



Perserteppich Fars 205 x 170 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 1692$1028$Aktueller Preis ist: 1028$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 150.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 205 x 170 cm | Muster: Abstrakte Designs mit großen Farbflächen und Tier- sowie Pflanzenmotiven | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 923F3D45
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh ist handgeknüpft und besteht aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die Verwendung beider Wollarten gehört zur materiellen Grundlage dieses Teppichs. Wolle wird seit Jahrhunderten für nomadische Teppiche verwendet, weil sie sich von Hand verspinnen, färben und zu einem strapazierfähigen Flor verarbeiten lässt. Beim Spinnen entstehen Garne mit einer eigenen, leicht lebendigen Struktur. Dadurch wirkt die Oberfläche eines Wollteppichs nicht vollkommen gleichförmig, sondern zeigt die für handgearbeitete Textilien typische textile Präsenz.
Die Knüpfung erfolgt Reihe für Reihe von Hand. Dabei wird jeder Knoten einzeln in die vorbereitete Konstruktion eingearbeitet und anschließend durch Schussfäden gesichert. Diese Arbeitsweise unterscheidet den handgeknüpften Teppich von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Bei einem Gabbeh steht die handwerkliche Ausführung in engem Zusammenhang mit dem einfachen, klar lesbaren Aufbau. Die Knotendichte dieses Exemplars liegt bei 50.000 – 150.000 Knoten/m². Der Flor wird als hoch und weich beschrieben und erreicht bis zu 2,5 cm.
Ein hoher Flor verändert den Griff und die sichtbare Wirkung einer Wolloberfläche. Licht wird von den aufstehenden Fasern unterschiedlich aufgenommen, während die Hand beim Berühren eine deutlich weiche Textur wahrnimmt. Bei handgesponnener Wolle bleiben kleine Unterschiede in Stärke und Drehung des Garns erkennbar. Sie sind Teil des Charakters traditioneller Handarbeit und keine Voraussetzung für eine industriell vollkommen homogene Oberfläche. Der Teppich ist in sehr gutem Zustand.
Herkunft und Tradition
Gabbeh-Teppiche werden mit den nomadischen Völkern der Ghashghai in der iranischen Provinz Fars verbunden. Fars liegt im Süden Irans und zählt zu den wichtigen historischen Landschaften der persischen Teppichkultur. Die dortige Teppichtradition entstand nicht ausschließlich in städtischen Werkstätten. Auch nomadische Gemeinschaften entwickelten eigene Formen, in denen verfügbare Wolle, mobile Lebensweisen und überlieferte Bildideen zusammenwirken.
Die Ghashghai sind für eine eigenständige nomadische Web- und Knüpftradition bekannt. Teppiche und andere Textilien wurden in einem Umfeld hergestellt, in dem Material und Werkzeug sorgfältig genutzt werden mussten. Schafe und Ziegen lieferten die Wolle, die von Hand gereinigt, versponnen und weiterverarbeitet werden konnte. Die Nähe zu den Tieren und zur Landschaft prägte nicht nur die Versorgung mit Rohmaterial, sondern auch die Motive, die in Textilien erscheinen konnten. Ein Gabbeh steht damit in einer Tradition, die praktische Herstellung und bildhafte Gestaltung miteinander verbindet.
Das Wort Gabbeh wird im Zusammenhang mit persischen Teppichen häufig für einen vergleichsweise kräftigen, grob bis mittel fein geknüpften Teppichtyp mit hohem Flor verwendet. Der Ausdruck verweist auf eine einfache, direkte Formensprache und auf eine Oberfläche, die deutlich weich und voluminös sein kann. Gabbehs wurden traditionell nicht nach einem einzigen, unveränderlichen Muster gefertigt. Ihre Erscheinung konnte von der jeweiligen Weberin, der verfügbaren Wolle, den vorhandenen Farben und den regionalen Gewohnheiten abhängen.
Bei nomadischen Teppichen ist die Herstellung eng mit dem Alltag der Gemeinschaft verbunden. Ein Teppich kann als Gebrauchsgegenstand dienen und zugleich Vorstellungen von Umgebung, Tieren, Pflanzen und Schutz aufnehmen. Die Gestaltung entsteht nicht zwangsläufig aus einem streng festgelegten Werkstattplan. Stattdessen erlaubt die Handarbeit individuelle Abweichungen, vereinfachte Formen und eine eigene Verteilung von Farben. Diese Verbindung aus überlieferter Tradition und persönlicher Ausführung gehört zum Verständnis von Gabbeh-Teppichen aus Fars.
Die iranische Teppichkunst umfasst sehr unterschiedliche regionale Stile. Stadtteppiche können durch komplexe Medaillons, fein ausgearbeitete Ranken und eine hohe ornamentale Ordnung geprägt sein. Nomadische Gabbehs verfolgen häufig einen anderen Ansatz: Ihre Muster sind klarer, ihre Flächen stärker zusammengefasst und ihre Bildzeichen unmittelbarer. Das bedeutet nicht, dass sie ohne Gestaltungssystem entstehen. Vielmehr beruht ihre Ordnung auf reduzierten Formen, bewussten Farbflächen und einem Verhältnis von ruhigem Grund und einzelnen Motiven.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen sowie Tier- und Pflanzenmotiven beschrieben. Damit verbindet es drei Gestaltungselemente: eine reduzierte Abstraktion, deutlich abgegrenzte Farbbereiche und erkennbare Anspielungen auf die Natur. Die großen Farbflächen geben dem Entwurf eine übersichtliche Struktur. Sie lassen das Auge nicht in einer Vielzahl kleiner Ornamente verweilen, sondern führen es über größere zusammenhängende Bereiche.
Abstraktion bedeutet bei Gabbeh-Mustern nicht, dass jede Bildidee vollständig verschwindet. Formen können vereinfacht, geometrisiert oder auf wenige Linien reduziert werden. Ein Tiermotiv muss daher nicht naturalistisch ausgearbeitet sein, um als Tier gelesen zu werden. Wenige Konturen, eine kompakte Figur oder eine veränderte Proportion können genügen. Diese Art der Darstellung passt zur handgeknüpften Tradition, in der ein Motiv mit begrenzten Mitteln deutlich und dauerhaft in die Fläche übertragen wird.
Tiermotive gehören zu den wiederkehrenden Bildideen nomadischer Textilien. Tiere können aus dem täglichen Umfeld stammen und zugleich als eigenständige Zeichen innerhalb der Komposition auftreten. Ihre Darstellung kann spielerisch, schematisch oder streng geometrisch wirken. Entscheidend ist die Beziehung zwischen Figur und Teppichfläche: Ein Motiv kann als einzelnes Zeichen erscheinen, in einer Gruppe stehen oder in einen größeren, abstrakten Aufbau eingebunden sein. Für dieses Exemplar sind Tier- und Pflanzenmotive als Bestandteile des Musters genannt, ohne dass einzelne Tierarten oder eine bestimmte botanische Form festgelegt werden.
Pflanzenmotive ergänzen diese Bildwelt um organische Formen. Blätter, Zweige und stilisierte Blüten lassen sich in der persischen Teppichkunst auf viele Arten vereinfachen. In einem Gabbeh können sie als kleine Zeichen, als wiederholte Elemente oder als Teil einer freien Komposition erscheinen. Durch die handgeknüpfte Ausführung erhält jedes Motiv eine textile Oberfläche. Die Linien werden nicht gezeichnet, sondern aus farbigen Knoten aufgebaut. Dadurch entsteht eine besondere Verbindung von Bild und Material.
Große Farbflächen schaffen neben den Motiven auch visuelle Ruhe. Ein abstrakter Entwurf kann seine Wirkung aus dem Wechsel zwischen offenen Bereichen und konzentrierten Zeichen beziehen. Farbflächen müssen dabei nicht vollständig leer sein; sie können einzelne Figuren tragen oder mit kleinen Formen gegliedert werden. Die genaue Farbauswahl dieses Teppichs ist nicht angegeben. Deshalb lässt sich seine Gestaltung sachgerecht über die genannten Flächen, die Abstraktion sowie die Tier- und Pflanzenmotive beschreiben, ohne zusätzliche Farben oder eine bestimmte Komposition vorauszusetzen.
Die reduzierte Musterwelt ist ein wesentlicher Bestandteil der Gabbeh-Tradition. Sie steht im Gegensatz zu Entwürfen, die jede verfügbare Fläche mit feinen Ornamenten füllen. Ein Gabbeh kann stattdessen mit wenigen, klar gesetzten Formen arbeiten. Dabei bleibt die handwerkliche Unregelmäßigkeit sichtbar und unterstützt den Eindruck eines individuell gefertigten Textils. Das Muster ist nicht von der Oberfläche getrennt: Der hohe, weiche Flor beeinflusst, wie Konturen, Übergänge und Farbflächen wahrgenommen werden.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Exemplars zählen die Verbindung von handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle, die handgeknüpfte Ausführung und der hohe, weiche Flor bis zu 2,5 cm. Auch die Kombination aus abstrakten Designs, großen Farbflächen sowie Tier- und Pflanzenmotiven ist für seine Beschreibung maßgeblich. Sie ordnet den Teppich in die direkte, bildhafte Gestaltungstradition der Gabbeh-Teppiche ein.
Die angegebene Knotendichte von 50.000 – 150.000 Knoten/m² beschreibt die Ausführung als handgeknüpftes Textil mit einer klar benannten technischen Grundlage. Sie ist gemeinsam mit dem Flor, dem verwendeten Material und dem Muster zu betrachten. Der sehr gute Zustand ergänzt die Angaben zur handwerklichen und optischen Beschaffenheit dieses Einzelstücks.
FAQ
Was ist ein Gabbeh?
Ein Gabbeh ist ein traditioneller persischer Teppichtyp, der besonders mit nomadischen Gemeinschaften im Süden Irans und mit der Provinz Fars verbunden wird. Typisch ist eine reduzierte, direkte Gestaltung mit vereinfachten Formen, größeren Flächen und häufig einem vergleichsweise hohen Flor. Tier- und Pflanzenmotive können ebenso vorkommen wie abstrakte oder geometrische Zeichen. Gabbehs werden von Hand geknüpft und stehen in einer Herstellungstradition, in der lokal verfügbare Wolle und überlieferte Bildideen zusammengeführt werden.
Welche Rolle spielt die Wolle bei diesem Teppich?
Dieser Teppich besteht aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Wolle eignet sich für die Herstellung von Teppichen, weil sie zu Garn versponnen und als widerstandsfähiger Flor verarbeitet werden kann. Beim Handspinnen entstehen charakteristische Unterschiede in der Garnstruktur. In Verbindung mit dem hohen, weichen Flor prägt die Wolle den Griff und die Oberfläche des Gabbeh. Die Materialangabe bezieht sich auf Schafs- und Ziegenwolle; eine Kette ist nicht angegeben.
Wodurch zeichnet sich das Muster aus?
Das Muster verbindet abstrakte Designs mit großen Farbflächen sowie Tier- und Pflanzenmotiven. Die Formen sind damit nicht auf ein feinmaschiges, durchgehend kleinteiliges Ornament beschränkt. Große Flächen schaffen eine klare Ordnung, während die Naturmotive bildhafte Akzente setzen. In der Gabbeh-Tradition werden solche Motive häufig vereinfacht und mit wenigen Knotenreihen in die Teppichfläche übertragen. Die genaue Farbfolge und einzelne Tier- oder Pflanzenarten sind für dieses Exemplar nicht näher benannt.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |











