Perserteppich Fars 350 x 234 cm Wolle handgeknüpft

4662$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 220.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 350 x 234 cm | Muster: Abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Neu

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER

Inventarnummer: 9D12AB22

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh-Loribaft ist handgeknüpft und besteht im Flor aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die Verbindung dieser beiden Wollarten gehört zu den prägenden Materialmerkmalen des Teppichs. Handgesponnenes Garn trägt die Unregelmäßigkeiten und die textile Eigenständigkeit manueller Arbeit in die fertige Oberfläche. Die Fasern wirken dadurch nicht wie vollkommen gleichförmiges Industriegarn, sondern bewahren eine handwerkliche Struktur.

Der Flor dieses Teppichs ist kürzer ausgeführt. Bei Gabbeh-Loribaft-Teppichen steht der kürzere Flor im Zusammenhang mit einer leichteren und pflegeleichteren Ausführung. Die Oberfläche bleibt dabei klar und übersichtlich, sodass Farbflächen und Figuren gut erkennbar sind. Die Verarbeitung ist nicht maschinell, sondern beruht auf der traditionellen Technik des Handknüpfens. Jeder Knoten wird einzeln in die textile Grundstruktur eingebracht; dadurch entsteht die charakteristische dichte, bewegte Oberfläche handgeknüpfter Teppiche.

Die Wolle wird mit natürlichen Farbstoffen aus der Region gefärbt. Diese Färbung trägt zur vielfältigen Farbwirkung bei und verbindet das Material mit dem regionalen Umfeld der Herstellung. Die Kombination aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle, natürlicher Färbung, kürzerem Flor und feinerer Knotung ist für die Loribaft-Ausprägung von Bedeutung. Der Teppich ist als neu angegeben.

Im Vergleich zu herkömmlichen Gabbeh-Teppichen zeichnen sich Gabbeh-Loribaft-Teppiche durch feinere Knoten aus. Eine feinere Knotung ermöglicht eine differenziertere Ausarbeitung von Konturen und kleinen Bildelementen. Sie verändert nicht den nomadisch geprägten Charakter der Gabbeh-Gestaltung, sondern verbindet deren reduzierte Bildsprache mit einer sorgfältigeren technischen Ausführung. Die beschriebene Knotendichte liegt im üblichen Bereich, der für Loribaft-Teppiche genannt wird.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Iran und steht in der Tradition der Ghashghai-Nomaden in der südwestlichen Provinz Fars. Fars gehört zu den wichtigen Regionen der iranischen Teppichkultur. Die Landschaft ist mit unterschiedlichen Formen von Web- und Knüpfarbeiten verbunden, die sich aus regionalen Materialien, überlieferten Fertigkeiten und den Lebensbedingungen nomadischer Gemeinschaften entwickelt haben. Bei solchen Textilien bilden Herstellung und Alltag traditionell eine enge Einheit.

Die Ghashghai sind für ihre eigenständige nomadische Kultur und ihre textile Tradition bekannt. Nomadische Teppiche werden häufig in einer Umgebung hergestellt, in der Wolle unmittelbar verfügbar ist und textile Arbeiten eine praktische wie kulturelle Rolle spielen. Das Wissen über Spinnen, Färben, Knüpfen und Muster wird innerhalb von Gemeinschaften weitergegeben. Die Gestaltung entsteht dabei nicht allein aus einem festgelegten Musterbuch, sondern auch aus regionaler Erfahrung und der individuellen Arbeit der Knüpferinnen.

Gabbeh-Teppiche werden besonders mit den Nomaden des südwestlichen Iran in Verbindung gebracht. Ihre traditionelle Formensprache ist von vereinfachten Motiven, starken Flächen und einer unmittelbar lesbaren Gestaltung geprägt. Im Unterschied zu streng aufgebauten Hofteppichen muss die Gabbeh-Komposition nicht von einer dicht gefüllten Ornamentik bestimmt sein. Große ruhige Bereiche, klar begrenzte Formen und einzelne Figuren können die gesamte Bildwirkung tragen.

Die Bezeichnung Loribaft beschreibt eine feinere Ausprägung innerhalb dieses Gabbeh-Umfelds. Während Gabbeh traditionell mit einer kräftigeren, gröberen Erscheinung und häufig höherem Flor verbunden wird, setzt Loribaft auf eine feinere Knotung und einen kürzeren Flor. Dadurch kann die Zeichnung genauer ausgearbeitet werden. Gleichzeitig bleibt die reduzierte, ausdrucksvolle Gestaltung erhalten. Loribaft ist somit nicht als vollkommen anderer Teppichtyp zu verstehen, sondern als technische und gestalterische Weiterentwicklung innerhalb der Gabbeh-Tradition.

Fars bietet außerdem den historischen und kulturellen Rahmen für weitere iranische Teppicharten. Shiraz-Teppiche werden häufig mit detaillierten geometrischen Mustern und lebhaften Farben verbunden. Auch sie gehören zur handgeknüpften Teppichkultur Irans. Tabriz ist für mehrfarbige und komplexe Entwürfe bekannt, während Kerman häufig mit feinen Details und hochwertigen Materialien in Verbindung gebracht wird. Diese regionalen Unterschiede zeigen, dass iranische Teppiche keine einheitliche Bildsprache besitzen. Jede Herkunftsregion entwickelt eigene Vorlieben für Aufbau, Ornament, Farbe und technische Ausführung.

Bei nomadischen Teppichen kann die Bildsprache freier und persönlicher erscheinen als bei streng geplanten Manufakturmustern. Tiere, Pflanzen und geometrisch vereinfachte Zeichen werden nicht notwendigerweise naturgetreu wiedergegeben. Sie werden in Formen übersetzt, die während des Knüpfens aus Erinnerung, Überlieferung und eigener Gestaltung entstehen können. Gerade diese vereinfachte Darstellung gehört zum kulturellen Wert der Gabbeh-Tradition. Sie macht die Muster verständlich, ohne sie auf ein starres Schema zu begrenzen.

Die Geschichte der iranischen Teppichproduktion beruht auf dem Zusammenspiel verschiedener regionaler Traditionen. Nomadische Knüpfarbeiten, städtische Werkstätten und höfische Muster haben jeweils eigene Beiträge zur Entwicklung der Teppichkunst geleistet. Gabbeh-Loribaft steht dabei für die Verbindung einer nomadisch geprägten Formensprache mit einer feineren handwerklichen Ausführung. Material, Farbe, Flor und Muster bleiben sichtbar miteinander verbunden und verweisen auf die textile Herkunft aus Fars.

Die Herkunft aus Fars und die Verbindung zu den Ghashghai-Nomaden bilden daher mehr als eine reine Ortsangabe. Sie ordnen den Teppich in eine Kultur ein, in der Wolle, Handarbeit und überlieferte Zeichen eine wichtige Rolle spielen. Die regionale Färbung, die handgesponnene Wolle und die charakteristische Gabbeh-Komposition tragen gemeinsam zu seiner Einordnung als iranischer Gabbeh-Loribaft bei.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist abstrakt gestaltet und wird von großen Farbflächen bestimmt. Diese Flächen bilden die wesentliche Ordnung des Entwurfs. Anstelle einer lückenlos wiederholten Kleinstornamentik stehen einzelne farbige Bereiche im Vordergrund. Die Komposition wirkt dadurch klar gegliedert und lässt die Beziehung zwischen Fläche und Figur deutlich erkennen.

In die Flächen sind spielerische Figuren eingebunden. Sie verleihen dem Muster einen erzählerischen und zugleich freien Charakter. Bei Gabbeh-Loribaft-Teppichen können solche Darstellungen von Tieren oder Pflanzen angeregt sein. Die Motive werden dabei stark vereinfacht und in eine eigene Zeichen- und Farbwelt übertragen. Es geht nicht um eine naturgetreue Abbildung, sondern um die erkennbare Idee einer Figur.

Die Gabbeh-Bildsprache arbeitet häufig mit einer bewussten Reduktion. Wenige, deutlich erkennbare Elemente können eine ganze Fläche prägen. Ein einzelnes Tier, eine Pflanze oder eine geometrisch veränderte Form erhält dadurch mehr Gewicht als in einem Muster, das vollständig mit Ornamenten gefüllt ist. Die großen Farbflächen schaffen einen ruhigen Hintergrund, vor dem die Figuren als eigenständige Zeichen erscheinen.

Die feinere Loribaft-Knotung unterstützt die Ausarbeitung solcher Motive. Wo ein gröberer Knoten stärker vereinfachte Konturen nahelegt, erlaubt eine feinere Struktur eine genauere Abgrenzung von Linien, Formen und Farbwechseln. Der kürzere Flor trägt ebenfalls zu einer übersichtlichen Zeichnung bei. So verbindet der Entwurf die spontane Wirkung nomadischer Muster mit einer präziseren Oberfläche.

Spielerische Figuren sind ein wesentlicher Bestandteil der angegebenen Musterbeschreibung. Ihre Wirkung kann an kindliche Zeichnungen oder an frei entwickelte Erinnerungsbilder erinnern, ohne dass der Teppich auf eine bestimmte Szene festgelegt ist. Die Abstraktion lässt Raum für unterschiedliche Lesarten. Ein Motiv kann als Tier, Pflanze oder fantasievoll vereinfachte Gestalt wahrgenommen werden. Diese Offenheit ist für die Gabbeh-Gestaltung typisch und gehört zu ihrer eigenständigen visuellen Sprache.

Die Farbflächen und Figuren werden nicht durch eine übermäßig komplexe Ornamentik überlagert. Dadurch bleiben die grundlegenden Formen sichtbar. Die natürliche Färbung der Wolle steht dabei im Zusammenhang mit der regionalen Herstellung und unterstützt die vielfältige Farbwirkung, die für diese Teppiche beschrieben wird. Farbe ist nicht bloß dekorative Ergänzung, sondern ein wichtiges Mittel, um Flächen zu ordnen, Figuren hervorzuheben und dem Muster seine klare Struktur zu geben.

Im Vergleich zu den detaillierten geometrischen Mustern, die häufig mit Shiraz verbunden werden, oder den komplexen mehrfarbigen Entwürfen von Tabriz folgt dieser Gabbeh-Loribaft einer reduzierteren Gestaltung. Die Unterschiede zeigen die Vielfalt iranischer Mustertraditionen. Während manche Teppiche ihre Wirkung aus dichter Wiederholung und komplizierter Ornamentik beziehen, baut Gabbeh stärker auf einzelne Zeichen, offene Flächen und eine direkte Bildwirkung.

Das Design kann durch seine spielerischen Motive eine einladende und kreative Atmosphäre schaffen. Deshalb werden Gabbeh-Loribaft-Teppiche häufig auch für Kinderzimmer in Betracht gezogen. Diese Einordnung beschreibt die Wirkung der Muster, nicht eine Einschränkung ihrer Verwendung. Die abstrakten Farbflächen und vereinfachten Figuren können ebenso in anderen Wohnbereichen als eigenständige Gestaltungselemente eingesetzt werden.

Insgesamt verbindet das Muster eine klare Flächenaufteilung mit einer freien figürlichen Sprache. Die Herkunft aus Fars, die Ghashghai-Tradition und die technische Loribaft-Ausführung bilden den Hintergrund für diese Gestaltung. Das Ergebnis ist ein Entwurf, bei dem Farbe, Figur und handgeknüpfte Oberfläche gleichwertig zusammenwirken.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten dieses Teppichs zählen seine Gabbeh-Loribaft-Ausführung, die feinere Knotung und der kürzere Flor. Als Material im Flor wird handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle verwendet. Die natürlichen Farbstoffe aus der Region tragen zu seiner vielfältigen Farbwirkung bei. Das abstrakte Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren unterscheidet ihn von Teppichen mit ausschließlich kleinteiliger oder streng geometrischer Ornamentik. Der Teppich ist neu und wird als langlebig und strapazierfähig beschrieben.

Der kürzere Flor macht die alltägliche Pflege leichter als bei einem Gabbeh-Teppich mit höherem Flor. Regelmäßiges Absaugen wird empfohlen. Bei stärkerem Reinigungsbedarf sollte eine professionelle Reinigung erfolgen. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, damit die Farben nicht ausbleichen. Diese Pflegehinweise beziehen sich auf die Erhaltung der Oberfläche und der Farbwirkung.

FAQ

Was macht einen Gabbeh-Loribaft besonders?

Ein Gabbeh-Loribaft verbindet die reduzierte und ausdrucksvolle Bildsprache des Gabbeh mit einer feineren Knotung. Der kürzere Flor, handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle sowie die Verwendung natürlicher Farbstoffe gehören zu den charakteristischen Merkmalen dieses Teppichtyps. Bei diesem Exemplar kommt ein abstraktes Muster mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren hinzu. Die Figuren können an Tiere oder Pflanzen erinnern und werden in einer vereinfachten Form dargestellt. So treffen nomadisch geprägte Gestaltung und feinere technische Verarbeitung aufeinander.

Wie pflege ich einen Gabbeh-Loribaft?

Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden. Durch den kürzeren Flor ist die alltägliche Pflege leichter als bei einem Gabbeh mit höherem Flor. Wenn eine gründliche Reinigung notwendig wird, empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie ein Ausbleichen der Farben begünstigen kann. Eine schonende und regelmäßige Pflege unterstützt den Erhalt der handgeknüpften Oberfläche und der Farbwirkung. Reinigungsmittel oder Verfahren sollten auf die verwendete Wolle und die natürliche Färbung abgestimmt sein.

In welchen Größen sind Gabbeh-Loribaft-Teppiche erhältlich?

Gabbeh-Loribaft-Teppiche werden in verschiedenen Größen angeboten. Kleine Formate können Eingangsbereiche ergänzen, während größere Teppiche für Wohnzimmer geeignet sind. Die Auswahl unterschiedlicher Formate ermöglicht eine Anpassung an verschiedene Räume und Einrichtungsaufgaben. Dieses Exemplar gehört zu den größeren Ausführungen. Für die konkrete Größe dieses einzelnen Teppichs gelten die Angaben in den Produktdaten.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen