






Perserteppich Ghashghai 35 x 34 cm Wolle handgeknüpft
280$
Handgeknüpfter Ghashghai Perserteppich | Material: Vorderseite 100% Schurwolle, Rückseite 100% Baumwolle | Größe: 35 x 34 cm | Muster: Orientalisch | Zustand: Neu, perfekt
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Beschreibung
Ghashghai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieses Ghashghai Kissen ist handgeknüpft und verbindet eine Vorderseite aus 100% Schurwolle mit einer Rückseite aus 100% Baumwolle. Die Schurwolle bildet die sichtbare textile Fläche und ist als traditionelles Material der Teppichherstellung für eine widerstandsfähige und zugleich geschmeidige Haptik bekannt. Baumwolle auf der Rückseite ergänzt den Aufbau um eine textile Partie mit eigener Struktur. Die Materialaufteilung ist damit klar erkennbar: Die Vorderseite besteht vollständig aus Schurwolle, während die Rückseite vollständig aus Baumwolle gefertigt ist.
Die Rückseite besteht aus altem Jajim, einem Kelim. Jajim bezeichnet eine flachgewebte Textilarbeit, bei der das Muster nicht durch Flor, sondern durch die Verkreuzung von Kett- und Schussfäden entsteht. Im Unterschied zur geknüpften Vorderseite besitzt ein Jajim keinen geschnittenen Flor. Dadurch treffen bei diesem Kissen zwei traditionelle textile Techniken aufeinander: die Handknüpfung auf der Vorderseite und das flachgewebte Kelim auf der Rückseite.
Die handgeknüpfte Verarbeitung steht in der Tradition, einzelne Knoten von Hand in die Grundstruktur einzubringen und die Florfäden anschließend zu ordnen. Bei einem Kissen entsteht so eine textile Oberfläche, die für die Nutzung im Wohnbereich geeignet ist. Die Beschreibung hebt die sorgfältige Verarbeitung, die angenehme weiche Wirkung und die Stabilität der Ausführung hervor. Eine konkrete Knotendichte ist nicht angegeben und wird daher nicht näher beziffert.
Herkunft und Tradition
Das Kissen stammt aus Persien, aus einem Nomadengebiet im südwestlichen Iran. Es wird den Ghashghai-Nomaden zugeordnet, deren textile Tradition eng mit der Region Fars verbunden ist. Die Ghashghai sind nomadische Stämme, deren handgeknüpfte Teppiche und Kissen zu den bekannten Ausdrucksformen iranischer Nomadenkunst gehören. Ihre Textilien entstanden im Zusammenhang mit einer beweglichen Lebensweise und mussten deshalb neben einer gestalterischen Funktion auch im täglichen Gebrauch bestehen.
Die Ghashghai-Tradition ist nicht auf ein einziges festes Muster beschränkt. Sie umfasst unterschiedliche geometrische Ordnungen, kräftige Farbwirkungen und Zeichen, die aus der Umgebung und aus dem kulturellen Gedächtnis der Stämme hervorgegangen sind. Bei nomadischen Web- und Knüpfarbeiten werden Gestaltung und Herstellung nicht unabhängig voneinander verstanden. Das textile Stück ist zugleich Gebrauchsgegenstand, sichtbarer Ausdruck der Herkunft und Teil einer über Generationen weitergegebenen Handwerkspraxis.
Die Region Fars im südwestlichen Iran ist historisch mit verschiedenen nomadischen Gemeinschaften verbunden. Ihre Teppiche und Kissen unterscheiden sich von vielen städtischen Manufakturarbeiten durch eine unmittelbare, klar gegliederte Formensprache. Geometrische Felder, wiederkehrende Motive und eine lebendige Farbauffassung können dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Muster werden nicht nur als dekorative Flächen betrachtet, sondern auch als Träger von Erinnerungen, Vorstellungen und Zeichen aus dem Lebensumfeld der Weberinnen und Knüpfer.
Ghashghai-Textilien verweisen deshalb auf eine Kultur, in der handwerkliches Wissen innerhalb der Gemeinschaft weitergegeben wird. Das Wissen betrifft die Auswahl und Bearbeitung von Wolle, das Vorbereiten der Grundstruktur, das Knüpfen, Weben und Ordnen der Oberfläche sowie die Zusammenstellung von Farben und Motiven. Ein handgeknüpftes Kissen aus dieser Tradition steht in Verbindung mit dieser umfassenden textilen Praxis. Die Rückseite aus altem Jajim führt zusätzlich die Geschichte des iranischen Flachwebens in das Stück ein.
Orientalische Teppiche und textile Arbeiten aus Persien sind über ihre praktische Verwendung hinaus kulturelle Dokumente. Farben und Muster können auf Landschaft, Lebensweise und regionale Identität Bezug nehmen. Bei nomadischen Arbeiten entsteht diese Verbindung besonders unmittelbar, weil die Textilien aus dem Alltag der Gemeinschaft hervorgehen. Das Ghashghai Kissen gehört damit zu einer Tradition, in der Handarbeit, Gebrauch und kulturelle Überlieferung zusammenwirken.
Design und Muster
Das Muster dieses Kissens wird als orientalisch beschrieben. In der Ghashghai-Kunst begegnen häufig geometrische Formen, florale Motive und symmetrische Anordnungen. Diese Begriffe bezeichnen unterschiedliche Gestaltungselemente: Geometrische Formen strukturieren die Fläche durch Linien, Rauten, Felder oder wiederkehrende Winkel. Florale Motive greifen vereinfachte Pflanzenformen auf. Symmetrische Ordnungen schaffen eine erkennbare Balance zwischen den einzelnen Bereichen des Musters.
Die Designsprache der Ghashghai ist mit lebendigen Farben und einer deutlichen Gliederung verbunden. Bei nomadischen Teppichen und Kissen können Motive aus der Natur, dem Tierbereich und dem täglichen Leben in abstrahierter Form erscheinen. Sie müssen nicht als naturalistische Abbildungen gelesen werden. Durch die Reduktion auf Linien, Flächen und Wiederholungen erhalten sie eine textile Eigenständigkeit und lassen sich in den Aufbau eines geknüpften oder gewebten Stücks integrieren.
In der orientalischen Teppichtradition übernehmen Farben und Muster mehrere Aufgaben. Sie geben einer Fläche Rhythmus, unterscheiden einzelne Bereiche voneinander und prägen den regionalen Charakter einer Arbeit. Zugleich können sie kulturelle Vorstellungen und Erinnerungen weitertragen. Die verwendeten Farbstimmungen stehen in vielen traditionellen Textilien mit der natürlichen Umgebung der jeweiligen Region in Verbindung. Bei der Ghashghai-Tradition verbinden sich solche Bezüge mit der beweglichen Lebensweise der Nomaden und mit einer überlieferten Bildsprache.
Die Vorderseite dieses Kissens ist handgeknüpft und bietet dadurch eine andere Oberflächenwirkung als die Rückseite aus altem Jajim. Beim Knüpfen entsteht das Muster aus einzelnen Knoten und der Anordnung des Wollflors. Beim Jajim entsteht es aus dem Flachgewebe. Diese technische Verschiedenheit kann als Teil der Gestaltung verstanden werden, ohne der Rückseite ein bestimmtes Muster zuzuschreiben, das nicht beschrieben ist. Sicher ist, dass das Kissen zwei traditionelle persische Textilformen miteinander verbindet.
Die Mustertradition der Ghashghai ist eng mit der Identität ihrer Schöpfer verbunden. Ein Teppich oder Kissen kann dabei als Ausdruck von Herkunft, handwerklicher Erfahrung und kultureller Zugehörigkeit gelesen werden. Die orientalische Gestaltung dieses Stücks steht somit nicht für ein isoliertes Dekorelement, sondern für eine Formensprache, die aus dem Zusammenspiel von Handarbeit, Nomadenkultur und regionaler Tradition hervorgegangen ist.
Besonderheiten
Das Kissen ist neu und wird als perfekt erhalten beschrieben. Es kann als Rückenkissen auf einem Sofa oder als textile Ergänzung auf einem Bett verwendet werden. Die handgeknüpfte Vorderseite aus Schurwolle und die Rückseite aus altem Jajim geben ihm zwei unterschiedliche traditionelle Materialseiten. Außerdem ist es für Fußbodenheizung geeignet.
Die Pflege sollte schonend erfolgen. Zur regelmäßigen Entfernung von Staub und losem Schmutz empfiehlt sich ein Staubsauger mit Polsterdüse. Bei hartnäckigen Flecken werden spezielle Teppichreiniger genannt. Wenn die Behandlung eines Flecks unsicher ist, sollte eine Fachkraft hinzugezogen werden. So bleibt die textile Oberfläche möglichst behutsam behandelt.
FAQ
Was macht das Ghashghai Kissen besonders?
Besonders ist die Verbindung aus handgeknüpfter Vorderseite und Rückseite aus altem Jajim. Vorne besteht das Kissen aus 100% Schurwolle, hinten aus 100% Baumwolle. Hinzu kommen die Ghashghai-Zuordnung, die Herkunft aus einem persischen Nomadengebiet und das orientalische Muster. Das Stück verbindet damit traditionelle Handarbeit und eine praktische Verwendung als Rückenkissen oder als Ergänzung für ein Bett. Es wird außerdem als neu und perfekt erhalten beschrieben und ist für Fußbodenheizung geeignet.
Wie pflege ich mein Ghashghai Kissen?
Für die regelmäßige Pflege kann Staub mit einem Staubsauger und einer Polsterdüse entfernt werden. Dabei sollte die Düse vorsichtig geführt werden, damit die textile Oberfläche geschont wird. Bei hartnäckigen Flecken kommen spezielle Teppichreiniger infrage. Da Vorder- und Rückseite aus unterschiedlichen traditionellen Textilien bestehen, sollte eine Behandlung nicht unnötig intensiv erfolgen. Wenn die passende Reinigung eines Flecks nicht eindeutig ist, empfiehlt sich die Beratung durch eine Fachkraft.
Woher stammt das Ghashghai Kissen?
Das Kissen stammt aus Persien, genauer aus einem Nomadengebiet im südwestlichen Iran. Es wird mit den Ghashghai-Nomaden und der Region Fars in Verbindung gebracht. Die Ghashghai sind für handgeknüpfte Teppiche und Kissen mit lebendigen Farben und geometrisch geprägten Mustern bekannt. Diese textile Kunstform steht in einer nomadischen Tradition, in der Handwerk, Alltag und kulturelles Erbe eng miteinander verbunden sind. Die Rückseite aus altem Jajim verweist zusätzlich auf die persische Kelim- und Flachwebtradition.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Form | |
| Herkunft | |
| Material |














