



Perserteppich Fars 66 x 60 cm Wolle handgeknüpft
492$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 180.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 66 x 60 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Sehr gut
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 1C724C1A
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und aus natürlicher Wolle gefertigt. Die Verwendung von Wolle gehört zu den überlieferten Grundlagen der Ghashghai-Teppichherstellung. Das Material verbindet eine textile, natürliche Oberfläche mit einer Verarbeitung, die für den täglichen Gebrauch geeignet ist. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster Knoten für Knoten. Dadurch wird jedes Stück zu einem eigenständigen Einzelstück und nicht zu einem industriell identischen Serienprodukt.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt im Bereich von 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Die handwerkliche Fertigung und die natürliche Wolle bestimmen den Charakter des Stücks. Die Wolle wird traditionell wegen ihrer Belastbarkeit und ihrer angenehmen Haptik verwendet. Ihre natürliche Struktur nimmt Farben auf und lässt geometrische Zeichnungen klar hervortreten. Der Teppich befindet sich in einem sehr guten Zustand.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus der Provinz Fars in Südpersien und steht in der Tradition der Ghashghai. Die Ghashghai sind für ihre nomadische Lebensweise und ihre eigenständige textile Kultur bekannt. Das Knüpfen von Teppichen gehört zu den handwerklichen Tätigkeiten, die innerhalb der Gemeinschaften über Generationen weitergegeben wurden. Dabei entstehen Gebrauchsgegenstände, die zugleich Ausdruck regionaler Gestaltung und kultureller Erinnerung sind.
Die Landschaft und die Lebensweise in Südpersien prägen die Ghashghai-Tradition. Nomadische Familien fertigten Teppiche für den eigenen Bedarf und für den Tausch oder Verkauf. Das textile Handwerk musste sich in einen beweglichen Alltag einfügen. Ein Teppich war daher nicht nur Schmuck, sondern auch ein nützlicher Bestandteil der häuslichen Umgebung. Die überlieferten Muster konnten von Knüpferin zu Knüpferin neu geordnet und angepasst werden, ohne ihren geometrischen Grundcharakter zu verlieren.
Fars ist eine bedeutende Teppichregion im Süden Persiens. Unterschiedliche lokale und nomadische Traditionen haben dort eigene Formen, Farben und Muster hervorgebracht. Ghashghai-Teppiche werden innerhalb dieser regionalen Vielfalt als Arbeiten mit deutlich geometrischer Bildsprache eingeordnet. Ihre Gestaltung verweist weniger auf eine einzelne höfische Vorlage als auf eine lebendige Stammestradition, in der überlieferte Zeichen handwerklich umgesetzt werden.
Die Herstellung von Ghashghai-Teppichen wird häufig mit dem Arbeiten unter freiem Himmel verbunden. Diese Arbeitsweise gehört zum Bild der nomadischen Lebensform, aus der die Tradition hervorgegangen ist. Sie macht verständlich, warum die Teppiche eine unmittelbare, klare Ornamentik besitzen. Die Herstellung folgt dabei keiner anonymen Massenproduktion. Jeder handgeknüpfte Teppich erhält durch die ausführende Person, das verwendete Material und die konkrete Anordnung der Knoten seine eigene Ausprägung.
In der regionalen Teppichwelt bestehen Bezüge zu weiteren persischen Traditionen. Teppiche aus Shiraz zeigen teilweise ähnliche Gestaltungen, werden jedoch in der Quelle als gewöhnlich von geringerer Qualität beschrieben. Gabbeh-Teppiche aus der weiteren Region sind für eine grobe Knotung und einfache, zugleich ausdrucksstarke Entwürfe bekannt. Tabriz- und Kashan-Teppiche stehen dagegen für andere persische Stilrichtungen, die mit feiner und detailreicher Gestaltung verbunden werden. Diese Vergleiche zeigen die Vielfalt persischer Teppichkultur, ohne die Herkunft dieses Stücks zu verändern: Es ist ein Ghashghai-Perserteppich aus Fars.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Geometrische Formen sind ein kennzeichnendes Gestaltungsmittel vieler Ghashghai-Arbeiten. Linien, Rauten, Winkel und stilisierte Zeichen können zu einem geordneten Gesamtbild verbunden werden. Die Ornamentik wird nicht als naturalistische Darstellung angelegt, sondern durch Vereinfachung, Wiederholung und klare Konturen. So entsteht eine Komposition, die aus einzelnen Motiven besteht und dennoch als zusammenhängendes Muster wirkt.
Die Farbgestaltung wird von Rot- und Brauntönen geprägt. Rottöne geben der Fläche eine warme, kräftige Wirkung, während Brauntöne einen erdverbundenen Ausgleich schaffen. Gemeinsam bilden sie eine Farbpalette, die eng mit der regionalen Bildsprache verbunden ist. Die Farben unterstützen die Ablesbarkeit der geometrischen Ornamente und lassen die einzelnen Formen voneinander unterscheiden. Zugleich bleibt der Gesamteindruck geschlossen und traditionell.
Bei Ghashghai-Mustern steht die Wiederholung nicht für starre Gleichförmigkeit. Handgeknüpfte Ornamente können kleine Unterschiede in der Linienführung und in der Anordnung zeigen. Gerade diese handwerkliche Eigenständigkeit gehört zum Charakter eines Einzelstücks. Überlieferte Zeichen werden nicht zwingend in jedem Teppich gleich verwendet, sondern können innerhalb eines vertrauten Formenschatzes neu kombiniert werden. Das Muster erhält dadurch eine persönliche und regionale Handschrift.
Die geometrische Gestaltung kann mit der nomadischen Herkunft der Teppiche in Verbindung gebracht werden. Motive werden aus der Erinnerung, aus der Beobachtung der Umgebung und aus der Weitergabe innerhalb der Familie entwickelt. Sie sind dabei nicht als genaue Abbildung einer einzelnen Landschaft zu verstehen. Vielmehr verdichten sie kulturelle Vorstellungen in abstrahierte Formen. Rauten, Linien und andere ornamentale Elemente schaffen Rhythmus, während die warme Farbpalette die regionale Anmutung unterstützt.
Ghashghai-Teppiche unterscheiden sich in ihrer Wirkung von stark floral geprägten persischen Teppichen. Ihr Reiz liegt in der Klarheit des Aufbaus und in der Verbindung von ornamentaler Ordnung und handwerklicher Freiheit. Auch wenn verwandte Designs in Shiraz oder anderen Regionen vorkommen, bleibt die Kombination aus Herkunft, nomadischer Tradition, geometrischer Zeichnung sowie Rot- und Brauntönen charakteristisch für die hier beschriebene Gestaltung. Der Teppich kann sich dadurch in traditionelle wie auch in modern eingerichtete Räume einfügen, ohne seine Herkunft zu verleugnen.
Die Musterwelt persischer Teppiche ist insgesamt vielfältig. Tabriz und Kashan werden häufig mit feiner, detailreicher Gestaltung verbunden, während Gabbeh für einfachere und ausdrucksstarke Entwürfe steht. Der Ghashghai-Stil bildet innerhalb dieses Spektrums eine eigene Richtung. Er verbindet handwerkliche Überlieferung mit einer direkten, geometrischen Ornamentik. Das vorliegende Stück folgt dieser Gestaltungstradition und trägt sie in einer kompakten, klar lesbaren Komposition weiter.
Besonderheiten
Zu den Besonderheiten dieses Teppichs gehören seine Herkunft aus der Provinz Fars, seine Zuordnung zur Ghashghai-Tradition, die natürliche Wolle und die handgeknüpfte Verarbeitung. Die Knotendichte reicht von 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Muster ist durch geometrische Ornamente in Rot- und Brauntönen geprägt. Der Zustand ist sehr gut. Wie jeder handgeknüpfte Ghashghai-Teppich ist auch dieses Stück ein Unikat, dessen konkrete Ausführung durch die Handarbeit bestimmt wird.
Die Verbindung aus nomadischem Ursprung und sorgfältiger handwerklicher Fertigung macht die textile Aussage dieses Teppichs aus. Er steht für eine regionale Tradition, in der ein Gebrauchsgegenstand zugleich kulturelle Zeichen bewahrt. Die natürliche Wolle, die geometrische Ornamentik und die warme Farbgebung treten gemeinsam auf und geben dem Stück seinen eigenständigen Charakter. Seine Gestaltung lässt sich sowohl in einem klassisch geprägten Umfeld als auch als traditioneller Akzent in einer schlichteren Einrichtung einsetzen.
FAQ
Wie pflege ich meinen Ghashghai-Perserteppich richtig?
Eine regelmäßige Reinigung hilft dabei, Staub und Schmutz aus dem Teppich zu entfernen. Für die laufende Pflege ist eine schonende Behandlung sinnvoll, damit die natürliche Wolle und die handgeknüpfte Struktur nicht unnötig beansprucht werden. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre wird empfohlen, um Farben und Struktur zu erhalten. Dabei sollte die Reinigung von Fachleuten durchgeführt werden, die mit handgeknüpften Wollteppichen vertraut sind. Aggressive Verfahren oder eine unsachgemäße Behandlung können das Material und die Farbwirkung beeinträchtigen.
Woher stammen die besten Ghashghai-Teppiche?
Die Ghashghai-Tradition ist in der Provinz Fars in Südpersien beheimatet. Dort knüpfen die nomadischen Ghashghai-Stämme Teppiche nach überlieferten handwerklichen Mustern. Die Region ist für natürliche Materialien und kunstvolle geometrische Designs bekannt. Bei der Einordnung eines Teppichs ist die Herkunft von Fars daher ein wichtiger Bestandteil seiner Bezeichnung. Verwandte Muster können auch in anderen Regionen vorkommen, verändern jedoch nicht die Herkunft dieses Stücks aus der Ghashghai-Tradition.
Was macht Ghashghai-Teppiche besonders?
Ghashghai-Teppiche verbinden natürliche Wolle, handgeknüpfte Fertigung und geometrische Ornamente. Ihre Gestaltung verweist auf die nomadische Kultur der Ghashghai und auf die textile Tradition der Provinz Fars. Die warme Farbpalette aus Rot- und Brauntönen unterstützt den regionalen Charakter. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 180.000 und 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Da jeder Teppich von Hand gefertigt wird, ist jedes Stück ein Unikat mit einer eigenen Anordnung und Ausführung der überlieferten Muster.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












