Perserteppich Hamadan 110 x 75 cm Wolle handgeknüpft

492$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 110 x 75 cm | Muster: vielfältige Designs | Zustand: gut erhalten

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Inventarnummer: 593EFAF8

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Wolle wird bei persischen Teppichen wegen ihrer belastbaren und langlebigen Eigenschaften verwendet. Als natürliches Material eignet sie sich für einen dichten Flor, der dem Teppich eine stabile Oberfläche und eine klare Wirkung verleiht. Die robuste Beschaffenheit der Wolle steht bei diesem Teppich ebenso im Mittelpunkt wie die handwerkliche Herstellung.

Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Kette eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht dadurch eine textile Fläche, deren Muster direkt aus der Anordnung der Knoten hervorgeht. Diese Arbeitsweise unterscheidet einen handgeknüpften Teppich von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Der Flor wird nach dem Knüpfen bearbeitet, damit die Oberfläche gleichmäßig erscheint und die Motive lesbar bleiben.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 100.000 und 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Zusammen mit der strapazierfähigen Wolle bildet sie die technische Grundlage für den dichten Flor. Die sorgfältige Knüpftechnik verbindet die einzelnen Farbflächen und Zeichnungen dauerhaft miteinander. Der Teppich ist gut erhalten und verbindet damit die beschriebene handwerkliche Ausführung mit einem gepflegten Erhaltungszustand.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Region Hamadan im Iran. Hamadan liegt im Nordwesten Persiens und ist zugleich der Name der Stadt und der sie umgebenden Teppichregion. Die Gegend besitzt eine lange Geschichte und zählt zu den produktivsten Zentren der persischen Teppichknüpfung. Ihre Teppiche sind Teil einer regionalen Handwerkstradition, in der die Herstellung von Bodenbelägen über Generationen weitergegeben wurde.

Die Bezeichnung Hamadan verweist nicht nur auf einen einzelnen Ort, sondern auf eine weit gefasste Landschaft mit zahlreichen Dörfern und Werkstätten. In der Region entstanden unterschiedliche Ausprägungen, die sich bei Zeichnung, Farbwahl und Aufbau voneinander unterscheiden können. Zu den bekannten Herkunftsorten gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan und Nahawand. Jeder dieser Orte wird mit eigenen Mustertraditionen und Farbvariationen verbunden.

Die Geschichte Hamadans prägt die kulturelle Bedeutung der dort gefertigten Teppiche. Die Stadt war ein wichtiger Mittelpunkt im Nordwesten Persiens und steht für den Austausch zwischen verschiedenen regionalen Einflüssen. In den Teppichen zeigt sich dieser Austausch durch die Verbindung geometrischer Ordnungen mit floralen Formen. Die Mustertradition ist dadurch vielfältig, ohne auf ein einziges festgelegtes Bildschema beschränkt zu sein.

Hamadan-Teppiche werden häufig mit einer praktischen und zugleich dekorativen Verwendung verbunden. Ihre widerstandsfähige Wolle und ihre handgeknüpfte Ausführung passen zu einer Herstellung, bei der ein dauerhaft nutzbarer Teppich entstehen soll. Gleichzeitig bewahren die regionalen Muster die gestalterische Sprache ihrer Herkunft. So verbindet die Hamadan-Tradition handwerkliche Funktion mit einer klar erkennbaren kulturellen Zugehörigkeit.

Die Region steht außerdem im Zusammenhang mit weiteren bekannten persischen Teppichzentren. Kerman ist für feine Details und elegante Entwürfe bekannt. Ghashgai-Teppiche werden häufig durch lebhafte Farben und folkloristische Motive geprägt. Sarough, eine Stadt in der Nähe von Hamadan, wird mit weichen Wollqualitäten und detaillierten Designs in Verbindung gebracht. Diese Nachbarschaften und Vergleichspunkte zeigen die Vielfalt persischer Teppichkultur, ohne die Herkunft dieses Teppichs zu verändern: Er stammt aus der Region Hamadan im Iran.

Design und Muster

Die Hamadan-Tradition zeichnet sich durch vielfältige Designs aus. Bei den Mustern treten komplexe geometrische Formen ebenso auf wie florale Motive. Geometrische Zeichnungen können durch Rauten, Winkel, Linien und wiederholte Felder aufgebaut sein. Florale Elemente bringen dagegen Blüten, Blätter oder rankenartige Formen in die Komposition. Beide Formensprachen können miteinander verbunden werden und schaffen dadurch ein abwechslungsreiches Gesamtbild.

Die Muster entstehen nicht nach einem einzigen verbindlichen Entwurf. Regionale Werkstätten und Dörfer haben eigene Vorstellungen von Anordnung, Rhythmus und Farbverteilung entwickelt. Assadabad, Khamseh, Maslaghan und Nahawand werden deshalb mit unterschiedlichen Mustern und Farbvarianten in Verbindung gebracht. Die Vielfalt ist ein wesentliches Merkmal der Hamadan-Teppiche und erklärt, warum Stücke aus derselben Region sehr unterschiedlich wirken können.

Lebendige Farben gehören ebenfalls zum überlieferten Erscheinungsbild vieler Hamadan-Teppiche. Farbe grenzt einzelne Musterbereiche voneinander ab, betont geometrische Linien und verleiht floralen Motiven ihre erkennbare Struktur. Je nach regionaler Tradition kann die Farbverteilung stärker kontrastierend oder ruhiger angelegt sein. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Ornament, Wiederholung und Fläche, nicht ein einzelnes isoliertes Motiv.

Ein Teppichmuster ist in der persischen Knüpfkunst mehr als eine bloße Verzierung. Die Anordnung der Formen bewahrt gestalterische Regeln und verweist auf die Herkunft der jeweiligen Tradition. Wiederholte Ornamente, gegliederte Felder und florale Zeichen können über lange Zeit weitergegeben und in den Werkstätten neu interpretiert werden. Bei Hamadan-Teppichen treffen solche überlieferten Elemente auf eine große regionale Bandbreite.

Als verwandte Musterwelten werden Kerman und Ghashgai häufig genannt. Kerman steht für feine Details und elegante Designs, während Ghashgai oft lebhafte Farben und folkloristische Motive zeigt. Sarough ergänzt dieses Umfeld mit weichen Wollen und detaillierten Zeichnungen. Diese Vergleiche dienen der Einordnung innerhalb der persischen Teppichlandschaft. Sie bedeuten nicht, dass dieser Teppich aus Kerman, Ghashgai oder Sarough stammt; seine angegebene Herkunft ist die Region Hamadan.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Herstellung, die widerstandsfähige Wolle, der dichte Flor und die große Bandbreite der Hamadan-Muster. Die Knotendichte reicht von einer niedrigen bis zu einer höheren Ausprägung innerhalb des angegebenen Bereichs. Der Teppich ist gut erhalten, sodass seine handwerkliche Ausführung und sein Muster in einem gepflegten Zustand präsentiert werden.

Hamadan-Teppiche werden in unterschiedlichen Größen hergestellt und können deshalb in verschiedenen Räumen und für unterschiedliche Anwendungen eingesetzt werden. Für die Pflege reichen einfache Maßnahmen: regelmäßiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen zu entfernen. Flecken sollten unmittelbar mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, damit die Farben nicht ausbleichen. Diese Hinweise beziehen sich auf die Pflege von Hamadan-Perserteppichen und unterstützen einen guten Erhaltungszustand.

FAQ

Was zeichnet einen Hamadan-Perserteppich aus?

Ein Hamadan-Perserteppich verbindet die handwerkliche Herstellung mit der regionalen Tradition der gleichnamigen Region im Iran. Kennzeichnend sind die Verwendung widerstandsfähiger Wolle, ein dichter Flor und eine Knotendichte, die bei Hamadan-Teppichen in einem breiten Bereich liegen kann. Ebenso wichtig ist die Vielfalt der Muster. Geometrische Zeichnungen und florale Motive gehören zu den häufig genannten Gestaltungselementen, wobei regionale Herkunftsorte wie Assadabad, Khamseh, Maslaghan und Nahawand eigene Muster- und Farbvariationen beitragen. Dadurch kann ein Hamadan-Teppich eine klare geometrische Wirkung, eine florale Gestaltung oder eine Verbindung beider Formen zeigen. Der handgeknüpfte Aufbau macht die Herstellung zu einer Arbeit, bei der die Muster aus vielen einzeln gesetzten Knoten entstehen. Zusammen mit der robusten Wolle ergibt sich ein Teppich, der für tägliche Nutzung geeignet ist und zugleich die gestalterische Vielfalt persischer Teppiche bewahrt.

Wie pflege ich meinen Hamadan-Perserteppich richtig?

Für die regelmäßige Pflege sollte der Hamadan-Perserteppich vorsichtig abgesaugt werden. So lassen sich lose Staubpartikel und alltägliche Verschmutzungen aus dem Flor entfernen, ohne die Oberfläche unnötig zu belasten. Entsteht ein Fleck, sollte er möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Dabei ist es sinnvoll, behutsam vorzugehen und nicht stark über die betroffene Stelle zu reiben. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie zum Ausbleichen der Farben beitragen kann. Die Kombination aus regelmäßigem Absaugen, einer schnellen Behandlung von Flecken und einem Standort ohne direkte Sonne unterstützt den guten Zustand des Teppichs. Für die normale Pflege sind damit einfache Reinigungsmethoden vorgesehen. Bei stärkeren oder besonderen Verschmutzungen sollte eine fachgerechte Teppichreinigung gewählt werden, damit die Wolle und die handgeknüpfte Oberfläche schonend behandelt werden.

Wo kann ich einen authentischen Hamadan-Perserteppich kaufen?

Authentische Hamadan-Perserteppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften und auf Online-Plattformen erhältlich, die sich auf handgeknüpfte Teppiche konzentrieren. Beim Kauf sollte auf die angegebene Herkunft und auf die Qualität des Teppichs geachtet werden. Bei einem Hamadan-Teppich gehört dazu die klare Zuordnung zur Region Hamadan im Iran. Auch die Angaben zu Material, Herstellung, Knotendichte, Muster und Erhaltungszustand helfen bei der Einordnung des jeweiligen Stücks. Da jeder handgeknüpfte Teppich durch seine individuelle Knüpfarbeit und sein eigenes Muster geprägt ist, sollte die Beschreibung des konkreten Teppichs sorgfältig gelesen werden. Eine nachvollziehbare Herkunftsangabe und eine genaue Darstellung der handwerklichen Eigenschaften unterstützen die Entscheidung für ein echtes Stück aus der Hamadan-Tradition. Fachgeschäfte können zusätzlich Auskunft über die regionale Einordnung und die richtige Pflege geben; bei Online-Angeboten sollten dieselben Informationen in der Produktbeschreibung vorhanden sein.

Zusätzliche Informationen
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