
Perserteppich Goltogh 195 x 136 cm Wolle handgeknüpft
1891$
Handgeknüpfter Goltogh Perserteppich | Knotendichte: 250.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle | Größe: 195 x 136 cm | Muster: Geometrische Floralornamente | Zustand: Neu, unbenutzt
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Beschreibung
Goltogh Perserteppich
Material und Verarbeitung
Der Goltogh ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus einhundert Prozent Schurwolle. Schurwolle bildet den Flor und bestimmt damit die sichtbare und fühlbare Oberfläche des Teppichs. Wolle wird seit langer Zeit für handgeknüpfte Teppiche verwendet, weil sie eine widerstandsfähige Faserstruktur besitzt und sich für einen dichten Flor eignet. Ihre natürliche textile Beschaffenheit verbindet eine angenehme Haptik mit einer für Bodenbeläge geeigneten Belastbarkeit. Beim Goltogh ist kein anderes Material als Bestandteil des Flors angegeben.
Bei der Handknüpftechnik wird jeder Florfaden einzeln um die Kettfäden befestigt. Die Kette bildet das längs verlaufende Grundgerüst, während die eingeknüpften Fäden die Oberfläche aufbauen. Nach jeder Reihe wird die Arbeit weiter verdichtet und geordnet. Auf diese Weise entstehen Konstruktion und Muster gleichzeitig. Ein handgeknüpfter Teppich ist daher nicht bedruckt, sondern erhält seine Zeichnung durch die Anordnung farbiger Knoten.
Die Knüpferin oder der Knüpfer arbeitet nach einem Entwurf oder einer überlieferten Musterordnung und setzt diese Schritt für Schritt in textile Form um. Die Ausrichtung der Knoten, die Führung der Reihen und die Ausarbeitung von Konturen beeinflussen die spätere Wirkung der Oberfläche. Auch die Bearbeitung von Kanten, Flor und Abschluss gehört zur Herstellung. Diese Arbeit verlangt Erfahrung, weil Material, Spannung und Ornament während des gesamten Prozesses aufeinander abgestimmt werden müssen.
Eine dichte Knüpfung ermöglicht eine differenzierte Darstellung von Linien, geometrischen Begrenzungen und floralen Einzelheiten. Kleine Veränderungen in der Knotenfolge können die Kontur eines Blattes, einer Blüte oder eines Rahmens bestimmen. Die Schurwolle nimmt Farbe auf und bildet einen zusammenhängenden Flor, in dem das Muster sichtbar wird. Dadurch stehen Material und Gestaltung bei einem handgeknüpften Perserteppich in direktem Zusammenhang.
Der Teppich wird als neu und unbenutzt angeboten. Seine Oberfläche ist deshalb nicht durch vorherige Nutzung geprägt. Für die Verwendung in Räumen mit Fußbodenheizung ist er geeignet. Die Wärme sollte nicht zu hoch eingestellt werden, und der Teppich sollte nicht dauerhaft direkter Hitze ausgesetzt sein. Diese Hinweise dienen einem schonenden Umgang mit der Wolloberfläche und der handgeknüpften Konstruktion.
Herkunft und Tradition
Der Goltogh wird als Perserteppich aus Persien bezeichnet. Persien, das heutige Iran, gehört zu den historischen Zentren der orientalischen Teppichherstellung. Das Knüpfen von Teppichen ist dort mit regionalen Werkstätten, überlieferten Ornamenten und handwerklichen Verfahren verbunden. Über viele Generationen wurden Kenntnisse über Kettfäden, Knüpfarten, Floraufbau, Farbverteilung und Abschlussarbeiten praktisch weitergegeben. Diese Verbindung von Technik und Gestaltung prägt die Einordnung eines Teppichs in die persische Tradition.
Goltogh bezeichnet eine traditionelle persische Teppichgruppe beziehungsweise eine regionale Einordnung. Solche Bezeichnungen verweisen auf eine Herkunfts- und Mustertradition, ohne dass jedes einzelne Stück dieselbe Zeichnung besitzen muss. Innerhalb regionaler Gruppen können Innenfelder, Bordüren, Farbwirkungen und die Gewichtung einzelner Ornamente unterschiedlich gestaltet werden. Der Name verbindet den Teppich mit einer bestimmten kulturellen und handwerklichen Umgebung, während die konkrete Ausführung durch den jeweiligen Entwurf und die Arbeit am Knüpfstuhl entsteht.
Die persische Teppichkunst entwickelte unterschiedliche regionale Ausdrucksformen. Einige Werkstätten arbeiten mit streng gegliederten Flächen, andere mit fließenden Ranken, wiederkehrenden Blüten oder geometrisch geordneten Kompositionen. Auch die Wirkung einer Farbe kann sich verändern, je nachdem ob sie als Grundfläche, Kontur oder Akzent eingesetzt wird. Diese Vielfalt gehört zur Geschichte persischer Teppiche. Eine regionale Bezeichnung ist deshalb als Teil einer größeren Landkarte von Stilen und Herstellungstraditionen zu verstehen.
Die Arbeit am Knüpfstuhl ist ein handwerklicher Vorgang mit mehreren miteinander verbundenen Schritten. Zuerst wird das textile Gerüst vorbereitet. Danach werden die Florfäden in fortlaufenden Reihen eingeknüpft und durch weitere textile Arbeit stabilisiert. Die Zeichnung entsteht aus der Reihenfolge und Farbigkeit der Knoten. Nach Abschluss der Knüpfarbeit werden Oberfläche, Kanten und Enden bearbeitet. Jede Phase beeinflusst, wie der fertige Teppich liegt, sich anfühlt und sein Muster zeigt.
In Persien wurde und wird Teppichgestaltung nicht ausschließlich als Dekoration verstanden. Muster können eine Fläche ordnen, einen Mittelpunkt hervorheben, Wege für das Auge schaffen oder einen Innenbereich durch eine Bordüre fassen. Florale Zeichen werden häufig stilisiert und in eine wiederholbare Ordnung überführt. Geometrische Formen schaffen Achsen, Rahmen und Rhythmen. Diese Bildsprache kann zugleich regional geprägt und individuell umgesetzt sein.
Die Weitergabe von Entwürfen erfolgt nicht nur durch schriftliche Vorlagen. Praktische Erfahrung am Web- oder Knüpfstuhl, das Erkennen von Proportionen und die sichere Ausführung von Knoten gehören ebenso zum Wissen einer Werkstatt. Muster werden dabei übernommen, verändert und an neue Arbeiten angepasst. So bleibt die Tradition erkennbar, ohne zu einer vollkommen starren Form zu werden. Die Eigenständigkeit eines handgeknüpften Teppichs entsteht aus dieser Verbindung von überliefertem Wissen und konkreter Handarbeit.
Der Goltogh steht somit für die Verbindung von persischer Herkunft, regionaler Bezeichnung und handgeknüpfter Herstellung. Seine Einordnung beruht auf der genannten Herkunft Persien und dem Namen Goltogh. Material, Technik und Ornament gehören zu einer Kulturgeschichte, in der Teppiche als Gebrauchsgegenstände und als Träger dekorativer Gestaltung hergestellt werden. Das einzelne Stück bleibt dabei eine eigene Ausführung innerhalb dieser Tradition.
Design und Muster
Das Muster des Goltogh wird als geometrische Floralornamente beschrieben. Darin treffen zwei grundlegende Gestaltungssprachen aufeinander. Geometrische Elemente können Flächen gliedern, Achsen bilden, Rahmen setzen oder Wiederholungen ordnen. Florale Ornamente greifen Formen aus der Pflanzenwelt auf, etwa Blüten, Blätter, Stängel oder Ranken. In der persischen Teppichkunst werden solche Motive meist stilisiert, damit sie sich in eine zusammenhängende textile Komposition einfügen.
Eine stilisierte Blüte muss keine naturgetreue Abbildung sein. Sie kann vereinfacht, gespiegelt, verlängert oder mit anderen Formen verbunden werden. Auch Ranken können als rhythmische Linien erscheinen, die mehrere Motive miteinander verknüpfen. Die Geometrie gibt diesen Formen einen Rahmen und sorgt für eine nachvollziehbare Ordnung. Durch die Verbindung beider Ebenen entsteht ein Muster, das klare Struktur und geschwungene Ornamentlinien miteinander verbindet.
Der Teppich wird mit einer tiefroten Farbgebung beschrieben. Rot kann in einer persischen Komposition als tragende Grundfarbe eingesetzt werden und der Fläche eine geschlossene Wirkung geben. Auf einem roten Grund lassen sich florale Konturen und geometrische Abgrenzungen deutlich anordnen. Je nach Verteilung der weiteren Töne können einzelne Motive hervortreten oder sich zu einem durchgehenden Ornamentteppich verbinden. Die Farbe ist deshalb nicht von der Zeichnung zu trennen, sondern unterstützt ihre Lesbarkeit.
Traditionelle Muster beruhen häufig auf Wiederholung und Variation. Ein Ornament kann mehrfach erscheinen, während seine Einfassung, seine Ausrichtung oder seine Beziehung zu benachbarten Formen wechselt. Symmetrische Anordnungen schaffen Balance. Kleine Unterschiede in der handwerklichen Ausführung sind Teil der Arbeit am Knüpfstuhl und machen aus einem überlieferten Entwurf kein industriell identisches Produkt. Das Muster wird Knoten für Knoten in die Oberfläche integriert.
Geometrische Floralornamente lassen sich außerdem als Wechsel von Linie und Fläche lesen. Linien markieren Konturen, Ranken und Begrenzungen. Gefüllte Bereiche geben Blättern, Blüten und Zwischenfeldern Gewicht. Eine dichte Knüpfung unterstützt die Ausarbeitung solcher Beziehungen, weil Konturen und Übergänge in einer feineren Folge von Knoten angelegt werden können. Die Technik dient dabei der Darstellung, ohne den traditionellen Charakter der Ornamente zu verändern.
Die rote Farbwirkung und die Verbindung aus pflanzlichen und geometrischen Formen prägen den sichtbaren Aufbau des Goltogh. Der Entwurf gehört zu einer persischen Ornamentauffassung, in der dekorative Motive nicht zufällig verteilt, sondern rhythmisch organisiert werden. Ein solches Muster kann in einer klassisch eingerichteten Umgebung an regionale Traditionen anschließen und zugleich in einem schlichteren Raum als strukturierendes Textilelement wirken. Entscheidend bleibt die Verbindung von Farbe, Linie, Wiederholung und handwerklicher Ausführung.
Besonderheiten
Zu den genannten Eigenschaften gehören die Herstellung von Hand, der Flor aus einhundert Prozent Schurwolle, die hohe Knotendichte, der neue und unbenutzte Zustand sowie die Eignung für Fußbodenheizung. Die dichte Knüpfung unterstützt die Darstellung der geometrischen Floralornamente. Die Schurwolle bestimmt die Oberfläche und ihre textile Haptik. Da der Teppich neu und unbenutzt ist, wird er ohne Nutzungsspuren angeboten.
Der Goltogh ist ein Einzelstück. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht eine individuelle Folge von Knoten, Farben und Ornamentdetails. Auch wenn eine regionale Mustertradition erkennbar ist, wird kein Stück vollständig mechanisch identisch mit einem anderen hergestellt. Zusätzlich werden für dieses Exemplar eine ungefähre Dicke und ein ungefähres Gewicht angegeben. Bei Fußbodenheizung sind eine mäßige Temperatur und der Schutz vor dauerhafter direkter Wärme zu beachten.
FAQ
Wie pflege ich den Goltogh Perserteppich?
Regelmäßiges Staubsaugen mit einer Bürstendüse hilft, Staub und lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Bei Flecken sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten, sauberen Tuch abgetupft werden. Reiben kann die Fasern unnötig beanspruchen oder die Verschmutzung tiefer in den Flor drücken. Für eine gründliche Pflege wird außerdem eine professionelle Teppichreinigung empfohlen. Sie kann dazu beitragen, Farben und Struktur der Schurwolle zu erhalten. Die Reinigung sollte auf die handgeknüpfte Konstruktion und das Wollmaterial abgestimmt werden.
Kann der Teppich auf Fußbodenheizung verwendet werden?
Ja, der handgeknüpfte Goltogh ist für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Die Temperatur sollte nicht zu hoch eingestellt werden. Außerdem sollte der Teppich nicht dauerhaft direkter Wärme ausgesetzt sein. Eine maßvolle Wärmeführung ist für einen schonenden Gebrauch der Wolloberfläche und der handgeknüpften Struktur sinnvoll. Diese Hinweise gelten für die regelmäßige Nutzung auf einem beheizten Fußboden.
Woran erkenne ich einen qualitativ hochwertigen Perserteppich?
Eine hohe Knotendichte, geeignete Materialien wie Wolle und eine präzise handwerkliche Ausführung gelten als wichtige Merkmale. Bei einem handgeknüpften Teppich ist die Herstellungsweise häufig an der Rückseite erkennbar. Gleichmäßige Muster und Farben sowie eine dichte, weiche Haptik können weitere Hinweise auf die Ausführung geben. Beim Goltogh sind die Handknüpfung, der Flor aus Schurwolle und die genannte Knotendichte ausdrücklich beschrieben.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








