





Perserteppich Ghashghai 175 x 80 cm Wolle handgeknüpft
414$
Handgeknüpfter Ghashghai Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 150.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 175 x 80 cm | Muster: Abstraktes Design mit großen Farbflächen und Figuren aus Tier- und Pflanzenwelt | Zustand: Neu
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 78A84AC5
Beschreibung
Ghashghai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die beiden Wollarten sind als Material des Flors angegeben. Beim Handspinnen wird die Wolle zu Garn verarbeitet, bevor sie beim Knüpfen eingesetzt wird. Anders als ein industriell hergestellter Faden entsteht handgesponnenes Garn durch einen handwerklichen Vorgang. Dadurch kann die Beschaffenheit des Garns innerhalb der textilen Arbeit eine eigene, handwerklich geprägte Struktur zeigen.
Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Teppichkonstruktion eingearbeitet. Aus der Folge dieser Knoten entsteht der Flor, während die Verbindung der einzelnen Reihen die textile Grundstruktur bildet. Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 50.000 bis 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Angabe beschreibt die Zahl der Knoten innerhalb einer Fläche und ist ein technisches Merkmal der Herstellung. Sie ist nicht mit der Florhöhe gleichzusetzen.
Die Hochflorigkeit bezeichnet die Ausprägung des Flors und gehört zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften dieses Gabbeh. Sie beeinflusst das Erscheinungsbild und die Haptik der Oberfläche. Schafs- und Ziegenwolle werden dabei als Flormaterial eingesetzt. Die handgeknüpfte Fertigung macht aus Garn, Knoten und Flor eine einzelne textile Arbeit. Jeder Abschnitt des Musters entsteht während des Knüpfvorgangs und wird nicht als nachträglicher Druck auf eine fertige Fläche aufgebracht.
Gabbeh-Teppiche werden traditionell mit einer kräftigeren, hochflorigen Ausführung verbunden. Ihre Herstellung unterscheidet sich damit von flach gewebten Kelims und von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Der handwerkliche Charakter zeigt sich in der Verbindung von gesponnenem Material, einzelnen Knoten und einer bewusst klaren Gestaltung. Bei diesem Exemplar kommen diese technischen Merkmale mit einer Knotendichte von 50.000 bis 150.000 Knoten pro Quadratmeter und dem Zustand Neu zusammen.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Ghashghai in der Provinz Fars im Iran. Fars gehört zu den bedeutenden historischen Landschaften der iranischen Teppichherstellung. Die Region im Süden Irans ist besonders mit nomadischen und halbnomadischen Web- und Knüpftraditionen verbunden. Ghashghai bezeichnet dabei eine kulturelle und regionale Herkunft, die in der Teppichkunde eng mit eigenständigen Formen, Farben und Motiven verbunden ist.
Gabbeh-Teppiche stehen innerhalb dieser Tradition für eine eher unmittelbare und reduzierte Gestaltung. Sie wurden nicht ausschließlich als repräsentative Kunstwerke konzipiert, sondern entstanden auch aus dem praktischen Bedarf an textilen Bodenbelägen. Ein Teppich konnte im Alltag verwendet werden und zugleich eine charakteristische Bildsprache tragen. Diese Verbindung von Gebrauch, Material und Gestaltung ist ein wichtiger Hintergrund der Gabbeh-Tradition in Fars.
Die nomadisch geprägte Herstellung beruhte auf Kenntnissen, die innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben wurden. Dazu gehörten die Auswahl und Vorbereitung der Wolle, das Spinnen des Garns, das Färben, die Einrichtung des Knüpfrahmens und die Umsetzung des Entwurfs. Ein festes Musterbuch war nicht in jedem Fall die Grundlage. Formen konnten aus dem Gedächtnis, aus der Umgebung und aus überlieferten Gestaltungsweisen aufgenommen und während der Arbeit individuell verändert werden.
Die natürlichen Lebensbedingungen der Region spiegeln sich in vielen Motiven der Fars-Tradition. Tiere, Pflanzen und vereinfachte menschliche Figuren konnten als Zeichen in die Teppichfläche aufgenommen werden. Sie mussten nicht naturgetreu erscheinen. Ihre Bedeutung lag häufig in der Wiedererkennbarkeit einer Grundform und in ihrer Einordnung in eine farbige Fläche. So entstand eine Bildsprache, die mit wenigen Mitteln arbeitet und dennoch eine klare regionale Identität besitzt.
Die Wolle spielte für nomadische Teppichtraditionen eine zentrale Rolle, weil Schafe und Ziegen zur Lebensgrundlage vieler Gemeinschaften gehörten. Aus der verfügbaren Wolle wurde Garn für unterschiedliche textile Arbeiten hergestellt. Handspinnen und Handknüpfen waren daher nicht voneinander getrennte Tätigkeiten, sondern Bestandteile eines zusammenhängenden handwerklichen Wissens. Die Verwendung handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle verweist bei einem Gabbeh auf diese textile Grundlage, ohne die konkrete Herstellung jedes einzelnen Arbeitsschritts außerhalb der genannten Materialangabe festzulegen.
Ghashghai-Gabbehs werden häufig durch eine freie, nicht streng akademische Formensprache charakterisiert. Anders als bei manchen städtischen Teppichen steht nicht die möglichst feine Ausarbeitung eines zentralen Medaillons oder eines vollständig ausgefüllten Rankenwerks im Vordergrund. Breite Flächen, starke Kontraste und vereinfachte Figuren können die Komposition bestimmen. Die handwerkliche Ausführung erlaubt, dass ein überliefertes Motiv in einer persönlichen Variante erscheint.
Die Geschichte der iranischen Teppichkunst umfasst zahlreiche regionale Traditionen, die sich in Knüpftechnik, Material, Farbauffassung und Muster unterscheiden. Fars nimmt darin eine eigene Stellung ein. Die Verbindung aus nomadischer Lebensweise, lokaler Wollverarbeitung und einer klaren dekorativen Sprache machte Gabbeh zu einer erkennbaren Form innerhalb der persischen Teppichwelt. Der Ursprung dieses Teppichs wird als Ghashghai, Provinz Fars, Iran angegeben.
Design und Muster
Das Muster dieses Gabbeh ist ein abstraktes Design mit großen Farbflächen und Figuren aus der Tier- und Pflanzenwelt. Die großen Flächen bilden die visuelle Grundlage. Sie geben der Komposition Ruhe und Übersicht, während die Figuren einzelne Bereiche der Fläche gliedern. Das Muster arbeitet somit nicht mit einer vollständig kleinteiligen Ornamentfüllung, sondern mit dem Verhältnis von Farbe, Form und freiem Raum.
Abstrakte Tierfiguren werden in der Gabbeh-Tradition oft auf wenige charakteristische Merkmale reduziert. Ein Körper kann als kompakte Fläche erscheinen, während Beine, Kopf oder Hörner durch kurze Linien angedeutet werden. Eine solche Darstellung ist nicht als naturwissenschaftliche Abbildung gedacht. Sie macht vielmehr die Grundidee eines Motivs sichtbar. Auch Pflanzen können durch stilisierte Stämme, Blätter oder Blüten angedeutet werden, ohne eine botanisch genaue Darstellung anzustreben.
Große Farbflächen erfüllen dabei mehrere gestalterische Aufgaben. Sie können Figuren voneinander trennen, einen farbigen Hintergrund bilden oder als eigenständige Formen innerhalb des Entwurfs wirken. Der Wechsel zwischen ruhigen und belebteren Bereichen schafft eine erkennbare Ordnung. Bei einem Gabbeh entsteht die Wirkung nicht allein durch die Anzahl der Motive, sondern durch deren Größe, Position und Verhältnis zur umgebenden Fläche.
Die Abstraktion erlaubt eine Verbindung von überlieferten Symbolen und individueller Ausführung. Ein Motiv kann in seiner Grundform an eine traditionelle Figur erinnern und zugleich in Proportion, Kontur oder Anordnung frei umgesetzt sein. Beim Handknüpfen wird diese Entscheidung Reihe für Reihe in die Teppichfläche übertragen. Deshalb gehört die Interpretation der Formen ebenso zur Gestaltung wie die Auswahl und Anordnung der Farben.
Tier- und Pflanzenmotive verweisen in der regionalen Teppichkunst auf die natürliche Umgebung und auf die Beobachtung des täglichen Lebens. Sie können als dekorative Figuren, als Erinnerungsbilder oder als überlieferte Zeichen verstanden werden. Eine einzelne Bedeutung lässt sich nicht jedem abstrakten Motiv einheitlich zuordnen. Entscheidend ist hier die nach der Quelle beschriebene Verbindung von Figuren aus Tier- und Pflanzenwelt mit großen Farbflächen und einer insgesamt abstrakten Gestaltung.
Gabbeh-Muster zeigen häufig, wie stark eine reduzierte Formensprache wirken kann. Ein klarer Umriss bleibt auch dann lesbar, wenn Details fehlen. Eine große Fläche kann die Wahrnehmung eines Motivs verstärken, ohne es mit vielen weiteren Ornamenten zu überlagern. Dadurch entsteht ein Design, das sowohl bildhafte als auch flächige Eigenschaften besitzt. Die Mustertradition von Fars verbindet auf diese Weise textile Handarbeit mit einer eigenständigen, vereinfachten Bildsprache.
Der Entwurf dieses Teppichs ist daher weder als streng geometrisches Rapportmuster noch als dichtes florales Allover-Muster beschrieben. Seine bestimmenden Elemente sind große Farbflächen, abstrakte Formen und Figuren aus der Tier- und Pflanzenwelt. Diese Merkmale gehören zur sichtbaren Musterangabe dieses Stücks. Die regionale Einordnung als Ghashghai-Gabbeh erklärt den traditionellen Hintergrund der Gestaltung, ersetzt aber nicht die konkrete Musterbeschreibung.
Besonderheiten
Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehört die Hochflorigkeit. Der längere Flor prägt die Oberfläche und gibt dem Gabbeh seine charakteristische, voluminöse Erscheinung. In Verbindung mit handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle entsteht eine deutlich textile Haptik. Die Hochflorigkeit ist ein Merkmal der Ausführung und keine zusätzliche Materialangabe.
Weitere konkrete Eigenschaften sind die handgeknüpfte Herstellung, die Knotendichte von 50.000 bis 150.000 Knoten pro Quadratmeter, das abstrakte Design mit großen Farbflächen und Figuren aus der Tier- und Pflanzenwelt sowie der neue Zustand. Der Ursprung in Ghashghai, Provinz Fars, Iran, verbindet diese Merkmale mit der dortigen Gabbeh-Tradition. Zusammen ergeben sie die charakteristische Beschreibung dieses einzelnen Teppichs.
FAQ
Wie pflege ich meinen Gabbeh richtig?
Regelmäßiges Staubsaugen gehört zur empfohlenen Pflege. Gelegentliches Ausklopfen kann ebenfalls durchgeführt werden. Flecken sollten sofort mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, damit sie nicht dauerhaft in der Oberfläche verbleiben. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, weil sie zum Ausbleichen der Farben beitragen kann. Bei der Reinigung sollte die hochflorige Oberfläche sorgfältig behandelt werden. Die Pflege zielt darauf, den Flor, die textile Oberfläche und die Farbwirkung möglichst lange zu erhalten.
Kann ich den Gabbeh auch in einem modernen Interieur verwenden?
Ja. Gabbeh-Teppiche passen sowohl zu modernen als auch zu traditionellen Einrichtungsstilen. Ein abstraktes Design mit großen Farbflächen kann in einer modernen Umgebung als klar gegliederte textile Fläche wirken. Die Figuren aus der Tier- und Pflanzenwelt geben dem Entwurf zugleich einen Bezug zur traditionellen iranischen Gabbeh-Gestaltung. Dadurch lässt sich die regionale Herkunft mit unterschiedlichen Einrichtungskonzepten verbinden, ohne die handgeknüpfte und kulturelle Eigenart des Teppichs zu verdecken.
Wie lange hält ein handgeknüpfter Gabbeh?
Bei richtiger Pflege kann ein handgeknüpfter Gabbeh Jahrzehnte und sogar Generationen überdauern. Die robuste handgeknüpfte Konstruktion und die verwendeten Materialien bilden die Grundlage für eine lange Nutzungsdauer. Wie lange ein Teppich tatsächlich erhalten bleibt, hängt auch von seiner Nutzung und Pflege ab. Regelmäßiges Staubsaugen, das sofortige Entfernen von Flecken und der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung gehören zu den genannten Maßnahmen. Der Zustand dieses Exemplars ist neu.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














