



Perserteppich Fars 60 x 38 cm Wolle handgeknüpft
568$
Handgeknüpfter Ghashghai Perserteppich | Knotendichte: 180.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 60 x 38 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 19621128
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Ghashghai-Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus natürlicher Wolle. Die Verwendung dieses Materials gehört zu den prägenden Merkmalen der Ghashghai-Teppiche. Wolle verbindet bei einem Teppich die Eigenschaften eines belastbaren und zugleich angenehm weichen Naturmaterials. Sie bringt eine warme Haptik mit und eignet sich für eine textile Oberfläche, die im Alltag genutzt und betrachtet werden kann. Die natürliche Wolle steht dabei nicht nur für die Materialangabe dieses Stücks, sondern auch für eine überlieferte Form der Teppichherstellung in Südpersien.
Beim Handknüpfen wird jedes einzelne Knüpfelement von Hand in die textile Grundstruktur eingebracht. Dadurch entsteht ein handwerklich gefertigtes Einzelstück und kein industriell identisches Serienprodukt. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt im angegebenen Bereich von 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte erlaubt es, geometrische Formen klar und differenziert in der Fläche anzulegen. Gleichzeitig bleibt der Charakter einer handgearbeiteten Wolle erhalten.
Ghashghai-Teppiche werden häufig unter freiem Himmel gefertigt. Diese Herstellungsweise unterstreicht den unmittelbaren, traditionellen Charakter des Handwerks. Der Teppich verbindet damit natürliche Wolle, manuelle Knüpfarbeit und eine für Ghashghai-Arbeiten typische Orientierung an klar gegliederten Ornamenten. Der Zustand dieses Exemplars ist sehr gut.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Südpersien, genauer aus der Provinz Fars. Fars zählt zu den wichtigen historischen Landschaften des persischen Südens und ist eng mit unterschiedlichen Formen nomadischer und dörflicher Textilproduktion verbunden. Die Bezeichnung Ghashghai verweist auf die Kultur der Ghashghai, deren nomadische Traditionen die Teppichgestaltung dieser Region maßgeblich geprägt haben. Teppiche aus diesem Umfeld stehen deshalb nicht nur für eine bestimmte Herstellungsweise, sondern auch für eine textile Sprache, die mit Lebensweise, Landschaft und überliefertem Handwerk verbunden ist.
Die nomadischen Stämme der Region entwickelten ihre Web- und Knüpfarbeiten unter Bedingungen, in denen Materialien verfügbar, transportierbar und praktisch nutzbar sein mussten. Wolle aus der regionalen Tierhaltung bot dafür eine naheliegende Grundlage. Sie konnte verarbeitet werden und eignete sich zugleich für warme, strapazierfähige Textilien. Aus dieser Verbindung von Alltag und Handwerk entstand eine Tradition, in der Nutzbarkeit und Gestaltung nicht getrennt voneinander betrachtet werden.
Ghashghai-Teppiche werden häufig mit einer freien, nicht streng an eine zentrale Werkstatt gebundenen Gestaltung in Verbindung gebracht. Auch wenn einzelne Mustertraditionen über Generationen weitergegeben werden, kann ihre Ausführung variieren. Die handwerkliche Arbeit erlaubt Unterschiede in Linienführung, Farbbehandlung und Ornamentanordnung. Gerade diese Verbindung aus überliefertem Formenschatz und individueller Ausführung gehört zum kulturellen Hintergrund der Teppiche aus Fars.
In der regionalen Teppichlandschaft stehen Ghashghai-Arbeiten neben weiteren bedeutenden Traditionen. Bakhtiari-Teppiche aus benachbarten Gebieten sind ebenfalls für die Verbindung von hochwertigen Materialien und aufwendigen Entwürfen bekannt. Bei ihnen finden sich sowohl florale als auch geometrische Muster und häufig ausgewogene Farbkombinationen. Qashqai-Teppiche weisen vergleichbare Herstellungsverfahren und verwandte Gestaltungsprinzipien auf. Der Ghashghai-Teppich bleibt dabei in seiner Benennung und kulturellen Zuordnung mit Südpersien und der Provinz Fars verbunden.
Die Herkunft ist somit nicht als bloße Ortsangabe zu verstehen. Sie beschreibt den Zusammenhang zwischen einer Landschaft, den dort lebenden Gemeinschaften und einer überlieferten Form des textilen Handwerks. Ein Ghashghai-Teppich macht diese Verbindung durch seine handgeknüpfte Ausführung, die Verwendung natürlicher Wolle und die geometrische Formensprache sichtbar. Er steht für eine Tradition, deren Muster und Techniken innerhalb der Region weiterentwickelt und an neue Arbeiten weitergegeben wurden.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Geometrische Gestaltung ist ein wichtiges Ausdrucksmittel vieler Ghashghai-Teppiche. Linien, Winkel, Rauten, Felder und wiederholte Zeichen können eine Fläche gliedern, ohne dass ein naturalistisches Bild entstehen muss. Die Ornamentik wirkt dadurch strukturiert und lässt die handgeknüpfte Anordnung der einzelnen Formen unmittelbar erkennen.
Bei regionalen Nomadenteppichen werden geometrische Motive häufig aus überlieferten Zeichen und vereinfachten Darstellungen entwickelt. Ein Ornament kann dabei als eigenständiges Zeichen auftreten oder mit weiteren Formen zu einem größeren Rapport verbunden werden. Die klare Reduktion auf geometrische Elemente erleichtert die Übertragung auf den Knüpfgrund und schafft zugleich eine gut lesbare Ordnung. Je nach Arbeit können Motive symmetrisch angelegt, gegeneinander verschoben oder in unterschiedlich großen Feldern wiederholt werden.
Die Farbwelt, die für Ghashghai-Teppiche häufig beschrieben wird, umfasst insbesondere Rot- und Brauntöne. Diese Töne können in traditionell gestalteten Teppichen eine warme, erdverbundene Wirkung erzeugen. Rot setzt dabei markante Akzente, während Braun eine Verbindung zu Naturmaterialien und zur Landschaft Südpersiens herstellen kann. Bei der Betrachtung eines geometrischen Musters beeinflussen Farben außerdem die Gewichtung einzelner Ornamente: Helle und dunkle Flächen können Konturen voneinander trennen und die Gliederung des Entwurfs hervorheben.
Geometrische Ornamente sind nicht auf einen einzigen Einrichtungsstil festgelegt. Ihre klare Struktur kann mit traditionell eingerichteten Räumen ebenso verbunden werden wie mit einer reduzierten, zeitgemäßen Umgebung. Dabei bleibt die regionale Herkunft lesbar, weil die Ornamentik nicht lediglich dekorativ eingesetzt wird, sondern auf eine überlieferte Ghashghai-Formensprache verweist. Die Gestaltung verbindet damit eine erkennbare kulturelle Tradition mit einer vielseitig einsetzbaren visuellen Ordnung.
Die relativ hohe Knotendichte unterstützt die differenzierte Ausarbeitung der Muster. Kleine Veränderungen in Richtung, Abstand und Farbwechsel können in einer dichter geknüpften Fläche genauer wiedergegeben werden. Dennoch bleibt der Entwurf ein handwerkliches Muster und keine vollkommen gleichförmige Druckgrafik. Die leichte Eigenständigkeit handgeknüpfter Linien gehört zu der Art, wie ein solcher Teppich seine Ornamentik zeigt.
Im Unterschied zu floralen Kompositionen, bei denen Blätter, Blüten und Ranken die Fläche bestimmen, liegt der Schwerpunkt hier auf der geometrischen Ordnung. Das macht die einzelnen Motive gut erkennbar und gibt dem Teppich eine klar gegliederte Erscheinung. Zugleich können sich in der Gesamtfläche Wiederholungen, Achsen und Kontraste verbinden. So entsteht ein Entwurf, der sowohl aus der Nähe in seinen geknüpften Details als auch aus größerer Entfernung in seiner Gesamtstruktur gelesen werden kann.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören seine Herkunft aus Südpersien in der Provinz Fars, die Zuordnung zu den Ghashghai-Teppichen und die handgeknüpfte Ausführung. Die natürliche Wolle, die geometrischen Ornamente und die angegebene Knotendichte verbinden Material, Technik und Gestaltung zu einem klar erkennbaren regionalen Profil. Der Zustand dieses Exemplars ist sehr gut.
Die Ghashghai-Tradition steht in engem Zusammenhang mit der Kultur nomadischer Stämme. Dadurch erhält die handwerkliche Ausführung einen historischen und kulturellen Kontext, ohne dass jedes Stück dieselben Ornamente oder dieselbe Farbverteilung zeigen muss. Dieser Teppich ist als Einzelstück einzuordnen: Seine genaue Kombination aus Wolle, Knüpfarbeit und geometrischem Muster macht ihn innerhalb der allgemeinen Tradition eigenständig.
FAQ
Welche Vorteile hat ein Ghashghai-Teppich?
Ein Ghashghai-Teppich verbindet natürliche Wolle mit handgeknüpfter Verarbeitung. Die Wolle ist für ihre Weichheit, Wärme und Strapazierfähigkeit bekannt. Die hohe Knotendichte unterstützt eine differenzierte Ausarbeitung der geometrischen Ornamente und trägt zur Langlebigkeit der textilen Arbeit bei. Hinzu kommt die regionale Formensprache mit ihren klar gegliederten Zeichen und den häufig verwendeten Rot- und Brauntönen. Dadurch kann ein Ghashghai-Teppich sowohl als traditionelles Handwerkserzeugnis als auch als strukturiertes Gestaltungselement im Raum eingesetzt werden. Seine Herkunft aus Südpersien und die Verbindung zur nomadischen Ghashghai-Kultur geben dem Stück außerdem einen nachvollziehbaren kulturellen Hintergrund.
Wie pflege ich meinen Ghashghai-Teppich?
Für die laufende Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen, damit sich lose Partikel nicht dauerhaft in der Wolle sammeln. Dabei sollte die Oberfläche schonend behandelt werden. Bei einem Fleck ist es sinnvoll, möglichst sofort mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel zu arbeiten. Reiben sollte vermieden werden, damit die Wolle und die geknüpften Ornamente nicht unnötig beansprucht werden. Für eine gründlichere Reinigung ist eine professionelle Teppichreinigung eine geeignete Möglichkeit. Sie kann die Besonderheiten eines handgeknüpften Wollteppichs berücksichtigen und die Reinigung fachgerecht ausführen. Stärkere Verschmutzungen sollten nicht durch aggressive Mittel behandelt werden.
Woher stammt die Wolle für Ghashghai-Teppiche?
Die Wolle für Ghashghai-Teppiche stammt meist von lokalen Schafen aus der Region. Diese Herkunft passt zur traditionellen Lebensweise der nomadischen Gemeinschaften in Südpersien, bei denen lokale Materialien eine wichtige Grundlage des Handwerks bilden. Schafwolle wird wegen ihrer Weichheit und Strapazierfähigkeit für die Teppichherstellung geschätzt. Sie kann zu einem warmen, widerstandsfähigen Flor verarbeitet werden und eignet sich für die handgeknüpfte Herstellung. Bei diesem Teppich ist natürliche Wolle als Material angegeben. Damit steht die Materialwahl in unmittelbarem Zusammenhang mit der regionalen Tradition und der praktischen wie gestalterischen Funktion der Ghashghai-Teppiche.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












