Perserteppich Ghashghai 59 x 91 cm Wolle handgeknüpft

905$

Handgeknüpfter Ghashghai Perserteppich | Knotendichte: 180.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 59 x 91 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Hochwertige Verarbeitung

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: 70D85BD6 Kategorien: , ,

Inventarnummer: 70D85BD6

Beschreibung

Ghashghai Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ghashghai-Perserteppich besteht aus natürlicher Wolle. Wolle ist ein traditionelles Material der iranischen Teppichherstellung und verbindet eine angenehme Haptik mit einer belastbaren Faserstruktur. Als Naturfaser kann Wolle Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben. Dadurch wirkt sie im täglichen Gebrauch ausgeglichen und behält zugleich ihre typische griffige Oberfläche. Der Flor aus natürlicher Wolle verleiht dem Teppich seine textile Tiefe und unterstützt die für handgefertigte Teppiche charakteristische Oberflächenwirkung.

Der Teppich ist handgeknüpft. Bei dieser Technik wird jeder Knoten einzeln um die Kettfäden gelegt und anschließend durch Schussfäden gesichert. Reihe für Reihe entsteht so ein geschlossenes Gefüge, in dem Muster und Flor unmittelbar miteinander verbunden sind. Die handwerkliche Herstellung erklärt die individuelle Ausführung jedes einzelnen Stücks: Kleine Unterschiede in Linienführung, Knotensitz und Farbwirkung gehören zur Arbeit am Webstuhl und unterscheiden einen handgeknüpften Teppich von einem industriell gefertigten Bodenbelag.

Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 180.000 und 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten und steht mit der Ausarbeitung des Dessins in Verbindung. Bei geometrischen Ornamenten ermöglicht eine sorgfältige Knüpfarbeit klare Konturen und eine kontrollierte Wiederholung einzelner Formen. Die Quelle nennt für dieses Stück außerdem eine hochwertige Verarbeitung. Damit sind die natürliche Wolle, die handgeknüpfte Technik und die präzise Ausführung die bestimmenden handwerklichen Merkmale.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Ghashghai-Region im Süden Irans, genauer aus der Provinz Fars. Ghashghai-Teppiche stehen in Verbindung mit den nomadischen Ghashghai-Gemeinschaften, die ihre textile Handwerkskunst über Generationen weitergegeben haben. In dieser Tradition ist das Knüpfen nicht nur eine technische Tätigkeit, sondern Teil des alltäglichen kulturellen Lebens. Kenntnisse über Wolle, Farben, Knoten und Muster werden innerhalb der Gemeinschaften bewahrt und praktisch vermittelt.

Die Landschaft Südərans und die Lebensweise der nomadischen Gruppen prägen den Charakter der regionalen Teppiche. Materialien mussten verfügbar, haltbar und für einen mobilen Alltag geeignet sein. Natürliche Wolle spielte deshalb eine wichtige Rolle. Sie lässt sich verspinnen, färben und zu einem widerstandsfähigen Flor verarbeiten. Die Handarbeit konnte an unterschiedlichen Orten ausgeführt werden und war nicht an eine industrielle Produktion gebunden. Auf diese Weise entstand eine Teppichkultur, in der Gebrauchstauglichkeit und ornamentale Gestaltung eng zusammengehören.

Fars ist eine bedeutende historische Region der iranischen Textil- und Teppichkultur. Die Provinz umfasst unterschiedliche Landschaften und Bevölkerungsgruppen, deren Web- und Knüpftraditionen jeweils eigene Ausdrucksformen entwickelt haben. Ghashghai-Teppiche werden dabei häufig mit einer klaren, geometrischen Formensprache und einer lebendigen Farbwirkung verbunden. Die regionale Herkunft bezeichnet somit nicht nur einen geografischen Ort, sondern auch eine überlieferte Art, Muster zu ordnen, Wolle einzusetzen und textile Arbeiten von Hand auszuführen.

Die nomadische Tradition erklärt, weshalb Ghashghai-Teppiche oft eine unmittelbare und nicht vollständig schematische Wirkung besitzen. Muster wurden nicht zwingend nach einem vollständig ausgearbeiteten Plan umgesetzt. Vielmehr konnten Formen aus dem Gedächtnis, aus überlieferten Vorbildern und aus der eigenen gestalterischen Erfahrung entstehen. Dadurch erhalten die Teppiche eine persönliche Handschrift. Diese Eigenständigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Tradition und macht handgefertigte Stücke voneinander unterscheidbar.

Innerhalb der iranischen Teppichwelt bestehen zahlreiche regionale Unterschiede. Shiraz-Teppiche können ähnliche Gestaltungselemente zeigen, werden in der Quelle jedoch mit einer im Allgemeinen geringeren Knotendichte verbunden. Qom ist wiederum für eine Produktion bekannt, in der luxuriöse Seidenteppiche mit filigranen Mustern und leuchtenden Farben entstehen. Diese Beispiele verdeutlichen, dass iranische Teppiche je nach Herkunftsgebiet unterschiedliche Materialien, Feinheiten und Mustertraditionen entwickeln. Der vorliegende Teppich ist der Ghashghai-Tradition aus Fars zugeordnet.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Geometrische Gestaltung arbeitet mit Linien, Winkeln, Rauten, Flächen und wiederkehrenden Formen. Solche Elemente lassen sich in einem geknüpften Aufbau besonders klar strukturieren, weil jede Form aus einer Folge einzelner Knoten entsteht. Die Ornamentik kann dadurch rhythmisch gegliedert werden, ohne auf eine naturalistische Darstellung angewiesen zu sein. Für Ghashghai-Teppiche ist diese direkte, zeichenhafte Formensprache ein wichtiges wiederkehrendes Merkmal.

Die überlieferte Ghashghai-Ornamentik wird häufig von einer lebendigen Farbwirkung begleitet. In der Beschreibung werden insbesondere Rot- und Brauntöne genannt. Rot kann in einem Teppichfeld als kräftiger Grund oder als Akzent erscheinen, während Brauntöne eine erdige Verbindung zur natürlichen Umgebung herstellen. Die Farben stehen dabei nicht isoliert, sondern wirken innerhalb von Bordüren, Ornamenten und Zwischenflächen zusammen. Die genaue Anordnung der Farben gehört zur individuellen Ausführung des jeweiligen handgeknüpften Stücks.

Geometrische Muster erfüllen in der nomadischen Teppichtradition mehrere Funktionen. Sie strukturieren das Feld, geben dem Auge Orientierung und schaffen durch Wiederholung einen zusammenhängenden Aufbau. Ein Ornament kann als einzelnes Zeichen auftreten oder mit benachbarten Formen zu einer Kette verbunden werden. Auch Bordüren werden häufig eingesetzt, um das zentrale Feld zu fassen und den Übergang zum Rand zu ordnen. Die Klarheit der Formen bleibt dabei eng mit der handwerklichen Knüpftechnik verbunden.

Die Ghashghai-Formensprache ist nicht auf eine einzige starre Vorlage beschränkt. Überlieferte Motive können in ihrer Größe, Abfolge und Ausarbeitung variieren. Beim Knüpfen aus dem Gedächtnis entstehen dadurch Verschiebungen und persönliche Anpassungen, die dem Teppich seine handgefertigte Eigenart geben. Unregelmäßigkeiten sind in diesem Zusammenhang keine gedruckten Abweichungen, sondern Folgen des unmittelbaren Arbeitsprozesses. Sie zeigen, dass das Muster Knoten für Knoten aufgebaut wurde.

Durch seine ornamentale und farblich lebendige Gestaltung lässt sich ein Ghashghai-Teppich mit unterschiedlichen Wohnstilen verbinden. Geometrische Formen können in einer traditionell eingerichteten Umgebung die regionale Herkunft unterstreichen. Gleichzeitig können klare Linien und wiederkehrende Farbflächen in einem moderneren Raum als strukturierendes textiles Element wirken. Diese Einordnung beschreibt die Wirkung der regionalen Gestaltungstradition und nicht eine zusätzliche Ausstattung oder ein bestimmtes Einsatzgebiet dieses einzelnen Teppichs.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören seine Herkunft aus Südiran und der Provinz Fars, die Zuordnung zur Ghashghai-Tradition, die handgeknüpfte Ausführung sowie der Flor aus natürlicher Wolle. Hinzu kommen die angegebene Knotendichte von 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter und das Muster aus geometrischen Ornamenten. Die Quelle beschreibt den Teppich als hochwertig verarbeitet. Diese Angaben fassen die sachlichen Eigenschaften zusammen, ohne dem Stück eine nicht belegte Provenienz, Datierung oder Signatur zuzuschreiben.

Die Verbindung aus natürlicher Wolle und traditioneller Handarbeit prägt die Oberfläche und den Aufbau. Die geometrische Ornamentik verleiht dem Erscheinungsbild eine erkennbare Ordnung, während die nomadisch geprägte Ghashghai-Tradition für eine individuelle Umsetzung der Formen steht. Jeder Teppich wird dabei als eigenes handgefertigtes Stück betrachtet. Aussagen über Alter, Signatur oder einen bestimmten Erhaltungsgrad liegen für dieses Stück nicht vor und werden deshalb nicht ergänzt.

FAQ

Wie pflege ich meinen Ghashghai-Perserteppich?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit sich Schmutz und Staub nicht dauerhaft im Flor festsetzen. Bei einem Fleck wird die betroffene Stelle am besten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft. Reiben kann die Oberfläche unnötig belasten und den Fleck weiter verteilen. Für die gründliche Pflege wird eine professionelle Reinigung alle paar Jahre empfohlen. Die natürliche Wolle sollte dabei fachgerecht behandelt werden, damit Flor und Farben geschont werden.

Wo kann ich einen authentischen Ghashghai-Perserteppich kaufen?

Authentische Ghashghai-Perserteppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften und über vertrauenswürdige Online-Plattformen erhältlich. Sinnvoll sind Anbieter, die sich auf handgefertigte Teppiche konzentrieren und Herkunft, Material, Technik sowie die genannten Produktdaten nachvollziehbar beschreiben. Bei einem Kauf sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Bezeichnung Ghashghai tatsächlich zur angegebenen Herkunft aus der Region beziehungsweise Provinz Fars passt und nicht lediglich ein Muster bezeichnet.

Sind Ghashghai-Perserteppiche für Fußbodenheizungen geeignet?

Ghashghai-Perserteppiche sind für die Verwendung auf Fußbodenheizungen geeignet. Die natürliche Wolle wirkt wärmeisolierend und bleibt zugleich atmungsaktiv. Dadurch kann der Teppich die Wärme des Bodens abmildern, ohne seine textile Funktion zu verlieren, und zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Für eine schonende Nutzung sollte der Teppich eben aufliegen und die Pflegehinweise für Wolle beachtet werden.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen