Perserteppich Ghashghai 35 x 37 cm Wolle handgeknüpft

296$

Handgeknüpfter Ghashghai Perserteppich | Knotendichte: besonders hoch | Material: Flor 100% Schurwolle, Rückseite 100% Baumwolle | Größe: 35×37 cm | Muster: Floral | Zustand: Neu, perfekt

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Inventarnummer: BEB2CCF9

Beschreibung

Ghashghai Perserteppich

Material und Verarbeitung

Das Ghashghai Kissen ist auf der Vorderseite mit 100% Schurwolle gearbeitet. Wolle wird bei handgeknüpften Textilien wegen ihrer Robustheit und Langlebigkeit verwendet. Sie kann zur Temperaturregulierung beitragen und vermittelt dadurch je nach Platzierung ein angenehmes Gefühl. Die Rückseite besteht aus 100% Baumwolle. Zusätzlich ist die Rückseite aus altem Jajim gefertigt. Jajim bezeichnet ein traditionell gewebtes, flaches Textil und steht damit in engem Zusammenhang mit der Kelim-Tradition.

Die Vorderseite wurde von Hand geknüpft. Bei dieser Arbeitsweise wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht und anschließend in die Gestaltung der Oberfläche einbezogen. Die im Ausgangstext beschriebene besonders hohe Knotendichte unterstützt die Haltbarkeit und ermöglicht eine detailreiche Ausarbeitung des Musters. Das handgeknüpfte Verfahren macht jedes Stück zu einem Unikat. Die Fertigung verbindet damit eine textile Oberfläche aus Schurwolle mit einer Rückseite aus Baumwolle und altem Jajim.

Das Kissen besitzt einen Reißverschluss zur einfachen Befüllung. Dadurch lässt sich die Füllung einsetzen oder herausnehmen, ohne die textile Rückseite öffnen zu müssen. Die Ausführung ist als neu und perfekt beschrieben. Jedes Kissen ist signiert; die Signatur gehört zu den angegebenen Merkmalen dieses einzelnen Stücks und unterstreicht seinen Charakter als Unikat.

Herkunft und Tradition

Das Kissen stammt aus Persien und aus einem Nomadengebiet. Mit Ghashghai wird die textile Tradition der Ghashghai-Nomaden im Süden Irans verbunden. Die Ghashghai leben in der Region Fars, die als wichtiger Bezugspunkt ihrer Teppich- und Textilkunst gilt. Ihre handwerkliche Überlieferung ist eng mit einer nomadischen Lebensweise verbunden, in der textile Arbeiten sowohl praktische als auch gestalterische Aufgaben erfüllen.

Nomadische Knüpferinnen und Knüpfer arbeiteten traditionell mit Materialien, die transportiert und in unterschiedlichen Lebenssituationen eingesetzt werden konnten. Wolle war dafür ein naheliegender Werkstoff: Sie lässt sich verspinnen, färben und zu widerstandsfähigen textilen Flächen verarbeiten. Aus solchen Arbeitsbedingungen entwickelte sich eine eigenständige Form des Knüpfens, bei der die Handarbeit, die verfügbaren Materialien und die Weitergabe von Mustern über Generationen zusammenwirken.

Ghashghai-Teppiche und verwandte textile Arbeiten sind für eine eigenständige Farb- und Mustersprache bekannt. Die Motive stehen häufig in Verbindung mit der Natur, dem Alltag und der Umgebung der nomadischen Bevölkerung. Dabei werden Eindrücke nicht unbedingt naturalistisch wiedergegeben. Formen können vereinfacht, rhythmisch geordnet oder in wiederkehrende Zeichen übertragen werden. Gerade diese Verbindung von Beobachtung, Erinnerung und handwerklicher Abstraktion prägt die Tradition.

Die Region Fars besitzt neben ihrer textilen Überlieferung eine vielseitige Landschaft und eine lange Geschichte. Für die Einordnung des Ghashghai-Stils ist vor allem die Verbindung von südiranischer Herkunft, nomadischem Leben und handwerklicher Weitergabe wichtig. Teppiche, Kissen und flach gewebte Textilien entstehen in diesem kulturellen Umfeld nicht als anonyme Serienware, sondern als Arbeiten, in denen überlieferte Techniken mit der Gestaltung des jeweiligen Stücks verbunden werden.

Die Rückseite aus altem Jajim verweist zusätzlich auf die Tradition flach gewebter Textilien. Jajim wird auf einem Webstuhl hergestellt und unterscheidet sich dadurch grundsätzlich von einer geknüpften Floroberfläche. In einem Kissen können beide textile Verfahren zusammenkommen: Die Vorderseite zeigt den geknüpften Flor, während die Rückseite die Geschichte und Struktur eines gewebten Textils weiterführt. Diese Kombination verbindet unterschiedliche Bereiche der persischen Handwerkskultur in einem Gebrauchsgegenstand.

Design und Muster

Das Muster ist als floral angegeben. Florale Gestaltung verwendet Formen aus der Pflanzenwelt als Grundlage für die Oberfläche. Blüten, Blätter, Ranken und abstrahierte Pflanzenelemente können dabei zu einem wiederkehrenden Rapport oder zu einer freieren Komposition verbunden werden. Beim Ghashghai-Stil stehen solche Naturbezüge häufig neben geometrisch vereinfachten Formen. Das Motiv muss daher nicht wie eine botanische Abbildung erscheinen, sondern kann durch klare Linien, Winkel und rhythmische Wiederholungen seine textile Form erhalten.

Die Musterwelt der Ghashghai ist von der nomadischen Umgebung und vom täglichen Leben geprägt. Naturmotive werden in der traditionellen Gestaltung häufig nicht isoliert betrachtet, sondern in ein Gesamtbild aus Bordüren, Feldern und wiederkehrenden Zeichen eingeordnet. Auf diese Weise entsteht eine dekorative Ordnung, die zugleich auf die Herkunft der Muster verweist. Das florale Thema dieses Kissens gehört zu dieser überlieferten Verbindung von Naturbeobachtung und handwerklicher Abstraktion.

Bei handgeknüpften Arbeiten wird das Design Knot für Knoten aufgebaut. Die Knotendichte beeinflusst dabei, wie fein Linien, Übergänge und kleine Musterbereiche ausgeführt werden können. Eine besonders hohe Knotendichte wird bei diesem Stück beschrieben. Sie steht im Zusammenhang mit der Detailgenauigkeit, die bei der Ausarbeitung von Blumen- und Pflanzenelementen sichtbar werden kann. Die Oberfläche erhält dadurch eine strukturierte, textile Wirkung, ohne dass die Gestaltung ihren handwerklichen Charakter verliert.

Die im Ausgangstext genannte Farbe ist Dunkelblau. Dunkelblau bildet einen ruhigen, tiefen Grund- oder Gestaltungston und kann florale Formen klar gegenüber der übrigen Fläche absetzen. In der Ghashghai-Tradition werden Farben häufig als Teil der Musterordnung eingesetzt. Ihre Wirkung entsteht nicht allein durch einzelne Farbtöne, sondern durch das Verhältnis von Grundfläche, Motiv und Begrenzung. Das dunkelblaue Farbbild unterstützt deshalb die Lesbarkeit des floralen Themas.

Ein Kissenformat bietet der Mustertradition eine kompakte Fläche. Die Gestaltung wird dadurch auf einen begrenzten textilen Bildraum konzentriert. Das florale Motiv, die handgeknüpfte Vorderseite und die gewebte Rückseite aus altem Jajim machen das Stück zugleich zu einem Gebrauchsgegenstand und zu einem Träger traditioneller Formen. Da jedes Kissen signiert und als Unikat beschrieben ist, steht dieses konkrete Stück für eine einzelne Ausführung und nicht für eine vollständig identische Serie.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen gehören die handgeknüpfte Vorderseite aus 100% Schurwolle, die Rückseite aus 100% Baumwolle und das alte Jajim als rückseitiges Textil. Die Verbindung von geknüpfter und gewebter Ausführung macht den Aufbau des Kissens nachvollziehbar. Hinzu kommen die besonders hohe Knotendichte, die Signatur jedes Kissens und der beschriebene Zustand neu, perfekt.

Der Reißverschluss ermöglicht eine einfache Befüllung und macht die Konstruktion für den praktischen Gebrauch zugänglich. Das Kissen kann als dekoratives Element auf einem Bett oder Sofa verwendet werden. Ebenso passt es als textiles Accessoire in eine Leseecke. Seine Funktion bleibt dabei mit der handwerklichen Gestaltung verbunden: Es dient als Kissen und zeigt zugleich eine florale, dunkelblaue Oberfläche aus der Ghashghai-Tradition.

FAQ

Wie pflege ich mein Ghashghai Kissen richtig?

Für die Pflege wird eine schonende Handwäsche mit einem milden Waschmittel empfohlen. Die Reinigung sollte vorsichtig erfolgen, damit die handgeknüpfte Wolloberfläche und die textile Rückseite geschont werden. Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, um ein Ausbleichen der Farben zu verhindern. Bei Bedarf kann das Kissen leicht aufgeschüttelt werden, damit es seine Form behält. Der Reißverschluss erleichtert den Zugang zur Füllung, ersetzt jedoch keine behutsame Behandlung der Materialien. Bei der Pflege sind sowohl die Schurwolle auf der Vorderseite als auch die Baumwolle und das alte Jajim auf der Rückseite zu berücksichtigen.

Woher kommt das Ghashghai Kissen?

Das Ghashghai Kissen stammt aus Persien, aus einem Nomadengebiet im Süden Irans. Die Ghashghai-Nomaden sind mit der Region Fars verbunden, in der eine lange Tradition der Teppich- und Kissenherstellung besteht. Ihre textile Kunst umfasst handgeknüpfte Arbeiten und weitere traditionelle Verfahren. Die Muster beziehen sich häufig auf Natur und Alltag der nomadischen Bevölkerung. Dieses Kissen verbindet diese Herkunft mit einer handgeknüpften Vorderseite, einem floralen Muster und einer Rückseite aus altem Jajim. Damit werden geknüpfte und flach gewebte Textiltraditionen in einem einzelnen Stück zusammengeführt.

Kann ich das Kissen als dekoratives Element verwenden?

Ja. Das Ghashghai Kissen eignet sich als dekoratives Element in verschiedenen Wohnbereichen. Es kann auf einem Sofa als farblicher Akzent eingesetzt werden, in einer Leseecke als textiles Accessoire dienen oder ein Schlafzimmer ergänzen. Die dunkelblaue, florale Vorderseite bringt dabei die angegebene Gestaltung zur Geltung, während die Rückseite aus altem Jajim eine weitere textile Ebene bildet. Durch die handgeknüpfte Ausführung, die Signatur und den beschriebenen Unikat-Charakter bleibt das Kissen nicht nur ein funktionaler Einrichtungsgegenstand, sondern zeigt auch die überlieferte Handarbeit der Ghashghai-Tradition.

Zusätzliche Informationen
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