Perserteppich Fars 210 x 140 cm Wolle handgewebt

Ursprünglicher Preis war: 870$Aktueller Preis ist: 763$

Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Flor Wolle | Größe: 210 x 140 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: 8B76F021

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Kelim aus der Region Fars im Iran ist handgewebt und besteht aus Wolle. Bei einem handgewebten Kelim werden die farbigen Schussfäden nicht über einen Flor geknüpft, sondern in einem Webvorgang zwischen den Kettfäden geführt. Dadurch entsteht eine flache, textile Oberfläche, bei der die Gestaltung unmittelbar aus der Webstruktur hervorgeht. Die Bezeichnung Kelim beschreibt dabei die Technik und nicht eine zusätzliche Materialschicht.

Die handgewebte Ausführung macht die Konstruktion klar und unmittelbar lesbar. Anders als bei einem handgeknüpften Teppich liegt der Schwerpunkt nicht auf einzelnen Knoten, sondern auf dem Zusammenspiel von Kette und Schuss. Wolle wird in der Kelimherstellung traditionell verwendet, weil sie sich für tragende Fäden und farbige Webflächen eignet. Sie kann die Oberfläche griffig und zugleich beweglich wirken lassen, ohne dass daraus eine bestimmte Knotendichte abgeleitet werden darf.

Der Kelim besitzt ein beidseitig identisches Muster. Diese Eigenschaft ist bei flach gewebten Teppichen besonders gut nachvollziehbar, weil die Zeichnung aus der Webtechnik selbst entsteht und nicht nur auf einer Florseite liegt. Die klare Rückseite gehört damit zur gestalterischen und handwerklichen Erscheinung dieses Stücks. Als Zustand ist sehr gut angegeben. Weitere Aussagen über Aufbau, Färbung oder eine besondere Behandlung werden für diesen Kelim nicht getroffen.

Herkunft und Tradition

Der Ursprung dieses Perserteppichs liegt in der Region Fars im Iran. Fars gehört zu den bedeutenden Kulturlandschaften der iranischen Teppich- und Textilgeschichte. Die Region umfasst unterschiedliche Landschaften und Siedlungsformen, von sesshaften Orten bis zu Gebieten, in denen nomadische und halbnomadische Lebensweisen die textile Tradition geprägt haben. Deshalb begegnen dort verschiedene Webformen, Musterordnungen und handwerkliche Ausdrucksweisen nebeneinander.

Die Kelimtradition ist eine der ältesten Formen textiler Bodenarbeiten im Orient. Ein Kelim wird auf einem Webstuhl aufgebaut: Kettfäden geben die Grundrichtung vor, während Schussfäden die Fläche bilden und zugleich die Farben und Motive tragen. Wo sich Farbfelder treffen, entstehen je nach Webweise charakteristische Übergänge, Schlitze oder Konturen. Diese konstruktive Verbindung von Technik und Muster unterscheidet den Kelim von einem Teppich mit geknüpftem Flor.

In Fars wurden flach gewebte Textilien sowohl im häuslichen Umfeld als auch im mobilen Alltag genutzt. Webarbeiten konnten als Bodenbelag, Decke, Trennfläche oder textile Ausstattung dienen. Aus dieser praktischen Umgebung entwickelte sich eine Formsprache, in der robuste Materialien und gut erkennbare Zeichnungen eine wichtige Rolle spielen. Die regionale Herkunft allein legt jedoch weder eine bestimmte Werkstatt noch eine einzelne Volksgruppe oder einen bestimmten Webstuhl fest.

Die iranische Teppichkultur ist von einer großen Vielfalt regionaler Traditionen geprägt. Tabriz ist beispielsweise für fein ausgearbeitete Teppiche und differenzierte Muster bekannt. Nain wird häufig mit hellen Farbstellungen und feiner Zeichnung verbunden, während Kerman für reich ornamentierte Teppiche steht. Diese Orte bilden eigene Traditionen und sind nicht mit der Herkunft dieses Kelims gleichzusetzen. Der vorliegende Teppich stammt aus Fars; die genannten Regionen dienen lediglich zur Einordnung der iranischen Vielfalt.

Auch innerhalb von Fars unterscheiden sich die textilen Ausdrucksformen. Gabbeh-Kelims und Gabbeh-Teppiche werden häufig mit der Region und mit nomadisch geprägten Webtraditionen in Verbindung gebracht. Ihre Muster können ausgesprochen reduziert und ihre Flächen großzügig angelegt sein. Andere Fars-Arbeiten zeigen kleinteiligere Geometrien oder stärker rhythmische Wiederholungen. Welche dieser regionalen Einflüsse in einem einzelnen Stück sichtbar werden, hängt von seiner konkreten Gestaltung ab. Die gesicherte Herkunft dieses Stücks ist die Region Fars im Iran.

Handgewebte Textilien werden in vielen iranischen Familien und Werkstätten über lange Zeiträume hinweg durch praktische Erfahrung weitergegeben. Dabei geht es nicht nur um das Bedienen des Webstuhls, sondern auch um das Spannen der Kette, die Planung der Farbfolge und die Kontrolle der Webspannung. Ein Kelim entsteht deshalb aus mehreren aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten. Seine flache Struktur macht diese Arbeitsweise sichtbar und verbindet Gebrauchsgegenstand und textile Gestaltung.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Damit bleibt die Zeichnung unabhängig davon lesbar, welche Seite nach oben liegt. Bei einem flach gewebten Teppich ist diese Eigenschaft eng mit der Konstruktion verbunden: Die Musterflächen werden während des Webens gebildet und sind nicht als separate Verzierung auf einen fertigen Flor aufgebracht. Die beidseitige Gleichheit ist daher zugleich eine gestalterische und technische Aussage.

In der Gestaltung iranischer Kelims treten häufig geometrische Ordnungen auf. Linien, Rauten, Haken, Stufen und wiederholte Felder können aus einer einfachen Folge eine klar strukturierte Gesamtfläche bilden. Solche Motive sind nicht an eine einzige Region gebunden, sondern erscheinen in unterschiedlichen Formen über weite Teile der iranischen Textilwelt hinweg. Ihre Wirkung entsteht durch Rhythmus, Gegensätze und die sorgfältige Begrenzung einzelner Farbfelder.

Regionale Webtraditionen aus Fars können sowohl streng geometrisch als auch freier und flächiger angelegt sein. Bei manchen Arbeiten steht ein zentrales Motiv im Mittelpunkt, bei anderen wird die gesamte Fläche durch wiederholte Elemente gegliedert. Auch Bordüren können eine wichtige Funktion übernehmen, indem sie das Innenfeld einfassen und die Richtung der Komposition bestimmen. Ohne eine konkrete Farbangabe oder eine detaillierte Musterbeschreibung werden für diesen Kelim keine einzelnen Farben oder speziellen Symbole behauptet.

Die Benennung eines Musters sollte von seiner tatsächlichen Zeichnung ausgehen. Ein Ortsname in einer Musterbezeichnung würde nicht automatisch die Herkunft eines Teppichs bestimmen. Das ist besonders bei iranischen Teppichen wichtig, weil regionale Muster und historische Ornamentformen über verschiedene Herstellungsgebiete hinweg aufgegriffen werden können. Bei diesem Stück sind als konkrete Gestaltungseigenschaft die beidseitig identische Musterung und als Herkunft die Region Fars angegeben.

Die flache Oberfläche eines Kelims lässt Muster oft unmittelbar und ohne die optische Wirkung eines hohen Flors erscheinen. Konturen können dadurch grafischer wirken, während die Webrichtung subtile Veränderungen in der Fläche erzeugt. Bei beidseitig identischen Kelims bleibt das Grundbild auf beiden Seiten erhalten. Die Zeichnung ist somit nicht allein für eine Präsentationsseite gedacht, sondern Teil des gesamten textilen Aufbaus.

Fars ist außerdem für unterschiedliche Teppichformen bekannt, darunter auch kräftiger wirkende Gabbeh-Arbeiten mit reduzierten Formen. Diese Tradition kann als regionaler Hintergrund helfen, die Vielfalt der Muster aus Fars zu verstehen. Sie erlaubt jedoch keine Aussage, dass dieser Kelim ein Gabbeh ist oder ein bestimmtes Gabbeh-Motiv trägt. Für dieses Einzelstück bleibt die sachliche Beschreibung maßgeblich: Es handelt sich um einen handgewebten Kelim mit beidseitig identischem Muster aus der Region Fars.

Besonderheiten

Eine zentrale Besonderheit dieses Stücks ist die beidseitig identische Musterung. Sie macht den Kelim von beiden Seiten verwendbar, sofern die jeweilige Raumsituation dies zulässt, und sorgt dafür, dass die Gestaltung nicht an eine einzige Ansichtsseite gebunden ist. Die flach gewebte Konstruktion unterstützt diese Eigenschaft. Das Muster ist Bestandteil des Webvorgangs und nicht nur auf einer Oberfläche angebracht.

Als Material ist handgewebte Wolle angegeben. Die Verbindung aus Wolle, flacher Webtechnik und identischer Musterung fasst die wesentlichen bekannten Eigenschaften dieses Einzelstücks zusammen. Der Zustand ist sehr gut. Nicht angegeben sind unter anderem eine Knotendichte, eine Signatur, ein Herstellungsjahr, eine besondere Färbemethode oder eine Restaurierung. Solche Details werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Was ist ein Kelim?

Ein Kelim ist ein flach gewebtes textiles Stück. Seine Musterung entsteht beim Eintragen der Schussfäden in die Kette, nicht durch das Knüpfen eines separaten Flors. Dadurch unterscheidet sich ein Kelim konstruktiv von einem handgeknüpften Teppich. Dieses Exemplar stammt aus der Region Fars im Iran, ist aus Wolle handgewebt und besitzt ein auf beiden Seiten identisches Muster.

Wie pflegt man einen handgewebten Wollkelim?

Für die regelmäßige Pflege eignet sich vorsichtiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Flüssigkeiten und Flecken sollten möglichst rasch mit einem leicht feuchten Tuch aufgenommen werden, ohne stark zu reiben. Bei einer gründlichen Reinigung ist eine auf Teppiche spezialisierte Fachreinigung sinnvoll. Je nach Nutzung und Verschmutzung kann eine professionelle Reinigung in größeren Abständen empfehlenswert sein.

Wo kann dieser Kelim eingesetzt werden?

Ein handgewebter Kelim aus Wolle kann in unterschiedlichen Wohnbereichen eingesetzt werden, etwa im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Esszimmer. Seine flache Struktur lässt sich in traditionelle ebenso wie in moderne Raumkonzepte einfügen. Da das Muster beidseitig identisch ist, bleibt die Gestaltung von beiden Seiten erhalten. Die konkrete Platzierung sollte an die Nutzung des Raumes und an einen ebenen, geeigneten Untergrund angepasst werden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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