





Perserteppich Fars 194 x 102 cm Schurwolle handgeknüpft
763$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor Schurwolle | Größe: 194 x 102 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs | Zustand: Sehr gut
Ausverkauft
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 9CA4DAF0
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh-Shuli ist aus hochwertiger Schurwolle gefertigt und handgeknüpft. Die Wolle besitzt einen natürlichen Glanz und gibt dem Teppich seine angenehme, warme Haptik. Schurwolle wird seit langer Zeit für die Herstellung orientalischer Teppiche verwendet, weil sie eine griffige Oberfläche mit einer belastbaren Faser verbindet. Bei einem Gabbeh entsteht aus diesem Material ein Flor, der die unmittelbare, handwerkliche Wirkung des Teppichs unterstützt.
Die Handknüpfung macht jeden Arbeitsschritt sichtbar, ohne dass die Gestaltung ihre klare Eigenständigkeit verliert. Knoten für Knoten wird das Muster in die Grundlage eingearbeitet. Die hohe Knotendichte von 90.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter steht für eine sorgfältige Ausführung. Sie ermöglicht es, Formen und stilisierte Einzelheiten präzise anzulegen, während die Wolle weiterhin ihre charakteristische Präsenz behält.
Gabbeh-Teppiche werden traditionell mit einer eher kräftigen Wollwirkung verbunden. Beim Gabbeh-Shuli verbindet sich diese haptische Qualität mit einer aufwendigeren, fantasievollen Musteridee. Die verwendete Schurwolle macht den Teppich strapazierfähig und langlebig. Sein Zustand ist sehr gut.
Herkunft und Tradition
Der Gabbeh-Shuli stammt aus der Region Fars im Süden Persiens. Fars liegt im südlichen Teil des heutigen Iran und gehört zu den wichtigen historischen Landschaften der persischen Teppichkultur. Besonders die Gegend in der Nähe von Shiraz wird mit dieser Gabbeh-Tradition verbunden. In dieser Region treffen nomadische, dörfliche und städtische Einflüsse aufeinander. Teppiche aus Fars bewahren deshalb häufig eine direkte, bildhafte Formensprache, in der das handwerkliche Können nicht von einer streng festgelegten höfischen Ordnung überlagert wird.
Gabbeh bedeutet im Zusammenhang mit Teppichen eine robuste, ursprünglich eher einfach wirkende Knüpftradition. Die Stücke wurden in der Region Fars traditionell von Nomaden und in ländlichen Gemeinschaften hergestellt. Ihre Gestaltung konnte sich stärker an den Vorstellungen der Knüpferinnen und Knüpfer orientieren als an einem vollständig vorgegebenen Musterplan. Dadurch entstand eine eigenständige Teppichsprache mit klaren Flächen, gut erkennbaren Figuren und einer unmittelbaren Beziehung zwischen Material und Motiv.
Der Name Shuli bezeichnet eine Ausprägung innerhalb der Gabbeh-Tradition. Gabbeh-Shuli-Teppiche unterscheiden sich von besonders reduzierten Gabbeh-Modellen durch ihre fantasievolleren und oft lebhafteren Entwürfe. Die Muster können geometrische Formen, stilisierte Tiere und Pflanzen aufnehmen. Diese Motive sind nicht als naturgetreue Darstellungen gedacht, sondern als vereinfachte Zeichen, die aus der Vorstellungskraft der Knüpfer entstehen.
Die Nähe zu Shiraz ist für die Einordnung in die Kulturregion Fars bedeutsam. Shiraz ist seit Jahrhunderten ein Zentrum von Handel, Kunst und Handwerk im Süden Persiens. Die Teppiche aus dem weiteren Umfeld stehen jedoch nicht alle für denselben Stil. Innerhalb der Fars-Tradition gibt es unterschiedliche Ausprägungen, von schlichten Gabbeh-Entwürfen bis zu lebendigeren Shuli-Kompositionen. Der vorliegende Teppich wird als Gabbeh-Shuli aus Fars bezeichnet und verbindet damit die regionale Herkunft mit dieser besonderen Mustertradition.
Die Geschichte der Gabbeh-Knüpferei zeigt, wie eng Gebrauch und Gestaltung miteinander verbunden sein können. Ein Teppich konnte als praktischer Bestandteil des täglichen Lebens dienen und zugleich die persönliche Bildwelt seiner Herstellerinnen und Hersteller ausdrücken. Die bewusste Unmittelbarkeit der Motive und die starke Rolle der Wolle gehören zu den Merkmalen, durch die Gabbeh bis heute als eigenständige persische Teppichform erkennbar bleibt.
Fars wird häufig als Herkunftsregion mit anderen persischen Teppicharten verglichen. Gabbeh-Fars stehen dem Gabbeh-Shuli nahe, zeigen jedoch oft eine noch zurückgenommene Farbpalette und einfachere Muster. Tabriz-Teppiche werden dagegen mit feineren Details und komplexeren Kompositionen verbunden. Kerman-Teppiche sind häufig von floralen Motiven geprägt. Diese Vergleiche verdeutlichen, dass der Gabbeh-Shuli nicht über eine allgemeine Bezeichnung für Perserteppiche erklärt wird, sondern über seine Herkunft aus Fars und seine eigene, ausdrucksstarke Gestaltung.
Design und Muster
Das zentrale Merkmal des Gabbeh-Shuli liegt in seinen ausgefallenen und fantasievollen Designs. Anders als ein einfarbiger oder sehr minimalistischer Gabbeh arbeitet diese Ausprägung mit einer vielfältigeren Bildsprache. Geometrische Formen können als klar gegliederte Flächen, Rahmen, Linien oder vereinfachte Figuren erscheinen. Ihre Wirkung entsteht aus der bewussten Reduktion: Ein Motiv muss nicht naturgetreu sein, um als Tier, Pflanze oder menschliche Vorstellung lesbar zu werden.
Stilisierte Tiere gehören zu den wiederkehrenden Bildideen, die mit Gabbeh-Shuli verbunden werden. Sie können kompakt, kantig oder mit wenigen charakteristischen Linien angelegt sein. Auch Pflanzenmotive werden nicht zwingend botanisch ausgearbeitet, sondern in eine ornamentale oder zeichenhafte Form übertragen. Gerade diese freie Vereinfachung verleiht den Entwürfen ihre fantasievolle Qualität. Die Muster wirken wie eigenständige Bilder und nicht wie eine bloße Wiederholung eines streng standardisierten Vorbilds.
Die Farbwelt, die bei Gabbeh-Shuli häufig anzutreffen ist, umfasst Rot, Beige, Grau und Braun. Jede dieser Farben kann eine andere atmosphärische Wirkung entfalten. Rot setzt einen kräftigen Akzent, Beige schafft eine helle und ruhige Grundlage, Grau wirkt zurückhaltend und Braun bringt eine erdige Note ein. Die Farben lassen sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen verbinden, ohne dass die charakteristische Herkunft des Teppichs aus Fars verloren geht.
Bei der Gestaltung eines Gabbeh-Shuli stehen Muster und Material in einem engen Zusammenhang. Der Wollflor verleiht den Formen eine weiche, körperliche Wirkung. Die handgeknüpften Knoten unterstützen dabei die individuelle Ausarbeitung der Motive. Linien können leicht variieren, Flächen dürfen eine handwerkliche Lebendigkeit behalten, und stilisierte Figuren erhalten dadurch einen persönlichen Ausdruck. Diese Eigenschaften sind Teil der handwerklichen Bildsprache und kein Zeichen einer industriell vereinheitlichten Gestaltung.
Die Muster lassen sich mit modernen ebenso wie mit traditionellen Wohnkonzepten verbinden. In einer reduzierten Umgebung können die geometrischen oder figürlichen Motive als eigenständiger Akzent wirken. Neben klassischeren Möbeln entsteht ein Bezug zu den traditionellen Wurzeln des Teppichs. Diese vielseitige Wirkung beruht auf dem Zusammenspiel von klaren Formen, fantasievollen Darstellungen und der natürlichen Ausstrahlung der Schurwolle.
Ein Gabbeh-Shuli erzählt dabei keine festgelegte Geschichte im literarischen Sinn. Seine Bildwelt lässt Raum für unterschiedliche Betrachtungen. Tiere, Pflanzen und geometrische Zeichen können als Ausdruck der Umgebung, der Erinnerung oder der Vorstellungskraft verstanden werden. Entscheidend ist die freie, von den Knüpfern entwickelte Gestaltung. Sie macht den Teppich zu einem Beispiel dafür, wie persische Knüpfkunst traditionelle Technik mit persönlicher Erfindung verbindet.
Besonderheiten
Der Teppich verbindet hochwertige Schurwolle, Handknüpfung und eine ausgefallene Gabbeh-Shuli-Gestaltung. Seine Muster sind fantasievoll und können geometrische Formen sowie stilisierte Tiere und Pflanzen zeigen. Die Farben Rot, Beige, Grau und Braun gehören zur typischen Farbwelt dieser Teppichart. Der Zustand dieses Teppichs ist sehr gut. Er eignet sich für Wohnräume, Schlafzimmer und Flure und kann dort als funktionaler Teppich oder als ausdrucksstarker Akzent eingesetzt werden.
Die hohe Knotendichte und die handwerkliche Ausführung gehören zu den weiteren kennzeichnenden Angaben. Zugleich bleibt die natürliche Wirkung der Schurwolle erhalten. So verbindet dieses Stück die regionale Tradition von Fars mit einer lebendigeren Gabbeh-Komposition.
FAQ
Was macht einen Gabbeh-Shuli besonders?
Ein Gabbeh-Shuli verbindet die robuste Tradition der Gabbeh-Teppiche aus Fars mit ausgefallenen, fantasievollen Mustern. Geometrische Formen sowie stilisierte Tiere und Pflanzen können zu einer eigenständigen Bildsprache zusammenfinden. Die kreative Freiheit der Knüpfer ist ein wichtiger Teil dieser Gestaltung. Hochwertige Schurwolle und Handknüpfung ergänzen den charakteristischen Entwurf.
Wie pflege ich diesen Gabbeh-Shuli richtig?
Regelmäßiges Absaugen hilft, den Teppich sauber zu halten und seine Oberfläche zu bewahren. Bei einem Fleck sollte die Stelle vorsichtig mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Starkes Reiben ist zu vermeiden. Für eine gründliche Pflege ist eine professionelle Teppichreinigung empfehlenswert. Die Reinigung sollte materialgerecht erfolgen, damit die Schurwolle und die handgeknüpfte Struktur geschont werden.
Für welche Räume eignet sich der Teppich?
Der Gabbeh-Shuli kann in Wohnräumen, Schlafzimmern und Fluren eingesetzt werden. Seine Schurwolle bringt eine natürliche Wärme und angenehme Haptik in den Raum. Die fantasievollen Muster lassen sich mit modernen und traditionellen Einrichtungsstilen verbinden. Je nach Umgebung kann der Teppich als funktionale Bodenfläche oder als Akzent mit eigenständiger Bildwirkung dienen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













