Perserteppich Fars 57 x 56 cm Wolle handgeknüpft

639$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 180.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 57 x 56 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Hochwertige Verarbeitung | Ursprung: Südpersien, Provinz Fars

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: B707A366 Kategorien: , ,

Inventarnummer: B707A366

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und aus natürlicher Wolle gefertigt. Die Wolle bildet den Flor und verleiht dem Teppich die für dieses Material typische angenehme Haptik. Zugleich ist natürliche Wolle ein bewährter Werkstoff für Teppiche, weil sie bei sorgfältiger Verarbeitung strapazierfähig ist und ihre Oberfläche über lange Zeit bewahren kann.

Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine klar ausgearbeitete Oberfläche und unterstützt die Wiedergabe geometrischer Ornamente. Jeder Knoten entsteht einzeln an einem Webstuhl. Das Handknüpfen verbindet dadurch Material, Arbeitszeit und Muster unmittelbar miteinander.

Die Verarbeitung wird als hochwertig beschrieben. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das textile Gefüge nicht durch eine industrielle Druck- oder Webtechnik, sondern durch das schrittweise Einbringen der Knoten und das anschließende Verdichten der Oberfläche. Unterschiede in der Spannung oder in der Ausführung einzelner Knoten gehören zur handwerklichen Herstellung und machen jedes Stück zu einem eigenen Exemplar.

Die Verwendung natürlicher Wolle passt zur traditionellen Teppichherstellung in Südpersien. Wolle kann Farbe gut aufnehmen und bietet eine belastbare Grundlage für einen Flor, der im Wohnbereich verwendet werden kann. Die Materialangabe bezieht sich auf den Flor; eine gesonderte Angabe zum Kettmaterial liegt nicht vor.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Südpersien, aus der Provinz Fars. Er wird den Ghashghai zugerechnet, deren textile Tradition eng mit dieser Region verbunden ist. Fars gehört zu den bekannten persischen Teppichlandschaften. Dort haben sich unterschiedliche Formen des Knüpfens, Webens und Gestaltens entwickelt, die von der regionalen Kultur und von der Weitergabe handwerklichen Wissens geprägt sind.

Die Ghashghai sind für ihre Teppiche mit geometrischer Formensprache bekannt. Ihre Web- und Knüpftraditionen stehen im Zusammenhang mit einer mobilen Lebensweise und mit der Herstellung textiler Gebrauchsgegenstände innerhalb von Familien und Gemeinschaften. Teppiche konnten dabei eine praktische Funktion erfüllen und zugleich Muster, Farbsinn und überliefertes Können sichtbar machen. Die regionale Herkunft bezeichnet deshalb nicht nur einen Ort, sondern auch einen über längere Zeit gewachsenen Zusammenhang aus Material, Technik und Gestaltung.

Bei persischen Teppichen wird Wissen häufig innerhalb der Familie und von einer Generation an die nächste weitergegeben. Das betrifft die Vorbereitung der Wolle, den Umgang mit dem Webstuhl, die Einteilung eines Musters und die Ausführung der Knoten. Eine Vorlage kann die Orientierung erleichtern, doch die handwerkliche Arbeit bleibt von der Person abhängig, die sie ausführt. So entsteht ein Einzelstück, dessen Muster nicht wie bei einem industriellen Produkt vervielfacht wird.

Die Provinz Fars steht neben anderen persischen Teppichregionen für eine große Vielfalt innerhalb des iranischen Teppichhandwerks. Shiraz-Teppiche werden in der Quelle als verwandte Beispiele genannt; sie zeigen häufig eher florale Muster und eine geringere Knotendichte. Kerman ist für kunstvolle Muster und Farbkombinationen bekannt. Auch Hamadan und Tabriz gehören zu den Regionen, die mit unterschiedlichen Designs und hochwertigen Materialien verbunden werden. Diese Vergleiche ordnen den Teppich in die breitere persische Tradition ein, ändern aber nichts an seiner Herkunft aus Fars.

Ein Teppich aus Fars lässt sich daher sowohl als Gebrauchsgegenstand als auch als textile Überlieferung betrachten. Seine Entstehung verbindet den iranischen Ursprung, die regionale Ghashghai-Tradition und die handgeknüpfte Ausführung. Die Bedeutung liegt nicht in einer anonymen Serienproduktion, sondern in der Verbindung von überliefertem Wissen und konkreter handwerklicher Arbeit.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Geometrische Gestaltung arbeitet mit klaren Linien, Winkeln, Rauten, Haken, abgestuften Flächen und wiederkehrenden Achsen. Solche Formen können ein Feld gliedern, einen Rand betonen oder einzelne Motive miteinander verbinden. Sie verleihen einem Teppich eine erkennbare Ordnung, ohne dass seine Gestaltung auf eine naturalistische Darstellung angewiesen ist.

In der Ghashghai-Tradition werden geometrische Motive häufig aus dem Gedächtnis und aus überlieferten Formvorstellungen entwickelt. Ein Muster kann dadurch vertraute Grundformen bewahren und zugleich eine individuelle Ausführung erhalten. Die handwerkliche Umsetzung entscheidet, wie breit eine Linie erscheint, wie ein Ornament im Feld verteilt wird und wie die Übergänge zwischen den Motiven ausfallen.

Die Quelle beschreibt für Ghashghai-Teppiche leuchtende Rottöne und warme Brauntöne. Diese Farbwelt verbindet eine kräftige Grundwirkung mit erdigen Nuancen. Rot kann größere Flächen oder markante Motive bestimmen, während Braun für eine ruhigere Verbindung zwischen einzelnen Ornamenten sorgt. Zusammenspiel und Verteilung der Farben beeinflussen, wie deutlich die geometrische Struktur auf der Oberfläche hervortritt.

Bei nomadisch geprägten Teppichtraditionen wurde das Muster nicht immer nach einem vollständig vorgezeichneten Plan geknüpft. Die Quelle beschreibt, dass Ghashghai-Teppiche oft unter freiem Himmel und ohne vorherige Planung entstehen. Das erklärt, warum ein geometrisches Grundvokabular nicht zu einer vollkommen schematischen Wiederholung führen muss. Motive können in ihrer Größe, ihrem Abstand oder ihrer Ausrichtung variieren und dennoch als zusammengehörige Komposition wirken.

Die hohe Knotendichte unterstützt die Lesbarkeit der Ornamentik, während die Wolle der Oberfläche eine textile Tiefe gibt. Das Muster entsteht nicht als aufgesetztes Bild, sondern aus der Anordnung der farbigen Knoten. Dadurch stehen Technik und Gestaltung in direktem Zusammenhang. Die geometrischen Ornamente werden durch die Handarbeit geprägt und erhalten ihre konkrete Erscheinung erst während des Knüpfens.

Im Unterschied dazu werden Shiraz-Teppiche häufig mit fließenderen, floraleren Motiven und sanfteren Farbtönen verbunden. Kerman, Hamadan und Tabriz zeigen jeweils andere Möglichkeiten persischer Mustertraditionen. Der vorliegende Teppich bleibt jedoch klar der geometrischen Ghashghai-Formensprache aus Fars zugeordnet. Seine Gestaltung beruht auf Ornament, Rhythmus und Farbkontrast, nicht auf einer floralen Darstellung.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Einzelstücks ist die Verbindung aus Herkunft aus der Provinz Fars, Ghashghai-Tradition, natürlicher Wolle und handgeknüpfter Verarbeitung. Hinzu kommen die geometrischen Ornamente und die in der Quelle genannte Knotendichte. Diese Merkmale beschreiben den Teppich als regional geprägtes Stück persischer Handwerkskunst.

Der Teppich wird mit hochwertiger Verarbeitung und hervorragendem Zustand beschrieben. Seine Herstellung als Unikat bedeutet, dass die konkrete Ausführung nicht einfach mit einem zweiten, völlig identischen Stück gleichgesetzt werden kann. Die individuelle Arbeit zeigt sich in der Verbindung von Muster, Farbanordnung und Knoten.

Die kompakte Form eignet sich grundsätzlich für unterschiedliche Wohnsituationen. Entscheidend bleibt dabei die konkrete Platzierung im Raum und die Nutzung als textiler Akzent. Die natürliche Wolle verbindet eine angenehme Oberfläche mit der für das Material beschriebenen Strapazierfähigkeit.

FAQ

Wie pflege ich meinen Perserteppich richtig?

Regelmäßiges, behutsames Absaugen entfernt losen Staub und hält die Oberfläche sauber. Bei stärkerer Verschmutzung sollte eine professionelle Reinigung gewählt werden, die auf handgeknüpfte Wollteppiche abgestimmt ist. Direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht ausbleichen. Bei der Pflege ist außerdem darauf zu achten, die natürliche Wolloberfläche nicht durch aggressive Mittel oder übermäßige Nässe zu belasten.

Was unterscheidet Ghashghai-Teppiche von anderen Perserteppichen?

Ghashghai-Teppiche werden mit der Provinz Fars und mit einer geometrischen Mustersprache verbunden. Dieses Stück weist geometrische Ornamente und eine Knotendichte von 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter auf. Andere persische Teppiche können anders gestaltet sein: Shiraz-Teppiche werden häufig mit fließenderen floralen Motiven und einer geringeren Knotendichte beschrieben. Die Unterschiede liegen somit in regionaler Tradition, Muster und Ausführung.

Warum gelten Perserteppiche als kulturell bedeutend?

Perserteppiche verbinden Material, Technik und überliefertes Gestaltungsvokabular. Das Wissen über Wolle, Farben, Muster und Knüpfarbeit wird in vielen Traditionen über Generationen weitergegeben. Ein handgeknüpfter Teppich aus Fars steht deshalb nicht nur für eine textile Oberfläche, sondern auch für die Ghashghai-Tradition und das persische Handwerk. Seine kulturelle Bedeutung entsteht aus dieser Verbindung von Gebrauch, Gestaltung und überliefertem Können.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen