Perserteppich Fars 238 x 104 cm Wolle handgeknüpft

763$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor glänzende Schurwolle | Größe: 238 x 104 cm | Muster: fantasievoll und ausgefallen | Zustand: Neu, kunstvoll geknüpft

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Inventarnummer: A591C638

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh-Shuli wird aus glänzender Schurwolle gefertigt. Die Wolle bildet den Flor und verleiht der Oberfläche einen sanften Glanz. Zugleich besitzt sie eine angenehme Haptik, sodass die handgeknüpfte Struktur nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar ist. Schurwolle wird bei Gabbeh-Teppichen traditionell wegen ihrer Strapazierfähigkeit verwendet. Sie eignet sich für einen Teppich, der im Alltag genutzt wird und dabei seine charakteristische textile Oberfläche bewahrt.

Die Verarbeitung erfolgt von Hand. Beim Knüpfen entsteht Reihe für Reihe ein eigenständiges textiles Bild, wobei die Muster nicht auf eine vollständig schematische Wiederholung beschränkt sind. Beim Gabbeh-Shuli verbindet sich diese handwerkliche Arbeitsweise mit frei erfundenen, fantasievollen und ausgefallenen Gestaltungen. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 90.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten und steht in Verbindung mit der Ausarbeitung und der Haltbarkeit eines geknüpften Teppichs.

Die verwendete Schurwolle ist in Rot, Beige, Grau und Braun gehalten. Diese Farbtöne prägen den beschriebenen Farbcharakter und lassen sich zu einer warmen, ausgewogenen Farbwirkung verbinden. Die Oberfläche bleibt dabei von der natürlichen Wirkung des Materials und von der handwerklichen Knüpfung bestimmt.

Herkunft und Tradition

Gabbeh-Shuli-Perserteppiche stammen aus der Region Fars im Süden Persiens. Die Teppiche werden in der Nähe von Shiraz geknüpft. Fars ist eine bedeutende Landschaft für die persische Teppichkultur und steht in engem Zusammenhang mit den nomadischen Stämmen des südlichen Persiens. Ihre textile Tradition umfasst Gebrauchsgewebe, Teppiche und andere handgefertigte Arbeiten, bei denen Material, Funktion und individuelle Gestaltung zusammengehören.

Der Begriff Gabbeh bezeichnet eine Teppichtradition, die mit den nomadischen und ländlichen Web- und Knüpfkulturen des iranischen Südens verbunden ist. Im Mittelpunkt steht kein einheitliches, überall gleiches Musterbuch. Vielmehr lässt die Arbeitsweise Raum für eine persönliche Umsetzung. Ein Gabbeh kann deshalb eine reduzierte Fläche zeigen, aber ebenso eine farbige Komposition mit ungewöhnlichen Einfällen. Die gestalterische Freiheit ist ein wesentlicher Teil dieser Tradition.

Fars liegt im kulturellen Umfeld von Shiraz, einer Stadt, die als wichtiger Bezugspunkt der Region gilt. Die Nähe zu Shiraz ordnet den Gabbeh-Shuli geografisch in den Süden Persiens ein, ohne ihn mit einem Teppich aus einer anderen persischen Provinz gleichzusetzen. Die regionale Herkunft und die überlieferte Handarbeit bilden gemeinsam den Hintergrund für diese Teppichform.

Nomadische Teppiche sind traditionell eng mit dem täglichen Leben ihrer Hersteller verbunden. Wolle steht dabei als verfügbares und belastbares Material im Vordergrund. Beim Knüpfen werden Erfahrungen, überlieferte Formen und eigene Ideen miteinander verbunden. Anders als bei streng formalisierten Hofteppichen kann die Gestaltung unmittelbarer und freier wirken. Diese Eigenart erklärt, weshalb Gabbeh-Muster häufig einen klaren Ausdruck besitzen und dennoch von Teppich zu Teppich wechseln.

Innerhalb der Gabbeh-Tradition werden unterschiedliche Ausprägungen unterschieden. Gabbeh-Fars werden ebenfalls mit bunten und fantasievollen Designs in Verbindung gebracht. Häufig erscheinen dort geometrische Muster und traditionelle Motive, die auf die Kultur und Geschichte des iranischen Kunsthandwerks verweisen. Der Gabbeh-Shuli steht in diesem größeren Zusammenhang, wird jedoch durch seine frei erfundenen Muster charakterisiert.

Auch andere persische Teppichtraditionen zeigen, wie unterschiedlich regionale Handarbeit ausfallen kann. Kerman-Teppiche aus der Region Kerman sind für detailreiche Muster und eine feinere Knotendichte bekannt. Dieser Vergleich macht sichtbar, dass persische Teppiche nicht nur nach ihrer Herkunft, sondern auch nach ihrer jeweiligen Gestaltung und Verarbeitung betrachtet werden. Der Gabbeh-Shuli gehört dabei zur Fars-Tradition und folgt einer stärker freien, ausdrucksbezogenen Musteridee.

Design und Muster

Das Muster dieses Gabbeh-Shuli ist fantasievoll und ausgefallen. Im Mittelpunkt stehen keine streng vorgegebenen Ornamente, sondern frei erfundene Gestaltungen. Dadurch erhält die Fläche einen individuellen Charakter. Die Muster können wie eine textile Zeichnung gelesen werden, in der die Hand des Knüpfers und seine eigene Vorstellung sichtbar werden. Der Begriff Shuli bezeichnet hier die beschriebene Gabbeh-Ausprägung mit ihrer kreativen Musterauffassung.

Die Farbpalette umfasst Rot, Beige, Grau und Braun. Rot kann innerhalb einer Komposition einen deutlichen Farbakzent setzen, während Beige, Grau und Braun die Gestaltung erden und miteinander verbinden. Zusammen erzeugen diese Töne eine warme Farbwirkung. Die Farben stehen nicht losgelöst vom Muster, sondern tragen dazu bei, die fantasievolle und ausgefallene Gesamtgestaltung lesbar zu machen.

Viele Gabbeh-Teppiche werden mit reduzierten oder einfarbigen Flächen verbunden. Der Gabbeh-Shuli unterscheidet sich innerhalb dieser Vorstellung durch lebendige Farben und kreative Designs. Seine Gestaltung bleibt nicht auf eine einzelne ruhige Farbfläche beschränkt. Stattdessen entsteht ein abwechslungsreiches Bild, das die freie Interpretation des Knüpfers in den Vordergrund stellt.

Die Mustertradition von Gabbeh erlaubt es, Formen zu vereinfachen, neu zu ordnen und in einer eigenen Bildsprache zusammenzuführen. Geometrische Anklänge und traditionelle Motive gehören zum weiteren Umfeld der Gabbeh-Fars-Teppiche, während der Shuli besonders durch Fantasie und freie Erfindung beschrieben wird. Deshalb ist die Musterwirkung nicht mit der eines streng symmetrischen klassischen Dessins gleichzusetzen.

Ein handgeknüpfter Teppich dieser Art verbindet Gestaltung und Gebrauch miteinander. Das Muster ist nicht als aufgedruckte Dekoration auf einer fertigen Fläche angelegt, sondern entsteht durch die Anordnung der Knoten und Farben. Jede Veränderung in der Knüpfarbeit wirkt sich auf die textile Zeichnung aus. So entsteht ein eigenständiges Stück innerhalb einer regionalen Tradition, ohne dass daraus eine einheitliche Seriengestaltung wird.

Die Farben Rot, Beige, Grau und Braun lassen sich mit modernen, klassischen oder rustikalen Wohnstilen verbinden. Diese Einordnung beschreibt die gestalterische Vielseitigkeit des Gabbeh-Shuli, nicht eine bestimmte Einrichtung. Seine fantasievolle Farb- und Musterwahl kann in unterschiedlichen Raumkonzepten als farbiger oder als warm wirkender textiler Akzent gelesen werden.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Teppichs ist die Verbindung aus glänzender Schurwolle, Handarbeit und frei erfundenem Gabbeh-Shuli-Muster. Die Wolle ist strapazierfähig und besitzt eine angenehme Haptik. Ihr sanfter Glanz ergänzt die Farben Rot, Beige, Grau und Braun und unterstützt die textile Wirkung der Oberfläche.

Die genannte Knotendichte von 90.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter verweist auf eine sorgfältig ausgeführte Knüpfarbeit. Zusammen mit der handgeknüpften Herstellung entsteht ein Teppich, der für regelmäßige Nutzung geeignet ist. Gabbeh-Teppiche gelten zudem als pflegeleicht und strapazierfähig, weshalb sie auch in stärker frequentierten Bereichen eingesetzt werden können.

Der Teppich wird als neu und kunstvoll geknüpft beschrieben. Seine Herkunft aus der Region Fars, die Verbindung zur nomadischen Teppichtradition und die fantasievolle Gestaltung geben ihm eine klar erkennbare kulturelle und handwerkliche Einordnung.

FAQ

Wie pflege ich meinen Gabbeh-Shuli-Teppich?

Regelmäßiges Staubsaugen hilft dabei, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen und die Oberfläche sauber zu halten. Flecken sollten gelegentlich mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Dabei ist es sinnvoll, vorsichtig zu arbeiten und die Wolle nicht unnötig zu durchnässen. Für eine gründliche Pflege kann eine professionelle Teppichreinigung in Betracht gezogen werden. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn eine Verschmutzung nicht mit einer schonenden lokalen Behandlung entfernt werden kann.

Woher stammen Gabbeh-Shuli-Teppiche?

Gabbeh-Shuli-Teppiche stammen aus der Region Fars im Süden Persiens, in der Nähe von Shiraz. Ihre Herstellung steht in Verbindung mit der traditionellen Handwerkskunst nomadischer Stämme. Diese regionale Zuordnung erklärt die Verwendung von Wolle und die Bedeutung der freien, fantasievollen Muster. Der Gabbeh-Shuli gehört damit zur persischen Teppichtradition von Fars und nicht zu einer anderen Herkunftsregion.

Was macht Gabbeh-Shuli-Teppiche einzigartig?

Charakteristisch sind die fantasievollen und ausgefallenen Muster, die nicht auf eine starre, immer gleiche Gestaltung festgelegt sind. Hinzu kommt die Verwendung glänzender Schurwolle mit angenehmer Haptik und guter Strapazierfähigkeit. Die Verbindung aus handgeknüpfter Verarbeitung, der Farbpalette in Rot, Beige, Grau und Braun sowie der regionalen Tradition von Fars macht den Gabbeh-Shuli zu einem eigenständigen Teppichtyp.

Zusätzliche Informationen
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