Perserteppich Fars 241 x 153 cm Wolle handgewebt

Ursprünglicher Preis war: 1110$Aktueller Preis ist: 1044$

Handgewebter Fars Perserteppich | Knotendichte: hoch | Material: handgewebte Wolle | Größe: 241 x 153 cm | Muster: Vorder- und Rückseite identisch | Zustand: gut erhalten

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Inventarnummer: 712CACAB

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus Fars im Iran ist handgewebt und aus Wolle gefertigt. Die Wolle gehört zu den Naturmaterialien, die traditionell für textile Arbeiten verwendet werden. Sie verleiht der Oberfläche eine angenehme Haptik und eine natürliche Optik. Bei einem handgewebten Kelim entsteht die Fläche nicht durch das Einsetzen einzelner Knotenreihen, sondern durch das Verweben von Kette und Schuss. Die Fäden werden dabei so miteinander verbunden, dass ein flaches, geschlossenes Gewebe entsteht.

Die Handwebtechnik bestimmt den Charakter dieses Teppichs. Die Muster werden während des Webens aufgebaut und sind dadurch unmittelbar mit der Konstruktion verbunden. Farbige Schussfäden bilden einzelne Bereiche, Linien und Formen. Die Webarbeit verlangt eine gleichmäßige Spannung und eine sorgfältige Führung der Fäden, damit die textile Fläche stabil bleibt und die Gestaltung klar erkennbar wird. Die flache Struktur unterscheidet den Kelim von einem Teppich mit hohem geknüpftem Flor.

In der Beschreibung wird eine hohe Knotendichte als Merkmal der kunstvollen Verarbeitung genannt. Bei einem Kelim ist die textile Dichte im Zusammenhang mit der Webarbeit zu verstehen. Je kompakter die Fäden miteinander verbunden sind, desto geschlossen wirkt die Fläche und desto deutlich können die Muster erscheinen. Die sorgfältige Verarbeitung der Wolle verleiht dem Gewebe seine besondere Haptik. Gleichzeitig bleibt die Oberfläche flach und für die traditionelle Verwendung als Bodenbelag oder Wandbehang geeignet.

Wolle wird in der Teppichherstellung wegen ihrer belastbaren und zugleich angenehm natürlichen Eigenschaften geschätzt. Als Faser lässt sie sich verspinnen, färben und in unterschiedlichen Webtechniken einsetzen. Bei einem Kelim liegt ihr Wert nicht nur in der Oberfläche, sondern auch in ihrer Verbindung mit dem Gewebeaufbau. Material und Technik wirken zusammen: Die Wolle bildet die sichtbare textile Substanz, während die Handwebarbeit für die flache Form und die Stabilität des Teppichs verantwortlich ist.

Die handwerkliche Herstellung macht jeden Webvorgang zu einer Folge einzelner Arbeitsschritte. Kette und Schuss müssen aufeinander abgestimmt, die Farbflächen genau platziert und die Muster kontinuierlich weitergeführt werden. Diese technische Verbindung von Aufbau und Dekor ist typisch für Flachgewebe. Bei diesem Kelim kommt hinzu, dass die Muster auf Vorder- und Rückseite identisch sind. Beide Seiten zeigen somit das Ergebnis derselben Webarbeit und können für die Nutzung herangezogen werden.

Herkunft und Tradition

Der Kelim stammt aus Fars im Iran. Fars liegt im Süden des Landes und zählt zu den Regionen mit einer vielfältigen Geschichte der Teppich- und Textilherstellung. Die kulturelle Landschaft der Region wurde durch sesshafte Gemeinden, Städte und nomadisch geprägte Lebensformen beeinflusst. In diesen unterschiedlichen Lebenswelten entstanden textile Arbeiten, die sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für die Ausstattung von Räumen bestimmt waren. Wolle war dafür ein naheliegendes Material, weil sie sich zu Garn verarbeiten und in widerstandsfähige Gewebe verwandeln lässt.

Die Webtraditionen von Fars stehen im größeren Zusammenhang der iranischen Kelimherstellung. Ein Kelim ist ein flach gewebtes Textil, dessen Muster aus der Anordnung der Schussfäden hervorgehen. Das macht seine Herstellung technisch anders als die eines geknüpften Perserteppichs. Beim Knüpfen wird der Flor Knoten für Knoten aufgebaut; beim Kelim wird die dekorative Fläche direkt am Webstuhl gewebt. Die Gestaltung ist dadurch eng mit der Konstruktion verbunden und bleibt auf beiden Seiten des Gewebes nachvollziehbar.

Iranische Flachgewebe wurden traditionell für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Sie konnten als Bodenauflage, Wandbehang, Raumtextil, Tasche oder Decke dienen. Ihre Funktion hing von der jeweiligen Form, Größe und regionalen Gewohnheit ab. Die Verbindung von Gebrauch und Ornament ist ein wesentlicher Bestandteil der Kelimtradition. Muster waren nicht ausschließlich dekorativ, sondern konnten auch Zugehörigkeit, Erinnerung und überlieferte Gestaltungsvorstellungen ausdrücken. Gleichzeitig blieb jedes Gewebe ein praktischer Gegenstand des täglichen Lebens.

Fars ist für eine regionale Vielfalt bekannt, in der unterschiedliche Mustertraditionen nebeneinander bestehen. In der iranischen Webkunst werden Kenntnisse über Fasern, Garne, Webspannung, Farbanordnung und Musteraufbau häufig innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben. Der Webstuhl ist dabei nicht nur ein technisches Werkzeug, sondern der Ort, an dem überlieferte Formen in ein konkretes Textil übertragen werden. Die Handarbeit lässt Raum für Variationen in der Anordnung und für die individuelle Ausführung der Weberin oder des Webers.

Die Geschichte orientalischer Teppiche reicht weit zurück. Teppiche und Flachgewebe waren in vielen Gesellschaften des Orients Bestandteile der Innenausstattung und zugleich Ausdruck regionaler Handwerkskultur. Sie konnten Wohnräume strukturieren, vor dem Boden schützen und als dekorative textile Flächen eingesetzt werden. Ihre Muster bewahrten Formen, die über längere Zeiträume weitergegeben wurden. Ein Kelim aus Fars gehört in diesen Zusammenhang iranischer Textilarbeit, ohne dass seine Funktion auf eine einzige Nutzung beschränkt wäre.

Die Weitergabe des Wissens erfolgte traditionell praktisch. Die Handhabung von Garnen, die Spannung der Kette und der Aufbau geometrischer Formen werden am Webstuhl erlernt. Auch die Entscheidung, wann ein farbiger Schussbereich endet und der nächste beginnt, gehört zu diesem technischen Können. Bei flach gewebten Textilien muss die Weberin oder der Weber außerdem darauf achten, dass das Gewebe geschlossen bleibt und die Konturen lesbar werden. So verbinden sich handwerkliche Erfahrung und kulturell überlieferte Muster.

Der regionale Hintergrund erklärt, warum Fars in der Geschichte iranischer Teppiche und Kelims eine eigene Bedeutung besitzt. Die Region ist kein einheitlicher Stilraum, sondern umfasst verschiedene soziale und handwerkliche Traditionen. Gerade diese Vielfalt gehört zur Geschichte der dortigen Textilproduktion. Ein handgewebtes Stück verweist daher auf eine Technik und auf einen Herkunftsraum, während die konkrete Gestaltung die Sprache des einzelnen Gewebes bildet. Dieser Kelim wird als Ursprung Fars, Iran, beschrieben.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims wird durch traditionelle Formen, geometrische Anordnungen und kräftige Farben geprägt. Geometrische Motive eignen sich besonders für die Umsetzung in einer Webtechnik, weil Linien, Rauten, Streifen, Hakenformen und gegliederte Felder aus wiederholten Fadenbewegungen entwickelt werden können. Die Gestaltung entsteht nicht erst nach dem Weben, sondern wird Schritt für Schritt in die Fläche eingearbeitet. Dadurch stehen Ornament und Konstruktion in einer unmittelbaren Beziehung.

Symmetrie und Wiederholung sind in vielen Kelimtraditionen wichtige Gestaltungsmittel. Eine regelmäßige Anordnung kann der Fläche Ordnung geben, während wiederkehrende Motive einen Rhythmus erzeugen. Bordüren können den äußeren Rand fassen, Mittelbereiche können durch Farbfelder oder geometrische Zeichen gegliedert werden. Kräftige Farben verstärken die Abgrenzung zwischen den einzelnen Bereichen. Welche Wirkung die Komposition im Raum entfaltet, hängt vom Zusammenspiel der Farbflächen, der Formen und der umgebenden Einrichtung ab.

Orientalische Textilien werden häufig mit einer symbolischen Bildsprache verbunden. Geometrische Motive können in der kulturellen Deutung Vorstellungen von Heimat, Glück oder Natur aufgreifen. Solche Bedeutungsfelder gehören zur allgemeinen Tradition der Musterinterpretation. Nicht jedes Zeichen besitzt jedoch in jedem Teppich dieselbe festgelegte Bedeutung. Die überlieferte Formensprache kann gleichzeitig dekorativ, handwerklich und symbolisch gelesen werden. Bei diesem Kelim steht fest, dass traditionelle Muster und eine beidseitig identische Gestaltung zu seinen beschriebenen Merkmalen gehören.

Die identischen Muster auf Vorder- und Rückseite machen die Konstruktion besonders anschaulich. Bei einem flach gewebten Kelim ist die Rückseite nicht mit einer separaten Trägerschicht oder einem verdeckten Flor gleichzusetzen. Sie zeigt vielmehr die textile Struktur, die durch das Weben entstanden ist. Wenn beide Seiten dasselbe Muster tragen, kann der Teppich gewendet werden, ohne dass eine andere dekorative Komposition sichtbar wird. Die Gestaltung bleibt dadurch unabhängig davon, welche Seite im Raum nach außen zeigt.

Diese Eigenschaft erweitert die traditionelle Verwendbarkeit. Als Wandbehang kann der Kelim seine geometrische Komposition vollständig zeigen. Als Bodenbelag bildet er eine flache textile Fläche, deren Muster durch die Nutzung nicht von einer festgelegten Vorderseite abhängig ist. Bei einer Veränderung der Einrichtung kann er einfach gewendet werden. Das Muster bleibt identisch und die optische Ordnung des Raumes wird nicht durch den Seitenwechsel verändert.

Die Webtechnik beeinflusst auch die Linienführung. Bei einem Kelim werden Konturen aus Fadenabschnitten zusammengesetzt, wodurch geometrische Formen eine klare, manchmal leicht gestufte Wirkung erhalten können. Das ist kein nachträglich aufgetragenes Bild, sondern das Ergebnis der Verbindung von Schuss und Kette. Farbwechsel, Wiederholungen und symmetrische Felder entstehen während des Arbeitsprozesses. Die Muster sind daher Teil der Stabilität und der sichtbaren Struktur des Gewebes.

Traditionelle Kelimmuster können aus kleinen wiederkehrenden Zeichen ebenso wie aus größeren zusammenhängenden Feldern bestehen. Eine Bordüre kann die Fläche rahmen, während ein Mittelmotiv den Blick ordnet. Streifen können Übergänge schaffen und Farben miteinander verbinden. Die beschriebenen kräftigen Farben und geometrischen Formen gehören zu einer Gestaltung, die sich deutlich vom gleichmäßigen, einfarbigen Gewebe unterscheidet. Bei diesem Stück kommt die identische Darstellung beider Seiten als zusätzliches funktionales und gestalterisches Merkmal hinzu.

Besonderheiten

Die wichtigste Besonderheit dieses Kelims ist seine beidseitige Nutzbarkeit. Vorder- und Rückseite tragen identische Muster. Der Teppich muss daher nicht auf eine einzige Sichtseite ausgerichtet werden. Beim Wenden bleibt die Gestaltung gleich, was die Platzierung im Raum erleichtert. Diese Eigenschaft ist sowohl für die Verwendung als Bodenbelag als auch für die Anbringung als Wandbehang relevant.

Der Kelim ist außerdem leicht zu reinigen und zu pflegen. Regelmäßiges Staubsaugen hilft dabei, lose Verschmutzungen und Staubablagerungen zu entfernen. Bei Flecken kann die Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch abgerieben werden. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden, damit die Farben nicht beschädigt werden. Die Kombination aus handgewebter Wolle, flacher Konstruktion und identischem Muster auf beiden Seiten verbindet eine traditionelle textile Technik mit einer unkomplizierten Nutzung.

FAQ

Wie pflege ich meinen handgewebten Kelim richtig?

Regelmäßiges Staubsaugen beugt der Ansammlung von Schmutz vor. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch abgerieben werden. Aggressive Reinigungsmittel sind zu vermeiden, weil sie die Farben beeinträchtigen können. Eine schonende Reinigung passt zur handgewebten Wollstruktur und erhält die sichtbare Gestaltung. Da Vorder- und Rückseite identisch gemustert sind, kann der Kelim bei Bedarf gewendet werden, ohne dass eine andere Musterseite zum Vorschein kommt.

Kann ich den Kelim auch auf einer Fußbodenheizung verwenden?

Ja, handgewebte Kelims eignen sich für die Verwendung über einer Fußbodenheizung. Ihre flache Struktur ist nicht zu dick und leitet Wärme gut. Die Temperatur sollte jedoch nicht zu hoch eingestellt werden, um die Lebensdauer des Teppichs zu erhalten. Eine moderate Einstellung ist deshalb für diese Nutzung empfehlenswert. Wie bei jedem textilen Bodenbelag sollte außerdem auf eine geeignete, ebene Unterlage und eine sachgerechte Verlegung geachtet werden.

Wo sollte ich meinen Kelim am besten platzieren?

Der Kelim eignet sich für verschiedene Räume, darunter Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flure. Er kann außerdem traditionell als Wandbehang eingesetzt werden. Als Bodenbelag bringt er seine flache Webstruktur und die geometrische Gestaltung in den Raum ein; an der Wand wird das Muster als textile Fläche sichtbar. Weil Vorder- und Rückseite identisch sind, lässt sich der Kelim flexibel ausrichten und bei einer Veränderung der Einrichtung einfach wenden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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