praktische Robustheit und unterschiedliche dekorative Lösungen nebeneinander bestehen.
Hamadan-Teppiche werden als robust beschrieben und sind deshalb auch für stark frequentierte Bereiche geeignet. Ihre widerstandsfähige Wollqualität und die handwerkliche Konstruktion unterstützen eine dauerhafte Nutzung. Die konkrete Gestaltung bleibt dabei ein wesentliches Erkennungsmerkmal: Erdige Töne, tiefes Rot, satte Blautöne und die wechselnden Muster geben den Teppichen ihren unterschiedlichen regionalen Ausdruck.
Die Kombination aus regionaler Herkunft, handwerklicher Fertigung und variabler Gestaltung macht die Hamadan-Gruppe klar erkennbar. Ihre Teppiche können trotz gemeinsamer Herkunft unterschiedlich aussehen, weil mehrere Dörfer und Orte an der Produktion beteiligt sind. Die Bezeichnung Hamadan bewahrt dabei den Bezug zur nordwestpersischen Tradition und schließt die örtliche Vielfalt ein.
FAQ
Was macht einen Hamadan-Perserteppich besonders?
Ein Hamadan-Perserteppich verbindet eine hohe Knotendichte mit widerstandsfähiger Wolle und einer großen Vielfalt an Designs. Die Muster reichen von geometrischen Formen bis zu floralen Motiven, während die Farbwelt erdige Töne, tiefes Rot und satte Blautöne umfasst. Außerdem stammt die Tradition aus einer Region mit zahlreichen Knüpfdörfern und unterschiedlichen örtlichen Stilen. Jeder handgeknüpfte Teppich entsteht als eigenständiges Stück und zeigt die Verbindung von regionaler Überlieferung und handwerklichem Können.
Wie pflege ich einen Hamadan-Teppich?
Für die regelmäßige Pflege sollte der Hamadan-Teppich abgesaugt werden, damit Staub und Schmutz aus dem Flor entfernt werden. Bei einem Fleck empfiehlt es sich, die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch abzutupfen. Reiben sollte vermieden werden, weil dadurch die Farben beschädigt werden können. Eine behutsame, zeitnahe Behandlung unterstützt den Erhalt von Flor und Farbwirkung. Die robuste Wolle macht den Teppich alltagstauglich, ersetzt aber nicht den sorgfältigen Umgang mit der Oberfläche.
Wie unterscheidet sich ein Hamadan-Teppich von anderen persischen Teppichen?
Hamadan-Teppiche werden im Allgemeinen als robuster und preiswerter als manche andere persische Teppiche beschrieben. Tabriz-Teppiche verwenden häufig aufwändigere florale Designs, während Ghom für hohe Knotendichten und luxuriöse Materialien bekannt ist. Hamadan bietet dagegen eine besonders große Bandbreite an Mustern und Farben und eignet sich dadurch auch für den täglichen Gebrauch. Die Bezeichnung umfasst verschiedene örtliche Stile aus der Region Hamadan, die unter einem gemeinsamen Herkunftsnamen angeboten werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












