Perserteppich Fars 317 x 158 cm Wolle handgewebt

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Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 317 x 158 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: E0B9FA03

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus Fars ist handgewebt und aus Wolle gefertigt. Bei einem Kelim entsteht die textile Fläche durch das Weben und nicht durch das Einbringen eines Florpols mit einzelnen Knoten. Kettfäden bilden die Grundlage, während Schussfäden in unterschiedlichen Farben eingetragen und verdichtet werden. Auf diese Weise entsteht eine flache, strapazierfähige Struktur, in der Muster und Farbflächen unmittelbar aus dem Webvorgang hervorgehen.

Die Verwendung von Wolle entspricht der traditionellen Materialwahl vieler orientalischer Flachgewebe. Wolle lässt sich gut verspinnen, färben und verweben. Ihre natürliche Faserstruktur verleiht einem Kelim eine griffige Oberfläche und eine textile Präsenz, ohne dass ein gesonderter Flor aufgebaut wird. Die Verarbeitung von Hand macht jeden Abschnitt des Gewebes zu einem Ergebnis einzelner Arbeitsschritte am Webstuhl.

Beim Weben werden zunächst die Kettfäden in einer bestimmten Spannung am Webstuhl befestigt. Die Schussfäden werden anschließend quer durch die Kette geführt. Nach jeder Reihe werden sie an die bereits gearbeiteten Reihen angeschoben und verdichtet. So verbindet sich die textile Fläche Schritt für Schritt. Die Art, wie die Fäden geführt, gewechselt und angeordnet werden, beeinflusst den Aufbau von Farben, Konturen und Feldern.

Ein handgewebter Kelim unterscheidet sich dadurch grundsätzlich von einem handgeknüpften Teppich. Beim Knüpfen entsteht ein Flor aus vielen einzelnen Knoten, der anschließend geschoren oder geglättet werden kann. Beim Kelim bleibt die Oberfläche flach, weil die Schussfäden in die Webstruktur eingearbeitet werden. Diese Technik macht die Konstruktion des Textils unmittelbar ablesbar und verbindet die dekorative Wirkung eng mit dem eigentlichen Herstellungsprozess.

Das Muster ist auf beiden Seiten identisch. Dadurch kann der Kelim von beiden Seiten betrachtet und eingesetzt werden, ohne dass eine abweichende Rückseite das Erscheinungsbild bestimmt. Die handgewebte Ausführung und die beidseitige Gestaltung gehören zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften dieses Stücks. Der Zustand ist sehr gut.

Herkunft und Tradition

Der Kelim stammt aus Fars im Iran. Fars liegt im Süden des Landes und gehört zu den Regionen, in denen die Herstellung von Teppichen und Flachgeweben seit langer Zeit zum textilen Handwerk gehört. Die Provinz umfasst unterschiedliche Landschaften und Lebensräume. Diese Vielfalt hat verschiedene Formen des Webens, der Nutzung und der Gestaltung hervorgebracht.

Fars nimmt innerhalb der iranischen Textilgeschichte eine eigenständige Stellung ein. In der Region wurden sowohl Teppiche mit Flor als auch flach gewebte Textilien hergestellt. Die jeweiligen Arbeiten konnten sich an den Bedürfnissen sesshafter Haushalte ebenso orientieren wie an den praktischen Anforderungen mobiler Lebensweisen. Ein Kelim war daher nicht nur ein dekoratives Textil, sondern konnte mehrere Aufgaben im Alltag erfüllen.

Flachgewebe aus Fars werden traditionell an Webstühlen hergestellt, an denen die Kette zunächst gespannt wird. Der Webstuhl kann je nach örtlicher Arbeitsweise unterschiedlich aufgebaut sein. Entscheidend ist jedoch das Zusammenspiel von Kette und Schuss: Die Kette gibt die Längsrichtung und den Grundhalt vor, während der Schuss die sichtbare Fläche aufbaut. Die Weberin oder der Weber führt die farbigen Fäden durch die Kette und verdichtet sie mit einem Webkamm.

Im Gegensatz zu einem geknüpften Teppich entsteht die sichtbare Fläche daher direkt während des Webens. Änderungen in der Schussführung können Konturen, Streifen, Felder und geometrische Formen erzeugen. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Farben wird nicht nachträglich aufgetragen, sondern durch die Auswahl und Platzierung der Fäden in die Struktur integriert. Die Technik erlaubt es, Gewebe vergleichsweise effizient herzustellen und zugleich differenzierte Muster aufzubauen.

In den ländlichen und nomadisch geprägten Webtraditionen des südlichen Iran wurden Textilien häufig für den täglichen Gebrauch gefertigt. Kelims konnten als Bodenauflage, Abdeckung, Trennelement oder Wandbehang dienen. Ihre flache Konstruktion erleichtert das Zusammenlegen und den Transport. Gleichzeitig macht die textile Dichte sie zu vielseitig verwendbaren Einrichtungsgegenständen. Die Bezeichnung Kelim beschreibt dabei in erster Linie die Technik des Flachwebens und nicht eine einzelne Zeichnung.

Die Herstellung eines Kelims erforderte Kenntnisse über die Vorbereitung der Wolle, das Spannen der Kette und die Reihenfolge der Schussfäden. Diese Arbeitsschritte wurden traditionell innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben. Das Wissen lag nicht nur in einem festgelegten Muster, sondern auch in der praktischen Beherrschung des Webstuhls. Die Ausführung einer Kante, der Übergang zwischen Farben und die gleichmäßige Verdichtung der Reihen gehören zu den technischen Aufgaben der Weber.

Die Wolle musste zunächst gereinigt und zu einem geeigneten Garn verarbeitet werden. Anschließend konnte sie gefärbt und nach Farben geordnet werden. Natürliche Färbemittel spielten in der Geschichte iranischer Textilien eine wichtige Rolle, wobei sich die konkrete Farbpalette nach regional verfügbaren Pflanzen, Mineralien und handwerklichen Verfahren richten konnte. Die Fäden wurden danach so eingesetzt, dass aus einzelnen Reihen zusammenhängende Flächen und Motive entstanden.

Fars ist außerdem mit einer großen Bandbreite iranischer Textilkultur verbunden. Je nach örtlicher Tradition können Webarbeiten in Aufbau, Farbgebung und Motivsprache voneinander abweichen. Für die regionale Einordnung ist deshalb die Verbindung von Material, Webtechnik und Gestaltung entscheidend. Dieser Kelim wird als Stück aus Fars im Iran angeboten. Die Herkunft bezeichnet seine regionale Zuordnung; sie macht ihn nicht zu einem Erzeugnis aus einer anderen, im Muster möglicherweise anklingenden Teppichregion.

Die Weitergabe des handwerklichen Wissens erfolgt traditionell über praktische Arbeit. Kenntnisse über das Spannen der Kette, die Auswahl und Vorbereitung der Wolle, die Farbverteilung und das Verdichten der Schüsse werden am Webstuhl angewendet. Kleine Unterschiede in der Arbeitsweise können zu individuellen Übergängen und einer eigenen Oberflächenwirkung führen. Bei einem handgewebten Einzelstück bleibt diese Verbindung zwischen regionaler Tradition und konkreter Ausführung sichtbar.

Design und Muster

Das ausdrücklich beschriebene Muster ist auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft unterscheidet den Kelim in seiner Nutzung von Textilien, bei denen nur eine Seite als Vorderseite gedacht ist. Das Gewebe kann gewendet werden und behält dabei sein beschriebenes Erscheinungsbild. Für die Gestaltung bedeutet das, dass die Musterwirkung nicht von einer gesonderten, dekorativ ausgearbeiteten Rückseite abhängt.

Bei Kelims werden Muster nicht auf eine fertige Oberfläche aufgetragen. Sie entstehen durch die Anordnung der farbigen Schussfäden innerhalb des Gewebes. Geometrische Felder, Linien, Bänder und wiederkehrende Zeichen lassen sich durch das Wechseln der Farben und die Veränderung der Schussführung entwickeln. Auch Diagonalen und abgestufte Konturen sind typische Möglichkeiten einer flachgewebten Gestaltung. Solche Formen wirken unmittelbar aus der Struktur des Textils heraus.

Die Mustertraditionen von Fars stehen in einem größeren Zusammenhang iranischer Webkunst. Regionale Webarbeiten können Ornamente aus dem häuslichen Umfeld, stilisierte Pflanzenformen, geometrische Zeichen oder großflächige Farbfelder aufnehmen. Bei Flachgeweben wird ein Motiv häufig vereinfacht und rhythmisch gegliedert, damit es während des Webens klar aufgebaut werden kann. Die Wirkung entsteht aus dem Verhältnis von Fläche, Wiederholung, Kontur und Farbe, nicht aus einem nachträglich aufgesetzten Dekor.

Geometrische Gestaltung ist für viele Flachgewebe besonders geeignet, weil sie sich aus der Abfolge von Kett- und Schussfäden entwickeln lässt. Ein Muster kann durch regelmäßige Wiederholung eine klare Ordnung erhalten oder durch Veränderungen in der Breite und Richtung der Farbflächen einen bewegteren Aufbau zeigen. Linien können als Begrenzung dienen, während Felder die größeren Bereiche der Komposition strukturieren. Die Webtechnik bestimmt dabei mit, wie fein eine Kontur ausgeführt werden kann.

Ein Kelim lässt sich deshalb anders lesen als ein fein geknüpfter Teppich mit plastischem Flor. Die flache Oberfläche stellt die Linien und Farbwechsel direkt nebeneinander. Je nach Betrachtungsabstand treten zunächst die Gesamtordnung und die großen Felder hervor; aus der Nähe wird die textile Struktur mit ihren einzelnen Schussreihen sichtbar. Das beidseitig identische Muster unterstützt diese klare, vom Gewebe getragene Gestaltung.

In der iranischen Webkunst können Motive außerdem mit der Umgebung und der Nutzung eines Textils verbunden sein. Vereinfachte Pflanzen, Sterne, Rauten, Bänder und andere Zeichen werden nicht immer naturgetreu dargestellt, sondern in eine textile Ordnung übertragen. Bei einem Kelim entsteht die Wirkung aus der Wiederholung von Formen und aus der Beziehung zwischen den einzelnen Farbbereichen. Eine genaue Motivbezeichnung darf jedoch nur verwendet werden, wenn sie für das jeweilige Stück angegeben ist.

Die Bezeichnung Perserteppich verweist hier auf die Herkunft aus dem Iran, während Kelim die Herstellungsart bezeichnet. Diese Unterscheidung ist wichtig: Ein Kelim ist kein geknüpfter Teppich, sondern ein handgewebtes Flachgewebe. Seine Gestaltung wird daher über Webtechnik, Material und Musteraufbau verstanden. Bei diesem Stück ist als konkrete Mustereigenschaft die identische Ausführung auf beiden Seiten festgehalten; weitergehende Motivbezeichnungen werden nicht behauptet.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die handgewebte Ausführung, die Verwendung von Wolle und das auf beiden Seiten identische Muster. Dadurch kann der Kelim als textiles Objekt nicht nur auf dem Boden, sondern auch als Wandbehang eingesetzt werden. Die flache Struktur eignet sich für eine Präsentation, bei der die Webarbeit und die Musterordnung sichtbar bleiben. Der Kelim wird in sehr gutem Zustand angeboten.

Die doppelseitige Gestaltung erweitert die Möglichkeiten der Verwendung. Je nach Raum und Einrichtung kann das Gewebe als Teppich oder als dekorativer Wandbehang betrachtet werden. Die Einordnung als Kelim macht zugleich deutlich, dass seine Oberfläche aus dem Weben hervorgeht. Es handelt sich nicht um einen handgeknüpften Flor, sondern um ein handgewebtes Wollgewebe aus Fars.

Ein Wandbehang zeigt besonders deutlich, dass ein Kelim nicht ausschließlich als Bodenbelag verstanden werden muss. Die flache textile Konstruktion lässt sich vertikal präsentieren, während das Muster als zusammenhängende Fläche sichtbar bleibt. Die identische Ausführung beider Seiten ist dabei eine praktische Eigenschaft, weil die dekorative Wirkung nicht von einer besonderen Vorderseite abhängig ist.

FAQ

Wie wird dieser Kelim hergestellt?

Der Kelim wird von Hand gewebt. Dabei werden Schussfäden durch eine gespannte Kette geführt und verdichtet, bis eine zusammenhängende flache Textilfläche entsteht. Das Muster entwickelt sich während dieses Vorgangs aus der Anordnung und dem Wechsel der Schussfäden. Im Unterschied zu einem handgeknüpften Teppich wird kein Flor aus einzelnen Knoten aufgebaut. Dieser Kelim besteht aus Wolle und zeigt sein Muster auf beiden Seiten identisch.

Woher stammt dieser Perserteppich?

Der Kelim stammt aus Fars im Iran. Fars ist eine Region mit einer eigenständigen Tradition der Herstellung von Teppichen und Flachgeweben. Die regionale Herkunft und die handgewebte Kelim-Technik gehören zu den wesentlichen Angaben zu diesem Stück. Die Bezeichnung Perserteppich bezieht sich hier auf den iranischen Ursprung; die konkrete Herstellungsart ist ein handgewebter Kelim aus Wolle.

Kann der Kelim als Wandbehang verwendet werden?

Ja. Ein Kelim aus flach gewebter Wolle kann neben der Verwendung als Teppich auch als Wandbehang eingesetzt werden. Bei diesem Stück ist das Muster auf beiden Seiten identisch, sodass seine Gestaltung auch bei einer hängenden Präsentation von beiden Seiten gleich beschrieben werden kann. Die handgewebte Struktur bleibt dabei als textiles Merkmal sichtbar. Der angebotene Kelim befindet sich in sehr gutem Zustand.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

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Form

Herkunft

Material

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