






Perserteppich Fars Gabbeh 235 x 175 cm Wolle handgeknüpft
2569$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 235 x 175 cm | Muster: Abstrakte Muster mit großen Farbflächen | Zustand: Hochwertiger, weicher Flor bis 2 cm
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: D2FC67A0
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die Verwendung beider Wollarten gehört zur Materialangabe dieses Teppichs und prägt seine textile Beschaffenheit. Handgesponnene Wolle weist eine lebendige, natürliche Struktur auf. Beim Spinnen entstehen nicht vollkommen gleichförmige Fasern, wodurch das Garn eine eigene Haptik erhält und die Oberfläche nicht industriell glatt wirkt.
Der Flor dieses Teppichs ist hochwertig und weich. Er ist außerdem hoch ausgeführt und reicht bis zu 2 cm. Dadurch entsteht eine deutlich fühlbare, nachgiebige Oberfläche. Ein hoher Flor kann bei einem Gabbeh die schlichte Gestaltung wirkungsvoll ergänzen, weil sich die Farbflächen nicht nur optisch, sondern auch über ihre textile Tiefe wahrnehmen lassen. Die weiche Wolle macht den Teppich zugleich zu einer angenehmen Ausstattung für Räume, in denen eine behagliche Bodenfläche gewünscht ist.
Die angegebene Knotendichte liegt zwischen 50.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln in die Kette eingebracht und anschließend durch weitere Arbeitsschritte im Flor verarbeitet. Die Knotendichte beschreibt dabei nicht allein die Wirkung eines Teppichs. Sie steht im Zusammenhang mit der Konstruktion, der Oberflächenbildung und der möglichen Ausarbeitung eines Musters. Bei einem Gabbeh bleibt die Gestaltung trotz handwerklicher Knüpfarbeit bewusst klar und direkt.
Handgeknüpfte Teppiche entstehen nicht durch einen vollständig gleichlaufenden industriellen Prozess. Unterschiede in Fadenspannung, Knotensitz und Farbverteilung können Teil der handwerklichen Erscheinung sein. Bei diesem Teppich verbinden sich die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle, die handgeknüpfte Verarbeitung und der hohe weiche Flor zu einer klar bestimmbaren Material- und Arbeitsweise. Weitere Materialien werden für den Flor nicht angegeben.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der persischen Teppichtradition und wurde von Nomadenvölkern der Ghashghai in Fars hergestellt. Fars gehört zu den wichtigen historischen Landschaften der iranischen Teppichkultur. Die Region ist mit unterschiedlichen Lebensformen, Wanderbewegungen und textilen Arbeiten verbunden. Teppiche aus einem nomadischen Umfeld stehen dabei nicht nur für eine bestimmte Form der Bodentextilie, sondern auch für eine Herstellung, die eng mit verfügbarer Wolle, praktischer Nutzung und überlieferten Gestaltungsvorstellungen verknüpft ist.
Die Ghashghai sind für eine eigenständige Web- und Knüpftradition bekannt. In nomadischen Gemeinschaften wurden textile Arbeiten über Generationen weitergegeben. Wissen über das Spinnen, Färben, Einrichten der Kette und Ausführen der Knoten wurde im Alltag bewahrt und weiterentwickelt. Diese Tradition ist nicht mit einer standardisierten Fabrikproduktion gleichzusetzen. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht in einem Arbeitsprozess, bei dem Material, Handbewegung und Muster unmittelbar miteinander verbunden sind.
Gabbeh-Teppiche werden besonders mit den Nomadenvölkern der Ghashghai und der Region Fars in Verbindung gebracht. Der Begriff Gabbeh bezeichnet eine Teppichform, die häufig durch einen vergleichsweise hohen Flor, eine einfache Bildsprache und große, zusammenhängende Farbflächen gekennzeichnet ist. Die Gestaltung ist weniger auf eine möglichst dichte ornamentale Füllung ausgerichtet als auf die klare Wirkung der Fläche. Dadurch unterscheidet sich der Gabbeh von vielen fein gegliederten Stadteppichen.
In der persischen Teppichkunst haben sich regionale Traditionen mit der Zeit in unterschiedlichen Formen ausgeprägt. Teppiche aus Tabriz werden häufig mit kunstvollen floralen Motiven verbunden, während Kashan für Medaillons und farbintensive Kompositionen bekannt ist. Nain wird oft durch feine Muster und eine hohe Knotendichte beschrieben, und Kerman ist für detailreiche Zeichnungen und lebhafte Farben bekannt. Diese Beispiele erklären die Vielfalt persischer Teppiche, machen diesen Gabbeh jedoch nicht zu einem Tabriz-, Kashan-, Nain- oder Kerman-Teppich. Seine angegebene Herkunft liegt bei den Ghashghai in Fars.
Die Geschichte persischer Teppiche ist zugleich eine Geschichte verschiedener Herstellungsweisen. Nomadische Knüpfer arbeiteten mit anderen Anforderungen und Ausdrucksformen als Werkstätten in städtischen Zentren. Schlichte Muster konnten leichter in einen fortlaufenden Arbeitsprozess übertragen werden, während die Auswahl der Wolle und die Nutzbarkeit des Teppichs eine wichtige Rolle spielten. Beim Gabbeh bleibt diese Verbindung von Herkunft, Handarbeit und reduzierter Gestaltung bis heute erkennbar.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als abstrakt beschrieben und besteht aus großen Farbflächen. Damit steht nicht die Darstellung einer naturalistischen Szene im Vordergrund, sondern die Wirkung vereinfachter Formen und klar abgegrenzter Bereiche. Große Farbflächen können einen Raum optisch strukturieren, ohne ihn mit einer Vielzahl kleiner Ornamente zu überladen. Die abstrakte Gestaltung lässt die Oberfläche, die Farbverteilung und den hohen Flor gemeinsam zur Geltung kommen.
Gabbeh-Muster sind häufig von einer bewusst reduzierten Bildsprache geprägt. Geometrische Formen, vereinfachte Figuren und großzügige Felder gehören zum gestalterischen Umfeld dieses Teppichtyps. Bei einem abstrakten Entwurf muss kein einzelnes Motiv eine vollständig festgelegte Szene erzählen. Stattdessen entsteht die Komposition aus dem Verhältnis von Fläche, Farbe, Kontur und Wiederholung. Das macht die Muster unmittelbar lesbar, ohne dass ihre Wirkung von einer dichten Ornamentik abhängt.
Große Farbflächen können als ruhige Zonen innerhalb einer Komposition funktionieren. Je nach Anordnung bilden sie einen Kontrast, schaffen eine Rahmung oder führen den Blick über die Teppichfläche. In einem Gabbeh werden solche Flächen oft mit der handwerklichen Oberfläche verbunden. Kleine Unterschiede im Garn und in der Knüpfarbeit können den Eindruck einer Farbe nuancieren, ohne das abstrakte Grundprinzip aufzuheben. Die Gestaltung bleibt dadurch klar und erhält zugleich eine textile Tiefe.
Die persische Teppichkunst kennt eine große Bandbreite an Mustern. Florale Ranken, Medaillons, geometrische Formen und Darstellungen aus der Natur wurden in verschiedenen Regionen unterschiedlich interpretiert. Ein Gabbeh folgt einer anderen gestalterischen Logik als ein Teppich mit dichtem floralem Rapport. Seine Musterwelt ist stärker von Vereinfachung und Fläche bestimmt. Diese Einordnung beschreibt die Tradition des Gabbeh und nicht ein zusätzliches, für diesen Teppich nicht genanntes Einzelmotiv.
Auch die Funktion eines Musters kann sich aus dem Herstellungsumfeld erklären. Nomadische Teppiche wurden traditionell in Lebenssituationen gefertigt, in denen Musterwissen, Material und Arbeitszeit miteinander vereinbar sein mussten. Ein reduzierter Entwurf konnte dabei eine eigenständige visuelle Sprache entwickeln. Die abstrakten Muster und großen Farbflächen dieses Teppichs stehen in diesem Zusammenhang. Sie verleihen der Gestaltung eine klare Ordnung, ohne eine bestimmte figürliche Geschichte zu behaupten.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle, die handgeknüpfte Ausführung und der hochwertige weiche Flor. Der Flor ist hoch und reicht bis zu 2 cm. Zusammen mit den großen abstrakten Farbflächen ergibt sich das für Gabbeh bekannte Zusammenspiel von fühlbarer Oberfläche und vereinfachter Gestaltung. Die Materialwahl und die Ausführung sind damit unmittelbar an der Erscheinung des Teppichs beteiligt.
Eine weitere Besonderheit ist die Verbindung zur Herstellung durch Nomadenvölker der Ghashghai in Fars. Diese Herkunft ordnet den Teppich in eine regionale und kulturelle Tradition ein. Die angegebene Knotendichte von 50.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter ergänzt die Beschreibung der handwerklichen Konstruktion. Der Teppich verbindet somit eine benannte Herkunft, natürliche Wollmaterialien, handwerkliche Knüpfarbeit und ein abstraktes Design mit großen Farbflächen.
FAQ
Wie pflege ich meinen Perserteppich richtig?
Regelmäßiges Absaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Dabei sollte die Oberfläche schonend behandelt werden, damit die weiche Wolle und die geknüpfte Struktur nicht unnötig belastet werden. Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, weil es zum Ausbleichen von Farben beitragen kann. Eine gelegentliche professionelle Reinigung kann ebenfalls empfehlenswert sein. Die konkrete Reinigungsmethode sollte auf handgesponnene Wolle, die Höhe des Flors und die handgeknüpfte Konstruktion abgestimmt werden.
Wie erkenne ich einen echten Perserteppich?
Hinweise auf einen echten Perserteppich können eine handwerkliche Knüpfung, natürliche Materialien und eine nachvollziehbare Herkunft sein. Unregelmäßigkeiten in Muster oder Oberfläche sind bei handgefertigten Teppichen möglich und können auf den manuellen Herstellungsprozess hinweisen. Sie allein ersetzen jedoch keine fachkundige Prüfung. Informationen zur Herkunft und Qualität sollten klar benannt sein. Ein Echtheitszertifikat kann zusätzliche Sicherheit geben, insbesondere wenn die regionale Zuordnung oder die Materialangaben geprüft werden sollen.
Wo kann ich einen Perserteppich kaufen?
Perserteppiche werden in spezialisierten Teppichgeschäften, auf Messen und online angeboten. Bei der Auswahl empfiehlt es sich, auf vertrauenswürdige Anbieter zu achten. Wichtige Informationen betreffen die Herkunft, die Materialien, die Knüpftechnik, die Knotendichte, das Muster und den Zustand. Bei diesem Gabbeh sind die Herstellung durch Ghashghai-Nomadenvölker in Fars, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle sowie die handgeknüpfte Ausführung Bestandteil der Beschreibung. Diese Angaben ermöglichen einen sachlichen Vergleich mit anderen Teppichen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














