Perserteppich Fars 170 x 99 cm Schurwolle handgeknüpft

905$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor Schurwolle | Größe: 170 x 99 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs | Zustand: Neu

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Inventarnummer: 91F12B4C

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh Shuli ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus glanzvoller Schurwolle. Die Wolle bildet den Flor und verbindet eine weiche Haptik mit einer deutlich wahrnehmbaren natürlichen Ausstrahlung. Schurwolle wird bei der Herstellung traditioneller Teppiche wegen ihrer Belastbarkeit und ihrer angenehmen Oberfläche verwendet. Bei diesem Teppich kommt der charakteristische Glanz der Wolle besonders zur Geltung. Die Faser sorgt zugleich für eine geschmeidige, körperreiche Oberfläche, wie sie bei handgearbeiteten Gabbeh-Teppichen typisch ist.

Die Knüpfung erfolgt von Hand. Dabei wird Knoten für Knoten in das Grundgewebe eingearbeitet, bevor der Flor weiterbearbeitet und der Teppich fertiggestellt wird. Eine solche Herstellung macht jedes Stück zu einem eigenen Exemplar. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 90.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt, wie eng die einzelnen Knoten im Gewebe sitzen, und steht in Verbindung mit der Ausarbeitung des Flors und der Muster.

Gabbeh-Teppiche werden traditionell mit einer vergleichsweise klaren, direkt lesbaren Formensprache verbunden. Beim Shuli-Typ tritt an die Stelle einer ausschließlich schlichten Gestaltung eine fantasievollere Behandlung der Fläche. Die handwerkliche Arbeit bleibt dabei sichtbar: Kleine Unregelmäßigkeiten, individuelle Linien und die Eigenart der Wolle gehören zur handgeknüpften Herstellung und unterscheiden ein Einzelstück von einem industriell gefertigten Teppich.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus der Region Fars im Süden Irans. Fars gehört zu den wichtigen Landschaften der persischen Teppichkultur und ist mit einer langen Tradition nomadischer und ländlicher Web- und Knüpfarbeiten verbunden. Die Region liegt im südlichen Teil des Landes und steht in enger Verbindung mit Shiraz. In dieser kulturell vielfältigen Umgebung entstanden unterschiedliche Teppicharten, deren Gestaltung von den Lebenswelten, den verfügbaren Materialien und den überlieferten Techniken der jeweiligen Knüpfer geprägt wurde.

Gabbeh ist eine persische Teppichform, die häufig durch einen ausdrucksvollen, unkomplizierten Aufbau und eine starke Wirkung von Farbe und Fläche gekennzeichnet ist. Ihre Wurzeln werden mit den Knüpftraditionen in den südwestlichen Gebieten Irans verbunden. Anders als bei streng ausgeführten höfischen Teppichen steht bei Gabbeh-Entwürfen oft die unmittelbare Bildidee im Vordergrund. Geometrische Figuren, vereinfachte Tierdarstellungen, Pflanzenformen oder freie Zeichen können aus einer solchen Tradition hervorgehen. Die Muster werden nicht ausschließlich durch ein starres Vorlagenprinzip bestimmt, sondern lassen Raum für die Vorstellungskraft der Knüpfer.

Die Bezeichnung Shuli wird für eine fantasievollere Gabbeh-Spielart verwendet. Während schlichtere Gabbeh-Flächen häufig mit reduzierten Motiven und größeren ruhigen Bereichen arbeiten, kann Shuli stärker von wechselnden Formen, lebendigen Farbfeldern und erfinderischen Kompositionen geprägt sein. Das bedeutet nicht, dass jeder Shuli nach demselben Schema gestaltet ist. Gerade die Verbindung von überlieferter Technik und persönlicher Gestaltungsidee erklärt die Vielfalt dieser Teppiche.

Fars besitzt innerhalb der persischen Teppichgeschichte eine eigenständige Bedeutung. Neben Gabbeh aus Fars werden in der Region weitere Teppicharten hergestellt, darunter Gabbeh-Fars-Teppiche mit kreativen Designs und intensiven Farben. Die regionale Tradition steht zugleich neben den bekannten persischen Zentren wie Tabriz und Isfahan. Tabriz ist für kunstvoll ausgearbeitete Muster und eine differenzierte Ornamentik bekannt, während Isfahan häufig mit ausgewogenen Kompositionen und klassischer Symmetrie verbunden wird. Diese unterschiedlichen Richtungen zeigen, wie breit die persische Teppichkunst ausgebildet ist, ohne dass die Muster anderer Regionen die Herkunft dieses Teppichs verändern.

Traditionelle persische Teppiche entstehen im Zusammenspiel von Materialkenntnis, Knüpftechnik und Gestaltung. Schurwolle ist dabei ein über Jahrhunderte bewährter Werkstoff. Ihre natürliche Struktur kann Farben aufnehmen und dem Flor eine lebendige Oberfläche verleihen. Die Handarbeit bewahrt regionale Eigenheiten, weil nicht nur die Technik, sondern auch die Auswahl und Anordnung der Motive von den jeweiligen Knüpfern beeinflusst wird. Ein Gabbeh Shuli aus Fars steht deshalb für eine Form persischer Teppichtradition, in der Gebrauchstauglichkeit und freie Musteridee miteinander verbunden werden.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als ausgefallen und fantasievoll beschrieben. Gabbeh Shuli steht für Entwürfe, die sich von der streng reduzierten Erscheinung schlichter Gabbeh-Teppiche abheben können. Im Mittelpunkt steht eine freie, individuelle Bildsprache. Sie kann mit vereinfachten Formen, ungewöhnlichen Kombinationen und einer bewusst unkonventionellen Aufteilung der Fläche arbeiten. Die Gestaltung wirkt dadurch nicht wie ein streng wiederholtes Ornament, sondern wie eine eigenständige Komposition.

Die Musterwelt von Gabbeh ist grundsätzlich eng mit der Vereinfachung verbunden. Eine Form wird nicht unbedingt naturgetreu wiedergegeben, sondern auf ihre kennzeichnenden Linien und Flächen konzentriert. Tiere, Menschen, Pflanzen und geometrische Zeichen können in stark stilisierter Weise erscheinen. Bei Shuli wird diese Reduktion mit einer größeren gestalterischen Freiheit verbunden. Fantasievolle Designs dürfen auffällige Beziehungen zwischen einzelnen Formen herstellen und der Fläche einen wechselnden Rhythmus geben.

Lebendige Farben gehören zur beschriebenen Wirkung der Gabbeh Shuli-Tradition. Rot, Beige, Grau und Braun werden besonders häufig verwendet und können harmonisch miteinander angeordnet werden. Diese Farbfamilien verbinden warme und zurückhaltende Töne. Rot kann eine Fläche akzentuieren, Beige Ruhe schaffen, Grau die Komposition ausgleichen und Braun einen erdigen Bezug herstellen. Die Wirkung entsteht nicht allein durch einzelne Farben, sondern durch ihre Nachbarschaft, ihre Gewichtung und den Wechsel zwischen gemusterten und ruhigeren Partien.

Bei einem handgeknüpften Teppich entwickelt sich das Muster aus vielen einzelnen Knoten. Linien und Konturen werden nicht gedruckt, sondern im Aufbau des Flors angelegt. Dadurch erhält die Zeichnung eine textile Tiefe und eine Oberfläche, die je nach Betrachtungswinkel unterschiedlich wirken kann. Die fantasievolle Gestaltung bleibt mit der handwerklichen Struktur verbunden. Das macht die Muster nicht zu einer losgelösten Grafik, sondern zu einem Bestandteil des Teppichs als gewebtem und geknüpftem Gebrauchsgegenstand.

Die Bezeichnung Gabbeh Shuli beschreibt somit vor allem eine gestalterische Richtung innerhalb der Gabbeh-Tradition. Sie verweist auf Individualität und erfinderische Muster, nicht auf ein einziges festgelegtes Ornament. Genau diese Offenheit ermöglicht unterschiedliche Kompositionen. Der vorliegende Teppich wird als ein Unikat behandelt, weil die Handknüpfung und die fantasievolle Gestaltung nicht in einer vollständig identischen industriellen Wiederholung entstehen. Seine Musterwirkung lässt sich deshalb als eigenständig, lebendig und von der Vorstellungskraft der Knüpfer geprägt einordnen.

Besonderheiten

Der Teppich ist neu und als handgeknüpftes Einzelstück erhältlich. Seine Besonderheit liegt in der Verbindung von Gabbeh-Shuli-Gestaltung, fantasievollen Designs und glanzvoller Schurwolle. Die natürliche Wolle verbindet Weichheit mit Strapazierfähigkeit und verleiht dem Flor eine besondere Oberfläche. Die traditionelle Knüpftechnik macht jedes Exemplar zu einem Unikat.

Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen. Flecken sollten unmittelbar mit einem feuchten Tuch abgetupft werden, ohne sie kräftig einzureiben. Eine professionelle Teppichreinigung wird empfohlen, wenn eine gründliche Reinigung erforderlich ist. So lässt sich die textile Oberfläche schonend behandeln und die Nutzbarkeit des Teppichs erhalten. Durch seine Gestaltung eignet sich ein Gabbeh Shuli grundsätzlich für Wohnräume, Schlafzimmer oder Flure.

FAQ

Was macht einen Gabbeh Shuli Teppich einzigartig?

Seine Eigenart entsteht aus der Verbindung von fantasievollen, ausgefallenen Mustern und hochwertiger Schurwolle mit natürlichem Glanz. Die Shuli-Gestaltung lässt mehr Raum für freie Ideen und individuelle Kompositionen als ein ausschließlich schlichter Gabbeh-Entwurf. Da der Teppich von Hand geknüpft wird, entsteht jedes Stück als eigenes Exemplar. Die weiche und zugleich strapazierfähige Wolle ergänzt diese individuelle Gestaltung um eine angenehme textile Oberfläche.

Wie pflege ich meinen Gabbeh Shuli Teppich?

Der Teppich sollte regelmäßig mit einem Staubsauger gereinigt werden. Bei einem Fleck wird die betroffene Stelle am besten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft. Starkes Reiben kann die Oberfläche unnötig belasten und sollte vermieden werden. Für eine umfassende Reinigung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Diese Vorgehensweise unterstützt den Erhalt der Schönheit und der Qualität des handgeknüpften Teppichs.

Wo kann ich einen Gabbeh Shuli Teppich einsetzen?

Ein Gabbeh Shuli kann in Wohnräumen, Schlafzimmern oder Fluren eingesetzt werden. Seine lebendigen Farben und kreativen Muster machen ihn in unterschiedlichen Raumzusammenhängen sichtbar. Im Wohnbereich kann die fantasievolle Fläche eine Einrichtung ergänzen, im Schlafzimmer für eine textile Gestaltung sorgen und im Flur einen eigenständigen Akzent setzen. Entscheidend ist, dass der Teppich dort liegt, wo seine handgeknüpfte Oberfläche und sein individuelles Design zur Geltung kommen.

Zusätzliche Informationen
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