






Perserteppich Ghashgai 164×100 cm Wolle handgeknüpft
944$
Handgeknüpfter Ghashgai Perserteppich | Material: Flor Wolle, Kette Baumwolle | Größe: 164×100 cm | Muster: Geometrisch und linear | Alter: Ca. 25-40 Jahre | Zustand: Neu mit Etikett
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Beschreibung
Ghashgai Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ghashgai Perserteppich ist handgeknüpft. Für den Flor wird hochwertige Wolle genannt, während der Kettfaden aus Baumwolle besteht. Damit sind die beiden im Teppich ausgewiesenen Materialbereiche klar benannt: Wolle prägt die sichtbare Oberfläche, Baumwolle bildet die Kette, auf der die Knoten aufgebaut sind. Die handgeknüpfte Ausführung gehört zu den traditionellen Verfahren der orientalischen Teppichherstellung. Jeder Knoten wird einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingearbeitet. Anschließend werden die Knotenreihen verdichtet und durch Schussfäden gesichert.
Wolle wird bei handgeknüpften Teppichen wegen ihrer widerstandsfähigen und zugleich formbaren Faser verwendet. Sie kann Farbstoffe gut aufnehmen und lässt sich so für mehrfarbige Muster einsetzen. Die Baumwollkette bleibt bei einem fertigen Teppich meist weitgehend verborgen, ist für die Ordnung und Stabilität der Knüpfung jedoch wesentlich. Bei diesem Stück sind hochwertige Wolle im Flor und Baumwolle in der Kette als Materialangaben festgehalten. Weitere Materialbestandteile werden nicht genannt.
Die Oberfläche ist als Flor ausgeführt und die Florhöhe wird mit 1-3 cm angegeben. Die Herstellungstechnik ist handgeknüpft, nicht handgewebt. Dadurch entsteht ein Teppich, dessen Muster aus einzelnen Knoten und nicht aus durchgehenden Webschüssen gebildet wird. Die rechteckige Form unterstützt die regelmäßige Anordnung von Kette, Schuss und Muster. Der Teppich wird außerdem als für Fußbodenheizung geeignet beschrieben.
Herkunft und Tradition
Ghashgai Teppiche stehen in der Tradition der Ghashgai, einer nomadisch geprägten Volksgruppe im südlichen Iran. Die Teppichherstellung gehört dort seit langer Zeit zum kulturellen und wirtschaftlichen Leben. Nomadische und halbnomadische Weberinnen entwickelten Muster, die sich mit den verfügbaren Materialien, den überlieferten Formen und den praktischen Anforderungen des Alltags verbinden. Ein Ghashgai Teppich ist deshalb nicht nur durch seine Herkunftsbezeichnung, sondern auch durch die Verbindung von freier Gestaltung und klarer handwerklicher Struktur gekennzeichnet.
Die Ghashgai-Tradition wird häufig mit mobilen Lebensformen in Verbindung gebracht. Web- und Knüpfarbeiten konnten in unterschiedlichen Lebenssituationen entstehen und wurden innerhalb der Familien und Gemeinschaften weitergegeben. Anders als bei streng zentral geplanten Hofmanufakturen beruhen viele Stammesmuster auf einem überlieferten Formenschatz, der von der jeweiligen Weberin eigenständig ausgelegt werden konnte. Diese Verbindung von Tradition und individueller Ausführung erklärt die große Bandbreite geometrischer Ghashgai-Motive.
Bei persischen Nomaden- und Stammesteppichen stehen Nutzbarkeit und Gestaltung eng beieinander. Ein Teppich musste stabil, handhabbar und für den täglichen Gebrauch geeignet sein. Gleichzeitig diente er als Träger von Farben, Rhythmen und Zeichen, die in der jeweiligen Gemeinschaft bekannt waren. Die handgeknüpfte Herstellung verlangte Geduld und genaue Arbeit, auch wenn das Ergebnis nicht immer die völlig symmetrische Ordnung einer industriellen Produktion aufweist. Gerade die direkte Umsetzung überlieferter Muster in eine einzelne Knüpfarbeit ist ein wichtiges Merkmal dieser Teppichwelt.
Ghashgai Teppiche werden als Perserteppiche eingeordnet, weil ihre Tradition im iranischen Kulturraum verankert ist. Ihre Muster unterscheiden sich dabei von repräsentativen Stadtteppichen durch eine oft unmittelbarere, stärker geometrische Bildsprache. Das bedeutet nicht, dass jedes Stück gleich gestaltet ist. Vielmehr können zentrale Rauten, gestufte Formen, lineare Felder und Bordüren in immer neuen Kombinationen erscheinen. Die Bezeichnung Ghashgai verweist somit auf eine regionale und kulturelle Herkunftstradition, während die konkrete Komposition jedes einzelnen Teppichs eigenständig bleibt.
Die Weitergabe des Handwerks erfolgt traditionell über Anschauung und praktische Übung. Kenntnisse über das Spinnen, Färben, Spannen der Kette, Knüpfen und Abschließen werden innerhalb der Gemeinschaft vermittelt. Auch die Auswahl und Anordnung der Farben gehört zu diesem Wissen. Bei mehrfarbigen Ghashgai-Teppichen entsteht die Wirkung nicht allein durch einzelne Farbtöne, sondern durch deren Verhältnis in Feldern, Linien und Bordüren. Der regionale Stil bleibt dadurch erkennbar, ohne dass ein einheitliches Schema vorgeschrieben wäre.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als geometrisch und linear beschrieben. Geometrische Teppichmotive beruhen auf klar abgegrenzten Formen, Winkeln, Stufen und wiederkehrenden Achsen. Lineare Elemente können Felder teilen, Konturen hervorheben oder einen Rhythmus durch die Komposition führen. In der Ghashgai-Tradition werden solche Formen nicht zwingend mit Zirkel und Lineal entwickelt. Sie entstehen aus überlieferten Motiven, die beim Knüpfen in einer eigenen, handwerklich geprägten Ordnung umgesetzt werden.
Ein häufiges Prinzip nomadischer Teppichgestaltung ist die Gliederung in ein Innenfeld und eine oder mehrere Bordüren. Das Innenfeld trägt den Hauptakzent, während die Randzonen das Muster fassen und den Übergang zum äußeren Abschluss bilden. Bei diesem Teppich wird eine schmale beigefarbene Bordüre genannt. Beige kann als ruhiger Randton wirken und einen klaren Abschluss gegenüber der mehrfarbigen Gesamtgestaltung schaffen. Die Bordüre ist dabei nicht nur dekorativ, sondern ordnet auch die Beziehung zwischen Innenfläche und Außenkante.
Mehrfarbigkeit erlaubt es, geometrische und lineare Formen deutlich voneinander abzusetzen. Kontraste können Rauten, Winkel, Streifen oder gestufte Konturen lesbar machen. Nebeneinanderliegende Farbfelder erzeugen zudem einen rhythmischen Wechsel, der für Stammesmuster charakteristisch sein kann. Die Farbwirkung eines handgeknüpften Teppichs hängt immer vom Zusammenspiel der verwendeten Wolle, der Färbung und der Anordnung der Knoten ab. Eine mehrfarbige Komposition kann deshalb sowohl klar gegliedert als auch lebendig wirken, ohne auf naturalistische Darstellungen angewiesen zu sein.
Der Ausdruck Nomaden-Design beschreibt hier die gestalterische Einordnung, nicht eine zusätzliche Material- oder Zustandsangabe. Nomadisch geprägte Muster greifen häufig auf abstrahierte Formen zurück. Tiere, Pflanzen, Sterne oder Schutzzeichen können in solchen Bildwelten zu geometrischen Symbolen verdichtet werden. Bei dem vorliegenden Teppich ist als konkretes Muster lediglich die geometrische und lineare Gestaltung genannt. Einzelne Figuren oder bestimmte Symbole werden nicht ausgewiesen und werden daher nicht ergänzt.
Ghashgai-Muster können eine starke Mittelachse besitzen oder aus mehreren kleineren Motivelementen aufgebaut sein. Ebenso möglich ist eine eher flächige Wirkung, bei der Linien und Farbfelder miteinander verzahnt sind. Die handgeknüpfte Umsetzung verleiht den Konturen eine textile Eigenheit: Linien werden aus einzelnen Knotenreihen gebildet und können dadurch eine leicht organische, nicht maschinell starre Wirkung erhalten. Diese Eigenschaft gehört allgemein zur handwerklichen Knüpftechnik und ist von der konkreten Musterbeschreibung zu unterscheiden.
Die rechteckige Form unterstützt die klassische Teppichgliederung mit Innenfeld und Randzone. Sie schafft eine längs und quer lesbare Ordnung, in der sich lineare Elemente fortsetzen oder einander spiegeln können. Für eine traditionelle persische Einrichtung lässt sich ein solches geometrisches Muster als eigenständiger textiler Akzent verstehen. Es gehört zugleich zu einer älteren regionalen Bildsprache, deren Wirkung nicht von einer naturalistischen Darstellung, sondern von Proportion, Wiederholung und Farbverteilung getragen wird.
Besonderheiten
Als Besonderheiten dieses Stücks sind die handgeknüpfte Ausführung, der Flor aus hochwertiger Wolle und die Baumwollkette festgehalten. Hinzu kommen das geometrische und lineare Muster, die schmale beige Bordüre, die mehrfarbige Gestaltung und die rechteckige Form. Der Teppich wird als neu mit Etikett beschrieben, obwohl zugleich ein Alter von etwa 25-40 Jahren angegeben ist. Diese Angaben werden hier unverändert nebeneinandergestellt. Außerdem ist das Stück für Fußbodenheizung geeignet.
Die ausgewiesene Florhöhe beträgt 1-3 cm. Damit ist die Beschaffenheit des sichtbaren Flors ausdrücklich beschrieben, ohne dass daraus weitere Eigenschaften abgeleitet werden. Die Kombination aus Wolle im Flor, Baumwolle in der Kette und traditioneller Handknüpfung macht die textile Konstruktion nachvollziehbar. Eine bestimmte Signatur, Reparatur, Provenienz oder besondere Färbetechnik wird nicht genannt.
FAQ
Aus welchem Material besteht der Teppich?
Der Flor besteht aus hochwertiger Wolle. Als Kettfaden wird Baumwolle angegeben. Die Wolle bildet damit die sichtbare Florfläche, während die Baumwolle die Kette des Knüpfgrundes bildet. Weitere Materialien sind in der Beschreibung nicht ausgewiesen.
Wie ist das Muster gestaltet?
Das Muster ist geometrisch und linear. Der Teppich ist mehrfarbig und besitzt eine schmale beige Bordüre. Die Beschreibung nennt keine einzelnen Figuren, Pflanzenmotive oder Symbole. Die Bezeichnung Ghashgai und das Nomaden-Design ordnen die Gestaltung in eine persische, regional geprägte Teppichtradition ein.
Ist der Teppich für Fußbodenheizung geeignet?
Ja. Der Teppich wird als für Fußbodenheizung geeignet beschrieben. Zusätzlich ist er handgeknüpft, rechteckig und mit einem Flor aus hochwertiger Wolle sowie einer Baumwollkette ausgeführt. Der Zustand wird als neu mit Etikett angegeben.
Zusätzliche Informationen
| Farbe | |
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| Form | |
| Herkunft |














