





Perserteppich Fars 156 x 105 cm Schurwolle handgeknüpft
834$
Handgeknüpfter Fars-Perserteppich | Knotendichte: 90.000 – 180.000 Knoten/m² | Material: Flor glänzende Schurwolle | Größe: 156 x 105 cm | Muster: Ausgefallene, fantasievolle Designs | Zustand: Neu
1 verfügbar
- ✓Kostenloser Versand in der EU
- ✓2-5 Werktage Lieferzeit
- ✓14 Tage Rückgaberecht
- ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
SICHERE ZAHLUNG
VERSANDPARTNERInventarnummer: 47DB852E
Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh-Shuli-Perserteppich ist handgeknüpft und aus glänzender Schurwolle gefertigt. Die Schurwolle bildet den sichtbaren Flor und prägt damit die haptische und optische Wirkung des Teppichs. Ihre natürliche Faserstruktur steht bei Gabbeh-Teppichen traditionell für einen angenehm weichen Griff und eine belastbare Oberfläche. Beim Handknüpfen entsteht das Muster Knoten für Knoten. Jeder einzelne Knoten wird in das Grundgewebe eingearbeitet, bevor die Florfäden ausgerichtet und die Oberfläche weiterbearbeitet werden.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt zwischen 90.000 und 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte erlaubt bei einem Gabbeh-Shuli die Ausarbeitung fantasievoller Formen und klarer Einzelheiten. Sie erklärt zugleich, warum die Muster nicht nur aus groben Farbflächen bestehen, sondern auch geometrische Gestalten sowie stilisierte Tiere und Pflanzen aufnehmen können. Die handgeknüpfte Fertigung macht jedes Stück zu einem Einzelstück, da die Ausführung die individuelle Handschrift des Knüpfers trägt.
Schurwolle wird im Teppichhandwerk wegen ihrer Verbindung aus Geschmeidigkeit und Widerstandsfähigkeit verwendet. Bei einem Gabbeh steht sie nicht für eine steife, glatte Fläche, sondern für einen Flor mit textilem Griff. Der Glanz der Wolle gehört zur beschriebenen Materialwirkung dieses Stücks. Die Verarbeitung verbindet damit eine traditionelle Knüpftechnik mit einem Material, das den Teppich weich erscheinen lässt und zugleich für eine strapazierfähige Nutzung geeignet ist.
Handgeknüpfte Teppiche unterscheiden sich grundsätzlich von industriell gefertigten Bodenbelägen durch ihren schrittweisen Aufbau. Die Arbeit verlangt Übersicht über Farbfolge, Motiv und Knotenzahl. Bei einem Shuli-Gabbeh kommt hinzu, dass die Gestaltung bewusst fantasievoll und abwechslungsreich angelegt ist. Kleine Abweichungen in der Ausführung sind Ausdruck der manuellen Arbeit und Teil des Charakters eines Unikats, nicht das Ergebnis einer anonymen Serienproduktion.
Herkunft und Tradition
Der Gabbeh-Shuli stammt aus der Region Fars im Süden Persiens, nahe der Stadt Shiraz. Fars gehört zu den Regionen, die mit einer reichen Teppichtradition und einer ausgeprägten handwerklichen Kultur verbunden sind. Die dortige Teppichkunst umfasst unterschiedliche Ausdrucksformen, von ursprünglich wirkenden Nomadenmustern bis zu stärker ausgearbeiteten Kompositionen. Der Gabbeh steht in diesem Umfeld für eine unmittelbar lesbare, eigenständige Bildsprache.
Gabbeh-Teppiche werden traditionell mit der Lebenswelt der südwestiranischen Nomaden und sesshaften Webergemeinschaften in Verbindung gebracht. Ihre Gestaltung entwickelte sich nicht allein aus festgelegten höfischen Vorlagen, sondern aus der Beobachtung von Landschaft, Tieren, Pflanzen und alltäglichen Zeichen. Dadurch können Formen vereinfacht, vergrößert oder frei miteinander verbunden werden. Diese Offenheit ist ein wichtiger Teil der Gabbeh-Tradition und erklärt, weshalb auch innerhalb derselben Teppichart sehr unterschiedliche Kompositionen entstehen.
Die Bezeichnung Shuli verweist auf eine besonders dekorative Richtung innerhalb der Gabbeh-Gestaltung. Während manche Gabbeh-Teppiche durch eine nahezu einfarbige Fläche und reduzierte Formen bestimmt werden, zeigen Gabbeh-Shuli-Teppiche ausgefallene und fantasievolle Designs. Sie bewahren die einfache, direkt wirkende Grundlage des Gabbeh, erweitern sie jedoch um eine lebhaftere Musterwelt. So entsteht eine Verbindung zwischen überlieferter Handarbeit und einer zeitgenössisch lesbaren Formensprache.
Die Nähe zu Shiraz ist für die Einordnung der Herkunftsregion von Bedeutung. Shiraz ist ein bekanntes kulturelles Zentrum im Süden Persiens und liegt in einem Gebiet, dessen textile Tradition über lange Zeit weitergegeben wurde. Die Fertigkeiten der Weber und Knüpfer werden innerhalb von Familien und lokalen Gemeinschaften vermittelt. Dabei entstehen keine vollkommen identischen Stücke: Material, Farbaufteilung und Motivgestaltung können von Teppich zu Teppich wechseln und die persönliche Arbeitsweise des Knüpfers sichtbar machen.
Fars ist nicht mit einer einzigen, unveränderlichen Mustersprache gleichzusetzen. Regionale Teppiche können schlichte Flächen, geometrische Ordnungen oder figürliche Anspielungen zeigen. Der Gabbeh-Shuli nutzt diese gestalterische Bandbreite auf eine besonders freie Weise. Die handwerkliche Tradition liefert die Technik und das Wissen über Wolle, Farben und Knoten; die konkrete Komposition bleibt dabei offen für die Fantasie des Knüpfers. Darin liegt die Verbindung von Geschichte und zeitgenössischem Design, die für diesen Teppichtyp beschrieben wird.
Auch andere persische Teppichtraditionen wie Tabriz, Kashan oder Kerman werden für ihre jeweils eigenen Musterwelten geschätzt. Tabriz und Kashan sind für feine Details und elegante Ornamente bekannt, während Teppiche aus Kerman häufig florale Muster und lebhafte Farben zeigen. Diese Beispiele machen deutlich, dass die persische Teppichkunst aus vielen regionalen Sprachen besteht. Der Gabbeh-Shuli aus Fars gehört zu einer Tradition, in der die handwerkliche Ausführung und die freie, bildhafte Gestaltung eng miteinander verbunden sind.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als ausgefallen und fantasievoll beschrieben. Gabbeh-Shuli-Teppiche unterscheiden sich damit von den einfarbigen und minimalistischen Varianten, bei denen die Fläche und eine sehr begrenzte Formensprache im Vordergrund stehen. Beim Shuli wird die Gestaltung stärker zum erzählerischen Element. Farben und Motive treten in einen sichtbaren Zusammenhang, ohne dass die Bildidee einer streng naturalistischen Darstellung folgen muss.
Typisch für diese Richtung sind geometrische Formen sowie stilisierte Darstellungen von Tieren und Pflanzen. Geometrische Zeichen können als Felder, Linien, Rauten oder vereinfachte Konturen erscheinen. Tiere werden nicht naturgetreu ausgearbeitet, sondern auf charakteristische Grundformen reduziert. Pflanzenmotive können ebenfalls schematisch und ornamental wirken. Durch diese Vereinfachung bleiben die Motive klar erkennbar und bewahren zugleich den handwerklichen, frei entwickelten Charakter der Gabbeh-Tradition.
Die Farbpalette der Gabbeh-Shuli-Tradition reicht von lebhaften Rottönen über sanfte Beigetöne bis zu tiefen Grautönen und erdigen Brauntönen. Diese Farbbereiche können miteinander verbunden werden, sodass ein Wechsel zwischen kräftigen und zurückhaltenden Partien entsteht. Die Farben dienen nicht nur als Hintergrund, sondern strukturieren die Muster und lenken den Blick auf die einzelnen Formen. Ihre Kombination unterstützt den fantasievollen Charakter, ohne die Herkunft aus einer traditionellen persischen Knüpfkultur aufzugeben.
Für die beschriebenen Farbstimmungen werden natürliche Farbstoffe genannt. In der persischen Teppichherstellung ist das Färben ein eigenständiger handwerklicher Arbeitsschritt. Wolle nimmt Farbstoffe je nach Beschaffenheit, Vorbereitung und Färbeverfahren unterschiedlich auf. Dadurch kann ein Farbton innerhalb eines Musters lebendig wirken. Bei einem handgeknüpften Unikat verbindet sich diese farbliche Eigenart mit der individuellen Anordnung der Motive und der persönlichen Ausführung des Knüpfers.
Das Muster erzählt nicht im Sinn einer festgeschriebenen, für jedes Stück gleichen Geschichte. Vielmehr greifen die stilisierten Tiere, Pflanzen und geometrischen Formen auf Bildzeichen zurück, die in der regionalen Tradition über Generationen weitergegeben wurden. Die Gestaltung kann Erinnerungen an die Umgebung, an Tiere aus dem Alltag oder an überlieferte Vorstellungen aufnehmen. Die fantasievolle Ausarbeitung lässt dabei Raum für persönliche Entscheidungen und macht jedes Stück zu einer eigenen Komposition.
Die Wirkung eines Shuli-Gabbeh entsteht aus dem Zusammenspiel von Flor, Farbe und Zeichnung. Die glänzende Schurwolle unterstützt die Farbwahrnehmung, während die handgeknüpfte Struktur den Motiven eine textile Tiefe gibt. Die Designs sind nicht auf eine einzelne geometrische Ordnung beschränkt, sondern können verschiedene Formen miteinander verbinden. Gerade diese Verbindung von reduzierten Zeichen und lebhafter Fantasie kennzeichnet die beschriebene Shuli-Ausprägung.
Als persischer Teppich gehört der Gabbeh-Shuli zu einer Formensprache, die nicht nur repräsentative Ornamentik kennt. Neben floralen Ranken und streng geordneten Bordüren existieren in der persischen Web- und Knüpfkunst auch einfache, symbolische und figürliche Darstellungen. Der Shuli-Gabbeh führt diese Möglichkeiten zusammen: Die Motive bleiben verständlich, werden aber eigenständig interpretiert. So entsteht ein Design, das traditionelle Bezüge und eine freie Gestaltung nebeneinander bestehen lässt.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Gabbeh-Shuli ist die Verbindung aus fantasievoller Musterung und glänzender Schurwolle. Der Teppich wird als einzigartiges Kunstwerk beschrieben und trägt als handgeknüpftes Einzelstück die individuelle Handschrift seines Knüpfers. Ausgefallene Designs, geometrische Formen sowie stilisierte Tier- und Pflanzenmotive geben ihm einen eigenen Charakter.
Die handwerkliche Ausführung verbindet einen weichen Griff mit einer strapazierfähigen Qualität. Der Teppich ist neu. Seine Knotendichte unterstützt die detaillierte Gestaltung, während die robuste Verarbeitung eine Verwendung auch in stärker frequentierten Bereichen ermöglicht. Die Farbwelt mit Rot-, Beige-, Grau- und Brauntönen sowie der Einsatz natürlicher Farbstoffe ergänzen die materialbezogenen Eigenschaften.
Der Gabbeh-Shuli stellt außerdem eine Verbindung zwischen der überlieferten Teppichtradition von Fars und einer zeitgenössisch wirkenden Musterauffassung her. Er bleibt in der Technik traditionell, wirkt in der Gestaltung jedoch nicht auf eine streng wiederholte Vorlage festgelegt. Dadurch lässt sich jedes Stück als eigenständige Ausführung seiner regionalen und handwerklichen Tradition betrachten.
FAQ
Was macht Gabbeh-Shuli-Teppiche einzigartig?
Gabbeh-Shuli-Teppiche verbinden handgeknüpfte persische Tradition mit ausgefallenen, fantasievollen Designs. Ihre Muster können geometrische Formen sowie stilisierte Tiere und Pflanzen zeigen. Anders als einfarbige und minimalistische Gabbeh-Varianten entwickeln sie eine lebhaftere Bildsprache. Die Verwendung glänzender Schurwolle, die natürliche Farbwelt und die individuelle Handschrift des Knüpfers prägen den Charakter. Jedes Stück ist ein Unikat und spiegelt die kulturelle Vielfalt der Region Fars wider.
Wie pflege ich meinen Gabbeh-Shuli-Teppich?
Für die regelmäßige Pflege sollte der Gabbeh-Shuli-Teppich abgesaugt werden. Dadurch lassen sich lose Staub- und Schmutzpartikel aus dem Flor entfernen, ohne die handgeknüpfte Oberfläche unnötig zu beanspruchen. Bei stärkerem oder gründlichem Reinigungsbedarf wird eine professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben nicht verblassen. Eine gleichmäßige, schonende Pflege unterstützt den Erhalt von Wolle, Muster und Farbwirkung.
Woher stammt der Gabbeh-Shuli-Teppich?
Der Gabbeh-Shuli-Teppich stammt aus der Region Fars im Süden Persiens, nahe der Stadt Shiraz. Fars ist für seine reiche Teppichtradition und die hohe handwerkliche Kunstfertigkeit seiner Weber und Knüpfer bekannt. In dieser regionalen Tradition verbinden sich die Verarbeitung von Schurwolle, die Handknüpftechnik und eine frei entwickelte Musterwelt. Der Shuli-Gabbeh führt diese Grundlagen in einer fantasievollen Gestaltung mit geometrischen, tierischen und pflanzlichen Anklängen zusammen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
|---|---|
| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |













