Perserteppich Gabbeh Shuli 172 x 122 cm Wolle handgeknüpft

852$

Handgeknüpfter Gabbeh Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor glänzende Schurwolle | Größe: 172 x 122 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs | Zustand: Neu

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER

Inventarnummer: 53DEB63B

Beschreibung

Gabbeh Shuli Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh Shuli ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus glänzender Schurwolle. Die Schurwolle prägt den Charakter des Teppichs durch ihren natürlichen Griff und ihren sichtbaren Glanz. Als Material für den Flor verbindet sie eine weiche Haptik mit der für Wolle typischen widerstandsfähigen Struktur. Die Oberfläche wirkt dadurch lebendig und lässt die Farben Rot, Beige, Grau und Braun differenziert erscheinen.

Die Herstellung erfolgt von Hand. Beim Knüpfen wird jeder Knoten einzeln in die textile Struktur eingebunden, bevor die Floroberfläche weiter ausgearbeitet wird. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 90.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Dichte unterstützt die klare Ausarbeitung der fantasievollen Zeichnung und verleiht dem Gewebe eine feste, belastbare Struktur.

Gabbeh-Teppiche werden traditionell mit einem vergleichsweise ausdrucksstarken Flor und einer deutlich lesbaren Oberfläche verbunden. Die handgeknüpfte Ausführung macht den Aufbau des Teppichs nachvollziehbar: Farbe, Material und Muster entstehen in einem Arbeitsprozess, der auf der Erfahrung der Knüpfer beruht. Bei diesem Stück treffen die glänzende Schurwolle und die freie Gestaltung des Musters unmittelbar aufeinander.

Herkunft und Tradition

Der Gabbeh Shuli stammt aus der Region Fars im Süden Persiens, in der Nähe von Shiraz. Fars gehört zu den bedeutenden Landschaften der persischen Teppichkultur. Die Region ist mit nomadischen Lebensweisen und mit handwerklichen Traditionen verbunden, in denen Teppiche nicht nur als Gebrauchsgegenstände, sondern auch als Ausdruck eigener Vorstellungen und Erfahrungen entstanden. Der Gabbeh steht in diesem Zusammenhang für eine Form des Knüpfens, die einen unmittelbaren und eigenständigen Charakter bewahrt.

Bei Gabbeh-Arbeiten ist die Beziehung zwischen Knüpfer und Entwurf besonders sichtbar. Die Muster folgen nicht ausschließlich einem streng vorgegebenen, über Generationen unverändert wiederholten Plan. Vielmehr lässt die Tradition Raum für frei erfundene Formen, vereinfachte Figuren und eine persönliche Ordnung der Flächen. Diese Offenheit erklärt, weshalb Gabbeh-Muster häufig ungewöhnlich, abstrakt oder spielerisch wirken. Der Shuli-Stil verbindet diese freie Bildsprache mit der handwerklichen Überlieferung aus Fars.

Die nomadische Teppichtradition Südwestpersiens entwickelte Lösungen, die sich an verfügbaren Naturmaterialien und an den Anforderungen des täglichen Lebens orientierten. Wolle war dabei ein naheliegender Werkstoff, weil sie sich verspinnen, färben und zu einem robusten Flor verarbeiten lässt. Aus dieser praktischen Grundlage entwickelte sich eine eigenständige Ästhetik. Ein Gabbeh muss nicht durch eine überladene Komposition überzeugen; seine Wirkung entsteht oft durch eine klare Fläche, markante Kontraste und einzelne bewusst gesetzte Zeichen.

Die Nähe zu Shiraz verweist auf eine Region, in der unterschiedliche kulturelle Einflüsse zusammenkommen. Fars ist kein einheitlicher Teppichtyp, sondern ein weitläufiger Kulturraum mit verschiedenen lokalen und nomadischen Formen. Gabbeh gehört zu den bekanntesten Ausdrucksformen dieser südwestpersischen Tradition. Die Bezeichnung steht dabei für eine Teppichfamilie, deren handgeknüpfte Herstellung, natürliche Wollbasis und vereinfachte, eigenständige Gestaltung eng miteinander verbunden sind.

Persische Teppiche aus anderen Zentren setzen teilweise andere Schwerpunkte. Tabriz und Kashan sind für kunstvolle Entwürfe, eine stärker gegliederte Ornamentik und eine komplexere Farbgestaltung bekannt. Kerman wird häufig mit feinen Details und der Verwendung von Seide in Verbindung gebracht. Luri-Teppiche aus Lorestan zeigen wiederum oft rustikale Motive und kräftige Farben. Diese Beispiele gehören zur vielfältigen persischen Teppichwelt, während Gabbeh Shuli seine Identität aus der freien Musteridee und der Fars-Tradition bezieht.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh Shuli wird als ausgefallen und fantasievoll beschrieben. Die Gestaltung ist nicht auf ein einzelnes streng standardisiertes Ornament beschränkt, sondern lebt von erfundenen Formen und einer freien Anordnung. Gabbeh-Muster können abstrakte Zeichen, geometrische Elemente oder vereinfachte Motive aufnehmen. Entscheidend ist dabei die reduzierte, unmittelbar verständliche Sprache der Formen. Sie macht die Zeichnung eigenständig, ohne dass sie eine naturalistische Darstellung anstreben muss.

Geometrische Muster entstehen bei Gabbeh häufig aus einfachen Grundformen. Linien, Rechtecke, Rauten, Stufen und Umrandungen können Flächen gliedern oder einzelne Motive voneinander absetzen. Durch die Vereinfachung erhalten solche Formen eine klare Wirkung. Auch ein abstraktes Zeichen kann wie eine Figur gelesen werden, ohne eine eindeutige Abbildung zu sein. Die Fantasie der Knüpfer zeigt sich in der Auswahl, Größe und Verbindung dieser Elemente.

Die Farbpalette dieses Teppichs umfasst Rot, Beige, Grau und Braun. Rot kann in der persischen Teppichgestaltung als kräftiger Akzent oder als tragende Farbfläche eingesetzt werden, während Beige eine ruhige Verbindung zwischen kontrastierenden Bereichen schafft. Grau und Braun ergänzen die Palette mit erdigen und zurückhaltenden Tönen. Im Zusammenspiel entsteht eine Farbwirkung, die sowohl Kontraste als auch Übergänge zulässt. Die glänzende Schurwolle unterstützt dabei die differenzierte Wahrnehmung der Farben.

Ein Gabbeh-Entwurf muss nicht symmetrisch oder vollkommen regelmäßig aufgebaut sein. Kleine Abweichungen, freie Abstände und unerwartete Kombinationen gehören zu einer Gestaltung, die nicht ausschließlich nach einem starren Musterbuch arbeitet. Gerade diese Eigenständigkeit ist ein wichtiger Teil der Gabbeh-Tradition. Die Oberfläche kann dadurch wie eine vereinfachte Bildfläche wirken, auf der einzelne Zeichen, Farben und geometrische Anklänge miteinander in Beziehung treten.

Shuli-Designs werden mit dieser fantasievollen und oft abstrakten Formensprache verbunden. Die Muster wirken spielerisch, bleiben jedoch durch die handwerkliche Ordnung des Knüpfens in eine feste textile Struktur eingebunden. Zwischen der freien Idee und der regelmäßigen Wiederholung der Knoten entsteht ein charakteristischer Gegensatz. Das Motiv erscheint spontan, während seine Ausführung Geduld, Konzentration und handwerkliche Kontrolle verlangt.

Die Musterwirkung verändert sich außerdem mit dem Betrachtungsabstand. Aus der Nähe treten die Struktur der Schurwolle und die einzelnen Knoten stärker hervor. Mit größerer Entfernung verbinden sich Farbfelder, Linien und Motive zu einem zusammenhängenden Bild. Diese doppelte Lesbarkeit ist für viele handgeknüpfte Teppiche von Bedeutung. Beim Gabbeh Shuli bleibt die Zeichnung dabei bewusst zugänglich: Sie beruht auf klaren Formen, einer begrenzten Farbpalette und fantasievollen Abweichungen von streng klassischer Ornamentik.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Herstellung, die glänzende Schurwolle und die ausgefallene, fantasievolle Musterung. Die angegebene Knotendichte von 90.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter beschreibt eine differenzierte handwerkliche Ausarbeitung. Rot, Beige, Grau und Braun bestimmen die Farbgebung. Der Teppich ist neu und verbindet damit eine ungebrauchte Oberfläche mit der traditionellen Form eines persischen Gabbeh aus der Region Fars.

Die Verbindung aus freier Zeichnung und natürlicher Wolle macht den Gabbeh Shuli als eigenständigen Teppichtyp erkennbar. Seine Gestaltung ist dekorativ, ohne sich auf ein historisches Ornament zu beschränken. Gleichzeitig bleibt die Herkunft aus der persischen Knüpftradition durch die Materialien, die Handarbeit und die regionale Zuordnung klar benannt. So stehen bei diesem Stück Musteridee, handwerkliche Ausführung und Fars-Tradition in einem direkten Zusammenhang.

FAQ

Was sind die Hauptmerkmale eines Gabbeh Shuli?

Ein Gabbeh Shuli zeichnet sich durch handgeknüpfte Herstellung, glänzende Schurwolle und eine ausgefallene, fantasievolle Gestaltung aus. Typisch ist die freie Bildsprache mit abstrakten oder geometrischen Anklängen. Bei diesem Teppich kommen Rot, Beige, Grau und Braun zusammen. Die Knotendichte liegt zwischen 90.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter und unterstützt die detaillierte Ausarbeitung der Muster.

Wo werden Gabbeh Shuli Teppiche hergestellt?

Gabbeh Shuli Teppiche werden in der Region Fars im Süden Persiens hergestellt, nahe Shiraz. Dort ist die Gabbeh-Tradition mit nomadischen und örtlichen handwerklichen Arbeitsweisen verbunden. Die Teppiche werden von Hand geknüpft. Die regionale Herkunft erklärt die Verbindung aus Naturwolle, robuster textiler Ausführung und frei erfundenen, häufig abstrakten Mustern.

Wie pflege ich meinen Gabbeh Shuli Teppich?

Regelmäßiges Staubsaugen hilft, Schmutz und Staub aus dem Flor zu entfernen. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle sofort vorsichtig mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann die Oberfläche unnötig belasten. Wenn eine gründlichere Behandlung erforderlich ist, sollte eine professionelle Teppichreinigung in Betracht gezogen werden. Die Pflege sollte die handgeknüpfte Struktur und die Schurwolle berücksichtigen.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen