



Perserteppich Fars 239 x 163 cm handgewebt
1044$
Handgewebter Fars Perserteppich | Material: gewebt ohne Flor | Größe: 239 x 163 cm | Muster: beidseitig identisch | Zustand: Gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 2701ADCC
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich aus Fars ist als Kelim gearbeitet und damit handgewebt. Im Unterschied zu einem geknüpften Teppich besitzt ein Kelim keinen Flor. Die Oberfläche entsteht durch das Verweben der Fäden, nicht durch das Einsetzen einzelner Knoten. Dadurch bleibt die Struktur flach und die Konstruktion klar erkennbar. Die Bezeichnung Kelim beschreibt in erster Linie diese Webtechnik: Kette und Schuss werden so miteinander verbunden, dass eine zusammenhängende textile Fläche entsteht.
Das vorliegende Stück wird als gewebt ohne Flor beschrieben. Eine zusätzliche Materialangabe liegt nicht vor und wird deshalb nicht ergänzt. Die Verarbeitung wird durch die handgewebte Kelim-Technik bestimmt. Bei dieser Arbeitsweise wird das Muster während des Webens aufgebaut. Die Webkante, die Farbflächen und die Übergänge der Motive gehören unmittelbar zur Konstruktion des Teppichs und sind nicht nachträglich auf eine fertige Fläche aufgebracht.
Ein Kelim kann auf beiden Seiten betrachtet werden, weil seine Gestaltung aus dem Webvorgang hervorgeht. Bei diesem Exemplar ist das Muster auf Vorder- und Rückseite identisch. Diese Eigenschaft wird ausdrücklich als Besonderheit des Teppichs genannt. Sie unterscheidet ihn von vielen Florteppichen, bei denen die Rückseite eine sichtbare technische Rückseite bildet und das Muster nicht in derselben Weise erscheint.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Fars im Iran. Fars gehört zu den bedeutenden Kultur- und Teppichregionen des Landes. Die Region liegt im Süden Irans und ist historisch durch unterschiedliche Landschaften, Siedlungen und Wanderbewegungen geprägt. Diese Vielfalt hat auch die textile Tradition beeinflusst. In Fars bestehen sowohl sesshafte als auch nomadische Webtraditionen, wobei Kelims eine wichtige Form der flach gewebten Teppiche darstellen.
Die Kelimtradition in Fars ist eng mit einer Arbeitsweise verbunden, bei der textile Gegenstände direkt am Webstuhl entstehen. Das Weben benötigt keinen separaten Floraufbau. Stattdessen wird die Fläche Reihe für Reihe aus miteinander verschränkten Fäden gebildet. Je nach regionaler Gewohnheit, Webstuhl und gewünschtem Muster können dabei unterschiedliche Formen von Farbfeldern, Linien und geometrischen Gliederungen entstehen. Die Technik ist funktional und dekorativ zugleich: Sie erzeugt eine strapazierfähige, flache Textilie und lässt gleichzeitig eine vielfältige Ornamentik zu.
Persische Teppiche werden nicht nach einem einzigen Stil gefertigt. Iranische Regionen entwickelten eigene Formen, Farbordnungen und Arbeitsweisen. Isfahan, Täbriz, Kashan und Kerman werden häufig als wichtige Teppichzentren genannt, doch Fars besitzt eine eigenständige textile Geschichte. Bei der Einordnung dieses Stücks ist daher die ausdrücklich genannte Herkunft aus Fars maßgeblich. Der Begriff Perserteppich verweist hier auf die iranische Herkunft; die Bezeichnung Kelim verweist auf die Webtechnik und nicht auf eine Knüpfart.
In Fars entstanden und entstehen textile Arbeiten in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen. Nomadische Gruppen entwickelten portable Webarbeiten, die sich an den Bedingungen des mobilen Lebens orientieren konnten. Sesshafte Werkstätten und Haushalte pflegten daneben eigene Webweisen. Aus solchen Zusammenhängen erklärt sich die große Bandbreite flach gewebter Teppiche aus dem Süden Irans. Manche Arbeiten sind streng geometrisch gegliedert, andere zeigen freiere Übergänge zwischen Ornament und Fläche. Die regionale Bezeichnung allein legt jedoch kein bestimmtes Einzelmotiv fest.
Die Geschichte des Kelims ist außerdem eine Geschichte der Weitergabe von Wissen. Techniken werden innerhalb von Familien, Gemeinschaften und Werkstätten vermittelt. Kenntnisse über Spannung, Schussführung, Musteraufbau und das Beenden der Webfläche sind praktische Fähigkeiten, die sich durch Übung entwickeln. Dadurch kann eine Region erkennbare Gemeinsamkeiten bewahren, ohne dass jedes Stück gleich aussieht. Der vorliegende Teppich verbindet diese regionale Herkunft mit der für einen Kelim typischen flachen Webkonstruktion.
Design und Muster
Das konkrete Muster dieses Teppichs wird als beidseitig identisch angegeben. Damit ist eine Eigenschaft der Gestaltung und der Webstruktur beschrieben, nicht ein bestimmtes benanntes Ornament. Die Zeichnung ist auf beiden Seiten gleich sichtbar. Bei einem flach gewebten Kelim entsteht diese Wirkung dadurch, dass die farbtragenden Fäden in die textile Fläche eingearbeitet werden. Vorder- und Rückseite stehen deshalb in einem unmittelbaren Zusammenhang.
Kelim-Muster werden häufig aus geometrischen Grundelementen aufgebaut. Dazu gehören Linien, Rauten, Zickzackformen, Stufen, Dreiecke und wiederholte Felder. Solche Formen können ein textiles Raster ordnen oder als Rahmen, Bordüre und Innenfeld eingesetzt werden. Auch bei symmetrischen Kompositionen bleibt die konkrete Ausführung von Teppich zu Teppich verschieden. Für dieses Stück wird jedoch nur die identische Gestaltung beider Seiten festgehalten; ein bestimmtes Motiv oder eine einzelne Farbkombination ist nicht angegeben.
Die flache Webtechnik begünstigt klare Konturen. Anders als bei einem dichten Flor, der kleine Übergänge weich erscheinen lassen kann, liegen die Farbwechsel eines Kelims unmittelbar in der Webfläche. Dadurch wirken Linien und Flächen deutlich voneinander getrennt. Kleine Unregelmäßigkeiten können bei handgewebten Arbeiten aus dem manuellen Aufbau entstehen, ohne dass daraus ein bestimmtes Muster abgeleitet werden darf. Die Gestaltung bleibt das Ergebnis von Schussführung, Farbwechseln und der gewählten Gliederung.
In der persischen und insbesondere in der südiranischen Textiltradition besitzen geometrische Formen eine lange Geschichte. Motive können regional überliefert, innerhalb einer Familie verändert oder an die verfügbare Webfläche angepasst werden. Ein wiederholtes Ornament kann Ordnung schaffen, während eine offene Fläche Ruhe in die Komposition bringt. Bei Kelims sind Muster und Konstruktion eng verbunden: Das Ornament wird nicht aufgetragen, sondern während des Webens aus der Anordnung der Fäden entwickelt.
Der Hinweis auf die identische Vorder- und Rückseite ist für die Betrachtung dieses Teppichs wichtiger als eine Zuordnung zu einem nicht genannten Motivnamen. Er macht deutlich, dass die Gestaltung nicht nur auf einer dekorativen Oberseite liegt. Die textile Fläche kann von beiden Seiten gelesen werden, wobei die Musterwirkung gleich bleibt. Diese Eigenschaft ist typisch für die Wahrnehmung vieler Kelims und erklärt, warum flach gewebte Stücke häufig als beidseitig verwendbare Textilien verstanden werden.
Die Mustertradition von Fars umfasst sowohl streng wiederholte als auch variantenreiche geometrische Formen. Dabei können Proportionen, Rahmungen und Übergänge je nach Webertradition unterschiedlich ausfallen. Eine regionale Einordnung beschreibt deshalb den kulturellen Kontext, ersetzt aber nicht die genaue Musterbeschreibung des einzelnen Stücks. Für diesen Teppich sind die Herkunft aus Fars, die Kelimtechnik und die beidseitig identische Musterwirkung die maßgeblichen Angaben.
Besonderheiten
Eine zentrale Besonderheit dieses Teppichs ist die identische Gestaltung auf Vorder- und Rückseite. Sie steht mit seiner Kelimkonstruktion in Verbindung, denn die Musterflächen sind in die Webarbeit integriert. Der Teppich wird als ohne Flor gewebt beschrieben. Dadurch besitzt er die für einen Kelim charakteristische flache Oberfläche und unterscheidet sich technisch von einem handgeknüpften Florteppich.
Als Zustand ist Gut angegeben. Diese Zustandsangabe wird sachlich übernommen und nicht durch zusätzliche Aussagen über Abnutzung, Reparaturen oder Restaurierungen erweitert. Ebenso liegt keine nähere Angabe zu einer Signatur, einem Herstellungsjahr oder einer besonderen Materialzusammensetzung vor. Die Einordnung stützt sich daher auf Herkunft, Technik, beidseitige Musterwirkung und den genannten Zustand.
FAQ
Was ist ein Kelim?
Ein Kelim ist ein flach gewebter Teppich ohne Flor. Seine Fläche entsteht durch das Verweben von Kett- und Schussfäden am Webstuhl. Das Muster wird während dieses Vorgangs gebildet und nicht durch das nachträgliche Knüpfen eines Florfadens erzeugt. Deshalb unterscheiden sich Kelims in ihrer Konstruktion deutlich von handgeknüpften Teppichen. Bei dem vorliegenden Stück wird die Kelimtechnik ausdrücklich genannt. Zusätzlich ist festgehalten, dass das Muster auf Vorder- und Rückseite identisch erscheint.
Wie lässt sich ein flach gewebter Teppich pflegen?
Ein Kelim sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit sich loser Staub nicht in der Webfläche sammelt. Die Reinigung sollte an die flache Konstruktion angepasst sein; aggressive Mittel, starke Reibung und ungeeignete Feuchtigkeit können die Fäden und Kanten belasten. Bei stärkerer Verschmutzung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung mit Erfahrung in handgewebten Orientteppichen. Der Teppich sollte außerdem trocken und möglichst vor dauerhaft direkter Sonne geschützt liegen. Für dieses Exemplar ist der Zustand als Gut angegeben.
Woran erkennt man die Herkunft eines Perserteppichs?
Die Herkunft eines Perserteppichs wird durch Angaben zur Region, zur Web- oder Knüpftradition und zur Gestaltung eingeordnet. Bei diesem Stück ist Fars im Iran als Ursprung genannt. Die Bezeichnung Kelim beschreibt die handgewebte Technik ohne Flor, während Perserteppich auf die iranische Herkunft verweist. Ein Motivname allein würde keine Herkunft beweisen, da ähnliche Muster in verschiedenen Regionen verwendet werden können. Für eine genaue Einordnung sollten deshalb Herkunft, Konstruktion und die sichtbaren Eigenschaften gemeinsam betrachtet werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft |











