Perserteppich Ghashghai 50×50 cm Schurwolle handgewebt

92$

Handgewebter Ghashghai Perserteppich | Material: Vorderseite Schurwolle, Rückseite Baumwolle | Größe: 50 x 50 cm | Muster: Geometrisch | Zustand: Neu, unbenutzt | Verschluss: Reißverschluss

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Inventarnummer: 17F837C5

Beschreibung

Ghashghai Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieses Ghashghai Kelim Kissen ist handgewebt. Die Vorderseite besteht aus 100% Schurwolle, während die Rückseite aus 100% Baumwolle gefertigt ist. Damit sind die beiden Seiten klar nach ihrem jeweiligen Material beschrieben. Die Wolle prägt die textile Vorderseite und gehört zur überlieferten Materialwelt handgewebter Kelims. Die Baumwolle bildet die Rückseite des Kissens.

Beim Handweben werden die Fäden nicht durch eine maschinelle Webbewegung miteinander verbunden, sondern in einem manuellen Arbeitsprozess. Das Webbild entsteht dadurch direkt aus dem Zusammenspiel von Kette und Schuss. Bei einem Kelim bleibt die Oberfläche flach, weil kein geschnittener Flor aufgebaut wird. So lässt sich die typische textile Struktur eines Kelims unmittelbar erkennen.

Das Kissen ist ein Unikat und wurde als Einzelstück gefertigt. Zur Ausstattung gehört ein Reißverschluss. Der Zustand ist neu und unbenutzt. Das angegebene Alter liegt bei 10-20 Jahren; Alter und Zustand bezeichnen dabei unterschiedliche Eigenschaften: Das Stück ist diesem Zeitraum zugeordnet und zugleich nicht benutzt.

Herkunft und Tradition

Das Kissen stammt aus Persien und wird dem Ghashghai Bereich zugeordnet. Die Ghashghai sind ein nomadisches Volk im Iran, dessen textile Tradition eng mit beweglichem Leben, handwerklicher Weitergabe und einer eigenständigen Bildsprache verbunden ist. In nomadischen Gemeinschaften mussten Textilien nicht nur hergestellt, sondern auch transportiert und im Alltag verwendet werden können. Dadurch entwickelte sich eine Webtradition, in der Material, Arbeitsweise und Muster eng zusammengehören.

Ghashghai Kelims stehen für eine Webkunst, die über Generationen weitergegeben wird. Wissen über das Spannen der Kette, das Eintragen der Schussfäden, das Wechseln der Farben und den Aufbau eines Musters wird traditionell praktisch vermittelt. Anders als bei industrieller Fertigung entsteht ein handgewebtes Stück nicht durch eine vollkommen identische Wiederholung, sondern durch die fortlaufende Arbeit am konkreten Gewebe. Das erklärt, warum ein solches Textil als Unikat betrachtet wird.

Die nomadische Herkunft prägt auch die Rolle der Muster. Geometrische Formen lassen sich in einem Webprozess klar aufbauen und können in Reihen, Feldern, Rauten oder gegliederten Flächen erscheinen. Gleichzeitig bewahrt jedes Gewebe die Handschrift seiner Herstellung. Kleine Veränderungen in Linienführung, Farbverteilung oder Rhythmus sind Teil der handwerklichen Entstehung und keine maschinelle Abweichung von einer Vorlage.

Die iranische Kelimtradition umfasst unterschiedliche regionale und stammesbezogene Ausdrucksformen. Ghashghai Arbeiten werden dabei mit dynamischen Entwürfen und kräftigen Farben verbunden. Die Überlieferung von Mustern ist nicht als starres Regelwerk zu verstehen: Motive werden innerhalb einer bekannten Tradition neu angeordnet, vereinfacht oder in anderer Folge wiederholt. So entsteht eine Verbindung von Wiedererkennung und individueller Ausführung.

Handgewebte Kelims gehören zu den älteren Formen textiler Boden- und Wohntextilien im persischen Kulturraum. Ihr flaches Gewebe unterscheidet sie von geknüpften Teppichen. Bei einem Kelim wird das Muster in die Webstruktur eingearbeitet, anstatt als Flor aus einzelnen Knoten aufzustehen. Diese technische Grundlage macht die Webart zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Textilgeschichte und erklärt ihre klare, grafische Wirkung.

Design und Muster

Das Muster dieses Kissens ist geometrisch. Geometrische Kelimmotive beruhen auf Linien, Winkeln, Feldern und wiederkehrenden Formen. Sie können eine Fläche ordnen, einen Mittelpunkt betonen oder ein fortlaufendes Rapportmuster bilden. Die Wirkung entsteht aus der Beziehung zwischen den einzelnen Formen und dem Rhythmus ihrer Wiederholung, nicht aus einer naturalistischen Darstellung.

In der Ghashghai Gestaltung finden sich häufig bewegte Kompositionen. Rauten, Zickzacklinien, gestufte Konturen und gegliederte Farbfelder können den Eindruck von Bewegung erzeugen. Solche Formen sind für das Weben besonders geeignet, weil sie sich schrittweise aus horizontalen und vertikalen Fäden aufbauen lassen. Die Geometrie bleibt dabei nicht rein mathematisch, sondern erhält durch die Handarbeit eine textile Unregelmäßigkeit.

Traditionelle Kelimmuster können außerdem Vorstellungen aus Natur, Alltag und nomadischer Lebenswelt aufnehmen. Abstrakte Blüten, Tiere, Pflanzenformen oder Schutzzeichen werden oft auf einfache Grundformen reduziert. Bei diesem Kissen ist als konkrete Mustereigenschaft nur die geometrische Gestaltung angegeben. Deshalb steht hier die grafische Struktur im Vordergrund, nicht die Zuordnung eines einzelnen Motivs.

Die Farbwirkung iranischer Nomaden- und Kelimtextilien wird häufig durch deutliche Kontraste und kräftige Töne bestimmt. Daneben können Erdfarben für Ruhe und eine natürliche Einbindung sorgen. Farben strukturieren die Fläche, trennen benachbarte Motive und lenken den Blick durch das Gewebe. Bei handgewebten Textilien verändert sich der Eindruck einer Farbe zudem mit der Richtung der Fäden und dem Licht auf der Oberfläche.

Als Kissen verbindet das Stück die flache Kelimästhetik mit einer textilen Wohnfunktion. Ein geometrisches Muster kann in einer reduzierten Einrichtung als grafischer Akzent wirken oder sich in eine von Mustern geprägte Umgebung einfügen. Die Gestaltung ist nicht an eine bestimmte Raumart gebunden. Das Kissen kann im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder auf einer geschützten Terrasse eingesetzt werden, wobei die handgewebte Oberfläche sichtbar bleibt.

Besonderheiten

Die Besonderheiten dieses Einzelstücks liegen in seiner handgewebten Kelimtechnik, der Verbindung von Schurwolle auf der Vorderseite und Baumwolle auf der Rückseite sowie dem geometrischen Muster. Es ist neu und unbenutzt, verfügt über einen Reißverschluss und wird als Unikat angeboten. Die Pflege soll schonend erfolgen: Eine Handwäsche mit milden Reinigungsmitteln wird empfohlen, aggressive Chemikalien und Bleiche sollen vermieden werden. Zum Trocknen soll das Kissen an der Luft liegen.

Für den Außenbereich ist das Kissen nicht speziell konzipiert. Geschützte Bereiche sind daher geeigneter; bei Regen und starker Sonneneinstrahlung sollte es hereingeholt werden. Diese Vorsicht dient dem Schutz von Farben und Textur. So bleibt die flache, handgewebte Oberfläche im Wohngebrauch besser erhalten.

FAQ

Wie pflege ich das Ghashghai Kissen?

Empfohlen wird eine schonende Handwäsche mit milden Reinigungsmitteln. Aggressive Chemikalien und Bleiche sollten nicht verwendet werden. Anschließend sollte das Kissen an der Luft trocknen. Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, die Struktur des handgewebten Kelims zu bewahren und die Oberfläche sorgfältig zu behandeln.

Kann ich das Kissen im Freien verwenden?

Das Kissen ist nicht speziell für den Außenbereich konzipiert. Es kann in geschützten Bereichen eingesetzt werden, sollte aber bei Regen und starker Sonneneinstrahlung hereingeholt werden. Auf diese Weise lassen sich die Farben und die textile Textur besser schützen.

Sind die Farben des Kissens nachhaltig?

Die Farben von Ghashghai Kelim Kissen werden meist aus natürlichen Farbstoffen gewonnen. Das gilt als umweltfreundlich und unterstreicht den authentischen Charakter dieser Handwerkstradition. Die Aussage bezieht sich auf die bei Ghashghai Kelim Kissen übliche Farbgewinnung und nicht auf eine zusätzliche Zertifizierung dieses Einzelstücks.

Zusätzliche Informationen
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