Perserteppich Fars 290 x 167 cm Wolle handgewebt

656$

Handgewebter Fars Perserteppich | Material: 100% Wolle | Größe: 290 x 167 cm | Muster: Dekoratives Patchwork Design | Zustand: Neu ohne Etikett | Form: Rechteck

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Inventarnummer: 4391C770

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Fars-Perserteppich ist handgewebt und als Kelim ausgeführt. Seine Webart ist ein Flachgewebe, bei dem kein erhabener Flor wie bei einem geknüpften Teppich entsteht. Die Oberfläche wird durch das Verkreuzen der Kett- und Schussfäden gebildet. Dadurch bleibt die Konstruktion flach und klar lesbar. Die Fertigung von Hand macht die Herstellung zu einer textilen Handarbeit, bei der die einzelnen Arbeitsschritte direkt am Webstuhl ausgeführt werden.

Als Material ist 100 % Wolle angegeben. Wolle wird bei Kelims traditionell wegen ihrer textilen Belastbarkeit und ihrer Fähigkeit verwendet, Farbe aufzunehmen. Bei einem Flachgewebe liegt das Material nicht als dichter Flor auf dem Grund, sondern bildet die gewebte Fläche selbst. Das verleiht der Oberfläche ihre charakteristische, flache Struktur und unterscheidet sie deutlich von einem handgeknüpften Teppich.

Die Quelle bezeichnet das Stück ausdrücklich als handgewebten Kelim und als Flachgewebe. Diese Angaben beschreiben die Herstellungsweise, nicht nur die Optik. Ein Kelim wird Reihe für Reihe gewebt; das Muster entsteht während dieses Vorgangs aus der Anordnung der farbigen Schussfäden. Der Teppich besteht aus Wolle und ist nicht als Mischung mit einem weiteren Material ausgewiesen.

Der Teppich ist neu und wird ohne Etikett angeboten. Diese Zustandsangabe bezieht sich auf das konkrete Stück. Weitere Aussagen zu Alter, Gebrauchsspuren oder einer früheren Nutzung sind nicht angegeben. Das Produkt ist außerdem für Räume mit Fußbodenheizung geeignet.

Herkunft und Tradition

Fars gehört zu den historischen Teppichregionen des Iran. Die Landschaft der Region umfasst unterschiedliche geografische Räume, darunter Gebirgszüge, Ebenen und Gebiete, die seit langer Zeit von sesshaften und nomadisch geprägten Gemeinschaften bewohnt werden. Diese Vielfalt hat eine große Bandbreite textiler Traditionen hervorgebracht. Unter der Bezeichnung Fars können daher verschiedene Webtraditionen, Farbauffassungen und Musterfamilien zusammengefasst werden.

Das Weben von Teppichen und Kelims ist in der iranischen Textilgeschichte eng mit dem täglichen Leben verbunden. Gewebe konnten als Bodenbelag, Decke, Abdeckung oder Ausstattung für den Haushalt dienen. Bei nomadischen Gruppen mussten sie zudem transportierbar und praktisch einsetzbar sein. Ein Flachgewebe erfüllt diese Anforderungen durch seine vergleichsweise flache Konstruktion. Es lässt sich leicht auslegen, aufnehmen und in unterschiedlichen Wohnsituationen verwenden.

Fars wird häufig mit den Webarbeiten der Qashqai und anderer regionaler Gemeinschaften in Verbindung gebracht. Qashqai-Webarbeiten sind für ihre eigenständige geometrische Sprache bekannt, wobei die konkrete Gestaltung von Dorf, Gruppe, Werkstatt und Zeitraum abhängen kann. Nicht jeder Teppich aus Fars weist deshalb dieselben Symbole oder Farben auf. Die Herkunftsbezeichnung verweist auf die Region; sie ersetzt keine Beschreibung des individuellen Musters.

In der iranischen Teppichkultur stehen Kelims neben geknüpften Teppichen. Beide Formen nutzen Wolle und farbige Fäden, unterscheiden sich aber in der Konstruktion. Beim Knüpfen werden einzelne Knoten in den Grund eingearbeitet und anschließend verdichtet. Beim Kelim entsteht die Fläche durch Weben. Diese technische Unterscheidung erklärt, weshalb ein Kelim eine andere Haptik, ein anderes Relief und eine andere Lichtwirkung besitzt als ein Teppich mit Flor.

Die Fars-Tradition ist außerdem Teil eines größeren iranischen Kulturraums, in dem regionale Muster über Handel, Wanderbewegungen und den Austausch zwischen Werkstätten weitergegeben wurden. Motive können dabei verändert, vereinfacht oder neu kombiniert werden. Der Begriff Fars bezeichnet somit einen historischen und geografischen Zusammenhang, nicht ein einziges festgelegtes Dekor. Das vorliegende Stück verbindet diese regionale Bezeichnung mit einer modernen, dekorativen Patchwork-Gestaltung.

Handgewebte Kelims werden heute sowohl in traditionellen als auch in zeitgemäßen Einrichtungen verwendet. Ihre flache Oberfläche passt zu einer sachlichen Raumgestaltung, während die gewebte Struktur die handwerkliche Herkunft sichtbar lässt. Die Bezeichnung Perserteppich verweist hier auf die iranische Herkunftsregion Fars; die Herstellungsart bleibt die eines handgewebten Kelims.

Design und Muster

Das konkrete Muster wird als dekoratives Patchwork Design beschrieben. Patchwork bezeichnet eine Gestaltung, bei der mehrere farblich oder formal voneinander unterscheidbare Felder zu einer Gesamtkomposition verbunden werden. Die einzelnen Partien können wie textile Ausschnitte wirken, obwohl das Muster bei diesem Kelim direkt in die Webfläche eingearbeitet ist. So entsteht kein einheitliches, durchgehend wiederholtes Rapportmuster, sondern eine gegliederte Gesamtansicht.

Die Farben des Teppichs sind mehrfarbig. Diese Angabe beschreibt die Farbigkeit des konkreten Stücks, ohne einzelne Farbtöne festzulegen. Bei einem Patchwork-Entwurf können unterschiedliche Felder durch Kontraste, Abstufungen oder wechselnde Musterzeichen voneinander getrennt werden. Die Farbverteilung ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Komposition und nicht nur eine ergänzende Eigenschaft der Oberfläche.

Als Stil ist Art déco angegeben. Art déco entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert als Stilrichtung, die dekorative Wirkung mit klaren Konturen, geometrischen Formen und einer geordneten Flächengliederung verband. Typisch ist nicht ein einziges Motiv, sondern das Zusammenspiel von Struktur, Rhythmus und dekorativer Vereinfachung. In einem Kelim kann diese Sprache besonders deutlich über Felder, Linien, Winkel und wiederkehrende Formen ausgedrückt werden.

Die Verbindung von Patchwork und Art déco führt zu einer Gestaltung, die in einzelne Zonen gegliedert ist und zugleich als zusammenhängende Fläche funktioniert. Geometrische Ordnung und dekorative Vielfalt stehen nebeneinander. Die gewebte Konstruktion unterstützt diesen Eindruck, weil die Farbflächen unmittelbar aus der Anordnung der Fäden entstehen. Die Musterwirkung wird daher nicht durch einen aufgesetzten Druck erzeugt, sondern durch die textile Struktur.

Ein dekoratives Patchwork Design ist nicht mit einem bestimmten traditionellen Fars-Motiv gleichzusetzen. Regionale Teppichmuster können florale, geometrische oder symbolische Elemente enthalten und unterscheiden sich je nach Herkunft und Handwerkstradition. Die Beschreibung dieses Teppichs nennt jedoch ausdrücklich Patchwork, Art déco und eine mehrfarbige Gestaltung. Diese Merkmale bilden die Grundlage für die Einordnung des individuellen Designs.

Die rechteckige Form unterstützt die klare Aufteilung der Musterfelder. Bei einem rechteckigen Kelim lässt sich die Komposition entlang der Längs- und Querachse lesen, während die einzelnen Bereiche innerhalb des Gesamtformats miteinander in Beziehung stehen. Die flache Webart hält die Konturen der Felder sichtbar und bewahrt die charakteristische textile Anmutung eines Kelims.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Stücks ist die Verbindung aus iranischer Fars-Bezeichnung, handgewebter Kelim-Technik und einem modernen Art-déco-Patchwork. Es handelt sich nicht um einen handgeknüpften Teppich, sondern um ein handgewebtes Flachgewebe aus 100 % Wolle. Diese Unterscheidung ist für die Einordnung der Konstruktion und der Oberfläche maßgeblich.

Der Teppich ist neu und wird ohne Etikett angeboten. Seine Gestaltung ist mehrfarbig und dekorativ; die rechteckige Form sowie die Eignung für Fußbodenheizung sind ebenfalls angegeben. Zusammen ergeben diese Merkmale ein Stück, das traditionelle Webtechnik mit einer zeitgenössisch gegliederten Musteridee verbindet, ohne dass daraus weitere Angaben zu Alter, Werkstatt oder Signatur abgeleitet werden können.

FAQ

Was macht diesen Fars-Perserteppich besonders?

Besonders ist die Kombination aus handgewebter Kelim-Technik, 100 % Wolle, Flachgewebe und einem dekorativen Patchwork Design im Art-déco-Stil. Die mehrfarbige Gestaltung wird nicht auf eine geknüpfte Florfläche aufgetragen, sondern entsteht als Bestandteil der gewebten Struktur. Der Teppich ist neu, rechteckig und für Fußbodenheizung geeignet. Seine Fars-Bezeichnung verweist auf den iranischen Herkunftsraum.

Wie pflege ich einen handgewebten Kelim richtig?

Für die regelmäßige Pflege sollte der Teppich vorsichtig abgesaugt werden. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden, ohne die Stelle unnötig zu durchnässen oder stark zu reiben. Da ein Kelim als Flachgewebe keine hohe Florfläche besitzt, sollte die Oberfläche schonend behandelt werden. Eine professionelle Reinigung wird alle paar Jahre empfohlen. Bei Unsicherheit über ein geeignetes Verfahren ist die Beratung durch einen Fachbetrieb sinnvoll.

Woran erkenne ich, ob ein Teppich echt ist?

Bei geknüpften Teppichen werden unter anderem Knotendichte, Materialqualität und Herstellungsregion betrachtet. Bei einem Kelim ist zunächst die Webart entscheidend: Die Fläche entsteht durch Kett- und Schussfäden und nicht durch einzelne Flor-Knoten. Zusätzlich können Material, Verarbeitung, Muster und Herkunftsangabe beurteilt werden. Für eine verbindliche Einschätzung eines konkreten Teppichs kann ein Fachmann die textile Konstruktion und die verwendeten Materialien prüfen.

Zusätzliche Informationen
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