






Perserteppich Fars 297 x 163 cm Handgewebt
1277$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: ohne Flor | Größe: 297 x 163 cm | Muster: Vorder- und Rückseite identisch | Herkunft: Fars, Iran | Zustand: Sehr gut
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Kelim aus Fars ist handgewebt und besitzt keinen Flor. Anders als bei einem geknüpften Teppich entsteht seine Oberfläche nicht aus einzelnen Knoten, sondern durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden. Das Muster wird während des Webens in die textile Fläche eingearbeitet. Dadurch bleiben Konstruktion und Gestaltung unmittelbar miteinander verbunden. Die Bezeichnung Kelim steht für diese flach gewebte Herstellungsweise und unterscheidet das Textil von einem Teppich mit aufgerichtetem Flor.
Beim Weben bildet die Kette das Grundgerüst. Der Schuss wird Reihe für Reihe durch die Kettfäden geführt und bestimmt die sichtbare Fläche. Farbwechsel, Begrenzungen und gemusterte Bereiche werden direkt am Webstuhl aufgebaut. Die Spannung der Kette, die Führung des Schusses und die Folge der einzelnen Reihen beeinflussen das fertige Gewebe. Bei diagonalen oder schrägen Linien können durch die rechtwinklige Struktur der Fäden stufenartige Konturen entstehen. Diese Wirkung gehört zur technischen Sprache vieler Flachgewebe.
Ein Kelim ohne Flor besitzt keine geschnittene, über der Grundstruktur liegende Oberfläche. Das unterscheidet ihn von einem handgeknüpften Teppich, dessen Muster durch Knoten und die daraus entstehende Florfläche geprägt wird. Beim Kelim liegt die Zeichnung in der Webstruktur selbst. Das Ergebnis ist eine flache textile Fläche, die sowohl praktisch als Teppich als auch dekorativ als Wandbehang eingesetzt werden kann.
Bei diesem Stück zeigen Vorderseite und Rückseite ein identisches Muster. Die Gestaltung ist deshalb nicht auf eine einzige Schauseite angewiesen. Diese Eigenschaft ist bei einem flach gewebten Textil besonders deutlich, weil kein Flor die Ansicht einer Seite verändert. Die Verarbeitung besteht aus der angegebenen Handwebtechnik ohne Flor. Der Zustand dieses Kelims ist sehr gut.
Die Herstellung eines handgewebten Kelims verlangt eine genaue Kontrolle der Fadenspannung und der Musterfolge. Kleine Entscheidungen während des Webens können beeinflussen, wie klar Linien, Flächen und Übergänge erscheinen. Traditionell wird das Wissen über Webtechniken, Farbaufteilung und Musteraufbau häufig innerhalb von Familien oder Gemeinschaften weitergegeben. Dabei verbindet das Gewebe handwerkliche Funktion mit einer eigenständigen dekorativen Sprache.
Herkunft und Tradition
Der Kelim stammt aus Fars im Iran. Fars liegt im Süden des Landes und gehört zu den historischen Landschaften der iranischen Kultur. Die Region ist seit langer Zeit von unterschiedlichen Lebensformen geprägt. Neben sesshaften Bevölkerungsgruppen gibt es in ihrer Geschichte nomadische und stammesbezogene Traditionen. Diese Vielfalt hat auch die textile Kultur beeinflusst. Gewebe konnten im Alltag als Bodenbelag, Decke, Tragetasche, Zelttextil oder dekoratives Element verwendet werden.
Fars nimmt in der Geschichte persischer Teppiche und Flachgewebe einen eigenen Platz ein. Die Bezeichnung der Region verweist auf eine weit gefasste Herkunft und nicht automatisch auf eine einzige Werkstatt oder ein bestimmtes Dorf. In verschiedenen Teilen der Landschaft entwickelten sich unterschiedliche Arbeitsweisen und Formensprachen. Gemeinsam ist vielen dieser Traditionen die enge Verbindung von handwerklicher Herstellung, praktischer Verwendung und überliefertem Musterwissen.
Flachgewebe waren für mobile und sesshafte Lebensweisen gleichermaßen geeignet. Sie konnten leichter bewegt, zusammengelegt und vielseitig verwendet werden. In nomadischen Zusammenhängen gehörten gewebte Textilien zu einer Ausstattung, die den Alltag organisierte und zugleich schmückte. In sesshaften Haushalten konnten sie Räume gliedern und Oberflächen schützen. Diese Mehrfachfunktion erklärt, warum Kelims in der iranischen Textilgeschichte nicht nur als dekorative Objekte, sondern auch als Gebrauchsgegenstände verstanden werden.
Die iranische Webtradition reicht weit zurück. Auf einfachen oder traditionellen Webstühlen wird die Kette aufgespannt, bevor der Schuss in festgelegter Reihenfolge eingetragen wird. Die Arbeit verlangt Aufmerksamkeit für die Gleichmäßigkeit des Gewebes und für die Position jedes Musterabschnitts. Bei komplexeren Kompositionen muss die Verteilung der Farben während des gesamten Webvorgangs im Gedächtnis oder anhand einer Vorlage kontrolliert werden. So entsteht ein Textil, dessen Herstellungsschritte später in der Oberfläche erkennbar bleiben können.
In Fars treffen unterschiedliche regionale Einflüsse aufeinander. Die Formen können je nach Gemeinschaft, Nutzung und überliefertem Wissen variieren. Manche Flachgewebe arbeiten mit klaren geometrischen Flächen, andere mit stilisierten Pflanzen-, Tier- oder Sternformen. Auch Bordüren und wiederkehrende Bänder können eine textile Fläche ordnen. Diese allgemeine Vielfalt darf nicht mit einer konkreten Zuschreibung für jedes einzelne Stück verwechselt werden. Für diesen Kelim ist die Herkunft Fars im Iran angegeben; eine genauere Zuordnung zu einem Ort oder einer Werkstatt liegt nicht vor.
Die Tradition des Kelims steht neben der Tradition des geknüpften Perserteppichs, folgt aber einer anderen technischen Logik. Beim Knüpfen wird das Muster Knoten für Knoten aufgebaut und anschließend durch den Flor sichtbar gemacht. Beim Weben entsteht die Musterfläche unmittelbar aus Kette und Schuss. Deshalb lässt sich bei einem Kelim die Konstruktion häufig besonders klar ablesen. Die flache Struktur ist kein fehlender Bestandteil eines geknüpften Teppichs, sondern das kennzeichnende Ergebnis einer eigenen Textiltechnik.
Der Begriff Perserteppich wird für Teppiche aus dem Iran verwendet. Fars gehört als iranische Region in diesen Zusammenhang. Zugleich ist ein Kelim eine besondere Form innerhalb dieser persischen Teppich- und Textilkultur, weil er handgewebt und ohne Flor hergestellt wird. Seine regionale Herkunft und seine Webtechnik ergänzen sich daher: Fars beschreibt den Ursprung, Kelim die Art der Herstellung.
Über Generationen konnten Musterwissen und technische Erfahrung weitergegeben werden, ohne dass jedes Gewebe vollständig identisch ausfiel. Die Handarbeit lässt Raum für die konkrete Ausführung am Webstuhl. Spannung, Materialführung und die Abfolge der Schussfäden beeinflussen die Erscheinung. Dadurch steht jedes handgewebte Stück in einer Tradition und bleibt zugleich ein einzelnes textiles Werk. Das gilt auch für die Verwendungsmöglichkeiten: Ein Kelim kann auf dem Boden liegen oder als sichtbare Fläche an einer Wand präsentiert werden.
Design und Muster
Das Muster dieses Kelims ist auf Vorder- und Rückseite identisch. Beide Seiten zeigen somit dieselbe Gestaltung. Bei einem flach gewebten Textil ist diese Eigenschaft unmittelbar verständlich, weil die Musterfläche durch die Fäden selbst gebildet wird. Es gibt keinen geschnittenen Flor, dessen Richtung, Höhe oder Lichtwirkung die Ansicht einer Seite stärker bestimmen könnte. Vorder- und Rückseite gehören zu einer einheitlichen visuellen Komposition.
Die Musterwelt iranischer Kelims ist vielfältig. Geometrische Formen werden häufig durch Rauten, Sterne, Streifen, Winkel, gestufte Linien oder wiederholte Felder aufgebaut. Andere Kompositionen können stilisierte Blüten, Ranken, Tiere oder Medaillons einbeziehen. Bordüren rahmen die Hauptfläche und geben ihr einen Abschluss. Diese Beispiele beschreiben die allgemeine Formensprache der Kelimtradition. Sie sind keine zusätzliche Benennung eines konkreten Motivs dieses Stücks.
Die flache Webtechnik begünstigt eine grafische Wirkung. Eine Form wird nicht durch eine erhöhte Florfläche modelliert, sondern durch die Platzierung und den Wechsel der Schussfäden. Farbflächen können scharf voneinander getrennt oder durch kleinere Übergänge miteinander verbunden werden. Wiederholungen erzeugen Rhythmus, während zentrale Felder und Randzonen die Fläche gliedern. An diagonalen Linien können treppenartige Konturen entstehen, weil die Fäden in rechtwinkligen Reihen angeordnet sind.
Viele Kelims besitzen eine Komposition aus Innenfeld und Bordüre. Das Innenfeld kann ein durchgehendes Muster, eine Folge von Medaillons oder eine Anordnung kleinerer Zeichen aufnehmen. Die Randbereiche stabilisieren die Wahrnehmung und schaffen einen Rahmen. In regionalen Traditionen werden solche Grundformen unterschiedlich ausgeführt. Ein Muster kann streng regelmäßig wirken oder durch die Handarbeit leichte Unterschiede in Abstand und Kontur zeigen. Die Webstruktur macht diese Beziehung zwischen Ordnung und handwerklicher Ausführung sichtbar.
Auch die Funktion beeinflusst die Wahrnehmung eines Kelims. Auf dem Boden wird die textile Fläche aus der Nähe und aus wechselnden Blickwinkeln gesehen. Als Wandbehang kann die gesamte Komposition geschlossen betrachtet werden. Bei diesem Stück ist die Verwendung als Teppich oder Wandbehang angegeben. Die identische Gestaltung beider Seiten unterstützt besonders die Präsentation an der Wand, weil keine Seite als alleinige Vorderseite festgelegt werden muss.
In der iranischen Ornamenttradition können Muster kulturelle Erinnerungen, Naturbeobachtungen oder Vorstellungen von Ordnung aufnehmen. Geometrische Wiederholungen, stilisierte Pflanzen und symbolisch verstandene Zeichen werden in unterschiedlichen Regionen und Gemeinschaften verschieden interpretiert. Eine allgemeine Erklärung solcher Formen darf jedoch nicht als Aussage über dieses konkrete Muster ausgegeben werden. Für diesen Kelim ist als individuelles Gestaltungsmerkmal die identische Darstellung auf Vorder- und Rückseite festgehalten. Einzelne Ornamente, Farbtöne oder ihre Bedeutungen sind nicht benannt.
Das Design lässt sich deshalb am zuverlässigsten über seine technische und visuelle Struktur beschreiben. Es handelt sich um ein handgewebtes, flaches Textil ohne Flor, dessen Muster beidseitig gleich erscheint. Diese Verbindung unterscheidet den Kelim von einem einseitig präsentierten Hochflorteppich. Das Muster liegt nicht als zusätzliche Schicht auf dem Gewebe, sondern wird während der Herstellung aus Kette und Schuss aufgebaut. Damit wird die Webtechnik selbst zu einem Bestandteil der Gestaltung.
Die regionale Einordnung Fars ergänzt diese Beschreibung um den kulturellen Rahmen. Fars ist mit einer reichen Geschichte handgefertigter Textilien verbunden, doch die Herkunft allein legt keine bestimmte Ornamentik fest. Eine sachliche Beschreibung bleibt daher bei den Eigenschaften dieses Stücks und nutzt die allgemeine Kelimtradition zur Erklärung der Herstellungsweise. So werden regionale Geschichte und individuelle Produktmerkmale voneinander unterschieden.
Besonderheiten
Die wichtigste Besonderheit dieses Kelims ist das identische Muster auf Vorder- und Rückseite. Es muss keine Seite als alleinige Schauseite ausgewählt werden. Diese beidseitige Gestaltung verbindet sich mit der handgewebten Ausführung und der Oberfläche ohne Flor. Das Stück zeigt damit unmittelbar die Eigenschaften eines flach gewebten Textils.
Der Kelim stammt aus Fars im Iran und befindet sich in sehr gutem Zustand. Seine Herkunft, seine Webtechnik und sein beidseitig gleiches Muster bilden die wesentlichen Merkmale. Weitere Angaben zu einer bestimmten Werkstatt, zu einzelnen Motiven oder zu zusätzlichen Materialien sind nicht Bestandteil der Beschreibung.
Als Verwendung sind Teppich oder Wandbehang angegeben. Auf dem Boden kann die flache textile Fläche als Teppich genutzt werden. An der Wand lässt sich das Muster als zusammenhängende Webarbeit präsentieren. Die doppelseitige Gestaltung erleichtert dabei die unabhängige Betrachtung der beiden Seiten.
FAQ
Was ist ein Kelim?
Ein Kelim ist ein flach gewebtes Textil ohne Flor. Das Muster entsteht durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden und nicht durch das Einsetzen einzelner Knoten. Die Oberfläche bleibt dadurch flach, während die Gestaltung direkt in das Gewebe eingebunden wird. Dieses Exemplar ist handgewebt, stammt aus Fars im Iran und besitzt auf Vorder- und Rückseite ein identisches Muster.
Kann dieser Kelim als Wandbehang verwendet werden?
Ja. Dieses Stück ist ausdrücklich als Teppich oder Wandbehang verwendbar. An der Wand bleibt die flache Webstruktur vollständig sichtbar. Weil Vorder- und Rückseite dasselbe Muster zeigen, ist die Gestaltung nicht auf eine festgelegte Schauseite angewiesen. Die konkrete Befestigung richtet sich nach der Wand, dem gewünschten Erscheinungsbild und den Bedingungen am vorgesehenen Ort.
Wie unterscheidet sich dieser Kelim von einem handgeknüpften Teppich?
Dieser Kelim ist handgewebt und ohne Flor gefertigt. Bei einem handgeknüpften Teppich wird das Muster durch einzelne Knoten aufgebaut; daraus kann eine erhöhte Florfläche entstehen. Beim Kelim wird die Zeichnung dagegen direkt während des Webens aus Kette und Schuss gebildet. Deshalb besitzt er eine flache Oberfläche. Für dieses Stück sind außerdem die Herkunft Fars im Iran, das identische Muster auf Vorder- und Rückseite und der sehr gute Zustand angegeben.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft |














